Mittwoch, 1. August 2018

August





 Er ist immer da für mich, ohne Wenn und Aber." Von Treue wolle Walser dabei jedoch nicht reden. "Wir haben eine unerschütterliche Beziehung, das kannst du doch nicht mit einem Wort bezeichnen, das in Schlagern vorkommt." Darauf, was es dann sei, was ihn und seinen Hund verbinde, hat Walser eine klare Antwort: "Unersetzlich sein, solange man lebt."

(Der Schriftsteller Martin Walser spricht im DOGS-Interview zu seinem 85. Geburtstag über das Verhältnis zu seinem Hund Bruno)







So, gut, wir war´n vorhin wieder gemeinsam schwimmen im Unisee. Die Arbeitshypothese lautet: Cleo muss etwas ruhiger werden und sie soll nicht zu dicht an uns rankommen, sie soll ihrer Wege schwimmen. Ihren Freischwimmer hat sie längst gemacht, wir schätzen unsere längsten Wasseraufenthalte auf durchaus 20 Minuten am Stück. Stolz auf unser aller Fortschritte lief heute die alte kleine Minolta mit. Wenn die mit mir zusammen untergegangen wäre, wär´s nicht weiter tragisch gewesen ...




Nun holt euch `ne Cola oder `n Bier, geht los!









Gesehen auf dem Wochenmarkt in Verden. Hatte kein Geld dabei, aber der wird noch probiert, Ehrensache!




Ist das Kunst - oder kann das weg?
(Nö, laß man, witzig und kontratsreich issis schon)




Sonntag, morgens mit Cleo am Stadtwald lang und Anton getroffen, zwei jähriger Entlebucher. 
Die beiden verstanden sich gut, man sieht sich.
(Cleo sitzt links, nech)

Wie ich eben von Antons Frauchen per Mail erfahren hab, sind die beiden miteinander verwandt, Cousin und Cousine, sie haben dieselben Großeltern - das ist doch sehr witzig, die Hundewelt ist eben auch klein!


Dann mit den Aligsern in Oldenburg die Keramiktage besucht, man könnte auch sagen: Wir sind bei noch erträglicher Temperatur über´n Töpfermarkt geschlurft und es wurde auch gekauft - ein großer Brottopf mit Holzdeckel, eine Vase und aus Ton gebrannte Bauklötzchen zur psychiatrischen Kontemplation ...





Dieser niedliche Dackel erinnert einen doch irgendwie an Konrad Adenauer, oder?





Anschließend in die aktuelle Ausstellung "Hund, Katze, Maus" ins Horst-Janssen-Museum gegangen. Immer wieder wunderbar, allein die Räumlichkeiten machen Freude (auch wenn keine Bilder an den Wänden hängen würden).





Dann zurück Richtung Bremen, nach Fischerhude: Erst langen Gang mit den Hunden über die Felder gemacht, und zum Abschluß ins Café Lindenlaub, Eis gelöffelt: Vanilleeis mit heißen Kirschen und Sahne bzw. Pfirsich Melba!


Heute Morgen sind wir wieder an den Unisee, und hatten das Erfolgserlebnis des Monats!
Es galt ja, Cleo´s Hektik und ihren Drang, Frauli retten, anbellen, umkreisen zu müssen, auf ein Normalmaß runterzukriegen. 
War bisher nicht zufriedenstellend geglückt, zugegeben.
Dann kam uns der einfachste aller Gedanken: Der Hund kommt an die Leine, im Wasser, Geschirr, einklinken, schau´n wir mal.
Und es klappt ganz wunderbar!!! Die ersten Meter zieht mich Cleo hinter sich her um das gewohnte Frauliretten zu absolvieren. 
Aber sie kommt ja nicht hin! Dann passiert das Erhoffte: Sie wird ruhiger, akzeptiert die Situation und wir haben das entspannteste Gemeinsamkeitsschwimmen aller Zeiten!!! Wir sind sowas von begeistert! Warum ist man da nicht gleich drauf gekommen? 
Tja, die intellektuelle Verblendung im Umgang mit Hunden ist wohl auch an uns nicht spurlos vorüber gegangen, hahaha!

Und wie der Zufall so wollte, stand plötzlich "Cousin Anton" am Ufer, große Freude. Anton überlegt noch, ob die christliche Seefahrt die richtige Berufsentscheidung wäre ... aber so ein halber Stapellauf war´s schon.




Gefüllte Zucchini aus dem Backofen:

Runde Zucchini entkernen, dann aushöhlen bis auf einen halben Zentimeter Wandstärke. Bulgur kochen, Frühlingszwiebeln, Eiertomaten, rote Paprika, die ausgehöhlten Zucchinischnipsel, Feta und eine mittelscharfe Peperoni (natürlich entkernt) in der Pfanne anschwitzen. Die Zucchini mit allem füllen und ab in den vorgeheizten Ofen bei 200 Grad Umluft ca. 20 Minuten. 
Parmesan reibt sich jeder nach Belieben auf dem Teller drüber - sehr lecker!



