Montag, 1. Februar 2021

Februar

 




Wenn man einen Freund hat, 
braucht man sich vor nichts zu fürchten!




Off topic:

Scharfe Kritik gab es auch an Thomas Gottschalk, der angab, bei einer Kostümparty in Los Angeles mit Jimi-Hendrix-Verkleidung das erste Mal erfahren zu haben, "wie sich ein Schwarzer fühlt".

(Quelle: n-tv)

Welcher Tierart gehört diese schüttere Blondine eigentlich an?




Immer dem Hund folgen. Der Sonne entgegen. Von Cleo lernen, heißt siegen lernen ...




Weil der Film für Prime-Mitglieder zum Preis von 99 Cent angeboten wurde und unsere Hirne von der Corona-Berichterstattung büschen zerlöchert waren, da schauten wir ihn uns an: Der Junge muss an die frische Luft, die Verfilmung der Autobiografie von Hape Kerkeling, seine Kindheit und Jugend, 2018 ein Kinohit.

Naja, Hape Kerkeling, Spaßmacher der Nation, ist mal mit der Taxe den Jakobsweg abgefahren. Mehr sagte der mir eigentlich nicht, bin eh von Menschen nur schwer zu beeindrucken.

Dann dieser Film. Nun bin ich doch beeindruckt. Von der Handlung, der Mache und besonders von der schauspielerischen Leistung aller Beteiligten: Grandios! Und wenn nur die Hälfte des Gesehenen mit der realen Kindheit Kerkelings zu tun hat, dann reicht mir das, um Herrn Kerkeling in mein Herz zu schließen, oh ja.




Sonntag,

 das angesagte Schnee-Chaos ist in Bremen ausgeblieben. Aber eisig, windig und ungemütlich verschneit issis schon.



Keith Richards, drogenerprobter Gitarrist der Stones, sachte mal: Wer sich an die 60er erinnern kann, hat sie nicht erlebt. Witzig. 

Eine meine Erinnerungen an die 60er Jahre war der Zettel an der Wohnungstür, wenn Mutter mal kurz weg war: Schlüssel liegt unter der Matte.

Und an Amor kann ich mich erinnern. Der Langhaardackel vom Schreib- und Spielzeugladen lag den Tag über vorm Laden - und ich lag neben ihm, stundenlang. Und an Biene, die Zwergpinscherhündin vom Ehepaar Strypsack, Lisel und Martin. Die bewohnten ein Kaisenhaus im Weg bei Oma und Opa. Als Biene ungewollt Welpen bekommen hatte, verbrachte ich dort meine Zeit, wochenlang, blieb auch zum Essen. Martin ging in der Wümme Aale poddern und räucherte selbst. Da fiel immer mal einer für uns ab. Mir waren die Welpen und Biene natürlich wichtiger.

Dann hat sich noch eine unglaubliche Begebenheit tief in mein Resthirn eingebrand. Meine Schwester hatte mit Tieren nichts, aber auch gar nichts, am Hut. Sie hatte mal ein Huhn mit vier Beinen gezeichnet. Leider ist das Kunstwerk verschollen. Manchmal fuhr sie mit dem Zug zu ihrer Freundin in Bremen Nord. Eines schönen Mittags kam sie zurück und ein Hund ging hinter ihr. Ein mittelgroßer Mischling war´s wohl. Sie kam in unsere Wohnung, stand irritiert auf dem Flur, den Hund im Schlepptau. Wir, meine Eltern und ich, staunten sehr. Der Hund war ihr vom Bahnhofsvorplatz aus nachgelaufen, und legte sich ganz selbstverständlich unter den Küchentisch. Ich war begeistert: Den behalten wir! Wir behielten ihn nicht, Pa brachte ihn ins Tierheim, und das war aus heutiger Sicht auch das einzig Vernünftige gewesen. Ich war traurig.

Es dauerte noch fünfzehn Jahre, ich war 25 und es hatte sich gezeigt, dass die totale Kapitulation vor den Regeln der Seriösität meine Sache nicht war, als ich mich gegen Ruhm, Geld und Ehre entschied und fortan einem Hund das Primat einräumte: Hugo, Mittelschnauzer, pfeffersalz. 





Erinnerung ist ein Laster - also zurück in die Gegenwart.




Heute Zahnarzttermin gehabt, zur Kontrolle, 10 Uhr. Und weil nebenan gleich die Wümmewiesen sind, war Cleo mit und wartetet die Viertelstunde in meinem Lieblingsauto. 

