Langen Gang um´s Pennigbüttler Moor gemacht. Sommerlicher Vormittag, satte 25 Grad. Der Gang gestaltete sich länger als gedacht, um die viereinhalb Stunden, weil ein Weg total abgesoffen war und wir den Versuch ohne Schuhe mit hochgekrempelter Hose wegen des Untergrundes aus Schotter doch abbrechen mussten. Also zurück wie gekommen, bei der schönen Landschaft kein großes Problem.
Schwarze Hunde scheinen Wärmespeicher zu sein. Bei Sonne und 25 Grad nutzt Cleo jeden Schatten zum kurzem Bauchkühlen. Idealerweise wird zwischendurch, wo´s möglich ist, ein Bad genommen. Mit nassem Fell läuft´s natürlich richtig gut!
Als wir vor paar Tagen unten am Lesumdeich langfuhren, eine schmale Straße mit vielen uneinsehbaren Kurven, die ein angemessen mäßiges Tempo nahelegen, da hatten wir wieder mal einen Idioten bzw. eine Idiotin drängelnd hinter uns, man kennt das ja. Und da ersponnen wir die Idee einer LED-Laufschrift im Heckfenster:
Guten Tag, besuchen Sie uns doch gerne samstags zwischen 18 und 20 Uhr. Da kommen immer alle, die uns am Arsch lecken können. Bringen Sie sich ein Getränk und was zum Knabbern mit, es kann dauern, die Schlange ist meistens recht lang!
Samstag, 5ter Juni
"Heute
beginnt der Tag zwischen Elbe und Weser noch mit zeitweiligem
Sonnenschein, während es im Emsland und Oldenburger Münsterland
bereits in der Früh erste kräftige Schauer und Gewitter gibt, die
sich am am Vormittag zur Weser und bis zu den Inseln sowie im
weiteren Tagesverlauf bis zu Elbe hin ausbreiten. Dabei besteht
Unwettergefahr vor allem durch anhaltendem Starkregen und
Niederschlagsmengen um 40 l/qm in kurzer Zeit, Hagel bis 2 cm und
stürmische Böen! Auch lokale Überschwemmungen können nicht
ausgeschlossen werden! Die Luft erwärmt sich auf 21 Grad in Emden,
24 Grad in Bremen bis 27 Grad in Stade. Auf den Inseln bleibt es mit
17 bis 19 Grad kühler."
(Quelle: butenunbinnen.de)
Und gestern war´s so mediteran 😉. Hatte jobmäßig im "Viertel" zu tun, und da saßen sie wieder vor den gastronomischen Kleinbetrieben, die Profiteure einer Inzidenz unter 30. Das bunte Leben war zurück, wuseln, shoppen, Cappuccino!!!
Auch wenn ich nicht das geringste Verlangen habe, mich an diesem Treiben zu beteiligen - schön war´s, gute Laune hat´s gemacht, Tristesse ade! Irgendwie ist man ja doch Mensch ...
So, Frühstück, dann wird der Tag abgespult, Pflicht und Kür, mit guter Haltungsnote und erstklassig im Ausdruck:
Ochtumgang, Ikea, Lindt Outlet, Woll SB, Neuhelgoland Hamme (Cleo ist geschwommen wie Marc Spitz bei den Olympischen Spielen 1972), Feinkost Hannig (Obst, Gemüse), Stadtbibliothek, Rewe. Was vom Tage übrig blieb ist privat.
Über die Entstehung des Blauen entwickelten Künstler und Gelehrte in historischen farbphysikalischen Abhandlungen seit dem Mittelalter unterschiedliche Theorien. So beschrieb Leonardo da Vinci im Buch von der Malerei Wesen und Wirkung des Blau als immateriell. Keine Farbe der Luft, sondern eine metaphysische Mischung des Sonnenlichts mit der Schwärze der Weltfinsternis.
Sonntag, ein ziemlich warmer Tag, sehr sonnenhaltig, bei der leichten Weserbrise aber noch angenehm. Über drei Stunden sind wir dem trivialen Leben davongelaufen, dann nochmal Spargel, bald kommen die Kaemena-Erdbeeren zum Selberpflücken!