Heute Vormittag endlich mal wieder bei erfrischenden 23 Grad anner Hamme lang, Neu-Helgoland. Gesaust, geschwommen und mit "Gismo", einem Klein-Elo, gespielt. Sogar paar Regentropfen abgekriegt und das war schön!







"Die Nacht ist nicht allein zum Schlafen da,
die Nacht ist da, daß was geschieht ..."

Der Schlagertext aus dem Jahre 1938 hat für uns seit paar Wochen einen aktuellen Bezug bekommen, einen sehr aktuellen!

Cleo verbringt ja normalerweise ihre Nächte in der geräumigen, luftigen Soft-Schlafbox bei uns im Schlafgemach. Da fühlt sie sich wohl, findet sie gut. Allerdings nicht bei den herrschenden Temperaturen, klar! Also hat sie freie Platzwahl. Davon macht sie regen Gebrauch: Immer auf der Suche nach dem kühlensten Untergrund wandert sie rum, mal isse hier, mal isse da.

Aber Cleo wäre nicht Cleo, wenn´s dabei bliebe. Sie probiert zwischendurch auch das Liegen in der Besucherritze zwischen uns im Bett aus. Mit 24 Kilo Entlebucher auf der Decke fühlt man sich beengt, in einer bestimmten Schlafposition wie angenagelt, und bei der ebenfalls gewichtigen Hartneckigkeit unseres Hundes kommt man mit einem leisen Unmutslaut, oder mit moderaten Stramplern nicht weiter. Die bleibt liegen wie festgedübelt!

Der Ablauf ist immer derselbe: Noch im Schlaf vernehmen Ohren und Hirn das leise Krallentapsen eines mittelgroßen Hundes, der auf´s Bett zusteuert. Dann Pause, sie wartet einen kurzen Moment auf Zustimmung oder Ablehnung des Geplanten. Aber es kommt weder das eine noch das andere, weil man ja schlaftrunken daniederliegt. Jetzt der Sprung, zack, kurz nach oben zum Ohren ablecken, dann nach unten zum Ausstrecken. Spätestens jetzt kann man von einem unterbrochenen Schlafmodus sprechen. Die Beglückung über die Freundschaft seines REM-Phasen-Killers hält sich in Grenzen. 

Da dieser Vorgang einige Male in der Nacht, und das seit Wochen, seinen Lauf nimmt, ist er zur Tradition geworden, sozusagen.
Mittlerweile erinnern unsere Augenringe an einen Stapel Hula-Hopp-Reifen ... Der in der Luft liegende Satz: "Ja, wieso laßt ihr euch das denn bieten, schmeißt sie raus, macht die Schlafzimmertür zu!" kann nur von Lebenstheoretikern einer hohlen Existenz oder aus der Ecke dieser üblen Egozentriker kommen, selbstverliebt, ohne Empathie, ohne einen Zipfel Altruismus (Selbstlosigkeit - was ist das denn?).

Wir schlafen dann wieder im Herbst, im Winter, da issis eh nachts gemütlicher!







In der Eifel brennt die Luft: Rita und Bonnie lassen den Hitzefrust raus ... 
(Macht euch keine Sorgen - wir stellen die Kaution)



"Es gibt keine bösen Hunde, und keine guten Menschen."

(Kinky Friedman)






Wir denken ja immer mal wieder über unseren Umgang mit Cleo nach. Was läuft eigentlich ab bei uns? Wie möchten wir es haben, was ist der real-objektive Stand der Dinge, muss etwas verändert werden, soll etwas verändert werden?

Das Zusammenleben mit Hund im Mehrpersonenhaushalt (was für ein luschtiges Wort) gestaltet sich besonders für den Hund anders als im "Herr und Hund-Modus". Hunde sind Opportunisten, durch alle sozialen Ohren gebrannt, die picken sich von jedem das Beste für sich raus, "Divide et impera" (teile und herrsche) ist ihr Credo.
Natürlich macht es Sinn, wenn unter den Erziehungsberechtigen eine prinzipielle Einigkeit besteht, klar, ist aber gar nicht so einfach wie´s sich anhört. Denn jeder legt ja Wert auf den individuellen Umgang und das ist auch gut so. Man muss sich da halt irgendwie einigen ...
Was ich jetzt schreiben möchte ist etwas anderes. Und da hab ich was vom "Fachmann", in diesem Fall von der Fachfrau gelesen, das ich für recht interessant und brauchbar halte. 


