Dienstag, 1. Mai 2018

Mai - der Mai ist tatsächlich gekommen ...




Nächtelang nachgedacht,
jahrelang überwacht,
tausendmal aufgegeben,
alles falsch, ich will nur leben.

(Songtext, Grönemeyer)




1. Mai wettermäßig:

Das Tiefdruckgebiet "Quitta" zieht sich mit seinen Regenwolken von Südskandinavien in Richtung Finnland und Nordwestrussland zurück. D.h. nicht mal 7 Grad, recht windig und regnerisch. Trotzdem zwei Stunden Gang um´s Hollerland gemacht, war schön.



Wunschdenken am Horner Bad



Frauli liest den Blog einer jungen, sehr netten Familie mit zwei kleinen Kindern mit, und die machen sich nun einen Schrebergarten, demnächst wird das Häuschen gebaut und man befasst sich eingehend mit dem Handwerklichen, z.B. mit Innenlasuren. Heute hat der Bauherr etwas über die Bezeichnung "griffsympathisch" bei Lasuren geschrieben und sich darüber köstlich amüsiert. Ist ja auch ein witziges Wort: Griffsympathisch! Wer schon mal lasiert hat und abschließend seine Hand über´s Holz gleiten ließ, der kann mit dem Adjektiv was anfangen ...

In meinem Kopf gehen die Gedanken unausweichlich vom Holz zum Hund. Meine ersten beiden Hunde waren ja Schnauzer, mittel, Pfeffer und Salz. Und Schnauzerhaar ist hart, drahtig, stockig. Hat viele Vorteile, witterungsbeständig, unempfindlich, rattenbißfest. Aber eines issis nicht: griffsympathisch. Trotzdem ham meine Drahthaarigen des öfteren neben mir auf dem Kopfkissen gepennt und selbst der nicht zwingend keim- und geruchsfreie Bart hat mich nicht gestört. Wer den "Duft" seines Hundes nicht mag, der soll nicht von Liebe sprechen, hahaha. 

Was ich sagen wollte: Entlebucher sind die griffsympathischsten Hunde der Welt. Ja, das finden wir! Entlebucherfell ist fein und dicht, hat Volumen (zumindest im Winter), ist weich aber nicht weichlich, und es duftet! Es duftet nicht wie das Fell anderer Hunde, ich kann nicht sagen wonach es duftet und wie genau es sich anfühlt. Man muss Hände und Gesicht hineingedrückt haben - und man ist verloren, auf ewig!







Da isser! Endlich, nu gibt´s kein Halten mehr ...



In der letzten Woche hatte Cleo die zweite Zecke des Jahres. Früh gefunden und mitleidslos entfernt. Wenn´s mehr als zwei Zecken in der Woche werden, dann probieren wir das Melaflon Spray aus, schon gekauft, steht auf dem Badschrank und scharrt mit den Hufen. Wer interessiert ist - hier gibt´s das Zaubermittel, hahaha, klick.




So stell´ ich mir die Deutsche Bank in 20 Jahren vor ...



Nochmal kurz zur Ernährung. Unser Barfen ist nun längst zur Routine geworden. Der vollständige Verzicht auf Industriefutter ist nicht nur unkompliziert, ohne besonderen Aufwand oder ein weiterführendes Studium umsetzbar. Es macht große Freude, der Hund freut sich, der Mensch auch, und man kann sich überhaupt nicht mehr vorstellen, mit welcher seltsamen "Überzeugung" man seinen Hunden Tag ein, Tag aus dröge Fleischabfallkekse in den Napf geschüttet hat. Gut, ich will niemanden unzufrieden machen -
 oder doch?
Mit der Routine und besonders dem Gebrauch des eigenen Gehirns (inklusive der Informationen) ist die geschürte Angst, fehlzuernähren verschwunden. Und das ist erfrischend ...
Die grammgenaue Abwiegerei ist in den berechtigten Hintergrund gerutscht. Was soll das? Wiegt man sein eigenes Mittagessen etwa ab? Nein, niemand tut das. Die Grundlage der Anteile bleibt selbstverständlich bestehen: 50% Muskelfleisch, 30% Pansen, 15% Innereien, 15% Rohe Fleischknochen (gewolft, bei uns Entenrücken und Kalbsbrustbein). Die Zuführung von pflanzlicher Kost und Kohlenhydraten ist bei uns "spontaner" geworden. Geraspelter Apfel, Pastinake, Möhre, zerquetschte Banane, und Pürees, z.B. Kartoffel, Süßkartoffel, Steckrübe usw., und auch das geht ohne Aufwand ab, denn meistens gibt´s einfach was von uns: Essen wir Seelachs mit Püree, kriegt sie davon was ab, gibt´s Buchweizenauflauf auch, die äusseren Blätter vom Chicoreé, die Enden der Zucchini ... kurz in den Mixer und zack. Weniger "dogmatisch" ist ebenso unser Umgang mit Nudeln und Reis geworden. da wandert immer mal was ins Näpfchen, und ein rohes Eigelb in der Woche kommt auch gut an. Kurz eingeweichte Möhrenpellets (Olewo) sind meistens dabei und natürlich der TL Lachsöl. Milchprodukte wie Quark, Joghurt oder Käse sind als Zwischenmahlzeit immer willkommen. Aber wie gesagt - hört sich viel aufwendiger an als es ist. Mach ich mir einen Quark, kriegt sie zwei Löffel ab. Machen wir uns Käsebrote, kriegtse paar Stücke als Suchspiel versteckt.

