Freitag, 1. Januar 2021

Januar - 2021, das Jahr, in dem wir endlich Kontakt aufnehmen ...

 



Erste zwei-Stunden-Runde im neuen Jahr gemacht, anner Lesum bis zum Sperrwerk und zurück.


Noch ein letztes Wort zum Böllerverbot in Bremen. Bis auf die Minderheit der "unvermeidlichen Widerstandskämpfer" ham die Leute das Verbot akzeptiert, und das ist schon mal was! Die Straßen der Stadtteile (auch die vorurteilsbelasteten) sind nicht vermüllt, die Luft ist frisch, die Sicht ist klar. 




Die Bürgschaft


(Ich möchte den einen oder anderen treuen Blogleser jetzt nicht ratlos zurücklassen. "Die Bürgschaft" ist eine Ballade von Friedrich Schiller über das Ideal Freundschaft. Gestern mal wieder gelesen, man könnte weinen, wenn man es noch könnte ...)



Nicht zum Weinen ist allerdings das Rezept eines der ungeheuersten Salate we have even eaten 😏.







Sonntag, große Werderland-Runde, streckenweise total abgesoffene Wege, 
aber die Meindl-Boots mit Gore-Tex halten was aus!




Und jetzt: PIZZA!






Wenn meine Gattin Frühschicht hat, dann muss ich die Zeit zwischen 6 bis 8 Uhr irgendwie überbrücken. Cleo natürlich auch, im Dunkeln gehen wir nicht los, wozu auch. Also kucke ich mit dem Becher Kaffee zusammen büschen auf n-tv rum. Das ist amüsant, bestätigt mein Menschenbild jeden Tag wieder, und das tut schon gut …

Kurze Zusammenfassung der aktuellen Slapstick-Show:


Der Generalsekretär dieser Partei mit weniger Prozent, als Alkoholgehalt im Discounter-Likör, Lars Klingbeil, SPD, fordert die Kanzlerin in der BILD zu mehr Engagement in der Corona-Impfkampagne auf.

Was macht die denn wohl? Skiurlaub in Winterberg?

Ministerpräsident Söder bastelt schon mal an einer Erklärung, um Gedanken an eigenes Versagen nicht aufkommen zu lassen, und macht für die Verlängerung des Lockdowns den fehlenden Impfstoff verantwortlich.

Da ist der Papst viel näher an der Wirklichkeit: Franziskus hat dazu aufgerufen, in der Corona-Krise nicht zuerst an die nächste eigene Urlaubsreise zu denken.

Und die Medizinerin Frauke Zipp möchte auch mal für ´ne Überschrift gut sein: Die aktuelle Situation sei ein "grobes Versagen der Verantwortlichen“.

Der Ministerpräsident Brandenburgs, Dietmar Woidke, bringt´s ganz brauchbar auf den Punkt: "Besserwisserei hilft uns heute gar nichts. Wer aus der Vergangenheit schlaue Ratschläge gibt, macht es sich zu einfach".

Und Star-Virologe Drosten findet wieder mal meine volle Zustimmung in Sachen Impftstoffbestellkritik: "Das ist so eine komplexe Angelegenheit. Man musste den Impfstoff mit Monaten Vorlauf bestellen - und wusste zu dem Zeitpunkt gar nicht, ob der betreffende Impfstoff auch funktionieren würde."


So, der Tag bricht an, Cleo will Frühstück. "Und wieder sehen wir betroffen, den Vorhang zu, und alle Fragen offen".

Ach, fast vergessen. Ich möchte die Impfgegner auf keinen Fall irritieren. Bleibt euch treu - dann sind die Warteschlangen kürzer, wenn ich dran bin!






Nö, nö, wir war´n nich auf´m Mars, es ist der Parkplatz am Unisee.
Irgendwann im Frühjahr wird der wieder eingeebnet. Das hält paar Wochen, dann sieht´s wieder so aus. Ist mir natürlich völlig wurscht, Cleo auch. Unser Blick geht stets nach oben, in den Himmel, durch die Wolken: Luja, sog i, Lujaaa!





Da hat sie sich vergraben, versteckt, 
als hätte sie die Steuerfahndung am Hals.









Na gut, Lockdown nochmal büschen verschärft, was soll´s.

Allerdings kommen mir im Bad oft Gedanken an den nächstmöglichen Urlaub auf Rügen, Zicker Berge.
Für den Herbst ist erstmal die Eifel gebucht, neue Fewo, es wird fantastisch ...





Über´m Badspiegel hängt unser kleines Rügen-Kunstwerk, alles selbst gesammeltes Strandgut.



Vorhin netten Gang bei herausforderndem Wetter gemacht. Immerhin: Wer friert ist noch nicht tot. Wir sind den Streifen zwischen Kreuzdeich und Wümme abgestiefelt, ne gute Stunde. Vor dem Flüsschen gibt´s ca. 15 m Schilfbestand. Welche Tiere sich die schmalen Trampelpfade durch´s Rohrfeld hin zum Fluß (oder annersrum) ertrampelt haben, weiß ich nicht. Vermutlich Nutrias, allerdings hab ich auch schon Rehe im Schilf stehen sehn. Wie auch immer. Diese Pfade machen Cleo natürlich äußerst aufmerksam, sie wird erschnüffeln, wer da verkehrt. Und wenn ich nicht aufpasse, dann saust sie die Gänge lang und verschwindet im Röhrig oder sonst wo. Nachdem uns vor paar Jahren ihr Kontakt mit einer dicken Bisamratte 300 Euro Tierarztrechnung eingebracht hat (und mir eine traumatische Erinnerung, ´ne durchgebissene Leftze blutet wie verrückt), werden ihr Aktivitäten in diese Richtung streng verboten.