Heute zum Beispiel sind 35 Grad im Schatten.
Das ist nicht kalt, Neuhelgoland ist angesagt, wegen der Landschaft, der relativen Einsamkeit und natürlich der Hamme! Von so einer Wasserqualität träumt jeder Hund. Die erste Hälfte des Rundgangs findet eigentlich im Wasser statt. Jede sich bietende Einstiegsmöglichkeit wird von Cleo als solche genutzt, sie ist schwimmäßig wieder voll drauf. Das ist schön, muss allerdings gehändelt werden, sonst greift die Sucht, dann kann´s nervig sein.
In den letzten zwei Wochen hatten wir immer mal eine Zecke, meist schnell entdeckt und gezogen. Da sehen wir noch kein giftforderndes Problem (wie in den letzten Jahren auch nicht). Für den Fall der Fälle steht Melaflon-Spray im Badschränkchen.
Offtopic:
Nun bastel ich seit Tagen daran rum. Woran? Daran, daß die Videos auf meinen Geräten, z.B. am PC, wunderbar scharf und schön aussehen. Nur nach dem Upload zu YouTube kommen sie dann überaus mäßig, eigentlich beschissen rüber. Das ist nicht wichtig. Es gibt nur wenig Wichtiges im Leben, natürlich. Aber manchmal, und das ist ungewöhnlich für mich, entwickelt sich im tiefsten Innern ein gewisser Ehrgeiz bzgl. der Lösung des Problems. Und da ich das Digitale nicht in meinen Genen habe (wie die bedauernswerte neue Generation), bedeutet das: Arbeit, Zeitaufwand, versuchen an Informationen zu kommen, die ich verstehen kann. Bei Videos ist das Zauberwort "rendern" (englisch), meint die Verarbeitung mit speziellen Programmen nach gewissen Parametern usw.
Nun bin ich zumindest so weit in die alberne Materie eingedrungen, daß beispielsweise bei diesem Filmchen (in der Vollbildwiedergabe) nur die ersten 17 Sekunden mistig sind. Warum? Keine Ahnung, ich weiß nicht mal genau, wie ich überhaupt soweit gekommen bin, hahaha!
18. Juni, ein Freitag
Inzidenzwert Stadt Bremen 6,7 - das ist gut, sehr gut!
Wetter und Temperaturen heute leicht über der Grenze des Erträglichen bei 33 Grad.
Der Bremer Keramik-Markt
Endlich isser wieder da! Mit unproblematischer Registrierung (Name, Anschrift, man könnte auch was erfinden) und Maske kann man an den 45 Ausstellern vorbeischlendern, kucken, kaufen. Macht Spaß, Gebranntes aus Ton finden wir gut.
Sonntag
Heute
Vormittag ziehen dichte Wolken mit schauerartigem Regen über die
Nordsee und das Alte Land nordwärts ab. Dahinter beruhigt sich das
Wetter und die Sonne gewinnt bei auflockernden Wolken mehr und mehr
die Oberhand und Regen bleibt dabei die Ausnahme. Dazu ist es
schwülwarm bei Höchstwerten von 25 Grad in Leer, 28 Grad in Bremen
bis 30 Grad in der Verdener Heide, auf den Ostfriesischen Inseln sind
es 22 bis 24 Grad.
Heute
weht abgesehen von einzelnen Gewitterböen meist schwacher bis
mäßiger südöstlicher Wind, der im Tagesverlauf über Süd auf
West dreht. Am Abend kommt er dann aus Nordwest bis Nord.
(Quelle: butenunbinnen.de)
Ein Wind
kommt von Süd und zieht mich hinaus auf See.
Mein Kind
sei nicht traurig tut auch der Abschied weh ...
Nur fliegen ist schöner.
Was
macht eine Erdbeere zu einer besonderen Erdbeere?