Nun aber Schluß, sonst bekommen wir noch böse Briefe, hahaha, und Cleo langweilt sich schon ...




Es ist ja, wenn ich uns mal „outen“ darf, mit unseren Hunden, und insbesondere mit Cleo, nicht immer ganz einfach.
Das mag an der Auswahl des Welpen liegen. Es gibt sone und solche, ruhige Vertreter bis hin zu genetisch verankerten Rebellen, mal etwas plakativ gesagt. Es gibt bis zur Übermenschlichkeit ausgeglichene Halter, geradezu meditative Alltagsbedingungen oder fehlerfreie Dauerseminarteilnehmerinnen. Es wird noch einiges mehr geben, das für die real existierenden Persönlichkeit eines Hundes verantwortlich ist, oh ja. Es gibt allerdings auch ziemlich „abgedeckelte“ Hunde, wenig spontan, büschen langweilig, oder „monofixierte“ Leckerliartisten. Und es wird vielleicht ab und an einen „perfekten“ Vorzeigehund geben.

Nichts von alledem trifft auf uns und Cleo zu. Bei uns herrschen Stimmungsschwankungen, Unausgeglichenheiten, Inkonsequenzen, der Mut zum Irrtum bis hin zum Größenwahn. Also alles wie im richtigen Leben. Gibt´s ein Ziel, eine Richtung? Selbstverständlich! Geordnetes Chaos, die Quadratur des Kreises – was denn sonst …

Gudrun Landgrebe hat in „Rossini“ ihren kleinen Monolog, der bringt´s auf den Punkt:
"Ich will Lust bis zur Besinnungslosigkeit - und Ruhe. Leidenschaft bis zum Wahnsinn - und Frieden."



Ham uns ´ne gute Napfunterlage gekauft, weil der Napf-Anti-Rutsch-Ring schwarze Abdrücke auf dem Küchenboden hinterläßt,
und das gefällt der Hausfrau nicht. Hier mal klicken.



Noch eine kleine Aktualisierung bezüglich Cleos Ernährung.
An sich ist "Rindfleisch durchwachsen", also mit Fettanteil, nicht schlecht, Fett ist Energieträger. Nun ist mir zusammen mit dem auch nicht gerade fettfreien Pansen gefüttert allerdings doch etwas zu viel Fett dabei. Wir nehmen ab jetzt "Rindfleisch mager", paar Groschen teuerer.





Samstag, 5ter, ein echter Sommertag! Fast schon zu warm. Cleo war viel im Wasser. Wir hatten neue Butterkartoffeln mit Möhrenstreifen, Zuckerschoten und Fisch, Seelachs und Goldbarsch, frische Petersilie. Cleo auch ...


Morgendlicher Gang um´s Hollerland, sommerlich warm, noch aushaltbar, kurzer Kontakt zum Polizisten auf dem Rennrad 
in Zivil: "Sie wissen aber schon, dass Brut- und Setzzeit ist und Hunde im Landschaftsschutzgebiet sowieso 
angeleint werden müssen ..?". "Ja, natürlich weiß ich das, und Sie ham natürlich auch gesehn, dass mein Hund brav paar Meter vor mir den Weg langläuft ...". "Hab ich, aber es gibt eben auch eine Menge unerzogener Hunde. Sein Sie lieb, geben ein gutes Beispiel ab, leinen Sie ihn an ...". "Das mach ich". Wir wünschten uns noch gegenseitig einen schön´ Tach und ich dachte so: Was gibt es Netteres als einen freundlichen, demokratisch legitimierten Polizisten auf dem Rennrad, hahaha!




Idylle eins,


Idylle zwei,


Autobahnbrücken-Training,


Ungeheuerlich ...


Neid ist begrifflich und per Definition ein negativ besetztes Wort. Es soll auch konstruktiven Neid geben, aber damit kann ich jetzt nix anfangen. Also Neid issis dann nicht, denn wir freuen uns mit Esi und den Aligsern. Worüber freuen wir uns? Naja, die schlendern momentan bei Denneville an der nordfranzösischen Küste die unendlichen, weiten Sandstrände lang - und da wären wir gern dabei, und wie ...



