Mittwoch, 1. April 2026

April

 



Gestern Abend das Hamburger Regionalmagazin "DAS, rote Sofa" geschaut. 
Mit dem Moderator Hinnerk Baumgarten. Ich bin, zugegeben, Herrn Baumgarten gegenüber etwas voreingenommen. Ohne ihn hier beleidigen oder herabsetzen zu wollen - für mich fällt er in die Kategorie: Fernsehkasperle, eine bedeutende Kategorie im Deutschen TV, was soll´s.

Es ging um die aktuelle Meldung: Wolf beißt Frau ins Gesicht. Frau mußte ambulant verarztet werden. Was war passiert?
Nach allgemeiner Berichterstattung war ein junger Wolf durch Hamburg gestreift und hatte sich dann zwischen den gläsernen Automatiktüren einer Passage gefangen. Dieser Wolf war demzufolge stark irritiert und gestresst. Eine nette ältere Dame, vielleicht hielt sie den Wolf für einen Hund in Not, versuchte nun das Tier zu befreien. Wie man sich denken kann, war das für den Wolf der Tropfen, der sein Faß zum Überlaufen brachte, er schnappte nach der Frau, traf sie im Gesicht. Er flüchtete dann durch die Stadt, wurde von der Polizei aus der Alster "gefischt" und in einem nahen Wildpark vorübergehend untergebracht. Soweit der Vorfall.

Nun ist das Thema "Wölfe in Deutschland" emotional hoch aufgeladen, von einer sachlich kompetenten Betrachtung weit entfernt, zur Freude der Medien. Natürlich macht mein "Lieblingsmoderator Baumgarten" da keine Ausnahme. 

Seit der Wiederansiedlung des Wolfes in Deutschland 1998 war das der erste und einzige Vorfall, bei dem ein Mensch zu Schaden gekommen ist. Mittlerweile gibt´s im Land über 1600 Wölfe. Die Wahrscheinlichkeit von einem Wolf angegriffen zu werden, scheint äußerst gering zu sein. Und obwohl Deutschland seit September 2008 offiziell als tollwutfrei eingestuft wird, konnte sich Herr Baumgarten nicht verkneifen, den an Dämlichkeit kaum zu überbietenden Schlußsatz zum Besten zu geben: Man sollte wohl über eine Tollwutimpfung nachdenken ...




Der Mond ist aufgegangen, die goldnen Sternlein prangen, am Himmel, hell, und klar ...

Vier Uhr issis, kann nicht mehr schlafen, hellwach, schleiche mich aus dem Schlafgemach, ja Frau und Hund nicht wecken (klappt natürlich nicht), lege mich auf´s Sofa, kucke aus dem Fenster, mache ein Foto und warte auf ein plötzlich auftretendes Wachstum meiner Körperbehaarung. Schaue immer wieder auf Unterarme und Handrücken, fasse mir an die Eckzähne. Wie ist mein Befinden?




 Open saison, das erste Eis, Bio von Kaemena.
Die Kugel kostet jetzt 2,50 Euro, Sahne 1,90. Naja, man gönnt sich ja sonst nix ...

Um an das Eis zu kommen sind wir gute 25 km mit dem Rad gefahren, das letzte Stück Deich ist sowieso für Autos verboten.
Radfahren bei schönem Wetter macht natürlich auch Spaß, und wochentags ist wenig Tourismus im Blockland.
Aber! Ich bin Besitzer eines wunderbaren Kettler Alu-Rades, dem City Cruiser. Allerdings ist dieser Cruiser, wie das Wort "City" im Vornamen vermuten lässt, ein Rad für die Stadt, kürzere Touren, kein Langstreckenathlet. Man sitzt sehr aufrecht, das Gefährt ist sehr schwer und die Reifen sehr breit, der Sattel auch.
Das heißt: Nach den ersten angenehmen fünf Kilometern wird´s anstrengend, bei Gegenwind noch anstrengender, der Hintern meldet sich und man fährt mit den breiten Pneus wie in Honig. Das macht dann irgendwann keinen Spaß mehr und das Frauchen mit den dünneren Reifen und dem geringerem Gewicht fährt vorneweg und ist genervt über den alten, dünn bebeinten Mann hinter sich. Ich will ein anderes Rad haben, ein Trekking-Rad: leichter, dünnere Reifen, sportlichere Sitzposition, schmalerer Sattel.
Brauchbare Fahrräder (ohne Motor!) sind heutzutage teuer, im mittleren Segment locker 1200 Euro. Das ist mir zu viel für dreimal im Jahr zum Eislöffeln sausen. 
Doch es gibt eine Lösung, täterätäää: Die Fietsenbörsen, ein professioneller Fahrradmarkt in Bremen alle paar Monate, kontrollierter An- und Verkauf, tolle Sache.







Sonntag, 1. März 2026

März , Bauer, Rösslein, einspannen




Manchmal mieselt es noch etwas, aber er ist nicht mehr aufzuhalten: Der Frühling!!





Vielleicht gibt`s Wichtigeres als das Wetter, z.B. eine günstige Hausratversicherung. Aber so ein morgendlicher Spaziergang mit dem Frühling im Rücken und einem vitalen Entlebucher vor sich, der macht schon Freude. Da hüpft das Herz, der Atem ist ruhig und regelmäßig, die Verdauung blubbert leise vor sich hin und der Geist ist so leer wie irgend möglich.




Der Ökopfad macht seinem Namen alle Ehre. Anderthalbstundengang in Gummistiefeln.




Jetzt läuft nix mehr, ein kontemplativer Sonntag Nachmittag.
Broccoli Auflauf, Tee und Zwieback mit Pflaumenmus, in den Aquarien büschen gärtnern, zweite Dokufolge über Pompeji auf Arte kucken, in Gedanken die Welt verbessern - mehr ist nicht drin.




Vor dem Zahnarzttermin noch kleinen Gang durch´n Bürgerpark. So ein netter Pfau beruhigt die Nerven ...







Nun gut, die Lage ist hoffnungslos, aber nicht ernst.
Ab heute wieder Sommerzeit, so geht alles seinen Gang.




FRÜHSTÜCK!

 Der Himmel ist blau, tatsächlich, ein helles Blau. Aber man kann dem Bremer Wetter momentan nicht trauen. Jetzt trink ich noch ´n Hustentee und dann geht´s raus.
Leinepflicht ist ja wieder. Brut und Setzzeit. Dafür kommen die Wölfe ins Bundesjagdgesetz. Don Quijote hat sich an den Windmühlen der Jägerlobby eine blutige Stirn geholt, wieder mal, na klar.
Was bleibt? Positiv denken, dem größten Mist noch einen göttlichen Sinn unterstellen, wird schon ...
Und nein, ich bin nicht depressiv, nicht mal schlecht gelaunt, mich schaffen die nicht. Büschen melancholisch vielleicht, manchmal. Ein durchaus kreativer Zustand. Melancholie ist Heimweh nach sich selbst. Ein netter Satz, oder nicht?