Sicher
die Frische. Aber Geschmack und Aroma sind vor allem eine Frage der
Züchtung. Nun
sollte man meinen, Erdbeeren werden immer auf guten Geschmack
gezüchtet. Das ist aber eher die seltene Ausnahme...!
Auf
den großen Feldern im In- und Ausland wachsen zum größten Teil
Erdbeersorten, die mit dem einzigen Ziel gezüchtet wurden,
dass sie transportfest und lange haltbat sind. Sie müssen einen
hohen Ertrag bringen und auch nach Tagen noch gut aussehen. Ob
sie aber auch schmecken, darauf kam es den Züchtern im Auftrag des
Handels nicht so an.
Natürlich ist das keine Werbung, es geht ausnahmsweise mal um eine Weltanschauung 😉
Hummel Hermann, Biene Maja, Zecke Adolf.
Insekten sind wichtig und meistens faszinierend bei näherer Betrachtung. Es gibt Ausnahmen, z.B. die beiden Zecken, die wir gestern aus Cleo gedreht haben (ich weiß doch, daß diese Unsympathen kein Gewinde haben, aber wir drehen trotzdem, hat Tradition).
Wenn der Weg unendlich scheint und plötzlich nichts mehr gehen will, gerade dann darfst du nicht zaudern.
(Dag Hammarskjöld)
Aldi will nun bis 2025 vollständig auf Fleisch aus der Haltungsform 1 verzichten. Ein Jahr später soll dann ein Drittel des Fleischs bei Aldi aus den Stufen 3 und 4 kommen. Bis 2030 soll bei Aldi dann kein Fleisch der beiden unteren Haltungsstufen zu kaufen sein. Die Pläne gelten für Frischfleisch wie Steaks oder Gehacktes von Rind, Schwein, Hähnchen oder Pute. Internationale Spezialitäten und Tiefkühlfleisch sind von der Regel ausgenommen. Auch für die Herkunft von verarbeitetem Fleisch, etwa in Wurst oder Fertiggerichten, gilt die Neuerung nicht.
Quelle: ntv.de, hny/dpa
Ach ja, da soll die Kundschaft mit latenten Gewissensbissen bei der Stange gehalten werden, mehr ist das nicht. Das Leiden der Tiere unter den Menschen geht weiter, und weiter, und weiter ...
Wie ist das eigentlich gewissenstechnisch bei Hundebesitzern?
Hunde sind primär Fleischfresser, können zwar vieles verwerten, aber unter die Pflanzenfresser fallen sie ganz sicher nicht. Zeitgeistige Modeerscheinungen fanatischer Gutmenschen. seinen Hund vegan zu ernähren, halte ich für irrwitzig und nicht weniger egozentriert wie das Ganze-Kerle-Insistieren auf die tägliche Fleischration, gerne auch gegen jede Vernunft.
Wenn ich also einen Hund haben möchte, dann werde ich mich schuldig machen, mitschuldig, am überwiegend industriellen Abschlachten von Tieren. Etwas abgemildert verliefe die Anklage vor dem Jüngsten Gericht dann bei echten Biofleischverfütterern und (ich erwähne es ungern) bei Wildfleisch aus der Jagd. Tiere dieser Provenienz haben gemeinhin ein besseres Leben und einen anständigeren Tod.
Was macht der reflektierte Hundebesitzer also mit seinem Dilemma?
Vermutlich versucht er wie alle anderen auch, besser auszusehen als er aussieht, nach verwischenden Rechtfertigungen zu haschen oder verträumte Baerböckchen-Weltanschauungen zu kreieren.
Ich bin ja kein Apologet des Fanatismus. Ich bevorzuge es, meine Zweifel zuzulassen und wenn´s klappt auch auszuhalten. Ob begrifflich nun abgewetzt oder nicht: In Relationen setzen ist mein Zauberwort. Der durchschnittliche Fleischkonsum 2020 in Deutschland liegt bei 70 kg pro Person (da sind Säuglinge und zahnlose Greise wohl mitgerechnet, naja ...). Meine Frau und ich würden demnach mindestens 140 kg gequältes Fleisch im Jahr verputzen. Cleo bekommt täglich 200 g Muskelfleisch, das sind 73 kg auf´s Jahr gerechnet. Weil Pansen, Innereien und geschredderter Entenrücken in der Humanstatistik eher nicht enthalten sind, ist meine Berechnung nicht unerlaubt geschönt, denke ich.