Es geht um die Anamnese, die Ursachenforschung. Eine Handvoll der bekannten Trainer in diesem Land wurde sozusagen getestet. Aufschlußreich. Wer Zeit und Lust hat sollte hier mal reinlesen. Für den, der wenig Zeit und Lust hat, hab ich die Sache komprimierend bearbeitet, und nu geith dat los: Es geht um eine der Hündinnen von Johanna Esser (Hundejournalistin), um Antonia. Und Nadin Matthews (Gründerin und Inhaberin der Hundeschule dogument, kynologische Dozentin, Autorin und Ausbilderin) hat sich mit ihr befasst. Gut, auch das ist noch nicht das, was ich eigentlich mitteilen will. Es geht mir um das Ergebnis, um die Abschlußbeurteilung, denn die finde ich ... interessant, naja, ein Zeitgeistwort. Nein, mich begeistert dabei die Abwesenheit theoretischer Abgehobenheit, die rein menschliche Komponente und auch das Fehlen dieser apodiktischen Selbstverherrlichung vieler Hundegurus in einer Zeit, in der sich die Leute selbst über´s Zeckenrausdrehen erstmal ein Buch kaufen ...


"Als ich Hanna am Ende unseres Gesprächs noch nach ihren Wünschen und Zielen frage, muss sie etwas nachdenken. Fachlich gesehen könnte man durchaus an der territorialmotivierten Aggression arbeiten. Man könnte Hanna sagen, dass es sinnvoller ist, wenn sie Toni das Jagen komplett untersagt. Man könnte ihr erklären, dass es durchaus Therapiemöglichkeiten zur Bekämpfung der Angst vor Heissluftballons gibt. Man könnte trainieren, dass sich Toni auch von fremden Menschen einschränken lässt und daran üben, dass sie besser mit Stress und Frustration umgehen kann. Man könnte Hanna viele sinnvolle Veränderungen vorschlagen, ihren Umgang mit Toni optimieren, modifizieren und einen stringenten Trainingsplan entwerfen. Man kann aber auch einfach mal den Mund halten und zuhören.
Denn Hanna antwortet: „Es wäre schon schön, wenn sie etwas weniger manisch und selbstständig, dafür aber kooperativer, beim Jagen wäre. Es ist schade, dass sie so schlechte Erfahrungen mit Menschen gesammelt hat, sie könnte soviel sicherer sein und damit der Rottweiler, der sie eigentlich ist.“
Was sie damit sagt, ist, dass sie gar keine brave Antonia haben will. Und ich freue mich schmunzelnd darüber. Hanna hat viele Kompetenzen und kennt sämtliche Lösungswege. Sie bietet ihrer Hündin Sicherheit, wenn sie Angst hat. Sie kann das Jagdverhalten kontrollieren und Aggressionsverhalten jederzeit unterbinden. Und manchmal macht sie genau das nicht. Und dafür hat sie gute Gründe. Während meine Gründe für die Abgabe von Trainingstipps weiter schwinden.
Sie will ihre Toni. Eine starke Persönlichkeit, die ihr Leben bereichert. Toni bringt Hanna dazu, einen Gang runter zu schalten und  ermahnt sie in der Hektik des Alltags zur Ruhe. Erinnert Hanna daran, dass sie sich nicht mehr so unter Stress bringen wollte. Toni lässt Hanna durch ihr Jagdverhalten die Freiheit erleben, die sie sich selbst nicht erlauben kann. Sie hält die Gruppe im Griff, springt ein, wenn Hanna erschöpft ist. Sie schützt Hanna und ermöglicht ihr dadurch, sich den Traum vom Haus in Alleinlage  zu erfüllen. Toni zeigt ihr, wie es aussieht, wenn man hochkonzentriert ein Ziel verfolgt, strukturiert ist, sich durchsetzt und sich abgrenzt. Kann man mehr von einem Hund erwarten?"
(Nadin Matthews, Quelle, ausschnittsweise, blog.johanna-esser.de)








So, der Irrsinns-Sommer scheint vorbei zu sein, die Temperaturen sind normal, manchmal regnet es, mal mehr mal weniger. 
Dafür wird´s früher dunkel, der letzte längere Gang mit Cleo muss überdacht sein, zeitlich. 





Nein, lieber Rolf, du kannst sie nicht zurückkaufen. 
Selbst der Jahresumsatz von Volkswagen ließe einen auch noch so flüchtigen Gedanken in diese Richtung nicht aufkommen ...






Cleo inspiziert den Mops auf dem Loriot-Sofa vor Radio Bremen.







Sonntag ist Kanu-Tag! Wieder mal in See gestochen, die Hamme hat uns verschlungen, gute drei Stunden war´n wir unterwegs, allerdings mit Zwischenstopp: Da ham wir die Boote auf´s Land gezogen, uns die Klamotten runtergerissen und im sauren Moorwasser geplanscht, Cleo natürlich mit, Esi hat an Land auf unsere Sachen aufgepasst ...




