Freitag, 1. Mai 2026

Mai, da isser, endlich



"Die schärfsten Kritiker der Elche waren früher selber welche".

(F.W. Bernstein)








Waren mal wieder in einer Ausstellung, eine dieser wunderbaren kleinen Ausstellungen der Lilienthaler Kunststiftung über die Künstlerkolonie Nidden (klicken, wer mag). Da könnte sich Prof. Dr. Christoph Grunenberg, Leiter der Kunsthalle Bremen, ein Scheibchen abschneiden. In der Kunsthalle war´n wir ewig nicht mehr, leider. Aber 15 Euro für wenig erquickende moderne Keksdosenmalerei selbstverliebter "Genies" sind wir nicht bereit zu berappen. Die verstehen einfach nichts von Kunst, wird der Kenner jetzt sagen, und er wird im Recht sein - und da soll er auch bleiben ...



Jetzt in der Leinenzeit (Brut und Setz) geh´n wir an Sonn- und Feiertagen gerne mal über´n Campus, da sind wir frei und ungebunden! Das Unigelände ist nicht klein, man kann dort locker anderthalb Stündchen rumwackeln. Gebäudeschluchten, Treppen, lange Gänge, dunkle Gassen. Auch Liegewiesen und versiffte kleine Wasserläufe sind vorhanden. Und es ist natürlich sonntagvormittags nix los, wir sind für uns, der Idealzustand. Cleo findet´s interessant. Das eine oder andere Wildkaninchen hoppelt über die Sportanlagen oder ein kaputter alter Fußball läd zum Sausen ein. Dann ein Blick ins marode Unibad und man findet auch jedesmal neue pittoreske kleine Ecken. Ein verkommenes, trostloses Universum für sich.

Gut, daß ich zu blöd zum Studieren war. Da hab´ ich wirklich nichts verpasst ...











Nun will und darf ich den geneigten Leser natürlich nicht in der Trostlosigkeit zurücklassen, natürlich nicht.




Unsere Balkon-Rose macht doch gute Laune, da möchte man ein Bienlein sein, summ summ.

Und jetzt verziehe ich mich in die Küche, Broccoli-Auflauf gibt´s, überbacken, mit Kartoffeln, Tomaten, saurer Sahne.
Morgen zum Beispiel werde ich mich an eine cremige Parmesan-Polenta rantrauen, mit Ofengemüse. Polenta ist ein traditioneller (Norditalien) Griesbrei aus Maismehl, nur zur Info. Kann mit Wasser, Brühe, Milch oder Sahne zu einer cremig-glatten Konsistenz gekocht werden. Ich werde Sahne und Wasser nehmen. Zuerst in Butter leicht anbraten, dann Flüssigkeit hinzugeben, Salz, Pfeffer und reichlich frisch geriebenen Parmesan, zehn Minuten köcheln lassen. 
Man kann die Polenta auch abkühlen, als festen Block erstarren lassen und in Scheiben geschnitten braten. Ich werd´ das alles mal probieren. Ok., jetzt erstmal Broccoli-Auflauf, Buongiorno (Bon jorno würde man sagen, fühl´ mich schon ganz wie ein Italiener).





Gestern mal wieder bei meiner Zahnärztin gewesen, Kontrolle, und da bin ich intensiv beraten worden - über die Vorteile einer elektrischen Zahnbürste. Ich hatte vor 20 Jahren schon mal eine, bin dann wieder auf´s manuelle Putzen gegangen. Nun sind die Elektrodinger von heute natürlich um Lichtjahre besser als die von damals, klar. Viele Funktionen, sogar mit der App zu koppeln, da wird alles dokumentiert und wenn ich nicht gründlich putze, dann gibt´s Mecker von der App, Modern Times, kommste nicht drumrum. Und das Beste kommt noch: 30 Euro Zahnarzt-Bonus! Gleich eine bestellt, die App ist schon installiert, das wird ein Spaß.


"Die alten Zähne wurden schlecht, und man begann sie auszureißen.
Die neuen kamen gerade recht, um mit ihnen ins Gras zu beißen".