Da Frauli und ihr Gatte kein Fleisch essen (Fisch schon, einmal die Woche, darum und weil mir ideologische Sammelbegriffe ein Gräuel sind, nenne ich uns nicht Vegetarier, so einfach ist das), da wir also folglich keine gemeinsamen 140 kg verzehren, sondern lediglich unser Hund die Hälfte davon, ist das schon eine ganz gute Relation. Wir fahren auch gern mit dem Auto, nicht zum Zigarettenholen, denn wir rauchen nicht, dafür im Rahmen einer wirklichkeitsaffinen Abgasvorgabe. Wir fliegen auch nicht, weder mit dem Flugzeug noch aus der Kneipe (denn saufen und Stammtisch nein danke). Wir kaufen uns selbstverständlich nicht ständig neue Klamotten, und wenn, dann sind die heile, neu, nicht schon zerrissen oder gelöchert an der Kasse. Genauso sinnhaft heizen wir, verballern nicht tausende Liter klaren Wassers in den Schwimmpool oder auf den ständig und stromverbrauchend gemähten Rasen. Nein, das alles tun wir nicht. Unser Obst und Gemüse kommt zu 90% aus deutschen Regionen, unser Gelber Sack braucht lange, bis er voll ist. Wir nehmen nur soviel biologisches Waschmittel wie tatsächlich nötig, und was der Weisse Riese sagt ist uns wurscht, vegetarische Wurscht, logo.
Dafür haben wir einen Hund, man kann auch mehrere haben oder noch eine Katze oder paar Wellensittiche. Und der wird gefüttert, wie es sich für einen Hund gehört.
Abschließend soll nicht unerwähnt bleiben, daß wir keine Daunen aus Lebendrupf in den Kissen haben und niemals Chinapelz am Kragen. Gut. Übrigens geht mir der Löw, Jogi, so dermaßen auf den Zeiger, seit Jahren, und dabei hab ich kein Interesse an Fußball und auch keine Ahnung, aber trotzdem, dieser teildebile Taktiker, die bedauernswerte Mannschaft würde ohne Taktik vermutlich besser spielen, aber nein, Taktik, Ticktack aus dem Sack, und dann bei den Interviews, furchtbar dieses Brauchtumsgeschwafel von Moral, entsetzlich auch dieser Gesichtsausdruck, wie ein alternder Basset nach erfolgloser Suche, keinen Knochen gefunden, kein Tor geschossen, wie trostlos ist das Leben eines Bundestrainers ...
Das ganze Leben ist ein Quiz,
und wir sind nur die Kandidaten ...
Montag,
heute kommt der Anlageninstallateur für Sanitärtechnik, früher war das der Klempner, und baut uns eine neue Mischbatterie über der Badewanne an. Alle 20 Jahre mal was Modernes, man gönnt sich ja sonst nix. Das Zeitfenster liegt zwischen 10 bis 14 Uhr, kleiner ging´s nicht, leider, denn ich warte sonst bestenfalls auf Bananen ...
Da bot sich die Zahn- und Pfotenpflege bei Cleo an. Die Ballen mit Ballistol Aninmal-Öl poliert und erwartungsvoll mit dem passenden Instrument ran ans Mäulchen ... Große Enttäuschung, hahaha, da gab´s nix zum Abkratzen, Cleo ist zahnsteinfrei, vielleicht mal der Hauch eines weichen Belags, that´s all, wir danken dem guten pH-Wert, thank you!
Isser nich schön? Doch, das isser. Kunst ist das, Kunst am Hahn.
Klassische männliche Form, schlicht getreu dem Bauhaus-Credo: Form follows function.