Da hatte "Gurke" (Andorra von der Pöhlswiese offiziell, aber Gurke konnte ich besser über die Felder brüllen) einen bärtigen Vorteil. Schnauzer wurden ja früher auf Rattenfänger gezüchtet, der Bart gehörte zur Schutzkleidung sozusagen. Und sie war sich ihres Vorteils auch bewusst - naja, Pazifistin war sie nicht ...






Neues Brotmesser,
 von Emil Schmidt, Solingen, Edition 1884, Gesamtlänge 43,5 cm, Klinge 31 cm, Wellenschliff, Griff aus Pflaumenholz .

(Natürlich haben wir das Messer ordnungsgemäß bezahlt, wir machen hier keine Werbung, damit kein Missverständnis aufkommt)







Ich renn ja nun täglich viel mit Cleo rum. Und wir wackeln auch viel durch reine, matschige Natur. Da werden die Jeansbeine schon mal schmutzig, eigentlich immer, eigentlich bin ich selten adrett und sauber unterwegs, gewandmäßig. Mich stört das nicht sehr. Dass sich der Charakter an den Schuhen ablesen läßt, wie Mutter immer sagte, kann ich so nicht finden. Aber jetzt hat mir Frauli Stulpen geschenkt, wunderbare, mit Klettverschluss und allem Nötigen, sind schnell ans Bein geheftet und ab jetzt hab ich einen besseren Charakter - zumindest saubere Hosenbeine.






Was fällt auf diesem Foto auf?

Es ist die Rutenhaltung. Vor dem Inkrafttreten des Rutenkopierverbots 1998 spielte die Rute beim Entlebucher züchterisch keine Rolle, denn sie wurde ja den Welpen abgeschnitten. Auf dieses Thema will ich jetzt nicht weiter eingehen, sonst reg´ ich mich nur wieder auf.
 Nach dem Verbot traten dann die unterschiedlichsten Ruten zutage und wie nicht anders zu erwarten war, wurde von den Zuchtvereinen geregelt. Die regeln gern und viel, eigentlich sind die nur am Regeln, und viel zu oft das Falsche.
 Fortan sollte der Entlebucher seine Rute "schwebend tragen". Wunschdenken. Die meisten Entlebucher tragen heutzutage "sichelförmig". Und das ist auch gut so!





Natürlich und erstrangig fungiert die Rute als Kommunikationsmittel. Erst kommt der Hund, dann kommt der Züchter ...

Was die Rutenhaltung nun aussagt, ist ungeheuer komplex. Da kommt´s immer (!) auf das Gesamtpaket an, also auf die Situation und weitere Signale - wie Blick, Haare, Gewichtsverlagerung, Leftzen spitz oder rund zurückgezogen, Zähne mit oder ohne Zahnfleisch sichtbar usw.

Leider bin ich kein Wissenschaftstyp, mehr der Spontantyp mit Bauchgefühl, hahaha, und obwohl ich immer mal wieder versuche, mich schlauzulesen, werde ich doch nie das Zeug zum Verhaltensforscher haben. Bundeskanzler wär´ auch nix für mich.

Es kommt auf kleinste Kleinigkeiten an. Nehmen wir einen Hund mit steil aufgerichteter Rute. Wie ist sein Blick? Liegt das Gewicht auf den Vorder- oder Hinterläufen, also Beinen? Sind die Ohren nach vorn gerichtet oder angelegt? Schwingt die Rute locker ein wenig von links nach rechts? Oder steht sie starr wie eine Eisenstange? 

Den eigenen Hund, also Cleo, können wir relativ gut lesen, man kennt sich schließlich schon lange. Aber eine Restunberechenbarkeit bleibt ...






Die uns erwähnenswert beeinträchtigende Corona-Auswirkung sind die vielen Leute, die jetzt durch die Landschaften tapsen. Die können nicht mehr ins Fitnesscenter, nicht mehr auf Partys, nicht mehr in Urlaub, die hängen zu Hause rum, die Kinder müssen beschäftigt werden und so weiter. 

Bremen und umzu ist zum "Tourismusörtchen" verkommen. Unisee, Stadtwald, Worpswede, Wümme, Hamme, Steller Heide - überall rennen tausend Leute rum, da muss man planen und timen, und oft geht gar nix. Dann greifen wir auf unsere Geheimtipps zurück und selbst da kann´s eng werden. Das nervt schon, schon ziemlich. 

Im tiefsten Inneren sind wir ja Zivilisationsflüchter. Vielleicht auch sozial gestörte Paranoiker, wer weiß das so genau, ist uns auch egal, man lebt sein Leben, sucht nach der verlorenen Zeit und gut, zack.