Danach gab´s das obligatorische Picknick mit allem Zipp und Zapp, immer sehr erholsam und sättigend!




Big Heiner is watching us ...



Heute Morgen dreieinhalb Stunden durchs Werderland, am Weserdeich und anner Lesum langgewackelt, 
Wetter hielt sich, nicht zu warm, gut!







"Fahr´ nie schneller, als dein Schutzengel fliegen kann!"







Letztens lief wieder mal eine Sendung im TV über Kampfhunde, Beißstatistiken, tätowierte Halter und "Chico" und die seltsamen „Tierfreunde“, die in einem Hund, der zwei Menschen getötet hat, so eine Art Che Guevara, einen Revolutionär mit hohem Beißdruck sehen. Es kam auch eine junge Frau zu Wort, die sich um die Resozialisierung auffällig gewordener Hunde kümmert (machte mir einen kompetenten Eindruck) und die einmal deutlich ausgesprochen hat, daß es selbstverständlich Hunde gibt, denen nicht mehr geholfen werden kann, die sind halt durch, Punkt.

Interessant fand ich den Bremer Innensenator Mäurer, wie er mit einem nicht unsympathischen Lächeln im Gesicht auf die Frage, ob es denn in den Verordnungen und Gesetzen bezüglich der Haltung von Hunde auch „Lücken“ gebe, kurz und knapp antwortete: Ja.

Laut Kriminalstatistik sind 2017 um die 700 Menschen Tötungsdelikten (Mord und Totschlag) zum Opfer gefallen, 
um die 140 Tausend wurden Opfer gefährlicher und schwerer Körperverletzung. 
Nach der vom Deutschen Ärzteblatt veröffentlichten Beißstatistik wird die Zahl der Bissverletzungen durch Hunde auf 30 bis 50 Tausend geschätzt. Durchschnittlich sterben ein bis sechs Menschen pro Jahr an den Folgen von Hundebissen.





Offtopic, Theo Jansen, Mister Sandman, faszinierend!












Der VDH, Verband für das Deutsche Hundewesen. Was hält man denn so von dem?

Vom Prinzip her fände ich eine Dachorganisation, die sich um Rassehunde, ihre Zucht, die Züchter, um gewisse Standards und vor allem um die Gesundheit der Hunde kümmert, gut, ja, fände ich sehr gut. Auf der Schiene der besonders Guten, es sollte überhaupt keine Rassehunde geben, die Tierheime wäre voll genug etc., fahr´ ich nicht mit. Es gibt Menschen, die möchten einen bestimmten Hund, einen Rassehund, und es gibt Menschen, denen ist das egal, die wollen einfach einen Hund, und wenn der dann noch aus dem Tierheim kommt – umso besser. Find ich ernsthaft gut, bin froh, dass es diese Hundefreunde gibt. Und die mit den Rassehunden find´ ich genauso in Ordnung. Aber zurück zum VDH.

Wenn man sich ein Stündchen Zeit zum Googeln nimmt, dann springen einen die kritischen Beiträge bis hin zur Ablehnung in Bausch und Bogen geradezu an. Wenn man sich die vielen krankgezüchteten Hunde verschiedenster Rassen anschaut, dann weiß man: 
die Kritik ist mehr als berechtigt.

Durch meinen Kopf geistert beim Thema: VDH immer der Vergleich zur FIFA, des Weltfußballverbandes. Es geht um Macht, um sehr viel Geld, um Funktionäre. Um die Gesundheit der Spieler geht’s nicht … Das ist so, und da laß ich mich auch nicht verblattern.

Es spricht nichts dafür, daß der VDH anders strukturiert sein könnte.











Sonntag, 1. Juli 2018

Juli




Der Sommer ist wieder voll da, sehr warm, Cleo wird überwiegend im Wasser gassigeführt, in der Frühe machen wir die längeren Gänge. Löw soll seinen Führungsstil ändern, Seehofer sucht Therapieplatz, Trump muss endlich ins Gefängnis - sonst alles gut.




Hier praktiziert mein steuerberatender Schloßherr und Freund "HF" mit seinem Hund "Bonnie" die Stimmungsübertragung par excellence ...


Wir lesen gerade das Buch "Der Hund in deinem Kopf" von Martina Braun, ist uns in der Bibliothek in die Hände gefallen. Es geht darin um die Stimmungsübertragung zwischen Mensch und Hund und umgekehrt, um die positive Ausrichtung auf der mentalen Ebene, es geht nicht um Methoden, nicht um Leckerlies und Mantrailing. Das Buch kommt auf den ersten Blick etwas esoterisch daher - davon nicht abschrecken lassen. Wir sind noch dabei, mal schau´n was hängenbleibt. 