(Heinz Erhardt)




Die Brilliantsalmler vermehren sich im großen Becken wie verrückt. Und es kommen auch viele Jungen durch. Früher sind fast alle von den anderen Salmlern in den ersten zwei Wochen weggefressen worden.
Jetzt scheint das Becken derart viele Versteckmöglichkeiten zu bieten, daß viele die kritische Größe von einem Zentimeter erreichen, danach sind sie zu groß zum Gefressenwerden. Wir haben seit einigen Wochen acht neue Brillis, jetzt in der Größe um die drei Zentimeter. Gestern ist ein ganz neuer Kleiner aufgetaucht. Natürlich sind das mittlerweile zu viele Fische für´s Becken. Mehr als 50 werden auf Dauer nicht so gut sein. Obwohl sich die verschiedenen Arten ja verteilen, die hängen nicht ständig als riesiger Klumpen zusammen. Es gibt die verschiedenen Wassertiefen, wo sie sich überwiegend aufhalten. Die einen am Boden, die anderen dicht darüber oder in der oberen Hälfte. Im Vordergrund oder weiter hinten, oder sie haben ihre Standorte in den Pflanzen, unter der Wurzel oder sind irgendwo versteckt. Schon interessant.

Aber wie gesagt, zu viele dürfen´s nicht werden. Wir haben unseren Händler in Hannover schon kontaktet, ob er uns welche abnimmt. Ja, macht er gerne, er kennt die Bedingungen für unsere Fische, gut genährte, vitale und fröhliche Fische. Demnächst fahr´n wir hin. Und da wäre noch eine Schwierigkeit: Man muss die recht flinken Salmler ja aus dem Becken rausfangen. Und das Becken ist starkt bepflanzt, wie auf dem Foto ersichtlich. Da kannste nicht einfach mal mit dem Kescher durchpflügen und alle sind im Netz. Schau´n wir mal, wer die besseren Nerven hat ...




Wir sind jetzt Pflegestelle ...












Mittwoch, 1. April 2026

April

 



Gestern Abend das Hamburger Regionalmagazin "DAS, rote Sofa" geschaut. 
Mit dem Moderator Hinnerk Baumgarten. Ich bin, zugegeben, Herrn Baumgarten gegenüber etwas voreingenommen. Ohne ihn hier beleidigen oder herabsetzen zu wollen - für mich fällt er in die Kategorie: Fernsehkasperle, eine bedeutende Kategorie im Deutschen TV, was soll´s.

Es ging um die aktuelle Meldung: Wolf beißt Frau ins Gesicht. Frau mußte ambulant verarztet werden. Was war passiert?
Nach allgemeiner Berichterstattung war ein junger Wolf durch Hamburg gestreift und hatte sich dann zwischen den gläsernen Automatiktüren einer Passage gefangen. Dieser Wolf war demzufolge stark irritiert und gestresst. Eine nette ältere Dame, vielleicht hielt sie den Wolf für einen Hund in Not, versuchte nun das Tier zu befreien. Wie man sich denken kann, war das für den Wolf der Tropfen, der sein Faß zum Überlaufen brachte, er schnappte nach der Frau, traf sie im Gesicht. Er flüchtete dann durch die Stadt, wurde von der Polizei aus der Alster "gefischt" und in einem nahen Wildpark vorübergehend untergebracht. Soweit der Vorfall.

Nun ist das Thema "Wölfe in Deutschland" emotional hoch aufgeladen, von einer sachlich kompetenten Betrachtung weit entfernt, zur Freude der Medien. Natürlich macht mein "Lieblingsmoderator Baumgarten" da keine Ausnahme. 

Seit der Wiederansiedlung des Wolfes in Deutschland 1998 war das der erste und einzige Vorfall, bei dem ein Mensch zu Schaden gekommen ist. Mittlerweile gibt´s im Land über 1600 Wölfe. Die Wahrscheinlichkeit von einem Wolf angegriffen zu werden, scheint äußerst gering zu sein. Und obwohl Deutschland seit September 2008 offiziell als tollwutfrei eingestuft wird, konnte sich Herr Baumgarten nicht verkneifen, den an Dämlichkeit kaum zu überbietenden Schlußsatz zum Besten zu geben: Man sollte wohl über eine Tollwutimpfung nachdenken ...




Der Mond ist aufgegangen, die goldnen Sternlein prangen, am Himmel, hell, und klar ...

Vier Uhr issis, kann nicht mehr schlafen, hellwach, schleiche mich aus dem Schlafgemach, ja Frau und Hund nicht wecken (klappt natürlich nicht), lege mich auf´s Sofa, kucke aus dem Fenster, mache ein Foto und warte auf ein plötzlich auftretendes Wachstum meiner Körperbehaarung. Schaue immer wieder auf Unterarme und Handrücken, fasse mir an die Eckzähne. Wie ist mein Befinden?




Saison eröffnet, das erste Eis, Bio von Kaemena.
Die Kugel kostet jetzt 2,50 Euro, Sahne 1,90. Naja, man gönnt sich ja sonst nix ...