Bonjour Esi, notre bonne fille


Wir haben eine Nachbarin mit Hund. Kleiner Tierheimhund, nette Rentnerin, allein, ohne Auto, dafür hat sie einen Schrebergarten. Nun macht eine Herzklappe nicht mehr mit, sie muss ins Krankenhaus, anschließend Reha. Wer nimmt den Hund? Die einzig in Frage kommende Freundin ist noch zwei Wochen im Urlaub, kann dann übernehmen, schon mal gut. Es herrschte Ratlosigkeit. Wir kommen als temporäre Pflegestelle nicht in Betracht, Cleo ist ans Alleinbleiben gewöhnt, die Nachbarshündin nicht. Ich bin dann mal zum Tierschutzverein um Rat einzuholen, und den bekam ich auch. Allerdings war ich verblüfft über die Aussage, dass es mit Pflegestellen oder überhaupt mit tierliebenden Menschen, für Notfälle wie diesen, recht mau aussieht. Ich hatte mit einer längeren Liste von Adressen gerechnet. Die nette Tierschutzfrau machte mir allerdings Mut bezüglich einer Tierpension in der Nähe, die als seriös, nicht zu teuer und "empfehlenswert" gilt. Kurzum: Da fährt Frauli mit der Nachbarin heute Nachmittag hin, der Hund bleibt für elf Tage da, die Nachbarin geht in die Klinik.

Ich stehe Tierpension grundsätzlich ziemlich skeptisch gegenüber, vielleicht ein Vorurteil, vielleicht auch nicht, schon einiges Schlimmes gehört. Fakt ist, so auch die Tierschutzfrau, dass die Abgabe eines Hundes in einer Pension Stress macht, großen Stress, der Hund weiß ja nicht, was mit ihm geschieht, plötzlich isser allein auf der Welt. Stress ist nicht gut für´s Immunsystem und erhöht die Anfälligkeit für diverse Komplikationen oder Erkrankungen. Da ist ein Giardienbefall beispielsweise schon wahrscheinlicher als im normalen Leben eines Hundes, denk ich. Na, was soll´s. Es mag Ausnahmesituationen geben, in denen keine Wahl bleibt. Es gibt auch Leute, denen zwei Wochen "Ballermann" wichtiger sind als ihr Hund.

Für uns ist der Gedanke, unseren Hund wegzugeben, gar nicht denkbar. Nicht aus irgendwelchen Besserer-Mensch-Gründen, nö, es ginge nicht. Es wäre wie eine Organentnahme bei guter Gesundheit, ausgeschlossen! Selbst im schwärzesten aller möglichen Fälle würde ich eher versuchen Cleo mit auf die Intensivstation zu schmuggeln, auf ihrer Filzmatte unter der Herz-Lungen-Maschine ...


Good News:
Der OP-Termin unserer Nachbarin ist wegen Überlastung der Klinik um zwei Wochen verschoben worden. Der kleine Hund muss also NICHT in die Pension, kommt dann gleich zur Freundin und 200 Euro bleiben auch noch im Sparstrumpf - das freut uns für alle Beteiligten! 




Voilà, pour Heiner et moi ...






Mittwoch, es herrschen 26 Grade im Schatten, Cleo hat ausgiebig das Wasser im Kuhgraben (ist kein Graben, ein kleines Flüsschen zwischen Stadtwald und Wümme) schaumig gepaddelt, auch gesaust, aber kurz. Jetzt meditiert sie ...

Ich war einkaufen und durfte zum hundersten Mal die Ignoranz meiner Mitmenschen erfahren. Da stehn sie an der Kasse, hinter ihnen eine Schlange weiterer zahlungswilliger Leute und ... und sie suchen in ihrer Börse nach Kleingeld, es fehlen 89 Cent und die werden intensiv gesucht. In einer Art Trance des Spießbürgers, sonst ja drogenfrei soweit, fingern sie umständlich aber ungerührt in Geldstücken. Um dann, mittlerweile durchaus an Leib und Leben gefährdet, resigniert aufzugeben: Drei Cent fehlen. Also doch den größeren Schein rauszerren, irgendwie widerwillig, geradezu persönlich getroffen, beleidigt, verwirrt, über die Summe entrüstet.
 Drei Cent.

Warum? Welchen Grund hat dieser unsinnige Vorgang auf Kosten anderer? Warum?

Wir beispielsweise haben auf dem Flurregal ein selbstgetöpfertes Döschen stehn, mit Deckel, auch selbstgetöpfert. Und einmal täglich, wenn´s sich ergibt, und es ergibt sich immer und wie von selbst, wird das Kleingeld aus unseren ledernen Geldbehältnissen in dieses Döslein umgelagert. Wenn das Döslein voll ist, meistens einmal im Monat, dann kommt der Zaster in ein Tütlein und das nehme ich mit zur Bank, zur Commerzbank in der Hemmstraße, da kommen wir häufig auf dem Rückweg vom Wochenmarkt vorbei. In einem der zwei Geldautomaten besteht die wunderbare Möglichkeit der Einzahlung, der Einzahlung von Münzgeld. Ganz unproblematisch und zeitschonend rattert der Automat (wenn er nicht gerade gesprengt worden ist) unser Kleingeld durch, mit einem angenehmen Geräusch von Effektivität und Ordnung, zack, fertig. Ausdruck? Ja. 27 Euro sind auf unser Konto überwiesen worden, schön!




Zweites Standbein. Ich denke an den Moskauer Staatszirkus ...