Klares Wasser im Unisee - noch.




Und dann gepflückt, Heidelbeeren, viereinhalb Kilo, plus ein Kilo Sofortverzehr.







So. Angemeldet. Wir ham uns gestern für die "Bremen bellt" am 2. September für die "Offene Klasse" angemeldet. Gut. Damit sind wir der vertraglichen Verpflichtung für drei Ausstellungsbesuche nachgekommen. Und natürlich tun wir unserem Züchter (sei herzlichst gegrüßt, Rolf!) gerne diesen kleinen Gefallen. Für ihn ist das wichtig. Und für uns ist wichtig Cleo zu haben, unsere Cleo, wie sie durch die Landschaft saust, durch´s Wasser pflügt, Hund sein kann, frech und unvereinnahmt. Über die Erfahrungen mit Ausstellungsbesuchen, unsere Ein- und Ansichten (die ja jetzt kein reines Vorurteil mehr sind) werde ich dann noch etwas schreiben, nach der letzten Ausstellung. Denn weitere wird es nicht geben, für uns nicht und ... für Cleo nicht! 
Das Besondere ist allerdings der Umstand, dass sich auch unsere Freundin "Eske", genannt Esi, für die "Bremen bellt" angemeldet hat, just for fun!! Wenn die beiden im Ring ihren obligatorischen Wahnsinn abziehen, droht die Disqualifikation ... BRÜLL !!!



Gestern sind wir geschwommen, ham gebadet, in der Hamme, wunderbar weiches, kuschliges Wasser, wenig Schnappschildkröten ... Das Besondere: Cleo war mit, ist mit uns geschwommen, hat uns wohl 20 Minuten begleitet und umrundet! Etwas aufgeregt und manchmal kam sie kratztgefährdend nahe an uns ran, wurde dann weggeschoben, vorbeigeleitet. War schön, hat Spaß gemacht, wird wiederholt. Leider gibt´s keine Fotos, kein Video, denn das iPhone mit ins Wasser zu nehmen war zu gewagt, die Dinger sind ja nicht rostfrei!





Neue Tastatur mit Nano-Empfänger erstanden, neuen O2-Vertrag mit 1 GB Datenvolumen zum Schleuderangebot abgeschlossen, morgen geht´s wieder in die Heidelbeeren und Cleo hat heute etwas getröpfelt, obwohl die plangemäße Läufigkeit noch lange nicht dran ist. Schau´n wir mal, was sie sich dabei gedacht hat ...





Auf´m Truperdeich langgewackelt, gesaust und Horizont gekuckt, das kostet nix, noch nix ...





Sonntag, Heidelbeertag, satte fünf Kilo, erstklassige Qualität, das Korn verdorrt, die Beeren feiern, dem einen seine Eule - dem annern seine Nachtigall.





Cleo ist tatsächlich eine Art von läufig. Sie tröppel büschen, markiert pinkelnd überall, fühlt sich aber nicht zu Rüden auffallend hingezogen, und die Rüden selbst behalten auch die Nerven. Nix Halbes und nix Ganzes. Sie ist voll drauf, saust, schwimmt, ist frech und frißt mit Genuß, eben zum Beispiel eine Milchmahlzeit mit Magerquark, zerquetschten Heidelbeeren und etwas Rapsöl, war lecker!


Was gibt´s sonst Neues?
Seehofer und Merkel ham sich wieder lieb, Özils Vater attackiert den DFB, das Klatschen einer Wespe kostet mindestens 5000 Euro Bußgeld, Kroatien kegelt Russland aus der WM, über Nacht laden schadet den Smartphone-Akkus nicht wirklich.




Abendrunde, und allen eine gute Nacht.




Nach-der-Arbeit-Gang an der Schlachte, also anner Weser lang. Buntes Treiben dort, von B bis M, von Biergarten bis Mops.




(Das Filmchen endet etwas abrupt, weil Cleo drauf und dran war sich in den schwarzen Rüden zu verlieben und da sie läufig ist hatte ich da gern beide Hände frei ...)








Das orange Männlein anner Wand erinnert mich an die "Frogs" aus "Raumpatroulle", der ersten Science-Fiction-Serie im Deutschen Fernsehen, mit Dietmar Schönherr und Eva Pflug.






Heute ham uns Esi und Ulrike besucht, schööön! Wir sind die große Hammerunde gegangen, die Hunde sind viel gelaufen und hatten ihren Spaß, wir natürlich auch. Dann Tortellini mit Sahne-Sommer-Gemüse gegessen, Heidelbeer-Muffins zum Nachtisch, und uns gegenseitig die Welt erklärt, wunderbar!




