Samstag, 1. April 2017

April, kein Scherz ...,




Cleo ist jetzt im 16ten Lebensmonat.



So war sie vor einem Jahr.

Die Zeit beschreibt die Abfolge von Ereignissen, hat also im Gegensatz zu anderen physikalischen Größen eine eindeutige, unumkehrbare Richtung. 


Open season: Gestern ham wir angebadet!
Zweimal isse rein, dann trockengesaust. Sie hat also das Schwimmen nicht verlernt, na Gott sei Dank ...


Und wer denk, er hätte schon mal Salz probiert, der könnte sich irren. Das ist Salz!






Der vergreiste Albermann Bob Dylan holt endlich seinen Nobelpreis ab; Trump ist lediglich eine große Anzahl an Persönlichkeitsdefiziten in einem geräumigen Körper; Werder steht auf Platz 11 - Klasse! Was gibt´s sonst Neues? 
Ach ja, unser Bienenhotel macht in Kunst ...





Neuen, langen Rundweg in den Hammeniederungen gemacht, dreieinhalb Stunden, herrliches Wetter, wenig "Touristen".
Dann kamen wir an eine überschwemmten Weg, auch die Ränder waren unbegehbar. Umkehren oder Schuhe und Socken aus - das war die Frage.


Wieder daheim belohnten wir uns:
Cleo mit Pansen ...




und wir uns mit einem Schüdi!



Unsere Nachbarin, Frau H., eine kleine, sehr nette Frau, jetzt in Rente. Sie hat, so lange ich sie kenne, einen Hund. Immer kleine Hunde aus dem Tierheim. Die kommen den Sommer über mit auf die Parzelle, Mäuse jagen und so. Es sind bisher immer typische Flexileinen-Hunde gewesen, ziehen immer voraus, alles ankläffend. Ja, so war´n sie, ein perfektes Gespann - mangelt es doch Frau H. an den Grundvoraussetzungen eines Hundehalters: Sozialkompetenz und Führungsqualität, hahaha.

Nun war Babsie vor einigen Monaten im hohen Alter gestorben, und nach der Trauer kam eine neue kleine strubbelige Hündin, anderhalbjährig, aus dem Tierheim ins Haus, und war ... total normal! Zutraulich Menschen und anderen Hunden gegenüber, sie kläffte nicht, zog nicht an der Leine, alle waren begeistert! Das war vor zwei Wochen. 

Jetzt hängt auch die Neue kläffend in der Flexi. Frau H. stört das nicht wirklich, kennt sie es doch seit 30 Jahren nicht anders. Die beiden werden auch wieder wunderbar miteinander auskommen, der Hund wird ein "freies, schönes" Leben haben. Alles gut.

Und obwohl wir nicht naiv sind, hat uns die Kürze der Zeit, in der sich ein Hund seinen Lebens- und Haltungsbedingungen gemäß verändert,  doch überrascht. 

Selbstkritisch wie wir sind (gleich wird ein Blitz vom Himmel fahr´n ...), ist die längst bekannte Einsicht noch mal kurz aufgeflammt: Wesen und Verhalten eines Hundes hängen am recht dicken Faden des Wesens und Verhaltens seiner Menschen, und zwar am real existierenen Menschen - nicht am hundebücherverschlingenden Hundeschultheoretiker!

Im Hamsterrad der eigenen "Unzulänglichkeiten" laufen wir natürlich auch, wie alle annern. 




"Wir leben im Ei. 
Die Innenseite unserer Schale haben wir mit unanständigen Zeichnungen und den Vornamen unserer Feinde bekritzelt ..."

(Günter Grass)


Cleo hat seit der Welpenzeit die Angewohnheit, sich beim Anblick eines anderen Hundes ab einer gewissen Entfernung erstmal hinzulegen (im Freilauf darf sie das tun, an der Leine nicht). Sie wartet dann interessiert ab - und saust dann los zum Zwecke der Begrüßung. Von vielen Ahnungslosen höre ich dann (die sagen´s auch über den eigenen Hund bei diesem Verhalten): "Schisser".
Das ist wohl nicht richtig. Ein ängstlicher Hund versteckt sich hinterm Menschen oder läuft weg. Dieses abwartende Hinlegen hat mit "Schisser" nix zu tun, ist normales Verhalten, die einen machen es, die anderen nicht.

Nun schlendern wir letztens am Strand lang (Unisee), Cleo kneippt im flachen Wasser, als plötzlich ein anderer Hund am Strand vor uns auftaucht. Sie sieht den, etwas überrascht, und was macht sie? Genau, sie legt sich erstmal hin - im Wasser!




Unser Rügen-Urlaub rückt näher!