Vatertag? Sauftag? Donnerstag! Der Jongleur hat Rainer Sass nachgekocht: Spargelsalat, weiß und grün, Frühlingszwiebeln, rote Zwiebel, Kräuter, Öl, Himbeeressig, panierte Weißbrotscheiben, ein Ei obendrauf usw., es hat aufregend geschmeckt, gut war´s, lecker, besonders die fruchtige Note durch die Zitrone- und Orangeschalenabriebe und das Fruchtfleisch. Hier das Rezept, klick.





Letztens im TV eine Art Reportage gesehen, ich erinnere mich nicht an Sender, Macher oder Überschrift, in der es um Tiere ging, um Individualität, um Verstand und Seele. Da werden immer noch philosophische Abhandlungen drüber gemacht, immer noch. 
Vor dem Zeitalter der Aufklärung  in Europa (zwischen 17. und 18. Jahrhundert, mit dem Motto: "Sapere aude!" - Habe den Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!) galten Tiere als biologische Automaten, deren Schmerzensschreie nicht mehr waren als das Quietschen einer ungeölten Tür. Lange her. Sollte man meinen. Na immerhin ist das Verhältnis zum Tier in vielen Gesellschaften ambivalent geworden. Man geht zwar mit dem Meerschweinchen für gutes Geld zum Tierarzt. Wie das Schnitzel auf dem Teller in den sechs Monaten vorher gelebt hat ist dann ´ne andere Sache. Aber diese Ambivalenz ist schon ein Anfang, find ich, mit den Menschen issis halt mit "Sapere aude" nicht weit her (ich nehm mich da natürlich nicht raus, regt euch nicht gleich wieder auf, hahaha).

Aber zurück zu den philosophischen Betrachtungen. Was gibt´s da denn eigentlich noch zu "betrachten"? Für Menschen, die mit Hund, Katze, Pferd oder Papagei zusammenleben issis eh klar. Aber auch der weniger Sentimentale wird doch beim gelangweilten Beobachten einer Gruppe Kühe oder Ziegen auf der Weide nicht umhin kommen zu sehen und zu empfinden: Ja, das sind Individuen, da sind Gefühle unübersehbar, da gibt´s familiäre Bindungen, Freundschaften, da tickt der Geist in der Welt. Da stehn beseelte Wesen im Gras, keine Frage! Was soll denn da noch erforschungswürdig sein?

Na gut, ging mir nur mal wieder so durch den Kopf. Philosophen, Reportagen. "Ein Unseliger, der nur kreist um sich selbst, im Leben wird er dem Ruhme nachsehen und doppelt sterbend untergehen im gemeinen Staub aus dem er entsprungen, unbeweint, ungeehrt und unbesungen."

(Heiner, wie war ich?)






Hey, Sonne, 
von Chemikern entweihter Gasball,
von Indianern verherrlicht,
von Säufern mit dem Mond verwechselt,
hey, Sonne, da gehst du einfach unter ...



Bald ist Eske aus dem Urlaub zurück, 
und dann ham Cleo und sie `ne Menge Gesprächsstoff.




Vor ein paar Tagen sind unsere Meisen geschlüpft. Die Eltern fliegen und füttern im Minutentakt, und man hört die Jungen laut nach Fresschen schreien - immer wieder anrührend.


Montag, früher Gang am Stadtwald lang, und durch den Park zurück, sehr romantisches Waldfeeling gehabt. 
Dann in Osterholz-Scharmbeck den Gast-Angelschein für die Hamme bei Neu-Helgoland erstanden (ich muss einfach mal kucken, ob da Fische sind), in der Werkstatt die Radmuttern mit Drehmomentschlüssel (was für ein nettes Wort) nachziehen lassen, safety first, und Nudeln mit scharfer Sauce zum Zwecke des mittäglichen Verzehrs zubereitet. 
Jetzt warten auf den Ableser und Rauchmeldertester bei 27 Grad. Niemanden interessiert das, mich auch nur am Rande, aber das Schreiben dieser Banalitäten macht schon Spaß - seltsam.



Cleo mit Bikinifigur, 24,2 kg.


Von großem Interesse dagegen ist das eben aus dem Ofen gekommende Sauerteig-Walnuß-Brot im Gußeisentopf gebacken.
Da mach ich nachher noch einen Große Bohnen Salat mit Kichererbsen und Coctailtomaten und viel Dill und Petersilie und dann mit dem warmen Brot nur mit Butter ...








Kennst du das Land, wo die Zitronen blühn,
Im dunkeln Laub die Goldorangen glühn,
Ein sanfter Wind vom blauen Himmel weht,
Die Myrte still und hoch der Lorbeer steht,
Kennst du es wohl?


(Johann Wolfgang von Goethe, aus Wilhelm Meisters Lehrjahre)






Heute Morgen mal wieder durch die Steller Heide geschlendert, Suchspiele gemacht, einen Hasen gehetzt und im Hasportsee geschwommen, war alles gut! Witzigerweise wird der Spargel jetzt ans Licht gelassen, weil der neue Trend zum lila Spargel geht, soll schmackhafter sein.




Kino-Time, holt euch Popcorn und `ne Dose Bier, hahaha! 