Der kleine Gang geht bis zur ersten Rechtskurve und zurück, der lange bis Ende am Moordamm und zurück. Der große dauert zwei Stunden, der kleine eine. Heute reichte uns der kleine, war erfrischend genug. 





Am Nachmittag nochmal die Kreuzdeich-Runde gemacht, da war´s schon angenehmer, temperaturmäßig.
 Wir laufen unten lang, oben ist besetzt ...




Sunrise dog


Halleluja - ich hab einen Frisörtermin, in fünf Wochen!







Liebes Leben, fang mich ein, 
halt mich an die Erde. 
Kann doch, was ich bin, nur sein, 
wenn ich es auch werde.

Gib mir Tränen, gibt mir Mut,
und von allem mehr.
Mach mich böse, mach mich gut,
nur nie ungefähr.

Liebes Leben, abgemacht?
Darfst mir nicht verfliegen.
Hab noch so viel Mitternacht
sprachlos vor mir liegen. 


(Konstantin Wecker)








Sonntag, morgens minus 12 Grad, Schneebelag rückläufig, kann jetzt frühlingen ...







In der griechischen Mythologie trieb ein menschenfressender Fuchs in Theben sein Unwesen, der Teumessische Fuchs. Jeden Monat wurde dem Fuchs ein Knabe geopfert, um ihn milde zu stimmen. Durch göttliche Fügung konnte kein Jäger den Fuchs jemals fangen.

Dann wurde Lailaps, ein unsterblicher Hund, dem niemand entkommen konnte, auf den Fuchs angesetzt. Irgendwann hatte Zeus von dieser aussichtslosen Jagd die Nase voll, verwandelte Fuchs und Hund in Stein und setzte sie als Sterne an den Nachthimmel. Dort jagen sie sich weiter.

Der hellste Stern am Nachthimmel ist Sirius, der Hundstern im Sternbild Großer Hund. Man kann ihn gut erkennen.











Der Unisee ist tatsächlich zugefroren, bei 7 cm Eisdicke noch nicht freigegeben, erst ab 15 cm, 
und dass die erreicht werden, ist eher unwahrscheinlich.
Natürlich gibt´s auch hier paar Einbruchs-Leugner, die wackeln einmal quer rüber. Gerne auch mit Kindern. 







Es wird wärmer, bald wird dieser üble Belag verschwunden sein.
Es ist nicht so, dass mir der Wechsel der Jahreszeiten unangenehm wäre. Nein nein, das ist schon abwechslungsfördernd, gibt etwas Daseinsstruktur, mal ne Sommergrippe, mal ein blaues Knie (weil unterm Schnee doch noch Eis lauerte und zack haut´s einen hin). Ist ganz ok., man gibt sich flexibel.

Allerdings weicht hier in der Zivilisation die kindliche Wunschvorstellung von "Winter" erheblich ab. Chaos auf den Straßen, Streusalz oder dieses widerwärtige Granulat auf den Gehwegen, unberechenbare Glätte oder verharschter Schnee - reines Gift für Hundepfoten und Karpalgelenke. 





Aber es geht auch anners! 
Mit unserer Merle in den Dolomiten, Südtirol, Medalges Alm.




Da will ich unbedingt nochmal hin, und wenn´s nur zum Sterben ist, was will man in Venedig ...

Gut. Heute gibt´s Goldbarsch, kleine Erbsen, feine Möhrchen, Kartoffelpü. Ölstand im alten Almera muss ich kucken, und Luftdruck. Das Triviale darf auch schöngeredet werden.





Frühling lässt sein dünnes Band zaghaft flattern durch die Lüfte ...
Endlich wieder festen Boden unter den Pfoten!






200 Sekunden.







1938 erschien der erste Roman von Jean-Paul Sartre: "Der Ekel".

Der junge Historiker Roquentin verspürt plötzlich ein unbestimmtes, diffuses Unbehagen. Sein tägliches Leben wird zur Qual. Er fühlt sich einsam, Menschen sind ihm gleichgültig. Dieser Zustand verschlimmert sich zusehends. Alle und Alles rufen in ihm den Ekel hervor. Es ist der Würgereiz des Daseins ...