Erstaunlicherweise wiegen die beiden Entlebucher auf der digitalen Personenwaage dasselbe, nämlich 24,1 kg. Erstaunlich, weil ich Cleo einige Gramm mehr zugetraut hätte, und weil wir Esi ohnehin für schwerer hielten. Des Rätsels Lösung liegt wohl in der Länge: Esi ist objektiv eine Kinderhandbreit kürzer als Cleo. Bei gleicher Länge wäre Esi natürlich büschen schwerer, sie ist schon etwas kompakter gebaut.






Gefährlich ist´s den Leu zu wecken,
verderblich ist des Tigers Zahn.
Jedoch der schrecklichste der Schrecken,
das ist der Mensch in seinem Wahn.

(Friedrich Schiller)



Gestern war noch kühleres, angenehmes Wanderwetter, heute "is the summer back", Bademeisterwetter. Mit Cleo am Morgen um See gewackelt, geschwommen natürlich, dann den "Tierheimweg" zur Hälfte abgegangen bis hinter die drei Windkraftanlagen (vögelschreddernde Landschaftszerstörer, ein Milliardengeschäft) und zurück. Die drehenden Propeller irritieren Cleo, mal mehr mal weniger. Wenn laute Windgeräusche hinzukommen und die Schlagschatten den Weg belästigen eher mehr. Heute war sie recht cool drauf, wohl auch von den Bremsen auf ihrem Rücken abgelenkt ...




Genau, lassen ihre Hunde bei 30 Grad am Rad laufen, diese Deppen!


Besser Cleo von oben als die Radieschen von unten ...



Heute wieder gepflückt, diesmal auch Himbeeren, knapp zwei Kilo.





Und Cleo hat mal wieder einen Kalbsbrustbeinklotz gekriegt, findet sie gut. Ich schneide allerdings alles Knöcherne ab, es soll nur der Knorpel sein, ist mir sympathischer.



Besonders schön ist das Knack-und-Knirsch-Geräusch dabei, ein Fest für jedes Ohr!





Hier nun ein Filmchen über unserer Freundin "Eske".


Esi hat mit dem selbstgestrickten "Bienchen" ihr eigenes Spiel erfunden, inklusive Fußtritt zur Belebung - sie ist sooo witzig!




Lange eingeübt: Frauli stellt rechtes Bein raus - Cleo ihr linkes Ohr ...



Was ist das?, scheint Cleo zu denken.

(Natürlich haben wir nichts gegen Möpse. Im Gegenteil, es sind gute kleine Hunde und dass ihnen die Schnauze weggezüchtet wurde und der VDH eisern an dieser Qualzucht festhält, dafür können sie nichts. Und ihre charakterlichen Qualitäten sind ungebrochen).



Dienstag, warm wird´s, bis an die 30 Grad, morgen wohl auch noch.
Längeren Morgengang um und durch den Stadtwald gemacht. Gestern hat Cleo vorne links etwas gelahmt, Traumeel gegeben, vielleicht ist sie beim In-die-Fluten-springen auf dem Boden aufgekommen, weiß man nicht, ist wieder fast ganz ok., extremere Bewegungsabläufe lassen wir mal paar Tage weg.



Shakespeare im Park, schön.
"Sein oder nicht sein?" Für Cleo keine Frage ...


Mittwoch, 18ter, Cleo zeigt erstmalig in relativer Deutlichkeit einen "Stehtag" an. Ihre Läufigkeiten verlaufen ja bisher recht moderat, da fällt es auf, wenn sie die Rute beim Kraulen des hinteren Rückens zur Seite nimmt. Heute werden wir rüdenarme Gebiete aufsuchen, Null Problemo.



Hier nochmal ein Blick ins Frühstück, Wir sind immer wieder erfreut über die vollzogene Umstellung aufs Barfen, komplett und unkompliziert, ohne die von Fachleuten geschürte Angst der Fehlernährung bei der kleinsten Abweichung des hochwissenschaftlichen Barf-Weltbildes. 
Was kostet das? Unterm Strich drei Euro täglich.Wieviel Zeit kostet das? Zehn Minuten täglich. Abends geh ich in den Keller zum Gefrierschrank, stelle die Tagesration zusammen (zwei Kellen Muskelfleisch, eine Kelle Pansen, eine knappe Keller Innereien-Mix (alles in Stücken), eine knappe Keller Entenrücken oder Kalbsbrustbein gewolft). Das kommt über Nacht in den Kühlschrank zum Auftauen, wird vor dem Verzehr auf Zimmertemperatur gebracht, morgens und abends kommt nach Verfügbarkeit, Lust und Laune Gemüse, Kartoffelbrei, auch mal Reis oder Nudeln dazu, ein Teelöffel Lachsöl pro Mahlzeit, und Obst (Apfel, Banane, Birne, Heidelbeeren, was wir gerade auch essen), fertig. 
Was war das für ein Geräusch eben? Hat da einer die Hände über´m Kopf zusammengeschlagen? Nur zu ...