Alles eingekauft, Pfingsten droht, mit Cleo über´n Truperdeich gesaust, später nochmal im Unisee geschwommen 

(Cleo, ich bin der Trainer) und halb um See gewackelt. Jetzt bewölktis sich büschen, gleich gibt´s Nudeln bis der Arzt kommt. 
Und dann schaun mer mal, dann sehn mer scho ... 



Born to be wild, na klar, aber dafür brauchen wir doch keine Mofa!


Heute war´s richtig sommerlich, vormittags anner Ochtum getobt und geschwommen, dann kurz anner Lesum geangelt (ein Barsch, ein kleinerer Hecht, alle schwimmen weiter), dann Pizza und ausruhen, jetzt nach Fischerhude zum Eis im Lindenlaub Cafè, und mit Cleo in den Abend bummeln.



Sie lauert schon ...




Pfingstmontag, über fünf Stunden mit Esi und den Aligsern am Wümme-Südarm gewandert und gepicknickt! Kartoffelsalat und Gemüsefrikadellen, Rhabarberkucken und Kaffee. Zum Abschluß noch jeder ein Lindenlaubcafé-Eis. 
Da war wirklich nix los, kein Feiertagstrubel, nur wir und die Hunde und Wasser, gemähte Felder, Vogelgeschwitscher, blauer Himmel, viel Sonne. Ein wunderbarer Tag mit Freunden. 





Und damit uns nicht langweilig wurde zeigten uns die Hunde ihren Irrsinn auf engstem Raum ...









Mittwoch, dreieinhalb-Stunden-Gang anner Weser lang, auch wieder Fähre gefahren, sauwarm, aber Spaß gemacht.







Donnerstag, unsere Blaumeisen sind ausgeflogen! Sie sind so klein und niedlich!





Und draussen im Baum warten die Häher, Elstern und der Buntspecht auf eine Mahlzeit, wie die weissen Haie vor den Küsten Südafrikas auf die Robbenjungen. Die Mitleidslosigkeit der Natur fordert einen immer wieder heraus ...
Macht´s gut, ihr Meislein, passt auf euch auf, viel Glück!!!








Wir hatten schon seit Jahren vor, mal mit dem Ruderboot die Bachläufe des Bremer Bürgerparks zu erkunden. Leider dürfen Hunde nicht mit ins Boot. Warum nicht? Keine Ahnung, aber das hielt uns ab, etwas trotzig ... Heute nun haben wir unseren Trotz überwunden und sind in See gestochen!


Manchmal bin ich schon am Morgen müd´
und dann such ich Trost in einem Lied.
Unter 7 Brücken musste durchpaddeln ...

(Peter Maffay wird mir verzeih´n)














Wir war´n zwischen den Einkäufen anner Ochtum zum Schwimmen, 
wassergekühlter Entlebucher, Achtzylinder, 6-Gang-Getriebe, tiefergelegt.



Cleo soll den Dummy vom anderen Ufer apportieren, aber das müssen wir ihr noch ein-, zweimal verklickern. Denn wenn ich das Ding rüberwerfe sucht sie weiter im Wasser danach, das macht sie seit zwei Jahren so, auch der Hund ist ein Gewohnheitstier. 
Für Gurke, unserer Schnauzerhündin, war das kein Problem, die war Sichtjäger, verfolgte die Landung des Dummies mit den Augen und gut. Cleo verläßt sich auf ihre Nase, auch im Wasser. Aber in Kürze wird sie wissen, was zu tun ist, keine Frage.






Eben bin ich auf dieses Video gestoßen, kaum zu glauben, kaum auszuhalten schon beim Ankucken, aber ganz ungeheuerlich nett ...







Wochenendausflug nach Dresden, Cleo anner Elbe vor historischem Panorama!




Vor der Frauenkirche



Morgens um fünfe am Hutberg bei Kamenz. Und tatsächlich: Die Sonne geht im Osten auf ...



War gut, irgendwann mal wieder, und Cleo hat sich in fremder Umgebung, auch wenn´s mal büschen stressig wurde, 
nervenstark und geduldig gezeigt - Klassehund! 









Heute Nachmittag scheint zwar gelegentlich die Sonne, daneben gibt es wolkige Abschnitte. Örtlich sind kräftige Schauer oder Gewitter mit Starkregen und Hagel möglich. Hier und da passiert aber gar nichts. Die Luft erwärmt sich kräftig, es ist schwül-warm bis heiß mit 27 Grad in Cuxhaven bis 31 Grad in Bremen, auf den Inseln gibt es maximal 23 bis 26 Grad.

(Quelle: www.butenunbinnen.de)





Sonntag, 1. April 2018

April, April - tut der wirklich was er will?





April, April, der obligatorische Gag am ersten? Nein, nein, ich wollte Cleo ganz normal beim Knabbern knipsen und hatte wohl an irgendeiner Einstellung rumgespielt. Oder die Sony ist kaputt. Wie auch immer - mal ´ne andere Sicht auf die Dinge ...