Nochmal kurz zum Abbruchsignal beim "Hetzen". Ich bin der Jagd und den Jägern gegenüber recht skeptisch eingestellt (mal freundlich formuliert). Trotzdem hier ein Link aus dieser Ecke. Könnte dem einen oder anderen eine Anregung sein. Bei Cleo sitzt der Trillerpfiff recht gut, auch wenn wir den etwas anders eingeübt haben. Aber dauert schon seine Zeit des planvollen Übens, bissis sicher sitzt. Lohnt sich aber!

Hier klicken.




Heute ham wir Eske besucht und sind allemann im Burgdorfer Holz gewandert, über zwei Stunden, schöner Wald, für die Hunde sehr interessant (Schwarzwildduft in der Luft), Cleo war zeitweise recht aufgedreht und musste etwas runtergefahren werden. 
Eske und Cleo sind jetzt "best friends", die beiden kommen wunderbar miteinander aus. Leider gibt´s keine Fotos (obwohl ich die Sony in der Jackentasche hatte), wir waren zu sehr mit der Realität beschäftigt, hahaha. Und nach dem Gang gab´s noch selbstgebackenen Kuchen der Spitzenklasse!


Sonntag, dreieinhalb-Stunden-Gang am Wümme Südarm lang, wunderbares Wetter, einsam und ruhig.







Endlich wieder dahoam ...


So. Vorhin die erste Nagelprobe gehabt. Trillermäßig.
Wir gehn oben aufm Hammedeich (zwischen Tietjens Hütte und Melchers Hütte). Rechts fließt das Fließgewässer, links erstreckt sich das Grünland. Das Grünland hab ich natürlich immer im Augenwinkel, denn da wohnen die Rehe und Hasen. Den schmalen Ufergebüschgürtel vernachlässigt die Aufmerksamkeit schon eher.
Cleo läuft also vor mir, vielleicht fünfzehn Meter, als plötzlich mit mittlerem Getöse drei bis fünf Meter vor Cleo ein Rehbock aus dem Uferstreifen bricht und in Richtung Horizont davonrast.
Schrecksekunde, Cleo setzt zum Spurt an, ich brülle: STOPPPP!! bevor ich die Pfeife an den Lippen habe, Cleo steht noch, 
Triller und - Cleo liegt auf dem Bauch! 
Mit ziemlich langem Hals dem Bock nachspähend, aber sie lag! Ich war stehengeblieben, wartete ein Minütchen bis Cleos Hals wieder kürzer geworden war, ging zu ihr und sagte beiläufig: "Brav". Dann setzten wir unseren Gang fort, Cleo noch ein Stückchen neben mir. Ich bin ziemlich stolz auf uns beide ...





Im Park
(von Joachim Ringelnatz)

Ein ganz kleines Reh stand am ganz kleinen Baum,
still und verklärt wie im Traum.
Das war des Nachts elf Uhr zwei.
Und dann kam ich um vier 
morgens wieder vorbei,
und da träumte noch immer das Tier.
Nun schlich ich mich leise, ich atmete kaum,
gegen den Wind an den Baum,
und gab dem Reh einen ganz kleinen Stips.
Und da war es aus Gips.



Damals, als wir noch in Linol schnitten ...


Die zwei Schnitte,


die Probedrucke,



das Resultat. 
Ganich so schlecht, hat uns viel Spaß gemacht.



Karfreitag
Vorhin knappe vier Stunden-Wanderung um Hülseberg gemacht. Nicht schlecht, aber nochmal wackeln wir da nich lang ...





Die fließende Grenze zwischen Bauernhöfen und Schrottplätzen bereitet mir nach wie vor Probleme ...



Aber das Schärfste war dieses kleine Warnschild, WOW!!!





Mäßiges Osterwetter, aber es gibt Schauerpausen und die werden genutzt. Der Einkauf ist gemacht. Heute gibt´s Seelachs, morgen und übermorgen Spargel bis Heiner - äh, bis der Arzt kommt. Ne Torte wird auch noch gebacken, ganz was Feines. Mach ich noch Fotos (wenn sie glückt, hahaha). Vorhin auf dem Weg zur Hunderennstrecke hinter der Uni komm ich anner Osterwiese (die kleine Schwester vom Bremer Freimarkt) vorbei und trau´ meinen Augen nicht! 
Da ham die ein Karussell nach Cleo benannt, ein Wahnsinn ...





Psychologen unterscheiden beim Menschen fünf Persönlichkeitsdimensionen, die „Big Five“.
Die ersten vier werden auch bei der Beurteilung bzw. Einschätzung von Hunden genommen.
    Neurotizismus: Ist der Hund emotional eher stabil oder labil? Ist er sensibel oder ängstlich, unruhig oder launenhaft – oder belastbar, gelassen und ruhig?
    Extraversion: Fühlt der Hund sich in der Nähe von Artgenossen wohl? Ist er extrovertiert, gesellig, lebenslustig – oder introvertiert, ruhig und zurückhaltend?
    Verträglichkeit: Ist der Hund kooperativ und freundlich – oder konkurrierend und misstrauisch?
    Offenheit: Ist der Hund kreativ und offen für neue Erfahrungen - oder mag er mehr die Beständigkeit, die Routine?