Übrigens kaufen wir unser Barffleisch hier ein.
Und weil man heutzutage nicht vorsichtig genug sein kann, komme ich der Kennzeichnungspflicht nach (auch wenn ich nicht den kleinsten Vorteil aus dem Link zu unserem Barfshop ziehe).

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"Die am häufigsten benötigte Stimmung in der Erziehung ist übrigens liebevoll zugewandte Souveränität und Geduld und nicht Entspannung. Zu wissen was man tut und will und es im festen Glauben etwas Gutes für sich selbst UND für den Hund zu tun durch zu setzen. Bestimmtheit um die Situation für alle zu verbessern. Weitblick auf ein Ziel, das allen zugute kommen wird und das Bewusstsein darüber, dass man grade als Lehrender dafür Sorge trägt, dass es dazu kommt. Das alles wären Einstellungen und Stimmungen die in kritischen Situationen mit dem Hund helfen. Ein ruhiges und überlegtes Handeln ist dabei nicht zu verwechseln mit Entspannung. Entspannung hält sich raus. Souveränität greift helfend ein." 

(Quelle: Ausschnittsweise aus https://candog.de/stimmungsuebertragung)






Samstag, es ist bewölkt und mäßig warm, auch wieder mal angenehm! Bei Bodes eingekauft (Matjes und Pfeffermakrelenfilet) und ein Foto durch´s Schaufenster geschossen: Auch "Perversionen" haben ihre eigene Ästhetik ...




Vorher mit Cleo am See gewesen. Sie ist jetzt zwar läufig und zwinkert den Jungs zu, ist aber noch zurechnungsfähig,
 kontrollierbar auch unangeleint, als wollte sie mir sagen: 
"Mach dir keinen Kopp, Alter, es gibt Wichtigeres im Leben eines Hundes", und recht hatse!







Off-Topic - oder gibt´s das gar nicht?
Ich schenke dieses Lied Heiner, dem eloquentesten Autisten, den ich kenne, BRÜLLLLL !!!!








Gestern hatten wir wieder die Aligser inklusive Esi zu Besuch. Wegen der Hitze ham wir die Aktivitäten in den späten Nachmittag verlagert. Bevor dann aufgebrochen wurde zum "Worpsweder Bahnhof", zum Zwecke der Ernährung, bekamen die beiden Hunde noch ihre Barfrationen ...




Wir saßen gemütlich im Garten bei "Vogeler-Wetter" (klick), bestellten viermal dasselbe und es war ganz unbeschreiblich lecker!




Sommerpasta,
mit Feigen und Ziegenkäse gefüllte Ravioli in Orangen-Buttersud, Cherrytomaten, 
Blattspinat u. Pinienkerne, dazu hausgeräucherter Fjordlachs.



Anschließend einen langen Gang durch´s Hamme-Land in den Abend hinein gemacht, nur die untergehende Sonne und wir, 
gegen 21 Uhr 45 zurück am Parkplatz, wunderbar war´s!






Die neue Woche beginnt Dank Hoch HELMUT mit sonnigem Wetter und warmer Luft. Daran ändert sich in den nächsten Tagen kaum etwas, allerdings steigt die Temperatur öfter bis in den heißen Bereich mit Höchstwerten von 30 Grad und mehr. Regen fällt nach wie vor nicht.
Morgen gibt es von früh bis spät Sonnenschein und es ist trocken. Dazu werden 28 Grad auf Wangerooge bis 34 Grad am Bremer Roland erreicht.

(Quelle: www.butenunbinnen.de)








In der Mittagsglut ist Herrli kurz angeln gewesen, hundert Würfe gegen jede Vernunft gemacht und ...



Eine Meerforelle gefangen, eine große, ca. 60 cm lang und wunderschön! Seltener Fang und das Beste ist: 
Sie schwimmt weiter, war knapp gehakt und konnte zurückgesetzt werden.



Am Nachmittag noch `ne Radtour anner Weser lang der Hitze abgetrotzt, hart an Grenze, ohne Cleo natürlich. Das Weserwehr erfrischte zur Halbzeit etwas (übrigens ist Özil raus aus der Nationalelf, naja).