Nun ist ja wieder Brut- und Setzzeit, schön. Und was machen Hunde in dieser Zeit? Besser gesagt, was tun die Besitzer? 
Wir regeln das auf unsere Weise, verantwortlich den Wildtieren gegenüber und auch der angemessenen Haltung eines Hundes gegenüber, und der braucht Freilauf, und das klappt bei uns.




Ostersonntag bei Eske und den Aligsern verbracht, gut gegessen, gut geredet, gut gewandert.
Cleo ist ja immer noch auf gemeinsamen Gängen mit Eske schnell hochgedreht. Ist schon besser geworden, aber heute kamen häufige Vorstöße in den Wald links und rechts des Weges hinzu. Für Eindämmungsversuche zeigte sich Cleo wenig aufgeschlossen. Als dann noch eine gewisse Kommandoresistenz von der Lage Besitz ergriff, erschien mir etwas "Arbeit am Hund" notwendig. Das störte die Osterharmonie ein wenig und wird die anderen genervt haben, aber ich hab nun mal den seltsamen Anspruch von meinem Hund "immer" ernstgenommen zu werden, nicht nur manchmal. Hat auch was gebracht, Cleo versteht das ...



Cleo links, Eske rechts.


Esi macht ´ne lange Nase.


Cleo kaspert mit Ulrike.


Cleo auf der Gastmatte ...


Who is who?




Offtopic:
Freitag, 06. April 2018

Stadt Hannover räumt Fehler ein

Todeshund Chico wird eingeschläfert
"Nach der tödlichen Hundeattacke in Hannover gibt die Stadt zu, Fehler gemacht zu haben: Der Hund Chico, der seine beiden Besitzer am Dienstag in Hannover totgebissen hat, ist den Behörden bereits 2011 aufgefallen. Nach einem Hinweis des Amtsgerichtes hätte das Tier damals begutachtet werden müssen, was aber unterblieben sei, teilte die Stadt mit. Nach jetzigen Erkenntnissen hätte eine Begutachtung dazu geführt, dass dem Besitzer die Haltung des Tieres verboten worden wäre. Die genauen Umstände für dieses Versäumnis und mögliche Konsequenzen würden derzeit untersucht. Einzelheiten will die Stadt am Montag bekanntgeben."

(Quelle: ntv, hier der komplette Artikel, klick)





Sonntag, 20 Grade, pralle Sonne, blauster Himmel, drei Stunden am Wümme-Südarm langgewackelt, viel Vogelgesang, kaum Menschen - wunderbar!





Und ... angebadet, WOW, wird langsam gesteigert, richtig warm ist das Wasser ja noch nicht.



Das Wichtigste zum Schluß, hahaha, das  Lindenlaub Café  hat die Kugel auf einen Euro zehn raufgeschoben .
Dafür gibt´s Eis in Weltmeisterqualität!




Hab seit ´ner halben Stunde versucht mich über "Swissidogs" schlau zu machen. Ich weiß noch nicht, was davon zu halten ist.
 Aber die Tore für unseriöse Züchter bzw. Hundehändler werden da wohl weit geöffnet. Was soll´s, Cleo ist gesund, wir auch, 
die Sonne kommt raus, jetzt los!







Sonntag, die Aligser are on the road, Neu-Helgoland wartet auf uns, leicht schauerliches Wetter, na und ...




Pour Heiner, mon ami.

Witzigerweise hörte der Regen in dem Moment auf, als wir die Autos geparkt hatten. Dann drei Stunden durch die Hammeniederung gegangen. Eske findet schnell ihren Wandermodus, Cleo bleibt etwas aufgedreht, d.h. sie umrundet die Gruppe andauernd, macht die Strecke mindestens zweimal. Trotzdem war´s ein erfreulich entspannter Gang. Einmal verlockte ein Fasan am anderen Ufer Cleo zu einer Grabenüberquerung, hin und zurück, schütteln, weiter. 



Gemeinsames Abgetrocknetwerden, dann ab nach Fischerhude ins Lindenlaub Café zu Milchkaffee, Eis und Apfelstrudel.




Wenn der Sommer nicht mehr weit ist und der Himmel violett,

weiß ich, dass das meine Zeit ist,
weil die Welt dann wieder weit ist, satt und ungeheuer fett.

(Konstantin Wecker)



Heute war´s warm, so 23 Grade, Sonne, Himmel, freier Tag.

Am frühen Vormittag anner Hamme gewesen, am späten Nachmittag anner Badestelle Kuhgrabenweg. Wie ein abstürzendes Wasserflugzeug ist Cleo in die Fluten geflutet, äh, gesprungen, reingedonnert, macht ihr sofort wieder allergrößten Spaß!

Dann ham wir uns noch ´ne Flasche gekauft, eine für Cleowasser zum Mitnehmen, lange nach gesucht, schön siehtse aus (das Auge trinkt schließlich mit), gut verarbeitet, kein Chemieduft, leicht isse und an den Gürtel kann ich sie mir klemmen, empfehlenswert, und ein halber Liter reicht für normale Gänge locker. Aus der hohlen Hand saufen ist für Hunde auch kein Problem.




Hier isse käuflich zu erwerben, klick.