Heute hatten wir Glück, das große Glück der Einsamkeit. Zwei Stunden mit Cleo unterwegs, ungestört, menschenleer ist die Welt doch am schönsten - jeder Gorilla in den Bergwäldern von Ruanda kann das bestätigen.







Wir ham uns mal ´ne Kiste Orangen bestellt, Premiumklasse, kosten halt ´n Groschen mehr. 
Die Frage war, wie groß der Unterschied zur üblichen Abbelsine wohl ist. Und? Fiat und BMW würd´ich sagen ...

(Und wie immer ist auch dies nicht als Werbung misszuverstehen)





Rote Rosen, rote Streifen, Roter Sand.












A Star is Born!



Kaum haben die eigenen Leute Friedrich Merz krachend gegen die Wand laufen lassen, da will er dem Wirtschaftsminister seinen Job wegnehmen, einfach mal so, vorsichtshalber, sehr witzig dieser Clown mit der Charlie-Rivel-Frisur. Dann haut das Maas-Männchen einen raus: Die Geimpften sollen wieder in die nächste Pizzeria dürfen, zum Knabbern an der Calzone-19. Warum versagt der Primaner der Nation nicht weiter brav in der Aussenpolitik?

So langsam wird mein Land zur Bananenfabrik 😂.








Ton in Ton.

Es gibt ja Leute, die suchen sich einen Hund aus, der farblich zum Teppich im Esszimmer passt. Wer´s mag ...



Und was gibt´s sonst so? Ach ja, die USA haben wiedereröffnet, die Stadt Bremen hat sich auf einen Inzidenzwert von um die 70 runtergebracht, Virologe Drosten ist zuversichtlich, allgemein bemüht man sich, das Richtige zu tun. Gut. Nur ein unbedeutender Bremer Kolumnist, Jochen Grabler heißt er wohl, will uns in abwegiger Hartnäckigkeit davon überzeugen, auf dem "strategischen Holzweg der Pandemiebekämpfung" zu sein. Irgendwie erinnert der mich an Freddy Quinn: "Hundert Mann, und ein Befehl. Und ein Weg, den keiner will ..."






Versuch eines Lächelns. 
Seit paar Tagen anspruchsvolles Wetter, kühl, windig, regnerisch.
Steppjackenwetter, hilft ja nix ...





Nun wird ja aktuell viel über´s Impfen geredet. Das ist auch notwenig und sinnvoll, zumindest im Prinzip. Man kann Sachen auch zerreden, besonders ahnungslose Entschlussbehinderte neigen dazu. Ist aber egal. Die Impfung gegen Corona ist angelaufen und das ist auch gut so, PUNKT.

Mir geht’s auf diesem Blog mehr um´s Impfen von Cleo, also von Hunden. Der tiermedizinische Blödsinn vergangener Tage, in stumpfer Ignoranz jedes Jahr das volle Programm in seinen Hund pumpen zu lassen, ist lange vom Tisch. Wird zwar aus niederen Beweggründen hier und da, die Unwissenheit der Hundebesitzer schamlos ausnutzend, noch praktiziert. Schafe können eben auch schwarz sein. Wenn man sich die Zeit nimmt und googelt, erfährt man viel, kommt aber um das Erarbeiten des eigenen Standpunktes nicht rum, klar, ist wie im richtigen Leben.

Wir sehen das so:

Eine korrekte Grundimmunisierung des Welpen ist absolut notwendig. Wobei das kleine Wort „korrekt“ wichtig ist.

Impfungen gegen Zwingerhusten und Leptospirose sollten besonders durchdacht werden. Von der Leptospiroseimpfung sollte man besser die Finger lassen, denn von 200 Erregerstämmen erfasst die Impfung nur vier (!), hat dafür die schlimmsten Nebenwirkungen.

Der entscheidene Punkt ist die Auffrischung. Immerhin hat die STIKO (Ständige Impfkommission) ihre Intervalempfehlung vor einigen Jahren schon, bei Staupe, Parvovirose, Hepatitis und Tollwut auf alle drei Jahre aktualisiert. Seriöse Studien sind da noch aktueller. Bei korrekter Grundimmunisierung hält die Immunität nachweislich sieben Jahre bis lebenslang. Da Deutschland als tollwutfrei gilt, kommt die Auffrischimpfung eigentlich nur bei Reisen ins Ausland in Betracht.

Richtig interessant ist die Titerbestimmung, der Nachweis, ob sich noch ausreichend Antikörper im Hund befinden. Ist das der Fall, macht eine Auffrischung keinen Sinn, belastet den Hund nicht. Der Tierarzt verdient allerdings auch nix mehr. Seit 2015 ist der Titerschnelltest auch in Deutschland verfügbar. Wird in der Praxis gemacht, büschen Blut abgezapft, nach einer Stunde weiß man, ob aufgefrischt werden muss oder nicht – meistens nicht! Bezieht sich auf Staupe, Parvovirose und Hepatitis. So ein Schnelltest kostet weniger als die Impfung und ich werde mich jetzt auf die Suche nach einer Praxis in der Gegend machen, die den Schnelltest anbietet.