Um an das Eis zu kommen sind wir gute 25 km mit dem Rad gefahren, das letzte Stück Deich ist sowieso für Autos verboten.
Radfahren bei schönem Wetter macht natürlich auch Spaß, und wochentags ist wenig Tourismus im Blockland.
Aber! Ich bin Besitzer eines wunderbaren Kettler Alu-Rades, dem City Cruiser. Allerdings ist dieser Cruiser, wie das Wort "City" im Vornamen vermuten lässt, ein Rad für die Stadt, kürzere Touren, kein Langstreckenathlet. Man sitzt sehr aufrecht, das Gefährt ist sehr schwer und die Reifen sehr breit, der Sattel auch.
Das heißt: Nach den ersten angenehmen fünf Kilometern wird´s anstrengend, bei Gegenwind noch anstrengender, der Hintern meldet sich und man fährt mit den breiten Pneus wie in Honig. Das macht dann irgendwann keinen Spaß mehr und das Frauchen mit den dünneren Reifen und dem geringerem Gewicht fährt vorneweg und ist genervt über den alten, dünn bebeinten Mann hinter sich. Ich will ein anderes Rad haben, ein Trekking-Rad: leichter, dünnere Reifen, sportlichere Sitzposition, schmalerer Sattel.
Brauchbare Fahrräder (ohne Motor!) sind heutzutage teuer, im mittleren Segment locker 1200 Euro. Das ist mir zu viel für dreimal im Jahr zum Eislöffeln sausen. 
Doch es gibt eine Lösung, täterätäää: Die Fietsenbörsen, ein professioneller Fahrradmarkt in Bremen alle paar Monate, kontrollierter An- und Verkauf, tolle Sache.





Über die Beziehung zwischen Mensch und Hund gibt´s viele Ansichten. Das reicht über Plattitüden wie Kindersatz bis zum besonders von Katzenfreunden gern benutzten Vorurteil: Der Hund als persönlichkeitsloser Soldat, unterwürfig und treu. Jeder Hundefreund ahnt, daß die Beziehung zwischen Mensch und Hund komplexer ist.
Eine Studiengruppe der Eötvös-Loránd-Universität (ELTE) in Budapest hat da mal wissenschaftlich Klarheit gebracht.

Hier eine lesenswerte, kurze Zusammenfassung. Nur keine Angst, ist leicht verständlich und man wird sich wiederfinden, ganz bestimmt.






Wir haben uns seit einiger Zeit mal wieder auf die Waage gestellt.
Beide etwas zugenommen. Cleo wiegt 25,7 kg. Das ist für einen Entlebucher ein normales Gewicht, die meisten, die wir so kennengelernt haben, waren schwerer. Hängt natürlich von Körperbau und Größe ab, klar.
Für Cleo ist das ein hohes Gewicht. Ihr Durchschnittsgewicht der letzten Jahre liegt deutlich unter 25 kg, es muss also ein gutes Kilo runter. Wenn´s erst wieder wärmer ist und geschwommen wird, ist das kein Problem, das merkt sie gar nicht, unser Fressbeutel ...

(Auf dem Foto sieht sie übrigens schlanker aus, da ist die Wirklichkeit unerbittlicher)






Es ist vollbracht: Den City Cruiser zum Trekking Sauser umgebaut. Sattel höher und waagerechter, Lenkerstange ganz tief, Lenkerneigung schräg nach unten. Man sitzt sportlich nach vorn geneigt, Gewicht auf den Armen, die verbliebene Beinkraft läßt sich so viel besser auf die Pedale bringen. Und den Reifendruck erhöht, jetzt locker 4 Atü. Auf Kopfsteinpflaster fühl´ ich mich wie Skippy, das Buschkänguruh.
Jetzt hat meine Frau geschwindigkeitsmäßig keine Chance mehr, das ist Emanzipation! Und ´ne Menge Zaster gespart, der wird jetzt versoffen, was sonst ...

(Cleo hat auch schon ein Pfund abgenommen)




Ja, gleich gibt´s Frühstück, muss eben noch büschen warm werden.






Sonntag, 1. März 2026

März , Bauer, Rösslein, einspannen




Manchmal mieselt es noch etwas, aber er ist nicht mehr aufzuhalten: Der Frühling!!





Vielleicht gibt`s Wichtigeres als das Wetter, z.B. eine günstige Hausratversicherung. Aber so ein morgendlicher Spaziergang mit dem Frühling im Rücken und einem vitalen Entlebucher vor sich, der macht schon Freude. Da hüpft das Herz, der Atem ist ruhig und regelmäßig, die Verdauung blubbert leise vor sich hin und der Geist ist so leer wie irgend möglich.