Seit der letzten Läufigkeit, ist also noch nicht lange her, hat der kleine dicke schwarze Hund ein paar neue Eigenheiten dazugenommen, z.B. bleibt sie abends auch dann noch in etwas wie auf diesem Foto auf dem Sofa liegen, wenn wir schon im Schlafzimmer nebenan mit der Nachtlektüre beschäftigt sind. "Wo bleibt die wieder?", "Keine Ahnung, ich ruf sie mal: Cleo? Cleooo, komm rüber!", und tatsächlich kommt dann unser Hund angetappst, bleibt vor dem Bett stehn, fragt mit den Augen, ob er noch kurz rauf darf, bei positivem Bescheid (also immer ...) ein kleiner Hüpfer, kurz einwühlen und gut, alle freun sich. Bevor das Licht ausgeht (sie spürt den Zeitpunkt genau) verläßt unser Hund wie von Zauberhand geschubst das Bett und geht in seine Schlafbox - die steht natürlich direkt daneben, wo denn sonst ...

Guts Nächtle.




Formale und situative Entscheidungskraft viel wichtiger als generelle Verbote

Ein generelles und konsequent durchgesetztes Verbot mag in der Hundeerziehung bei schwierigen Hunden nach Einzelfallprüfung unerlässlich sein. Bei Hunden mit unauffälligen Verhaltensweisen sollte man, von individuell zu bestimmenden Ausnahmen abgesehen, darauf besser verzichten. Nicht nur wir haben ein Recht auf Lebensqualität, unsere vierbeinigen Sozialpartner haben es auch. Viel wichtiger als pauschale Verbote ist eine formale Entscheidungskraft, die allerdings in bestimmten Situationen dann auch funktionieren muss. So muss es schon selbstverständlich sein, dass der Vierbeiner den Platz auf dem Sofa verlässt, wenn er dazu aufgefordert wird.
Sobald ein sogenanntes formales Dominanzverhältnis zwischen Mensch und Hund besteht, sind vergleichsweise wenig Regeln notwendig, denn dann ist der Mensch auch in der Lage, ohne große Anstrengungen oder gar Handgreiflichkeiten auf jedes denkbare Verhalten seines Vierbeiners in gewünschter Weise Einfluss zu nehmen.

Thomas Baumann, Juli 2014 




An Bord der Titanic sollen sich neun bis zwölf Hunde befunden haben, einige standen namentlich auf der Passagierliste. Die Hunde wurden von Pagen auf dem Deck ausgeführt, nur die kleineren durften mit in die Kabinen, die größeren kamen in Zwinger.
Drei Hunde überlebten den Untergang, gerettet in den Mänteln oder in Handtücher gewickelt. Natürlich waren es kleine Hunde, zwei Zwergspitze und ein Pekinese, so wird berichtet.
Einer Dame wurde die Mitnahme ihres Hundes (ein Broholmer) ins Rettungsboot verweigert. Sie verzichtete auf den rettenden Platz, blieb bei ihrem Hund. Tage später wurde die Leiche einer jungen Frau gefunden mit einem großen Hund in den erfrorenen Armen.

(Quelle: DOGS, Märzausgabe 2018)


Als ich den Artikel gelesen hatte kam mir dieser Journalist Michael Holzach wieder in den Sinn. 1980 holte sich Holzach einen Hund aus dem Tierheim, nannte ihn „Feldmann“ und machte sich ohne einen Pfennig in der Tasche auf den Weg durch Deutschland. Die gemachten Erfahrungen beschrieb er in seinem Buch „Deutschland umsonst“. Das Buch wurde ein Erfolg, Holzach bekannt. Teile seines Buches wurden 1983 verfilmt.
Auf einem Gang mit Feldmann rutschte der Hund am steilen Ufer der Emscher ins Wasser, Holzach sprang hinterher und ertrank, er war 36 Jahre alt. Feldmann überlebte.

Ich werde nicht der einzige sein, der sich schon mal die Frage gestellt hat, wie weit er wohl gehen würde um das Leben seines Hund zu retten. Ich denke, ich würde weit gehen ...



Gang anner Lesum, durch´s Werderland.


Hallo, Ente!



Endlich - Tomaten, Mozarella, Basilikum, Olivenöl, dunkler Essig, frisches Walnußbrot !!!









Slowmotion mit dem iPhone.






Offtopic:

Ich bin ja nicht der Typ, der sich schnell in die Hosen scheißt, nö. Aber nun hab ich mich doch mal ein halbes Stündchen hingesetzt und mich über den unumgänglichen Kram wie Impressum und Datenschutzverordnung der neuen EU-Richtlinie informiert.
Ist gar nicht so schlimm wie auf den ersten Blick erwartet.

Hier nun meine Favoriten um im Großenganzen zu wissen, worum´s geht, und wie man das Notwendige auf seinen Blog kriegt:

Allgemeines
Impressum
Datenschutzverordnung
Cookiehinweis

Viele schließen ja wohl aus Verzweiflung und der Angst "abgemahnt" (???) zu werden ihre Blogs. Das wollte ich nun nicht, hab mein Bestes in Sachen EU-Richtlinie gegeben, der Rest liegt in Gottes Hand, AMEN.