Cleo ist jetzt fünf Jahre alt, nach der Grundimmunisierung nicht mehr geimpft worden und da wollen wir schon mal wissen, wie´s antikörpermäßig in ihr aussieht.

Den zusammenfassend besten Beitrag zum Thema hab ich auf dem Blog von Dr. Ralph Rückert gefunden.

Wer will, kann sich hier in zehn Minuten schlaumachen, klick.






Früh anner Hamme. 
Klar, kalt, sonnig. Eis am Grabenufer, Nachtfrost. War eigentlich schon Weihnachten?








Sonntag, langer Gang durch die Hamme-Niederung, noch wenig Leute unterwegs, Ruhe und angenehmes Januarwetter. 
Cleo relaxed jetzt, Frauli schmeißt den Pizzateig zusammen, inner Stunde bin ich mit Belegen dran, der Stein ist auf 250 Grad aufgeheizt. HUNGER!





Fotogruß von den Eifel-Freunden: Bonnie tapst durch meterhohen Schnee 😉





Liebe deinen Hund.
Damit ist gemeint, dass Du seine Persönlichkeit akzeptieren sollst.
 Und natürlich nicht, dass Du all seine Verhaltensweisen billigen musst. 

(Jan Nijboer)







Jetzt die 125-Tausend-Euro-Frage:

Singt Cleo hier Puccini´s herzzerreißende Schluss-Arie aus Madame Butterfly,
 oder steht sie auf der Autobahnbrücke beim Horner Bad und bellt gegen den Straßenlärm an?







Eingefrorener Augenblick






Gestern war Schnee-Chaos in Bremen und umzu. Wie immer hatte der Winterdienst mit Schneefall im Januar nicht gerechnet. Hundert Unfälle, Staus, A27 dicht, kein Bahnverkehr, naja, der übliche Irrsinn halt. Frauli befürchtete schon einen Tinnitus, aber es war nur der unter Schneematsch begrabene Parksensor vorne rechts, der um sein Leben piepte.

Heute nun die schöne Seite des Wintereinbruchs genossen: Mit Cleo am Wümme-Südarm langgestapft, Stunde hin, Stunde zurück, das macht müde Beine, alle sechs.






Frischer Schnee beflügelt Cleo in besonderer Weise.
 Vielleicht die genetische Erinnerung an die Schweiz, ans Entlebuch ...







Achtung! Ich werde mich jetzt outen. Jetzt sofort, keine halben Sachen mehr, ich oute mich jetzt:

Ja. Ich bin ein Eberhofer-Fan.











Sonntag, zweieinhalb Stunden-Gang bei minus 9 Grad, Postkartenwetter, traumhaft.





Anschließend gab´s den Grüne-Bohnen-Eintopf.
Mit ordentlich Bohnenkraut und einem Becherchen Sahne.
Gut gepfeffert musser sein!









Dienstag, 1. Dezember 2020

Dezember

 



Klare Kühle, lange Schatten.





"Es war Heiligabend und ich saß wieder mal in dieser Ausnüchterungszelle. 
Irgend so ein alter Mann saß neben mir und meinte, daß das wohl sein letztes Weihnachten wäre.
Und dann stimmte er noch ein altes Lied an: The Rare Old Mountain Dew.
 Ich hab mich einfach weggedreht und von dir geträumt.

Neulich hatte ich meinen Glückstag, hab auf´s richtige Pferd gesetzt.
mir 18 für eins eingebracht.

Du, ich hab so ein Gefühl. Das kommende Jahr wird unser Jahr.
Deshalb Frohe Weihnachten, ich liebe dich, mein Schatz.
Glaub´ mir, es kommen bessere Zeiten und unsere Träume werden doch noch Wirklichkeit"


So fängt das schönste Weihnachtslied an, das jemals geschrieben wurde ...



The Pogues & Ella Finer - Fairytale Of New York






"Am Morgen des 16. April trat Doktor Bernard Rieux aus seiner Praxis 
und stolperte mitten auf dem Treppenabsatz über eine tote Ratte."

(Camus, Die Pest)


Vor ein paar Tagen, ich hatte gerade die Überschriften auf ntv überflogen, Lockdown verlängert, da kam mir Camus in den Sinn. Albert Camus, Existentialist, Literatur-Nobelpreisträger von 1957, bekanntester Roman: Die Pest. Ich hab das Buch vor Jahrzehnten gelesen, glaub ich. Auf jeden Fall weiß ich noch, worum´s geht. Um den Ausbruch der Pest in einer algerischen Stadt, die totale Abschottung und wie sich Menschen im Ausnahmezustand verhalten.

Witzig, sachte ich zu Frauli, Camus hat über den Lockdown schon geschrieben, als es das Wort noch gar nicht gab. Das Büchlein könnten wir jetzt nochmal lesen, bestimmt interessant. In der Regalwand stand´s nicht mehr, also kaufen. Und siehe da: Ausverkauft, die 90. Auflage läuft gerade vom Band! Wieder mal hinkte ich der Zeit hinterher, Millionen hocken längst im Home Office und lesen Camus´ Pest, hahaha. Amazon Prime ließ uns nicht im Stich, bestellt, Tag später lag´s im Kasten, seit gestern Abend lesen wir ...