Um den Menschenmassen im Appetenzmodus zu entgehen, mussten Cleo und ich uns wieder mal ins Unigelände flüchten. Zwischen Hörsaalschluchten und Baustellen herrschen noch halbwegs natürliche Zustände. 





Ich bin zwar kein Historiker, aber der Ekel kommt unaufhaltsam in mir hoch. Ich ertappe mich dabei, stereotypisch den Refrain aus einem frühen Song von Marius Müller-Westernhagen im Geiste zu singen:

Ich hab´ keine Lust mehr im Regen zu steh´n,
und immer nur der Blödmann zu sein.
Ich will keinen Frieden,
ich will meinen Krieg,
und diesmal will ich der Sieger sein!

😉




Glücklicherweise hab ich Frau und Hund, und die machen mir Mut. Wenn alle geimpft sind, sagen sie, dann verschwinden die Störfaktoren auf zwei Beinen wieder in ihren klimatisierten Löchern.
Naja, Frauen und Hunde sollen ja hellseherische Fähigkeiten haben, dann glaub ich den beiden mal.








Sonntag,
zweieinhalb Stunden-Frühlingsgang durch´s Werderland. 17,5 Grad Celsius zeigte die Aussentemperaturanzeige im Auto bei Abfahrt. 
Wir waren früh unterwegs und hatten kaum Homo sapiens-Kontakte, wunderbar!





Gleich kommt die Pizza auf den Stein, mit Paprika rot, Champignons satt, Kapern mäßig, Peperoni, Oliven dünn geschnitten, Feta und Mozarella, büschen Oregano.






Lange Rundwanderung im Bradenholz bei Fahrenhorst gemacht. Traumhaftes Gebiet!






Tour de France

Als die Spitzengruppe von einem Zitronenfalter überholt wurde,
gaben viele Radfahrer das Rennen auf.

(Günter Grass)








Heute um 9 Uhr 15 Online-Termin bei Fielmann, neue Lesebrille abholen.
Da wirste durch die Glastür im Seiteneingang geschleust, langer Flur mit Abstandsmarkierungen, am Ende ein kleiner Tresen, Händedesinfektion usw., ein adrett verkleideter junger Optikergehilfe begrüßt freundlich, "Haben Sie einen Termin?", "Ja", "Dann bitte in die erste Etage". Ich fühlte mich wie Lady Di bei der Hochzeitszeremonie, schöön!






Besonders gefallen hat mir die Leere, eine prachtvolle Leere. Meinetwegen können die alles abreißen und ein Biotop für Teichmolche, Laubfrösche und Feuersalamander anlegen - aber auf mich hört eh keiner. Der Dom dürfte natürlich stehenbleiben, wegen der Religionsfreiheit, logo.


Danach bei Bodes meine Stinte gekauft. Endlich sind sie da! 




Wenn man sich keinen ans Ohr hält, dann darf man die auch während der Fahrt essen ...










Am Unisee auf etwas Unglaubliches gestoßen:
Ein Welpe, ein Entlebucher-Bulldogge-Mischling! Ja gibt´s denn das?!








Anschließend mit Cleo einen Dreieinhalb-Stunden-Gang gemacht, Uniwildnis, Kuhgraben, Kreuzdeich, Kuhweidenweg, Hollerland, Unigelände, Stadtwald.
Gegen Mittag waren sie wieder unterwegs, scharenweise, Spazierer, Radler, Jogger. Die meisten machen mir einen entfremdeten Eindruck, naturirritiert sozusagen, vom verbliebenen Ich weiter entfernt als der Habicht vom Mond. Die halten alles unterm Horizont für ´ne Fototapete.


😅😅😅












Freitag, 1. Januar 2021

Januar - 2021, das Jahr, in dem wir endlich Kontakt aufnehmen ...

 



Erste zwei-Stunden-Runde im neuen Jahr gemacht, anner Lesum bis zum Sperrwerk und zurück.


Noch ein letztes Wort zum Böllerverbot in Bremen. Bis auf die Minderheit der "unvermeidlichen Widerstandskämpfer" ham die Leute das Verbot akzeptiert, und das ist schon mal was! Die Straßen der Stadtteile (auch die vorurteilsbelasteten) sind nicht vermüllt, die Luft ist frisch, die Sicht ist klar. 




Die Bürgschaft


(Ich möchte den einen oder anderen treuen Blogleser jetzt nicht ratlos zurücklassen. "Die Bürgschaft" ist eine Ballade von Friedrich Schiller über das Ideal Freundschaft. Gestern mal wieder gelesen, man könnte weinen, wenn man es noch könnte ...)