Der Ökopfad macht seinem Namen alle Ehre. Anderthalbstundengang in Gummistiefeln.




Jetzt läuft nix mehr, ein kontemplativer Sonntag Nachmittag.
Broccoli Auflauf, Tee und Zwieback mit Pflaumenmus, in den Aquarien büschen gärtnern, zweite Dokufolge über Pompeji auf Arte kucken, in Gedanken die Welt verbessern - mehr ist nicht drin.




Vor dem Zahnarzttermin noch kleinen Gang durch´n Bürgerpark. So ein netter Pfau beruhigt die Nerven ...







Nun gut, die Lage ist hoffnungslos, aber nicht ernst.
Ab heute wieder Sommerzeit, so geht alles seinen Gang.




FRÜHSTÜCK!

 Der Himmel ist blau, tatsächlich, ein helles Blau. Aber man kann dem Bremer Wetter momentan nicht trauen. Jetzt trink ich noch ´n Hustentee und dann geht´s raus.
Leinepflicht ist ja wieder. Brut und Setzzeit. Dafür kommen die Wölfe ins Bundesjagdgesetz. Don Quijote hat sich an den Windmühlen der Jägerlobby eine blutige Stirn geholt, wieder mal, na klar.
Was bleibt? Positiv denken, dem größten Mist noch einen göttlichen Sinn unterstellen, wird schon ...
Und nein, ich bin nicht depressiv, nicht mal schlecht gelaunt, mich schaffen die nicht. Büschen melancholisch vielleicht, manchmal. Ein durchaus kreativer Zustand. Melancholie ist Heimweh nach sich selbst. Ein netter Satz, oder nicht?







Sonntag, 1. Februar 2026

Februar

 



 
Es ist kalt, immer noch Minusgrade, und Wind, die Kälte beißt ins Gesicht, die Finger werden steif, die Haut trocknet aus, durch die Stapferei ist alles verspannt, es ist entsetzlich.
Naja, ganz so schlimm issis natürlich nicht, ich scherze. Noch bin ich ein kerniger Bursche, von Wind und Wetter gegerbt, ich rasiere mich auch noch selbst ...





Nach ein paar Tagen Schneefreiheit und Plustemperaturen, konnte ich gut gebrauchen, ist der Winter zurück, was sollste machen ...




Und plötzlich tauchte da dieser Kormoran auf. Cleo hatte das nicht mitgekriegt. Hab´ sie dann im Moment des Fotos zurückgerufen. Sonst hätte sie vielleicht das erste Bad des Jahres genommen ...





Er kommt näher. Wer? Der Frühling natürlich!
Seit gestern kein Schnee mehr, kein Frost, kein Wind. Heute satte 9 Grad, allerdings mit büschen Mieselregen. Bei unserem Stundengang um´s Hollerland läppert sich das allerdings doch. Wir sind zwar durchgefeuchtet am Auto angekommen, hat aber Spaß gemacht.
Ach so, fast vergessen: Bei uns im Hinterhof schmettert die Amsel gegen sechse am Morgen ihr Lied - dann bin ich meistens schon wach und kann mich freuen!









Donnerstag, 1. Januar 2026

Januar 2026

 


 

Nun gut. Wir ham die Petition gegen Feuerwerk unterschrieben. Ihr auch? Falls noch nicht, dann man los, hier isse, klick.



Gestern gab´s den obligatorischen Wildlachs, drei mildgeräucherte Scheiben für jeden, ein Stück geräuchter Heilbutt, getoastetes Baguette und Feldsalat mit Orangen und einer wunderbaren Vinaigrette mit Senf und Akazienhonig.
Gläschen Sekt? Ah geh, wir saufen doch nicht, Alkohol nein danke.

Gegen neun nochmal mit Cleo raus. Ihr macht das Geböller nicht viel aus, das erleichtert die Sache. Ham uns früh ins Schlafgemach verzogen, büschen gelesen. Vom Höhepunkt des Irrsinns nix mitgekriegt, da räkelten wir drei uns schon in Morpheus´Armen, bei geschlossenem Fenster, einmal im Jahr bleibt´s zu.

Jetzt also 2026. Is´ ja och nur ´ne Zahl. Wir machen weiter wie bisher: Einatmen, ausatmen, einatmen, ausatmen ...