6. Dezember




Nein, nein, das ist nicht der Nikolaus, das ist mein Steuerberater.
In erster Linie isser natürlich mein Freund, der Steuerberater ist Beifang. 
Na gut, man kann ja über ihn sagen was man will - aber seriös isser ...





Da sind sie! Unsere Nüsse für die Weihnachtszeit, fünf Kilo reines Gold!

"Die Walnüsse aus den französischen Alpen mit der kontrollierten Herkunftsangabe A.O.P. Grenoble 
gelten als die schmackhaftesten der Welt."



Es gibt ja Leute, für die sind selbst Nüsse ein Statussymbol. 
Das ist bei uns nicht anders ...






Cleo in ihrer Schlafbox. 
In so ´ner Antidepressionskiste wär´ ich auch manchmal gern, aber ich paß nicht mit rein ...





"Und doch gibt es nur eins, was wichtig ist, was wirklich zählt: 
Den Anbruch eines neuen Tages zu erleben, der die Welt mit Licht erfüllt."








Es gibt doch diesen 50er Jahre-Film mit James Stewart: "Mein Freund Harvey". Harvey ist ein mannsgroßer Hase und James´ bester Freund mit dem er durch die Kneipen der Stadt zieht und auch sonst ist Harvey immer dabei. Allerdings ist Harvey für andere Menschen unsichtbar. Die sind nun über die Konversation der beiden Freunde stark irritiert. Ein lustiger Film, müssen wir mal wieder kucken.

Ich hab nun seit genau 40 Jahren immer einen Hund bei mir. Bis auf die quälend sinnlosen Zeiten im Job. Und natürlich liegt der Hund auch hinter mir im Auto, wenn eingekauft wird. Letztens hatte ich eine Kleinigkeit vergessen, musste nochmal kurz los. Da bleibt Cleo dann daheim. Auf dem Parkplatz stieg ich aus, sagte laut und deutlich: "Warte eben, Cleo, komm gleich wieder", aber Cleo war ja nicht mit. Das machte mir dann der Blick der Frau, die just in diesem Moment ihren Einkauf im Auto neben mir verstaute, wieder bewusst ...







3. Advent, Nebel am Morgen, schöner Hammegang.




Ab Mittwoch ist harter Lockdown angesagt, und das ist auch gut so!
Wieviele Tote sollte ein Glas Glühwein denn wert sein?





Holt euch ´ne Cola und Popcorn, it´s Kino-Time!









Warum gibt es Menschen, die eine große Affinität zu Hunden haben, und anderen sind Hunde gleichgültig bis zur Ablehnung? Man fragt sich das mal, ist ja auffallend. Über die Domestikation des Wolfes zum Hund, die Ko-Evolution von Mensch und Hund usw., hab ich von Feddersen-Petersen, Bloch und Zimen viel gelesen. Aber noch nie was über die oben gestellte Frage.

Und jetzt hab ich die Antwort, hurra! Auf ARTE ist wieder eine dieser wundevollen Dokumentationen zu sehen.




(Unbedingt mal klicken)


Im letzten Teil der Doku geht’s um das "Hundehalter-Gen". Es gibt da eine großangelegte Studie. Ich fasse mal mit eigenen Worten zusammen:

Der Frage, ob die Entscheidung, mit einem Hund zu leben, umweltbedingt oder genetisch gesteuert ist, war Inhalt einer Studie mit über 35 Tausend schwedischen Zwillingspärchen, eineiigen und zweieiigen. Eine beliebte wissenschaftliche Methode, um Genetik und Umwelteinfluß zu unterscheiden, sind doch eineiige Zwillinge genetisch gleich, zweieiige nicht.

Das Ergebnis ergab, dass bei 40% der eineiigen Paare beide Zwillinge hundeaffin waren, und bei den zweieiigen nur 22%.   Damit war klar: Die Entscheidung für oder gegen einen Hund liegt in den Genen – ich hab´s immer schon gewußt!

Unseren steinzeitlichen Vorfahren brachte eine positive Einstellung zum Hund Überlebensvorteile gegenüber den anderen, und das vererbt sich dann auch. Die Wissenschaft forscht weiter, erwartet allerdings kein spezielles „Hundehalter-Gen“, sondern viele daran beteiligte Gene.







Wir haben etwas verändert. Cleo geht die kleinen Gänge bei uns um die Häuser jetzt an kurzer Leine. Warum?

Zum einen erfordern diese Gänge stets hohe Aufmerksamkeit. Was früh morgens, wenn man fast noch schläft, und spät am Abend, wenn man fast schon wieder schläft, nicht immer ganz einfach ist.

 Versucht man zu vermeiden, dass sein freilaufender Hund tierarztbesuchsrelevante Sachen findet und frisst, dann muss man in der Zivilisation schon aufmerksam sein. In erster Linie sind das hier in der Wohngegend Hühnerknochen. Splitternde, fiese Gebilde, gar nicht gut für Hunde. Die abstruse Vorliebe vieler Menschen für gequälte Antibiotikakadaver, die unter der Bezeichnung „Halbes Hähnchen“ in Umlauf gebracht werden, um die Rezeptpflichtigkeit zu umgehen, bereitet mir durchaus Unverständnis. Noch weniger nachvollziehen kann ich die Angewohnheit, die abgefressenen Röhrenknochen durch´s Küchenfenster in die Grünanlagen zu schleudern. Was soll´s, Menschen sind so.