Dienstag, heute bis über 32 Grad warm, im Laufe der Woche sollen die 37 Grade noch erreicht werden. Natürlich hat das alles nix mit der Globalen Klimaerwärmung zu tun, natürlich nicht ... 
Wir sind heute früh im Unisee geschwommen und abends nach der Arbeit noch mal - gemeinsam mit Cleo, und das macht allen Spaß. Jetzt arbeiten wir dran, Cleo etwas weniger aufgeregt hinzukriegen und die Gefahr, von ihr im Wasser gekratzt zu werden, zu minimieren. Und es klappt von Mal zu Mal besser! Vorhin haben wir sie - selbst auf festem Grund bis zur Brust im Wasser stehend -auf den Arm genommen, Vertrauen und Ruhe schaffen. Anfangs hat sie weiter mit den Vorderbeinen gepaddelt, auch wenn die gar nicht mehr im Wasser waren! Sie ist so niedlich! Nach dem zweiten und dritten Auf-den-Arm-nehmen hat das Paddeln aufgehört und sie hat das "Inselfeeling" sogar büschen genossen. Wie gesagt: Macht allen großen Spaß, morgen stechen wir wieder in See. 

Jetzt gibt´s einen neuen Salat mit kurz gekochten grünen Bohnen, kurz angebratenen Zucchini, Pflücksalat, Tomaten, Knoblauch, Schnittlauch, Mozarella, Löffelchen Olivenöl und etwas Zitronensaft (das meiste kommt aus Ulrikes Garten, Mega-Bio, hahaha).





Es ist heiß, rund um die Uhr, selbst der Mond heizt den Himmel noch auf. Natürlich hat das auch was ... Der Urmensch kommt ja aus den Steppen Afrikas, wir nagen sozusagen an unseren klimatischen Wurzeln, back to the roots!





Ob dieses Foto (einschließlich des gewölbten Bauches und des offenen Mundes) nun gestellt ist oder der harten unverschämten Wirklichkeit entspringt, das überlasse ich der willkürlichen Einschätzung des Betrachters ... Die 30 Grad Innentemperatur trotz Ventilators sind auf alle Fälle real.





Na, na, na, du kleines HB-Männchen, wer wird denn gleich in die Luft geh´n! 
Unsere Cleo hat ein ganz wunderbares Sozialverhalten, wirklich. Wir hatten noch nie ernsthaft brennzliche Situationen. Cleo verhält sich kleineren Artgenossen gegenüber (auch wenn sie frech sind wie auf dem Foto) sehr tolerant, und ansonsten vermeidet sie Eskalationen.








Als ich neulich im Vorabendprogramm „DAS“ anzappte, lag dort gerade Rainer Langhans mit der Moderatorin zwecks Interviews im Bett, weil er immer im Bett liegt, Stühle sind „Establishment“. Der im Pubertätskleister seiner eigenen Blödsinnigkeit feststeckende Noch-immer-Kommunarde verbrauchte auf die übliche hirnlose Weise unser aller Sauerstoff, gut, Vorhang. 
Seltsamerweise kam mir bei Langhans´ Anblick in den Sinn, was ich vor langer Zeit mal über den Chow-Chow gelesen hatte. Dass nämlich seine von Konrad Lorenz so geschätzte „Ein-Mann-Hund-Mentalität“ einen doch eher bedauernswerten Ursprung haben könnte. Die Zuchtversuche, dem Chow-Chow (wie dem Pekinesen beispielsweise) dieses platte Kindchenschema-Gesicht durch Verkürzen der Schnauze zu verleihen, war insofern gescheitert, da sich nicht die Schnauze, wohl aber der Schädel verkürzte. Mit der Folge, dass nicht mehr ausreichend Platz für das komplette Hirn vorhanden war und so der vordere Stirnlappen degenerierte. In diesem Hirnbereich wird u.a. das Sozialverhalten gesteuert. Man hätte dann im Chow-Chow keinen urwüchsigen Individualisten, sondern einen Sozial-Autisten, der zum komplexeren Miteinander überhaupt nicht in der Lage ist. 
Interessant, fand ich schon damals, und googelte mir heute Morgen einen Wolf, um diese These wasserdicht zu machen. War leider nicht so erfolgreich wie gewünscht. Allerdings stieß ich auf eine Seite, die ins gewünschte Horn blies, hier: 
Universität Leipzig, klicken bitte.

„Domestizierung und gezielte Zucht von Haushunden hat ihre Kopfform verschiedentlich verändert. Umbildungen führen bei einigen Rassen zum Beispiel zu verengten Atemwegen. Wie sie sich aber auf das Gehirn auswirken, war bisher nicht systematisch analysierbar. Veterinärmedizinern der Universität Leipzig ist dies nun zusammen mit einem internationalen Team gelungen.“


Der Unisee hat 26 Grad, keine Algen und das Wasser ist noch naß, immerhin!





Ach ja, Dieter Thomas Heck, der Samstagabend-Schnösel meiner Jugend. Und Costa, als er noch nach Cordalis aussah ... 
Schön warse, die gute alte Zeit, nech ...



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Hier geht´s zum Text, drei amüsante Minuten und man wird sich beim lächelnden Nicken ertappen ... (klick)