Genossen, es entwickelt sich 😂

Die Haupttugend des Aquarianers sollte die Geduld sein. Nicht meine persönliche Stärke, aber ich werde besser.
Einige Pflanzen müssen rückgeschnitten werden, damit sie buschiger, voller nachwachsen. Andere lassen wir erstmal in Ruhe, z.B. die grasartige Hygrophila costata längs der Rückwand. Die braucht noch Zeit um in den sichtbaren Bereich zu kommen. Das Kleine Fettblatt rechts seitlich vor dem Filter muss auch noch wachsen, wird bis 30 cm hoch. Wie gesagt: Geduld.





Es hat geschneit. Das Weiße ist Schnee, das Schwarze ist Cleo.
Wie nicht anders zu erwarten war, krochen die Räumfahrzeuge erst gegen Mittag aus den Schuppen. Da hattis schon `ne Menge Unfälle gegeben. Mit welcher Herausforderung ist die Bremer Verwaltung eigentlich nicht überfordert? Meine Frau sagt, das wäre doch in allen Städten so. Wirklich in allen? 

Aber ich will positiv denken. Am Besten gar nicht mehr.

Wir haben für Cleo mal in der Krauterie (Achtung Werbung, aber ich hab nix davon) bestellt: die Kräutermischung für eine gesunde Darmflora. Zum Frühstück zwei Esslöffel, nachmittags nochmal einen Löffel in den Napf. Dosierung langsam steigern, eine Kur maximal vier Wochen, dann acht Wochen Pause, damit der Organismus nicht faul wird (hab da mal per Mail nachgefragt und sofort eine Antwort gekriegt, guter Laden!). Riecht toll, Cleo schmeckt´s und es tut ihr gut, die Häufchen sind malerisch.




Sanna, Sanna, meiner Puppe trock'nes Inn'res hingestreut, weil draußen Glatteis ...
(Günter Grass)




Und doch gibt es nur eins, was wichtig ist: Den Anbruch eines neuen Tages zu erleben, der die Welt mit Licht erfüllt.








Das von den Medien seit Tagen spektakulär angekündigte Sturmtief ELLI konnte leider,
 zumindest in Bremen, die "gewünschte" Katastrophe nicht bieten.

 Nachtrag:
Kucke gerade "Buten un Binnen". Na gut, büschen Ärgerliches wegen Schnee gab's schon ...





Heute Nacht 12 Grad im Minus, immerhin. 
Die Straßen sind erstaunlich befahrbar, das Stapfen über Gehwege und draußen mit Cleo ist anstrengend, erfordert Konzentration und eine gesunde Akzeptanz: Ist halt Winter.

Eine seltsame Stimmung herrscht vor, irgendwie hängt etwas in der Schwebe. Eben Meisenknödel im Hof an den
 unteren Zweigen der Bäumchen aufgehängt. Nein, keine ranzigen Knödel vom Discounter, schon "richtige" für ne Mark mehr. Die 12 Gramm Meise sind schnell verhungert oder erfroren. Wenn wir die Erde schon im Großen ruiniert haben, dann wenigstens im Kleinen die Schuld etwas tilgen. Nachher wackeln Cleo und ich mal durch den Bürgerpark, da sind die Weg passabel zu laufen und bei überwiegend Laubbäumen (die haben jetzt ja keine Blätter, also auch keine Schneeauflagen) sinkt die Wahrscheinlichkeit, von abbrechenden Ästen erschlagen zu werden.




Eben zufällig bei unseren Google Fotos gefunden:
Wir ham immer mal wieder Phasen, kannste nicht planen oder forcieren, in denen uns ein Thema ganz einnimmt. Kann drei Tage, drei Wochen oder drei Monate anhalten. Hier war die Phase Quastenflosser (klick) dran. Der als ausgestorben geltende Urzeitfisch, der im Jahr 1938 einem Fischer am Hintern der Welt an den Haken ging, die Wissenschaft aufschreckte und siehe da - es gibt ihn noch, in geringer Anzahl irgendwo in den Tiefen eines Meeres.

Weil wir davon so angetan waren, über ihn recherchierten, Dokumentationen anschauten, kam der Gedanke und dann der Wunsch auf, einen Linolschnitt zu machen. Das Entwerfen im Geiste, die Skizzen, die finale Zeichnung, das Schneiden und letztendlich das Drucken, das alles macht viel Freude. Und das Resultat kann sich doch sehen lassen!








Hey, Sonne, von Chemikern entweihter Gasball, da gehst du einfach auf ...




Es wird auch schon mal gebalzt. Dann werden die Farben knallig: Sie gelb er blau.





 Draußen issis weniger bunt ...