"Die schärfsten Kritiker der Elche waren früher selber welche".
(F.W. Bernstein)
Waren mal wieder in einer Ausstellung, eine dieser wunderbaren kleinen Ausstellungen der Lilienthaler Kunststiftung über die Künstlerkolonie Nidden (klicken, wer mag). Da könnte sich Prof. Dr. Christoph Grunenberg, Leiter der Kunsthalle Bremen, ein Scheibchen abschneiden. In der Kunsthalle war´n wir ewig nicht mehr, leider. Aber 15 Euro für wenig erquickende moderne Keksdosenmalerei selbstverliebter "Genies" sind wir nicht bereit zu berappen. Die verstehen einfach nichts von Kunst, wird der Kenner jetzt sagen, und er wird im Recht sein - und da soll er auch bleiben ...
Jetzt in der Leinenzeit (Brut und Setz) geh´n wir an Sonn- und Feiertagen gerne mal über´n Campus, da sind wir frei und ungebunden! Das Unigelände ist nicht klein, man kann dort locker anderthalb Stündchen rumwackeln. Gebäudeschluchten, Treppen, lange Gänge, dunkle Gassen. Auch Liegewiesen und versiffte kleine Wasserläufe sind vorhanden. Und es ist natürlich sonntagvormittags nix los, wir sind für uns, der Idealzustand. Cleo findet´s interessant. Das eine oder andere Wildkaninchen hoppelt über die Sportanlagen oder ein kaputter alter Fußball läd zum Sausen ein. Dann ein Blick ins marode Unibad und man findet auch jedesmal neue pittoreske kleine Ecken. Ein verkommenes, trostloses Universum für sich.
Gut, daß ich zu blöd zum Studieren war. Da hab´ ich wirklich nichts verpasst ...
Unsere Balkon-Rose macht doch gute Laune, da möchte man ein Bienlein sein, summ summ.
Und jetzt verziehe ich mich in die Küche, Broccoli-Auflauf gibt´s, überbacken, mit Kartoffeln, Tomaten, saurer Sahne.
Morgen zum Beispiel werde ich mich an eine cremige Parmesan-Polenta rantrauen, mit Ofengemüse. Polenta ist ein traditioneller (Norditalien) Griesbrei aus Maismehl, nur zur Info. Kann mit Wasser, Brühe, Milch oder Sahne zu einer cremig-glatten Konsistenz gekocht werden. Ich werde Sahne und Wasser nehmen. Zuerst in Butter leicht anbraten, dann Flüssigkeit hinzugeben, Salz, Pfeffer und reichlich frisch geriebenen Parmesan, zehn Minuten köcheln lassen.
Man kann die Polenta auch abkühlen, als festen Block erstarren lassen und in Scheiben geschnitten braten. Ich werd´ das alles mal probieren. Ok., jetzt erstmal Broccoli-Auflauf, Buongiorno (Bon jorno würde man sagen, fühl´ mich schon ganz wie ein Italiener).
Gestern mal wieder bei meiner Zahnärztin gewesen, Kontrolle, und da bin ich intensiv beraten worden - über die Vorteile einer elektrischen Zahnbürste. Ich hatte vor 20 Jahren schon mal eine, bin dann wieder auf´s manuelle Putzen gegangen. Nun sind die Elektrodinger von heute natürlich um Lichtjahre besser als die von damals, klar. Viele Funktionen, sogar mit der App zu koppeln, da wird alles dokumentiert und wenn ich nicht gründlich putze, dann gibt´s Mecker von der App, Modern Times, kommste nicht drumrum. Und das Beste kommt noch: 30 Euro Zahnarzt-Bonus! Gleich eine bestellt, die App ist schon installiert, das wird ein Spaß.
"Die alten Zähne wurden schlecht, und man begann sie auszureißen.
Die neuen kamen gerade recht, um mit ihnen ins Gras zu beißen".
(Heinz Erhardt)
Die Brilliantsalmler vermehren sich im großen Becken wie verrückt. Und es kommen auch viele Jungen durch. Früher sind fast alle von den anderen Salmlern in den ersten zwei Wochen weggefressen worden.
Jetzt scheint das Becken derart viele Versteckmöglichkeiten zu bieten, daß viele die kritische Größe von einem Zentimeter erreichen, danach sie zu groß zum Gefressenwerden. Wir haben seit einigen Wochen acht neue Brillis, jetzt in der Größe um die drei Zentimeter. Gestern ist ein ganz neuer Kleiner aufgetaucht. Natürlich sind das mittlerweile zu viele Fische für´s Becken. Mehr als 50 werden auf Dauer nicht so gut sein. Obwohl sich die verschiedenen Arten ja verteilen, die hängen nicht ständig als riesiger Klumpen zusammen. Es gibt die verschiedenen Wassertiefen, wo sie sich überwiegend aufhalten. Die einen am Boden, die anderen dicht darüber oder in der oberen Hälfte. Im Vordergrund oder weiter hinten, oder sie haben ihre Standorte in den Pflanzen, unter der Wurzel oder sind irgendwo versteckt. Schon interessant.
Aber wie gesagt, zu viele dürfen´s nicht werden. Wir haben unseren Händler in Hannover schon kontaktet, ob er uns welche abnimmt. Ja, macht er gerne, er kennt die Bedingungen für unsere Fische, gut genährte, vitale und fröhliche Fische. Demnächst fahr´n wir hin. Und da wäre noch eine Schwierigkeit: Man muss die recht flinken Salmler ja aus dem Becken rausfangen. Und das Becken ist starkt bepflanzt, wie auf dem Foto ersichtlich. Da kannste nicht einfach mal mit dem Kescher durchpflügen und alle sind im Netz. Schau´n wir mal, wer die besseren Nerven hat ...
