    (Der letzte Punkt hat mit Reflexion, Gewissenhaftigkeit usw. zu tun und bleibt dem Menschen vorbehalten).
Und bevor wir nun anfangen, unseren Hund zu analysieren (macht Spaß und man will ja auch gerne wissen, mit wem man es zu tun hat, hahaha) eine kleine Warnung: Es ist nicht so ganz einfach dem Innenleben seines Lieblings auf die Spur zu kommen, man braucht viel Wissen und Erfahrung. 





An Merle gedacht. 



Dreieinhalb-Stunden-Gang zur Moorlosenkirche, hin anner Weser, zurück anner Lesum.


Auf Platz 8 ...



Kunst im öffentlichen Raum, oder?



Da isse, die erste Etüde einer Himbeer-Mascarpone-Torte!
(D.h. es wird noch einen zweiten Versuch geben)


Und jetzt noch büschen Kino, nech ...







Heute mal wieder was Kritisches (muss auch mal sein).
Von Dr. Helmuth Wachtel, ausschnittsweise, hier der komplette Artikel, klick.


Der Ringrichter bestimmt die ­derzeitige Hundezucht.

Die Beurteilung durch einen ­einzelnen Ringrichter, der oft in ­Minutenschnelle im Ausstellungsring ein Urteil über einen Hund fällen muss, mag das Produkt seiner großen Erfahrung und vielleicht gar ­künstlerischen Vor­stellung von dem idealen Erscheinungs­bild einer Hunderasse sein, wobei langjährige kynologische Erkenntnisse mitspielen mögen. Das Schicksal einer Rasse aber kann man in der Tierzucht so allein zu keinem positiven Ergebnis leiten, wie ja auch die aktuelle Situation des Schaurassehundes zeigt. Und leider, nicht selten war sogar bei so mancher Beurteilung eine gewisse Vorliebe zur Karikierung maßgebend.

Zwar gibt es bereits viele verantwortungsvolle Züchter, welche die Regeln der Populationsgenetik beachten, doch steht diesen bemühten und verantwortungsvollen Züchtern das heutige vorsintflutliche Zuchtsystem diametral entgegen! Auch wenn durch dieses „Schaurassezucht“-System die Hundezucht dort ist, wo sie heute leider ist, wird dieses System von den Hundezuchtorganisationen bis heute nicht grundsätzlich in Frage gestellt.

Eine mögliche Lösung: ­Kynologisches Fachteam statt nur Einzelrichter.

Nur eine konsequente Zucht auf Gesundheit und Vitalität kann ­Besserung erhoffen lassen, die der Auslese entspricht, ähnlich wie sie in der Natur stattfindet. Zwar ist kaum daran zu denken, dass die Beurteilung des Erscheinungsbildes keine Bedeutung mehr hätte, sie dürfte aber nicht so einseitig bleiben, und ihr müsste zumindest eine Vitalitäts­selektion vorgeschaltet werden, und sie dürfte nicht so einseitig bleiben! Das heißt konkret, dass der Einfluss des Richtens nach dem äußeren Rassestandard im Ausstellungsring dieser Vitalitäts­beurteilung folgend in die „zweite ­Reihe“ zurückgestellt werden muss. Das Manipulieren mit dem Erscheinungsbild, wie es im Ausstellungsring durch den jeweiligen Geschmack des Richters verursacht wird und schon so oft zur Qualzucht geführt hat, muss ein Ende nehmen.

Dazu sollte der einzelne Ringrichter durch ein dreiköpfiges Fachteam ersetzt werden. Ein solches fach­liches Beurteilungsteam müsste aus einem genetisch ausgebildeten Tierarzt, einem langjährigen erfahrenen Hunde­züchter sowie einem kynologisch versierten Hundefreund bestehen, und vor allem, es dürfte nicht mehr im Ausstellungsring tätig sein. In diesem entscheidenden Team würden also alle Parteien vertreten sein, ­welche durch die Hundezucht betroffen sind und ein Interesse an ­gesunden Hunden haben sollten: Tierärzte, Hundezüchter und Hundehalter. 