Ein weiterer Grund für die kurze Leine liegt in Cleo´s Persönlichkeit begründet. Natürlich geht von unserem kleinen dicken schwarzen Hund keinerlei Gefahr aus, natürlich nicht. Aber sie kann schon offensiv sein, wie instabile A-Typen halt so sind. Besonders aus dem Dunkel auftauchende Passanten wecken Cleo´s Sinn für Ordnung im Viertel. „Guten Abend, allgemeine Personenkontrolle, einmal den Ausweis, bitte, haben sie Alkohol getrunken …“. Selbstverständlich ist das nicht die Aufgabe von Hunden, dafür werden sie nicht bezahlt.

Ausschlaggebend war allerdings eine gewisse Territorialität, die durch das Abscannen der Gegend, durch tiefes besitzanzeigendes Bellen ohne äusseren Anlaß und recht deutlich durch ihre Rutenhaltung zum Ausdruck drängte. Wie der Fockmast der „Bounty“ stach ihre Rute in den Nachthimmel. Doch es kam noch dreister. Anfangs dachte ich an ein trockenes Eichenblatt an der weißen Spitze am Ende des Hundes. Aber es war kein Blatt: Sie hatte die Piratenflagge gehisst!



Nachtrag: 
Unsere Aktion hat übrigens nach wenigen Tagen und Abenden wunderbar funktioniert. Das Begrenzen von Aktivität und Raum durch die kurze Leine, dazu ein ruhiges Tempo und Richtungswechsel nach menschlichem Belieben, einfühlsame aber sehr klare Ansage, wer hier die Kontrollhoheit hat und wer eben nicht. Cleo hat ihren Sheriffstern in den Sand geworfen - wie Gary Cooper in der Schlußszene von "12 Uhr mittags".












Also gut, werden wir ein büschen sentimental:

Cleo hat heute Geburtstag! 

Am 19.12.2015 kam der C-Wurf auf die Welt.
Wie haben wir der Nachricht entgegengefiebert. 
Sechs kleine Rüden, zwei kleine Hündinnen.
Und eine davon sollte unsere werden.

Ist viel passiert in den letzten fünf Jahren. 
Eine kurze Zeit für die Menschheit, eine ziemlich lange für uns!





Strecke machen, noch lange, unsterblich sind wir sowieso!









 

4. Advent, zweieinhalb Stunden im Werderland gefeiert!





Der Öko-Pfad war teilweise etwas abgesoffen. Durch´s richtig tiefe Wasser hat der edle Mann seine Frau Huckepack getragen.
 Sie wiegt ja fast nichts 😏. Hier tänzelt sie auf eigenen Beinchen am Ufer lang.






Vorhin kurz Bücher inner Bibliothek abgegeben, noch ein Baguette beim Maitre Stefan (klick) für´s Raclette heutabend geholt
 und gedacht: Machste mal ein Foto von den LED-Hirschen in den Wallanlagen - schön sind sie!




 




Ich wünschte, ich hörte die Engel singen.

Aber ich höre immer nur Corona-News und Kommentare geradezu beglückter Kommentatoren: Endlich mal wieder ein Thema!
Wie erfrischend sind da die Verschwörungstheorien meiner Arbeitskollegen - SCHERZ!

Ich mach gleich den Hauptweihnachtseinkauf, also ernährungstechnisch, versteht sich. Dann ausgiebig mit Cleo. Weiß noch nicht, wo wir versuchen werden, die Birne auszulüften. 

Am Montag, 21ster, war Wintersonnenwende. Schön, die Tage werden wieder länger! Bin ja kein Freund der Dunkelheit. Vampir käme für mich nicht in Frage, nicht mal in Teilzeit, nö. Lediglich die Freude am Assistenzsystem im Fabia Sondermodell JOY, dem Zuschalten der Nebelscheinwerfer beim Einlenken und einer Ausleuchtung wie im Weserstadion (solange Werder die Stromrechnung noch zahlen kann), läßt mich die Finternis halbwegs gesund überstehen. Ich brauche Licht. Ob in Welle oder Teilchen, egal, Hauptsache Licht! Wie Maulwürfe bei Laune bleiben ist mir schleierhaft, wirklich, schleierhaft.

Nix hören können macht allerdings auch nicht froh. Naja, man ersparte sich das Gesülze der menschlichen Konversation. Aber man würde seinen Hund auch nicht bellen hören. Das wäre ein Verlust, ein echter. Beethoven ist ja nun auch verbiestert, als seine Löffel den Geist aufgaben. Tja, dumm gelaufen. Apropos Beethoven. Beethoven verträgt sich überhaupt nicht mit Alkohol, also seine Musik natürlich. Mozart schon. So ein kuscheliges Klarinettenkonzert von Mozart und ´ne Flasche Rotwein ist ok., das geht. Aber beispielsweise das Violinenkonzert opus 61 vom tauben Meister - nur nüchtern, Vorsicht, nüchtern! Und dann auch nur von Nigel Kennedy zu Gehör gebracht. Das Gefiedel anderer Fanatiker ist entsetzlich, furchtbar, nicht auszuhalten.