Nicht zum Weinen ist allerdings das Rezept eines der ungeheuersten Salate we have even eaten 😏.







Sonntag, große Werderland-Runde, streckenweise total abgesoffene Wege, 
aber die Meindl-Boots mit Gore-Tex halten was aus!




Und jetzt: PIZZA!






Wenn meine Gattin Frühschicht hat, dann muss ich die Zeit zwischen 6 bis 8 Uhr irgendwie überbrücken. Cleo natürlich auch, im Dunkeln gehen wir nicht los, wozu auch. Also kucke ich mit dem Becher Kaffee zusammen büschen auf n-tv rum. Das ist amüsant, bestätigt mein Menschenbild jeden Tag wieder, und das tut schon gut …

Kurze Zusammenfassung der aktuellen Slapstick-Show:


Der Generalsekretär dieser Partei mit weniger Prozent, als Alkoholgehalt im Discounter-Likör, Lars Klingbeil, SPD, fordert die Kanzlerin in der BILD zu mehr Engagement in der Corona-Impfkampagne auf.

Was macht die denn wohl? Skiurlaub in Winterberg?

Ministerpräsident Söder bastelt schon mal an einer Erklärung, um Gedanken an eigenes Versagen nicht aufkommen zu lassen, und macht für die Verlängerung des Lockdowns den fehlenden Impfstoff verantwortlich.

Da ist der Papst viel näher an der Wirklichkeit: Franziskus hat dazu aufgerufen, in der Corona-Krise nicht zuerst an die nächste eigene Urlaubsreise zu denken.

Und die Medizinerin Frauke Zipp möchte auch mal für ´ne Überschrift gut sein: Die aktuelle Situation sei ein "grobes Versagen der Verantwortlichen“.

Der Ministerpräsident Brandenburgs, Dietmar Woidke, bringt´s ganz brauchbar auf den Punkt: "Besserwisserei hilft uns heute gar nichts. Wer aus der Vergangenheit schlaue Ratschläge gibt, macht es sich zu einfach".

Und Star-Virologe Drosten findet wieder mal meine volle Zustimmung in Sachen Impftstoffbestellkritik: "Das ist so eine komplexe Angelegenheit. Man musste den Impfstoff mit Monaten Vorlauf bestellen - und wusste zu dem Zeitpunkt gar nicht, ob der betreffende Impfstoff auch funktionieren würde."


So, der Tag bricht an, Cleo will Frühstück. "Und wieder sehen wir betroffen, den Vorhang zu, und alle Fragen offen".

Ach, fast vergessen. Ich möchte die Impfgegner auf keinen Fall irritieren. Bleibt euch treu - dann sind die Warteschlangen kürzer, wenn ich dran bin!






Nö, nö, wir war´n nich auf´m Mars, es ist der Parkplatz am Unisee.
Irgendwann im Frühjahr wird der wieder eingeebnet. Das hält paar Wochen, dann sieht´s wieder so aus. Ist mir natürlich völlig wurscht, Cleo auch. Unser Blick geht stets nach oben, in den Himmel, durch die Wolken: Luja, sog i, Lujaaa!





Da hat sie sich vergraben, versteckt, 
als hätte sie die Steuerfahndung am Hals.









Na gut, Lockdown nochmal büschen verschärft, was soll´s.

Allerdings kommen mir im Bad oft Gedanken an den nächstmöglichen Urlaub auf Rügen, Zicker Berge.
Für den Herbst ist erstmal die Eifel gebucht, neue Fewo, es wird fantastisch ...





Über´m Badspiegel hängt unser kleines Rügen-Kunstwerk, alles selbst gesammeltes Strandgut.



Vorhin netten Gang bei herausforderndem Wetter gemacht. Immerhin: Wer friert ist noch nicht tot. Wir sind den Streifen zwischen Kreuzdeich und Wümme abgestiefelt, ne gute Stunde. Vor dem Flüsschen gibt´s ca. 15 m Schilfbestand. Welche Tiere sich die schmalen Trampelpfade durch´s Rohrfeld hin zum Fluß (oder annersrum) ertrampelt haben, weiß ich nicht. Vermutlich Nutrias, allerdings hab ich auch schon Rehe im Schilf stehen sehn. Wie auch immer. Diese Pfade machen Cleo natürlich äußerst aufmerksam, sie wird erschnüffeln, wer da verkehrt. Und wenn ich nicht aufpasse, dann saust sie die Gänge lang und verschwindet im Röhrig oder sonst wo. Nachdem uns vor paar Jahren ihr Kontakt mit einer dicken Bisamratte 300 Euro Tierarztrechnung eingebracht hat (und mir eine traumatische Erinnerung, ´ne durchgebissene Leftze blutet wie verrückt), werden ihr Aktivitäten in diese Richtung streng verboten.