Ach ja, vor ein paar Tagen hatte Cleo die erste Zecke 2017, linke Halsseite, schon recht vollgesoffen. Warum wir hin und wieder vollgesoffene Zecken finden - obwohl an Cleo ja fast permanent rumgefummelt wird - ist uns rätselhaft, passiert trotzdem.
Giftmäßig werden wir nur tätig, wenn die Zecken am Hund überhandnehmen, also alle paar Tage eine vollgesaugte gefunden wird. Meistens finden wir die feindlichen Insekten kurz nach dem Gang, wenn sie noch nicht gesaugt haben, und hier im Norden ist ja auch kein Zeckenalarmgebiet. Wenn´s nicht anders geht, dann nehmen wir Advantix Spots (rezeptpflichtig, recht wirksam. das frei verkäufliche Advantage hilft nur gegen Flöhe). Halsbändern vertrauen wir bei Cleos täglichem Schwimmen nicht so richtig. Frontline Spot-on in Gr. L (hahaha) käme rezeptfrei auch noch in Betracht. Die Antizecken-Kautablette (ham wir bei Merle mal probiert) ist sicher wirksam, aber auch teuer und wirkt nur nachdem sich die Zecke vollgesoffen hat (keine abschreckende Wirkung, sozusagen). Ein ungutes Gefühl bleibt uns bei allen Variationen der "Giftzufuhr". Wenn irgendwie realistisch vertretbar verzichten wir drauf.




So, war´n zum Impfen, gegen Leptospirose und Zwingerhusten. 




Nicht artgerecht - schnell wieder raus aus der Stadt!
Heute issis kühl aber heiter, die Blaumeisen sind im Kasten und die Avocados werden besser.




Der erste Eindruck hat keine zweite Chance ...



Gestern mal wieder über den Campus geschlendert. Die drögen Gebäude, die Gänge und Straßen und besonders das Gewusel von Studierenden (zu Fuß, auf dem Rad, mit dem iPhone vor den Augen) sind für Cleo eine gute Übungssituation. Hat sie alles gesittet absolviert, immerhin läuft sie da unangeleint neben oder vor mir.. Selbst ein kleiner auf sie zustürzende Junge brachte unseren Hund nicht aus der Ruhe (mich schon). Anschließend noch auf die Rennstrecke am Kuhgraben: 
In den Ohren den Wind, auf der Nase die Sonne, saust sie vorbei wie der Blitz, flitz!





Das also ist eine Universität. Aha. Dann hab ich nichts verpasst ...



"Wer als Werkzeug nur einen Hammer hat, sieht in jedem Problem einen Nagel."

(Paul Watzlawick)




Alle drei Jahre gibt´s die "Torfkahnarmada", ein maritimes Schauspiel auf Hamme und Wümme.
(klick hier)

Natürlich ham wir kurz mal gekuckt und unsere eigenen Fotos gemacht.








Es begegnen einem im Leben ja bedeutende und eher unbedeutende Leute, klar. Bedeutend für uns war u.a. Plötz, hier isser, klick!




Und jetzt geht´s an den Wümme Südarm ...




Geschafft, schön´Abend noch ...






Mittwoch, 1. März 2017

März, endlich!




Die Fastenzeit hat begonnen. Die Zeit des Verzichts. Wir sind dabei, ham uns vorgenommen noch konsequenter auf die Blödsinnigkeiten der allgemeinen Art zu verzichten. Cleo macht es uns vor. Die hat noch den ungetrübten Blick für´s Wesentliche ...


Vorhin Gang an der Lesum gemacht, anschließend ins Overbeckmuseum, ein Geheimtip.




(Fotos zum Vergrößern anklicken, nech)


Rauchverbot im Wald ab 1. März gilt ab sofort auch in Parks und überall, wo Bäume stehen.

Das Rauchen im Wald ist in Deutschland bekanntlich vom 1. März bis 31. Oktober verboten. Die Brandgefahr ist einfach zu hoch.
Ab diesem Jahr gibt es eine Änderung. Wie das Bundesinnenministerium mitteilt, wird das Rauchverbot auf alle öffentlichen Flächen ausgedehnt, auf denen sich Bäume mit mindestens 2,50 Metern Höhe finden. Das sind in erster Linie Parks, aber auch Fußgängerzonen und dergleichen, in denen Bäume mit dieser Mindesthöhe stehen.
(Quelle: www.xnews.eu/blog)

Unbelehrbare Raucher müssen mit Bußgeldern bis zu 5000 Euro rechnen. Ich bin begeistert, aber sowas von !!





„Die Verbindung zwischen Mensch und Hund ist einmalig auf dieser Erde:
Zwei unterschiedliche Spezies leben gemeinsam am Nordpol, im Buckingham Palast, im Reihenhaus oder unter der Brücke. Wenn alles gut läuft, kann sich aus dem Zusammenfinden von Mensch und Hund eine innige Freundschaft entwickeln.“

Entscheidend für Erziehung und Sozialisierung ist die positive, enge Bindung des Hundes an den Menschen. Doch wie kann sich eine enge, innige Beziehung zum Hund entwickeln? (Man beachte die Unterscheidung in „Bindung“ und „Beziehung“. Mit meinen Worten würde ich sagen: Die Bindung ergibt sich, die Beziehung muss erarbeitet werden).