So, der Morgen graut, ich muss schließen, sie wartet, die Pflicht, Adieu.


 


Heute hat´s geregnet, mal mehr mal weniger, allerdings durchgehend. Morgen soll´s auch regnen.
 An den Weihnachtstagen auch. Regen wir uns nicht auf, is eben so.

Hab hier auf´m Blog gekuckt, wann Cleo in einem Dezember ihres Lebens mal durch Schnee gesaust ist.




Da saust sie, mit Eske, Dezember 2017 war´s!

Übrigens fällt diesjahr in Bremen das Silvesterfeuerwerk aus, in Gänze, hat was mit Corona zu tun, gut. Aber auch ohne Corona gibt´s nicht den kleinsten rationalen Grund für Böllereien im 21. Jahrhundert. Dafür eine Reihe handfester Gründe aus diversen Bereichen dagegen, überhaupt keine Frage. Trotzdem lese ich eben auf buten un binnen online den Kommentar eines Redaktionsleiters, man sollte doch "kreativ eine lieb gewonnene Tradition beibehalten."

Ein von meiner Rundfunkgebühr am Leben gehaltener Redaktionsleiter faselt gegen jede Vernunft von liebgewonnener Tradition. Es hat Zeiten in der Menschheitsgeschichte gegeben, da galt das alljährliche Opfern von Jungfrauen als liebgewonnene Tradition. Kannibalismus und Sklaverei auch, beispielsweise.

Denken diese medialen Querschläger eigentlich kurz nach, bevor sie ihren Blödsinn freischalten?




Guten Morgen, lange geschlafen, kurz vor acht, heute ist der 24ste.
Erster Kaffee, Radio an, Bremen zwei: Wie resozialisiert man einen Langzeithäftling?, danke, heute nicht, Radio aus.

Cleo hypnotisiert mich aus dem Körbchen heraus: Hunger!
Nun warte noch, denk ich, geh dann aber doch in die Küche, Kühlschrank auf, eine Hälfte aus der Barfdose in den Napf, Kühlschrank zu, heißes Wasser ins Spülbecken laufen lassen, drei Finger hoch, den Napf reinstellen, halben Apfel und das Stück Zucchini von gestern in den Mixer, schreddern, in den Napf, acht Spritzer Lachsöl und das Löffelchen Navalis arthal für den Gelenkstoffwechsel dazu, umrühren, zurück ins Wohnzimmer, noch´n Moment warten, Schluck Kaffee, Cleo starrt mich an, zurück in die Küche, Napf raus, JETZT! 

Der Tag hat begonnen, na, schau´n wir mal ...




Erster Weihnachtstag

Ich glaube ja an Wichtel. Ich glaube auch an den DWS Vermögensbildungsfonds I. Vor ein paar Jahren stand ich kurz vor der Konvertierung, aber nachdem die Deutsche Bank den Fondsmanager ausgetauscht hat, ist mein Glaube wieder fest und stark.
Jetzt machen wir gleich unseren Weihnachtsgang im wilden Teil der Hammeniederung und ich glaube fest an wenig Publikunsverkehr!

Und natürlich wünschen wir allen, trotz erschwerter Lage, frohe und gesunde Festtage!


Nachtrag:
Der Glaube an wenig Publikumsverkehr hat nicht geliefert: Es war die Hölle los da draussen. 


Ach so, entgegen der allgemeinen Wettervorhersage, regnerisch sollte es werden, erleben wir einen herrlich kalten und sonnigen Wintertag. Errare humanum est - irren ist menschlich.





Liebste Rita, vielen Dank für´s obligatorische Weihnachtspäckchen, alle Jahre wieder.
Das unsere Sammlung ergänzende Engelchen ist zauberhaft!!!




Ich muss jetzt büschen Zeit totschlagen. Frauli steht in der Küche und macht die Lauchtorte. Lauchtorte ist natürlich kein Kuchen, klar, es ist ... saulecker! Ein Kilo Porree, 300g Champignons, ein Tütlein Pinienkerne, zwei Schalotten, eine Zehe Knobi, 200g Crème fraiche, Petersilie, Schnittlauch, Reibekäse - also kein Gebäck!
In einer Tarteform aus weißem Porzellan wird das in der Pfanne angeschwitzte Gemüse auf einem Mürbeteigboden für 50 Minuten in den Ofen geschoben. Soviel Zeit muss sein, leider ...

Cleo schläft.




Abendspaziergang. Hochhausrohbau inner Überseestadt (für Ortsfremde: Ein neuer aus dem ehemaligen Hafenboden gestampfter Stadtteil im guten alten, armen Bremen) und den haben sie mit dem Weihnachtsbaum als Docht in Form einer Kerze beleuchtet.
 Das ist witzig.






Sonntag, der dritte Weihnachtstag sozusagen.

Kalt, regnerisch und stürmisch. Da geht man am besten anner Weser lang, die Überseepromenade. 
Vier Kilometer mit Wind, vier gegen Wind, das sind gute zwei Stunden. 