Da hatte "Gurke" (Andorra von der Pöhlswiese offiziell, aber Gurke konnte ich besser über die Felder brüllen) einen bärtigen Vorteil. Schnauzer wurden ja früher auf Rattenfänger gezüchtet, der Bart gehörte zur Schutzkleidung sozusagen. Und sie war sich ihres Vorteils auch bewusst - naja, Pazifistin war sie nicht ...






Neues Brotmesser,
 von Emil Schmidt, Solingen, Edition 1884, Gesamtlänge 43,5 cm, Klinge 31 cm, Wellenschliff, Griff aus Pflaumenholz .

(Natürlich haben wir das Messer ordnungsgemäß bezahlt, wir machen hier keine Werbung, damit kein Missverständnis aufkommt)







Ich renn ja nun täglich viel mit Cleo rum. Und wir wackeln auch viel durch reine, matschige Natur. Da werden die Jeansbeine schon mal schmutzig, eigentlich immer, eigentlich bin ich selten adrett und sauber unterwegs, gewandmäßig. Mich stört das nicht sehr. Dass sich der Charakter an den Schuhen ablesen läßt, wie Mutter immer sagte, kann ich so nicht finden. Aber jetzt hat mir Frauli Stulpen geschenkt, wunderbare, mit Klettverschluss und allem Nötigen, sind schnell ans Bein geheftet und ab jetzt hab ich einen besseren Charakter - zumindest saubere Hosenbeine.






Was fällt auf diesem Foto auf?

Es ist die Rutenhaltung. Vor dem Inkrafttreten des Rutenkopierverbots 1998 spielte die Rute beim Entlebucher züchterisch keine Rolle, denn sie wurde ja den Welpen abgeschnitten. Auf dieses Thema will ich jetzt nicht weiter eingehen, sonst reg´ ich mich nur wieder auf.
 Nach dem Verbot traten dann die unterschiedlichsten Ruten zutage und wie nicht anders zu erwarten war, wurde von den Zuchtvereinen geregelt. Die regeln gern und viel, eigentlich sind die nur am Regeln, und viel zu oft das Falsche.
 Fortan sollte der Entlebucher seine Rute "schwebend tragen". Wunschdenken. Die meisten Entlebucher tragen heutzutage "sichelförmig". Und das ist auch gut so!





Natürlich und erstrangig fungiert die Rute als Kommunikationsmittel. Erst kommt der Hund, dann kommt der Züchter ...

Was die Rutenhaltung nun aussagt, ist ungeheuer komplex. Da kommt´s immer (!) auf das Gesamtpaket an, also auf die Situation und weitere Signale - wie Blick, Haare, Gewichtsverlagerung, Leftzen spitz oder rund zurückgezogen, Zähne mit oder ohne Zahnfleisch sichtbar usw.

Leider bin ich kein Wissenschaftstyp, mehr der Spontantyp mit Bauchgefühl, hahaha, und obwohl ich immer mal wieder versuche, mich schlauzulesen, werde ich doch nie das Zeug zum Verhaltensforscher haben. Bundeskanzler wär´ auch nix für mich.

Es kommt auf kleinste Kleinigkeiten an. Nehmen wir einen Hund mit steil aufgerichteter Rute. Wie ist sein Blick? Liegt das Gewicht auf den Vorder- oder Hinterläufen, also Beinen? Sind die Ohren nach vorn gerichtet oder angelegt? Schwingt die Rute locker ein wenig von links nach rechts? Oder steht sie starr wie eine Eisenstange? 

Den eigenen Hund, also Cleo, können wir relativ gut lesen, man kennt sich schließlich schon lange. Aber eine Restunberechenbarkeit bleibt ...






Die uns erwähnenswert beeinträchtigende Corona-Auswirkung sind die vielen Leute, die jetzt durch die Landschaften tapsen. Die können nicht mehr ins Fitnesscenter, nicht mehr auf Partys, nicht mehr in Urlaub, die hängen zu Hause rum, die Kinder müssen beschäftigt werden und so weiter. 