Faktoren:
Die soziale Passung (nach einer Studie der Psychologin Silke Wechsung).
Demnach gehören 22% der Halter zum Typ „prestigeorienter, vermenschlichender Hundehalter“, er nutzt den Hund um sein Selbstbewußtsein zu stärken.
35% gehören zum Typ „auf den Hund fixierter, emotional gebundener Halter“. Für diese Menschen ist ihr Hund engster Freund und Lebensgefährte.
Die größte Gruppe mit 43% stellen die „naturverbundenen, sozialen Halter“. Zwischenmenschliche Beziehungen haben für diese Menschen immer noch den höchsten Stellenwert, deshalb legen sie viel Wert auf eine sehr gute Erziehung und Gehorsam des Hundes.

Mit „sozialer Passung“ ist die maximale Übereinstimmung der Bedürfnisse des Hundes mit den Interessen des Menschen gemeint. Windhunde mit Sportlern, ruhige Hunde mit Phlegmatikern und Bernhardiner mit Menschen, die ebenerdig wohnen.

Weitere Faktoren sind Geschlecht und Persönlichkeit ders HundehaltersHunde verfügen über die Fähigkeit, sich ihren Menschen und deren Persönlichkeit bis zu einem gewissen Maße anzupassen. Inwieweit die Persönlichkeit und das Geschlecht des Menschen die Persönlichkeit des Hundes und die wechselseitige Beziehung beeinflussen hat der Wiener Wissenschaftler Kurt Kotrschal untersucht.

(Quelle: „Forschung trifft Hund“, Kosmos Verlag, Udo Gansloßer, Kate Kitchenham)



(Hier hatten wir Besuch von einer Schmalbauchwespe)

In diesem Jahr wollen wir wieder den Wildbienen unter die Flügel greifen. 
Hier gibt´s die richtigen Nisthilfen (klick). Die Baumarktdinger sind Mist!




Diesen Terrakotta-Niststein und 100 Pappröllchen in verschiedenen Durchmessern ham wir erstmal bestellt. Es macht große Freude den kleinen Bienen zuzuschau´n, tolle Sache!

Am Vormittag die große Lesumrunde gemacht, zwei Stunden, Beginn in Knoops Park, wunderbares Frühlingswetter!







Das Drumrum-Spiel ganz unformal ...

Auf dem Heimweg kurz bei Wassenaar reingeschaut, Anzuchterde gekauft und Aquarien angekuckt - immer wieder faszinierend.






Über die gesundheitsfördernde Wirkung der Hundehaltung gibt’s ne Menge Studien. Natürlich brauche ich (und die Leser dieses Blogs) für diese Erkenntnis keine Studien – wir erleben den wohltuenden Kontakt zum Hund ja täglich. Trotzdem issis interessant das mal wissenschaftlich beleuchtet zu sehn.
Also: Verantwortlich ist das Hormon Oxytocin. Oxytocin wird ausgeschüttet, wenn wir etwas betrachten oder erleben, das unsere Seele berührt. Es ist das Bindungs- und Vertrauenshormon.
Dieses Hormon sorgt z.B. dafür, daß sich Eltern selbstlos für ihre Kinder aufopfern, und es zirkuliert auch vermehrt im Blut, wenn wir mit Hunden umgehen, insbesondere mit dem eigenen.
Und nicht nur der Mensch empfindet diese Glücksmomente – der Hund tut das nachweislich auch!
Karen Allen von der Universität Buffallo konnte feststellen, daß während einer Studie mit 60 an extremem Bluthochdruck erkrankten Menschen von denen die Hälfte einen Hund aus dem Tierheim adoptierte, genau diese Hälfte schon nach drei Monaten einen signifikant gesunkenen Blutdruck zeigten, mit Langzeiteffekt. Bei der Kontrollgruppe ohne Hund, die lediglich an einem Meditationsprogramm teilnahm, konnte keine Verbesserung festgestellt werden. In einer weiteren Studie mit 48 Aktienhändlern, die erhebliche Stresssymptome zeigten, bekam wiederum die eine Hälfte einen Hund, die andere lediglich Medikamente. Im Stresstest nach sechs Monaten zeigte sich, daß der Hund die Medikamente um Längen geschlagen hatte.
Andere Studien zeigen, daß sich Menschen mit Hund schneller von Krankheiten und Operationen erholen und wahrscheinlich sogar eine höhere Überlebenschance haben.
Und dann ist da noch die Langzeitstudie über 30 Jahre mit 9723 Teilnehmern, die einmal jährlich zu ihrem Gesundheitszustand befragt wurden. Die Hundehalter gingen um ca. 15% seltener zum Arzt. Die Volkswirtschaftlerin Renate Ohr, Uni Göttingen, stellte auf Grund dieser Zahlen eine Berechnung auf. Wenn in Deutschland 10 Millionen Menschen mit Hunden zusammenleben und dementsprechend seltener zum Arzt gehen, dann macht das eine Ersparnis im Gesundheitswesen von rund 2 Milliarden Euro pro Jahr.