Dieses Foto ist vom letzten Jahr, aber aktuell wird gebrütet (im Kasten auf unserem Balkon). Und bald fliegen sie wieder im Minutentakt, das Ehepaar Blaumeise, und füttern und füttern und füttern ...




Der Deutsche Tierschutzbund (und auch der Bremer Tierschutzverein) plädieren angesichts der neueren Beißattacken für einen bundesweiten Hundeführerschein für alle Halter. Die Bremer Innenbehörde hält sich da zurück und will weiter an der „Liste der gefährlichen Hunde“ festhalten.

Was soll man nun denken? Ich versuche, hier Wunsch und Wirklichkeit getrennt zu betrachten. Der Wunsch, man läßt alle Halter den „Führerschein“ machen, dann sind sie informiert, kompetent im Umgang und alles wird gut. Jaja. Die Wirklichkeit zwickt einen schon, wenn man die Regelung der Ausnahmen andenkt. Die Oma mit ihrem Zwegpudel, der langjährige, erfahrene Halter usw., dabei will ich mir den bürokratischen Aufwand, die Überprüfung, die Kontrolle jetzt mal nicht weiter durch den Kopf gehen lassen.

Erinnere ich mich an eine Doktorarbeit (könnte ich wiederfinden, hab ich irgendwo abgespeichert) eines angehenden Tierarztes (oder war´s eine Tierärztin?) über eben dieses Thema, ist auch schon einige Jahre her, dann stand da zu lesen, dass rund 40% der ernsthaft auffällig gewordenen Hunde mit ihren Haltern aktive Mitglieder in Hundevereinen und Hundeschulen waren. Nur mal so erwähnt.

Hundehalter mit bestandener Führerscheinprüfung sind nicht kompetenter als Millionen Autofahrer, die schließlich auch einen Füherschein gemacht haben. Was sagt denn so ein Scheinchen letztlich schon aus? Und Autos sind im Gegensatz zu Hunden blecherne Maschinen, berechenbar, emotionslos, ohne Affekte, ohne Stimmungen ...

Ich halte die ganze Sache zwar für nicht schlecht, denn man kann nie genug wissen über den Umgang mit Hunden, klar. Aber wird dieser kostenpflichtige Aufwand tatsächlich die Sicherheit und das artgerechte Leben der Hunde bringen, was man sich wünscht? Da kann man zweifeln, sehr zweifeln!





Und hier die schnellsten Junkies der Welt,
ich weiß wieder mal nicht, was ich davon halten soll ...








Mit den an sich unverfänglichen Worten: „Den müsst ihr unbedingt mal probier´n“ schenkte uns Heiner büschen Rettich aus dem eigenen Garten. Danke. Meine Frau verarbeitete die Knolle, kreierte eine Art Kräuterbutter, machte zwei Stullen und die nahm ich mit zur Arbeit. Irgendwann bekam ich Appetit, biß kräftig ab und begann zu kauen. Nach vielleicht drei Sekunden stockte der Atem, denn die ätherische Rettichschärfe stieg auf die fürchterlichste Weise in die Nase, durchflutete dann die Nebenhöhlen um unter Tränen den vorderen Stirnlappen zu malträtieren. Wie ein mikroskopisch kleines spätantikes Heer aus zu allem entschlossener Spartiaken schwärmte sie, die Schärfe, weiter über das Schädeldach aus, tropfte wie siedendes Öl am Hinterkopf ab und erklomm einen neuen Gipfel der Qual genau dort, wo der Kopf auf dem ersten Halswirbel ballanciert. Endlich, endlich erreichte der teuflische Rettich die verkrampfte Nackenmuskulatur und ließ langsam an Intensität nach. Was soll ich sagen? Lecker war´s, saulecker ...



Sonntag. Gang durch die Stadt gemacht, auch zu Übungszwecken (Cleo fährt ja nun zügig hoch in bestimmten Situationen, und da arbeiten wir noch am ebenso zügigen Wiederrunterfahren, wir machen Fortschritte, bin mit uns beiden heute sehr zufrieden). An der Weser/Schlachte lang, über´n Kajenmarkt, die teuere Teerhofbrücke langgewackelt, weiter zur nächsten großen Brücke und auf dem Marktplatz nach dem Rechten gekuckt, auf dem Domshof ein Foto gemacht, den teilgesperrten Wall ausgenutzt und durch die Wallanlagen zurück. War für die 24 Grad zu warm bekleidet, naja ...



Die Zucchinisetzlinge kommen über Nacht noch ins Warme.


Cleo mit Aussicht ...

 

Selbstportrait mit doppeltem Entlebucher .



Ja geh, ein Selfi, hahaha!


Nein, nein, wir sind in Bremen 2018 ...



Und dann noch ´ne Attraktion vor´m Rathaus: Seifenblasen, huiii ...








Tiefe Stille herrscht im Wasser,
ohne Regung ruht das Meer ...

Naja, es ist der Unisee morgens gegen 9, immerhin!