Bremen und umzu ist zum "Tourismusörtchen" verkommen. Unisee, Stadtwald, Worpswede, Wümme, Hamme, Steller Heide - überall rennen tausend Leute rum, da muss man planen und timen, und oft geht gar nix. Dann greifen wir auf unsere Geheimtipps zurück und selbst da kann´s eng werden. Das nervt schon, schon ziemlich. 

Im tiefsten Inneren sind wir ja Zivilisationsflüchter. Vielleicht auch sozial gestörte Paranoiker, wer weiß das so genau, ist uns auch egal, man lebt sein Leben, sucht nach der verlorenen Zeit und gut, zack.

Heute hatten wir Glück, das große Glück der Einsamkeit. Zwei Stunden mit Cleo unterwegs, ungestört, menschenleer ist die Welt doch am schönsten - jeder Gorilla in den Bergwäldern von Ruanda kann das bestätigen.







Wir ham uns mal ´ne Kiste Orangen bestellt, Premiumklasse, kosten halt ´n Groschen mehr. 
Die Frage war, wie groß der Unterschied zur üblichen Abbelsine wohl ist. Und? Fiat und BMW würd´ich sagen ...

(Und wie immer ist auch dies nicht als Werbung misszuverstehen)





Rote Rosen, rote Streifen, Roter Sand.












A Star is Born!



Kaum haben die eigenen Leute Friedrich Merz krachend gegen die Wand laufen lassen, da will er dem Wirtschaftsminister seinen Job wegnehmen, einfach mal so, vorsichtshalber, sehr witzig dieser Clown mit der Charlie-Rivel-Frisur. Dann haut das Maas-Männchen einen raus: Die Geimpften sollen wieder in die nächste Pizzeria dürfen, zum Knabbern an der Calzone-19. Warum versagt der Primaner der Nation nicht weiter brav in der Aussenpolitik?

So langsam wird mein Land zur Bananenfabrik 😂.








Ton in Ton.

Es gibt ja Leute, die suchen sich einen Hund aus, der farblich zum Teppich im Esszimmer passt. Wer´s mag ...



Und was gibt´s sonst so? Ach ja, die USA haben wiedereröffnet, die Stadt Bremen hat sich auf einen Inzidenzwert von um die 70 runtergebracht, Virologe Drosten ist zuversichtlich, allgemein bemüht man sich, das Richtige zu tun. Gut. Nur ein unbedeutender Bremer Kolumnist, Jochen Grabler heißt er wohl, will uns in abwegiger Hartnäckigkeit davon überzeugen, auf dem "strategischen Holzweg der Pandemiebekämpfung" zu sein. Irgendwie erinnert der mich an Freddy Quinn: "Hundert Mann, und ein Befehl. Und ein Weg, den keiner will ..."






Versuch eines Lächelns. 
Seit paar Tagen anspruchsvolles Wetter, kühl, windig, regnerisch.
Steppjackenwetter, hilft ja nix ...





Nun wird ja aktuell viel über´s Impfen geredet. Das ist auch notwenig und sinnvoll, zumindest im Prinzip. Man kann Sachen auch zerreden, besonders ahnungslose Entschlussbehinderte neigen dazu. Ist aber egal. Die Impfung gegen Corona ist angelaufen und das ist auch gut so, PUNKT.

Mir geht’s auf diesem Blog mehr um´s Impfen von Cleo, also von Hunden. Der tiermedizinische Blödsinn vergangener Tage, in stumpfer Ignoranz jedes Jahr das volle Programm in seinen Hund pumpen zu lassen, ist lange vom Tisch. Wird zwar aus niederen Beweggründen hier und da, die Unwissenheit der Hundebesitzer schamlos ausnutzend, noch praktiziert. Schafe können eben auch schwarz sein. Wenn man sich die Zeit nimmt und googelt, erfährt man viel, kommt aber um das Erarbeiten des eigenen Standpunktes nicht rum, klar, ist wie im richtigen Leben.

Wir sehen das so:

Eine korrekte Grundimmunisierung des Welpen ist absolut notwendig. Wobei das kleine Wort „korrekt“ wichtig ist.