(Aus "Forschung trifft Hund")


Heute waren wir wieder mit "Eske" unterwegs, dreieinhalb Stunden durch die Hammeniederung, schönes Wetter. 
Dank des Engagements von Eskes Frauchen verlief der zweite Gang der beiden Entlebucher viel harmonischer, viel entspannter für Mensch und Hund!



Und weil wir im Café Lindenlaub bei viel Kaffee, Kuchen und Eis drüber gesprochen haben - 
hier das Video von Merle und der Fischattacke:




For Ulrike only: Die Internationalen Keramiktage in Oldenburg,

kurz gesacht - der Töpfermarkt am 5. und 6. August 2017 (klick).














"Es hält sich das hartnäckige Klischee, daß Hunde hauptsächlich als Partner- oder Kinderersatz gehalten werden. Tatsächlich leben 86% der deutschen Hunde in intakten Familien (Rehm, 1993)."



... das Gejammer macht uns krank. Während andre unten wurzeln, gehn wir locker oben lang ...




So, er ist da! Ein Wolf im Land Bremen.
Gesichtet in Borgfeld - da gehn wir auch mit Cleo.

Hier die Zeitungsartikel:
Wolf in Borgfeld gesichtet
Der Weg des Wolfes
Was tun bei einer Begegnung

(klick)



Heute den Nachschub gesichert:



An Heiner gedacht ...


"Jogginghosen sind das Zeichen der Niederlage. 
Wer in Jogginghosen auf die Straße geht, hat die Kontrolle über sein Leben verloren".

(Karl Lagerfeld)





Eben auf der Hauswaage gewogen: 23,8 kg.


PH: Vielfach wird der Rat gegeben, einen ängstlichen Hund zu ignorieren. Wie sehen Sie das? 
Nadin Matthews: Mir ist die Aussage zu generell und darüber hinaus auch zu herzlos. Was damit gemeint sein sollte, ist, nicht in das emotionale Loch hinterher zu springen, in das der Hund gerade gefallen ist. Hunde brauchen in ihrer Angst eine Orientierungshilfe und das Angebot der Sicherheit von ihrem Menschen. Jemanden in seiner Angst allein zu lassen, ihn einfach nicht zu beachten, löst für den Hund nicht den Konflikt. Ich muss ihm helfen, die Situation anders zu bewerten. Wer dies souverän und gelassen lebt, könnte dabei auch sprechen und den Hund anfassen. So wie man auch ein Kind an die Hand nimmt und es sich dadurch sicherer fühlt.


Die Brut- und Setzzeit beginnt bald. Ab 15. März gilt wieder Leinenpflicht für Vierbeiner.
Der Bremer Tierschutzverein weist darauf hin, dass regelmäßiger Freilauf ohne Leine eine wichtige Voraussetzung für die artgerechte Haltung und sozialverträgliche Erziehung von Hunden ist. Als Lauftiere müssen Hunde ausreichende Möglichkeiten bekommen, ihren Bewegungsdrang auszuleben, ihre Umwelt zu erkunden und mit Artgenossen zu kommunizieren. Fehlende Bewegung führt zu gesundheitlichen Schäden und Verhaltensproblemen.
Am Dienstag (Mittwoch) beginnt für Bremer Hundebesitzer wieder das bekannte Dilemma: Einerseits sind sie durch tierschutzrechtliche Bestimmungen dazu verpflichtet, ihre Tiere täglich frei laufen zu lassen. Doch wer in der sogenannten Brut- und Setzzeit vom 15. März bis zum 15. Juli außerhalb des bebauten Stadtgebietes dieser Verpflichtung nachkommt, riskiert ein Bußgeld.

Der Bremer Tierschutzverein kritisiert diese Regelung als zu pauschal: "Selbstverständlich gibt es Gebiete, in denen Hunde zum Schutz von Bodenbrütern und Jungtieren angeleint werden müssen", so Wolfgang Apel, Vorsitzender des Bremer Tierschutzvereins (leider ist Herr Apel vor kurzem verstorben, viel zu früh. Ein wirklich guter Mann, unersetzlich, wie ich finde). "Die derzeitige Regelung ist jedoch nicht sachgerecht, da nicht berücksichtigt wird, wo tatsächlich eine Beeinträchtigung wild lebender Tiere vorliegt“. Der entsprechende Paragraf im Bremischen Feldordnungsgesetz wurde erst 2001 eingeführt und existiert außer in Bremen und Niedersachsen in keinem anderen Bundesland.
(Quelle: www.bremer-tierschutzverein.de)


Genau, recht hat er, und drum helfen wir der "unsachgerechten Regelung" ein wenig auf die Beine und tun, was wir verantworten können. Das hat seit über 35 Jahren gut geklappt. 




