Wie sieht es aus?
Es sah schon schlechter aus.
Du hattest Glück?
Es lag am Köder.
Und was hast du gemacht seitdem?
In Büchern steht, wie ich es besser machte.
Ich meine, was hast du getan?
Ich war dagegen, immer schon dagegen.
Und wurdest schuldig?
Nein, ich tat ja nichts.
Und hast erkannt, was sich erkennen ließ?
Ja, ich erkannte Gummi mit der Faust ...
(Günter Grass)
Na gut, jetzt mal ernsthaft. Heute war´s wieder warm, ziemlich warm. Morgens zum Pflücken, Heidelbeeren, knapp fünf Kilo, für die kommende Woche. Wird wohl das letzte Mal gewesen sein, Mitte August ist Schluß. Sie werden uns fehlen, die kleinen blauen Kügelchen, morgens mit Quark/Joghurt, büschen Leinöl und Akazienhonig. Nach dem Pflücken mit Cleo kleine Runde anner Ochtum, da war´s schon klebrigschwül. Dann das Obligatorische wie Mittagessen, Teetrinken, Wasserwechsel im kleinen Becken und den Ventilator am Laufen halten. Der Rest des Tages zog vorbei, und zwar an uns, gut.
Azzurro zieht Kreise im Becken, sein Weibchen wartet mit den geschlüpften Jungen in der Höhle auf ihren ersten Ausflug, da schau´n wir auch mal.
Letzte Nacht hat´s gedonnert, geblitzt und auch kräftig geregnet. In den wärmeren Nächten schläft Cleo bei uns im Bett bzw. hat sie freie Platzwahl (und das läuft immer auf´s Bett hinaus). Die Schlafbox ist zwar gut belüftet, aber unter freiem Himmel issis doch angenehmer. Cleo träumt im Bett besonders intensiv, mit den dazugehörigen Bewegungen, d.h. sie rennt, bellt und kämpft gegen wen auch immer, wird dann auch nicht wach, wenn man sie anstubst oder ein zappelndes Bein festhält. Naja, schlafen wir im Herbst wieder durch ...
Der Antrieb schwächelt etwas, nicht nur bei Cleo. Ein Rentnerdasein auf den Bahamas könnte nicht träger sein. Golfen, Cuba Libre, zum Lunch umkleiden, Cuba Libre, wieder Golfen ...
Heute soll´n es nur 24 Grad bei leichter Bewölkung werden, vielleicht sogar ein kleines Schauerle, das wär´ was. Jetzt fahr´n wir an den Weserdeich im Werderland, da wird gesaust, leichte Brise vom Fluß, die ein oder andere Krähe aufscheuchen, toll. Dann back home und nein, keinen Cuba Libre, Nudelsalat gibt´s, mit Joghurtdressing, Skyr Natur, Eiweiß bis der Arzt kommt.
Ach so, noch eine kleine traurige Info: Die Borellibarschkinder hatten ein paar nette Tage, dann waren sie weg. Das Überleben im Gesellschaftsbecken ist allgemein schwer. Wer die nun wegfrisst oder ob´s andere Ursachen gibt bleibt offen. Das Pärchen balzt allerdings schon wieder, die beiden versteh´n sich gut, vielleicht issis Liebe. Hoffen wir für den nächsten Wurf das Beste.