Impfungen gegen Zwingerhusten und Leptospirose sollten besonders durchdacht werden. Von der Leptospiroseimpfung sollte man besser die Finger lassen, denn von 200 Erregerstämmen erfasst die Impfung nur vier (!), hat dafür die schlimmsten Nebenwirkungen.

Der entscheidene Punkt ist die Auffrischung. Immerhin hat die STIKO (Ständige Impfkommission) ihre Intervalempfehlung vor einigen Jahren schon, bei Staupe, Parvovirose, Hepatitis und Tollwut auf alle drei Jahre aktualisiert. Seriöse Studien sind da noch aktueller. Bei korrekter Grundimmunisierung hält die Immunität nachweislich sieben Jahre bis lebenslang. Da Deutschland als tollwutfrei gilt, kommt die Auffrischimpfung eigentlich nur bei Reisen ins Ausland in Betracht.

Richtig interessant ist die Titerbestimmung, der Nachweis, ob sich noch ausreichend Antikörper im Hund befinden. Ist das der Fall, macht eine Auffrischung keinen Sinn, belastet den Hund nicht. Der Tierarzt verdient allerdings auch nix mehr. Seit 2015 ist der Titerschnelltest auch in Deutschland verfügbar. Wird in der Praxis gemacht, büschen Blut abgezapft, nach einer Stunde weiß man, ob aufgefrischt werden muss oder nicht – meistens nicht! Bezieht sich auf Staupe, Parvovirose und Hepatitis. So ein Schnelltest kostet weniger als die Impfung und ich werde mich jetzt auf die Suche nach einer Praxis in der Gegend machen, die den Schnelltest anbietet.

Cleo ist jetzt fünf Jahre alt, nach der Grundimmunisierung nicht mehr geimpft worden und da wollen wir schon mal wissen, wie´s antikörpermäßig in ihr aussieht.

Den zusammenfassend besten Beitrag zum Thema hab ich auf dem Blog von Dr. Ralph Rückert gefunden.

Wer will, kann sich hier in zehn Minuten schlaumachen, klick.






Früh anner Hamme. 
Klar, kalt, sonnig. Eis am Grabenufer, Nachtfrost. War eigentlich schon Weihnachten?








Sonntag, langer Gang durch die Hamme-Niederung, noch wenig Leute unterwegs, Ruhe und angenehmes Januarwetter. 
Cleo relaxed jetzt, Frauli schmeißt den Pizzateig zusammen, inner Stunde bin ich mit Belegen dran, der Stein ist auf 250 Grad aufgeheizt. HUNGER!





Fotogruß von den Eifel-Freunden: Bonnie tapst durch meterhohen Schnee 😉





Liebe deinen Hund.
Damit ist gemeint, dass Du seine Persönlichkeit akzeptieren sollst.
 Und natürlich nicht, dass Du all seine Verhaltensweisen billigen musst. 

(Jan Nijboer)







Jetzt die 125-Tausend-Euro-Frage:

Singt Cleo hier Puccini´s herzzerreißende Schluss-Arie aus Madame Butterfly,
 oder steht sie auf der Autobahnbrücke beim Horner Bad und bellt gegen den Straßenlärm an?







Eingefrorener Augenblick






Gestern war Schnee-Chaos in Bremen und umzu. Wie immer hatte der Winterdienst mit Schneefall im Januar nicht gerechnet. Hundert Unfälle, Staus, A27 dicht, kein Bahnverkehr, naja, der übliche Irrsinn halt. Frauli befürchtete schon einen Tinnitus, aber es war nur der unter Schneematsch begrabene Parksensor vorne rechts, der um sein Leben piepte.

Heute nun die schöne Seite des Wintereinbruchs genossen: Mit Cleo am Wümme-Südarm langgestapft, Stunde hin, Stunde zurück, das macht müde Beine, alle sechs.






Frischer Schnee beflügelt Cleo in besonderer Weise.
 Vielleicht die genetische Erinnerung an die Schweiz, ans Entlebuch ...







Achtung! Ich werde mich jetzt outen. Jetzt sofort, keine halben Sachen mehr, ich oute mich jetzt:

Ja. Ich bin ein Eberhofer-Fan.











Sonntag, zweieinhalb Stunden-Gang bei minus 9 Grad, Postkartenwetter, traumhaft.





Anschließend gab´s den Grüne-Bohnen-Eintopf.
Mit ordentlich Bohnenkraut und einem Becherchen Sahne.
Gut gepfeffert musser sein!