Die Architektur ist klar,




schnörkellos und funktional.




Leider keine Bäume, 
an denen man die Architekten aufhängen könnte ...




Am Ende der Promenade steht der Mäuseturm am Molenfeuer.
Der entschädigt etwas für die Mühen. 







Wenn kalter Wind pfeifend durch Häuserschluchten geht, dann sucht Cleo Schutz, und den findet sie auch!






So, die ersten Impfzentren haben die Türen geöffnet. Die Leute stehen Schlange, die Chose läuft und ich bin da recht zuversichtlich. 
Wenn Politik die Kunst des Möglichen ist, dann haben unsere Regierung und sonstige Verantwortliche einen ganz guten Job gemacht, find ich. Wer an Wundern oder Zauberei interessiert ist, der sollte in den Zirkus gehn, viel Spaß.

Amüsant sind die permanenten, dummdreisten Absonderungen dieses "Unterhosenmodels" von der FDP, Lindner heißt der, glaub ich.

Nicht mehr amüsant ist die Meldung, dass Europol die Mitgliedstaaten vor gefälschten Impfstoffen und der Gefahr, dass die Transporte ausgeraubt werden könnten, warnt.

Mir kommt der Film von 1949 nach dem Buch von Graham Greene in den Sinn: Der dritte Mann. 
In Wien nach dem Krieg verkauft ein gewissenloser Schieber (Orson Welles) gestrecktes und gepanschtes Penicillin. Kinder erkranken an Hirnhautentzündung mit schwersten Folgen, viele Menschen sterben.

Ein sehr beeindruckender Film mit komplexer Handlung und wieder mal aktuell. 


"Gefährlich ist’s, den Leu zu wecken,
verderblich ist des Tigers Zahn.
Jedoch der schrecklichste der Schrecken,
das ist der Mensch in seinem Wahn"

(Friedrich Schiller)






Nach dem letzten Abendgang hole ich immer Cleo´s Barfmenu für den kommenden Tag aus´m Gefrierschrank im Keller. Da hab ich `ne kleine feine Küchenwaage: 200g Muskelfleisch, 60g Innereienmix, 70g Entenrücken geschreddert und 90g Pansen. Kommt natürlich nicht auf paar Gramm mehr oder weniger an, ist klar, das reguliert sich im Wochenverlauf von selbst. Aber mir macht Abwiegen einfach Spaß, hahaha.

Was ich erzählen will ist was anderes. Und das ist Cleo´s Appetit, ihre Freude auf einen vollen Napf, zweimal täglich, morgens und abends, ist ja üblich. Viele Hunde freuen sich auf die nächste Mahlzeit. Viele auch nicht, die sind allerdings nicht zwangsläufig mäkelige Fresser oder verwöhnte Millionärskinder. Nein, da gibt´s viele, denen hängt das Trockenfutter zum Halse raus, die wissen, dassis Mist ist. Ich schweife ab.

Das Besondere an Cleo ist ihre geradezu zornige Ungeduld. Die kann richtig fuchtig werden, wenn sie Kohldampf hat! Das geht auf der Rückfahrt vom längeren Nachmittagsgang im Auto schon los, da hört man sie im Geiste sagen: Nun mal zügig, Alter, Geschwindigkeitsbegrenzungen sind mehr als Anregung gedacht, gib Gas! Und schickte man sie im Treppenhaus nicht hinter sich, dann würde sie die Treppen hochschießen und aus jeder Kurve fliegen ...

Natürlich lassen wir uns das nicht bieten, den Ablauf bestimmen schon wir, logo. Aber macht Freude, ihr zuzuschau´n bei der Nährstoffzufuhr, dem schwarzen Sargnagel 



30.12.  


(Quelle: buten un binnen)


Ich hatte mir in den letzten Tagen schon den Teufel an die Wand gemalt, dass sich hier jeder "Kasper mit Rechtsschutzversicherung" gegen sinnhaft zwingende Senatsbeschlüsse seine private Suppe zusammenklagen kann.
NEIN, kann er nicht, nicht in meinem Bremen!




Der Pfahl inner Mitte, der schiefstehende, 
der erinnert mich an einen Arbeitskollegen. Helmut.




Heute ist Silvester, am 31.12., wie immer, hat sich nix geändert, das Leben nimmt seinen Lauf, läuft seinen Weg, gut.

Vorhin noch die Resteinkäufe gemacht, dann nach Neu-Helgoland anne Hamme, gute zwei Stunden, überwiegend Hundeleute getroffen, war schon kühl, schön kühl, viele Gänse unterwegs, Graugänse, wohl auch Saatgänse, die kann man ohne Glas auf Entfernung schlecht unterscheiden. 

Jetzt wird das Mahl zubereitet, Frauli agiert inner Küche. Heilbutt macht sich warm, und Lachs, Wildlachs, schottischer, sechs große Scheiben, mit Baguette und Salat. Danach zum Tee jeder einen Berliner, muss sein. Man hört nichts, Ruhe herrscht vor, ein denkwürdiger Tag: Böllerverbot. Aldi will ernsthaft mit den Bauern reden, es wird besser im Land, noch besser.





Cleo knabbert sich dem neuen Jahr entgegen.