Frühling läßt sein blaues Band wieder flattern durch die Lüfte ...



Schwanensee ...

Und hier ist unsere Freundin "Heidi" aus Wentorf bei Hamburg in ihrer 13ten Lebenswoche (denke ich mal).



Sie hat das Zeug Geschichte zu schreiben ...


Heute vormittag einen knapp dreieinhalb Stunden-Gang durch´s Heilsmoor gemacht (klick)








Schon seit jeher hat der Wald Einfluss auf das Seelenleben der Menschen genommen.,
Der deutsche Wald ist ein Phänomen der Deutschen.
Im Märchen markiert der Wald die Grenze zwischen dem Bekannten und dem Fremden.
In Wirklichkeit ist der Wald – zumindest hierzulande – das Gegenteil von unberührter Natur. 
Er ist nirgends mehr Urwald, sondern vielmehr künstlich gestaltet.
Deutschland besitzt 34 Milliarden Bäume – kein Land Mitteleuropas besitzt mehr Holzvorräte.




Cleo frei im Wald? Gibt´s da kein Wild? Doch, doch, Damwild sogar, ham wir auf der Lichtung gesehn. Aber Vertrauen ist keine Einbahnstraße, und bei voller Konzentration auf den Hund (und Trillerpfeife um den Hals) klappt´s schon. Macht so einfach beiden mehr Spaß (der Revierjäger wird´s anders sehn, so ist Demokratie, BRÜLL!).

Mit einem Tag Abstand möchte ich zu den obigen (nicht ganz ernst gemeinten) Sätzen eine Fußnote anfügen:
Natürlich sind wir keine Landschaftsanarchisten. Natürlich ist auch unser Leitsatz, dass ein Hund keinen Schaden (welcher Art auch immer) anrichten darf - eine allgemeine Rücksichtnahme ist das Zauberwort. Natürlich akzeptieren wir Regeln, allerdings mit einem gesunden Spielraum in der Auslegung ...



Nach der neuesten Horrormeldung, unseriöse Hetze inclusive: "Wolf zerbeißt Elektrozaun und reißt Ziegen" (klick), warte ich auf die nächste Überschrift: "Wolf fraß Taxi, Taxifahrer suchte Schutz im Handschuhfach!"

Ich denke schon, dass die Wolfspopulation in Deutschland sinnvoll gemanagt werden sollte, aber nicht von den Stammtischen aus!

Nicht aus Prinzip NEIN sagen, aber auch nicht reflexhaft JA.
(Joachim Gauck, Bundespräsident a.D., leider)


Gestern ´ne Mail im Kasten gehabt, von einer Rechtsanwaltkanzlei, ich hätte eine Urheberrechtsverletzung begangen, bis über 4000 Euro Strafe drohen, war recht professionell aufgemacht. Und ein wenig steigt der Puls dann schon ...

Nach der Kanzlei gegoogelt, die gibt´s tatsächlich, und dann auf die Seite "onlinewarnungen.de" gekommen - zum Glück! Es handelte sich um eine Spam-Mail, eine Fälschung mit Trojaner, ich hatte natürlich nichts angeklickt. Nun bin ich noch weniger naiv als vorher ... Hier die Seite (klick).




Endlich! Sommer in Lesmona? Nein, Frühling anner Hamme!!!



Die nicht mehr ganz Jungen unter uns kennen vielleicht noch den Song der Gruppe "Kraftwerk" von 1978.

Das Model 
(gesprochen: Modell)

Sie ist ein Model und sie sieht gut aus.
Ich nehm' sie heut gerne mit zu mir nach Haus.
Sie wirkt so kühl, an sie kommt niemand ran.
Doch vor der Kamera da zeigt sie was sie kann.



Cleo hat seit gut einer Woche eine gewisse Neigung zu niesen. Und zwar kaum in der Wohnung, dann aber im Treppenhaus und beim Eintreten in die frische Luft draussen. Nichts Anfallartiges, sie niest halt ein-, zwei- manchmal dreimal hintereinander, dann ist auch wieder gut. Dabei läuft ihr die Nase ein wenig, klare Flüssigkeit, nichts Bedrohliches. Das ham wir uns nun die Woche angekuckt, Euphrasia D6 gegeben und uns dann einen Termin bei der Tierärztin geholt, zur Sicherheit. Da war´n wir eben. Cleo hat ja schon immer eine gewisse allergische Reaktion durch tränende Augen gezeigt. Auch das war und ist nix Bedrohliches. Und nun kommt die triefende Nase dazu, Haselnußpollen oder was weiß ich. Da unsere Tierärztin "ganzheitlich drauf ist", haben wir uns auf eine Eigenblutbehandlung geeinigt. Oh Gott, denkt man, ist aber keine große Sache, die erste Behandlung ham wir eben gemacht, zack. Dem Hund wird ein Tröpfchen (wirklich nur ganz wenig) Blut entnommen, das wird dann mit vier "Substanzen" vermischt und zurückgespritzt, an verschiedene Stellen am hinteren Hund. Also viermal pieksen. Dauert fünf Minuten und ist - zumindest für Cleo - der Rede nicht wert. Nächste Woche nochmal, insgesamt vier Behandlungen (wenn ich mich nicht irre), 70 Euro pro Mal, naja, man gönnt sich ja sonst nix. 

Hier mal was zum Nachlesen, klick.




Unser kleiner, dicker Hund hat übrigens auf der Tierarztwaage 23,8 kg gewogen (unter Zeugen, Ulrike, hahaha). Und das sind nun doch (mußt jetzt stark sein, lieber Rolf) ein paar Gramm zuviel. Also ab sofort nur noch gestrichen volle Kellen, keine gehäuften mehr, Bikinifigur, logo ...


Zwei Besoffene im Auto. 
"Mann, Alter", lallt der eine, "fahr doch nich so weit links!"
"Wieso ich", lallt der annere aufgebracht zurück, "ich denk, Du fährst ..."




"Bekennen wir uns also dazu, ­unsere Hunde zu vermenschlichen, oder ­besser dazu, sie als Mitglieder in unserem Familienverbund „in bestimmter Hinsicht wie Menschen zu ­behandeln“, indem wir sie als fühlende und ­denkende Wesen achten!"  

Aus: „Todsünde“ Vermenschlichung? von Dr. Konstanze Jablonowski. 



Gegen Abend noch einen kleinen Gang in Fischerhude gemacht,


und vorher ... Eis, fünf Kugeln!


Wir arbeiten mit Cleo gerade an der richtigen Entfernung, d.h., wenn wir im Wald oder aufm Feld gehn (besonders in neuen, aufregenden Gebieten), dann gibt´s erstmal zwei Varianten: Cleo bleibt bei uns (geht sozusagen Fuß) oder sie darf los und läuft dann oft ziemlich weit voraus, Erkundungstrieb, klar. Ab einer Entfernung von 25 bis 30 m werd ich etwas unruhig (besonders jetzt in der Brutzeit), und stoppe sie (Halt, warte!) oder rufe sie zurück. Das klappt bei uns problemlos, aber es bringt auch eine gewisse Unruhe in die Gänge. Unser Ziel ist, daß Cleo von sich aus ihren Aktionsradius begrenzt - nicht ganz einfach für einen Hund.
Hab ihr heute vormittag beim Gang am Hammedeich (neuer Abschnitt) mein Anliegen erklärt - klappt schon recht gut!

Am Nachmittag war´s hier höllisch heiß (Brüll!), bin im T-Shirt übern Truperdeich. Unser kleiner schwarzer Hund muß sich mit den neuen Temperaturen unter der brennenden Sonne (Hoch Ludwiga, satte 16 Grad) auch erst wieder anfreunden. Bald wird angebadet, dann isse wassergekühlt ...



Gestern war vielleicht ein Wetter, ja so ein Wetter! Herrli durfte das Geld fürs Hundefutter verdienen, aber Frauli hatte frei und machte mit Cleo einen Gang, einen Wahnsinnsgang, hier isser:



Gestartet wurde vom Unisee-Parkplatz aus, an der Kleinen Wümme lang bis Damsiel. Dann über den geschlängelten Deich der (großen) Wümme. An vielen Höfen und ein paar Hofhunden vorbei, bei Kaemena ein Bio-Eis gegessen (klick), und weiter bis Kuhsiel. Abbiegen auf den Kuhgrabenweg, am Kuhgrabensee vorbei und zurück zum Parkplatz. Die Strecke ist zwar fast autofrei, aber wegen des ignoranten Verhaltens vieler Rennradfahrer lief Cleo überwiegend an der Leine (auf 2,20 m eingeklinkt und forschen Schrittes).
Gute vier Stunden waren die beiden unterwegs und hatten über 20 km unter den Füßen, Respekt!



Als "mündiger Patient" sind Sie heute Partner der Ärzte geworden. Genauso können Sie auch ein mündiger Welpenkäufer werden. Was ist Ihnen wichtiger? Das Aussehen des Hundes oder seine "inneren Werte" wie Gesundheit, Anpassungsfähigkeit, Langlebigkeit und gutes Wesen? Der schönste Hund hat geringe Chancen im Leben, wenn er nicht gesund ist.

(Aus: Der mündige Welpenkäufer beeinflusst die Hundezucht, von Dr. Helmuth Wachtel - klick hier)