Dazu der Schlauch aus dem wohl kühlsten Material der Neuzeit: Edelstahl.
Überzogen mit einer transparenten Kunststoffhülle, die an haptischer Wärme ihresgleichen kaum finden wird.
😉
Frühstück, heute mit Süßkartoffelpüree, Petersilie und dem obligatorischen Fleischmix.
(Übrigens ist Frankreich raus, heute abend verliert Deutschland)
Unser Wildblumenbalkon steht in voller Pracht
Meine teure Gattin hat sich einen langgehegten Wunsch erfüllt: Einen barocken Kaffeebecher mit viel Gold.
Eine Töpferei in Bad Bevensen wurde beauftragt, es dauerte vier Wochen, dann kam er und kostete mehr als ich bisher in die Rentenversicherung eingezahlt habe.
Natürlich hat er jetzt seinen eigenen Alleinplatz auf dem kleinen Glasregal in der Küche und ich darf ihn niemals spülen, niemals! Wenn ich den kaputt mache, dann gibt mich Frauli zur Adoption frei, und das will ich nicht, jetzt nicht mehr ...
Allein schon beim Tragen vom Wohnzimmer in die Küche zittern mir die Ellenbögen und ich fühle mich wie Yves Montant im Film von 1953, Lohn der Angst, in dem vier Männer auf zwei Lastwagen das hochexplosive Nitroglyzerin durch den südamerikanischen Dschungel fahren, nur ein Laster erreicht das Ziel.
ersten Kuckuck gehört, Regengang durch´s Werderland, gleich gibt´s Spargel!
Sonntag, früh mit Cleo los, Stadtwald und umzu.
Das Cleo-Foto oben heute gemacht, ausgetauscht, ist irgendwie schöner.
Es waren wieder viele Coronazeit-Naturfreunde auf den Beinen. Furchtbar. Apropos Beine: Die Orthopäden werden die eigentlichen Pandemie-Gewinner sein. Wenn ich mir ankucke, welche knick- und plattfüßigen Neujogger da auf O- und X-Beinen mit hellviolettem Gesicht und Schnappatmung ihr aktuelles Zuviel an Freizeit in diversen Parks und Wäldern auszufüllen versuchen, man kann das Verschleißen von Knorpel und Entstehen von Arthrosen deutlich hören, dann erscheinen mir im Geiste schon Bilder hoffnungslos überfüllter Wartezimmer - der Nächste, bitte.
Die kleine Brücke über den Kuhgraben hat seit kurzem güldene Kugeln, Wunderschön! Friedensreich Hundertwasser wird im Himmel vor Freude tanzen, da bin ich mir sicher! Wer hat die Dinger vergoldet? Ich tippe auf die Privatinitiative eines lebensbejahenden Menschen, weil ich mir beim allerbesten Willen nicht vorstellen kann, dass die peinlich überforderte Senatorin für Klimaschutz, Umwelt, Mobilität, Stadtentwicklung und Wohnungsbau der Freien Hansestadt Bremen, Dr. Maike Schaefer, eine so sinnvoll fröhliche Idee zu gebären in der Lage wäre.
Na gut, ich muss brechen, und zwar ab. Denn meine Frau hält mich eh für ein unchristliches Lästermaul, da nehm ich mich doch etwas zurück, aus Liebe, logo!
Nudeln mit Champignon-Sahnesoße, Bulgurbratlinge mit Petersilie, Feldsalat-Rucola mit einer Vinaigrette und Kirschtomaten.
Die Vinaigrette mit einem Löffelchen Himbeermarmelade und einem halben Löffelchen Senf verfeinert, sublimiert sagt der Akademiker.
Die Pilzsoße hat auch eine kleine Besonderheit. Man vermengt 15 g weiche Butter mit 10 g Mehl, versucht eine Kugel daraus zu formen und stellt´s in den Kühlschrank. Dann den obligatorischen Ablauf einer Sahnesoße, Zwiebeln anschwitzen in Butter, die Pilze dazu, dann den Becher Sahne und köcheln lassen. Nach vielleicht 10 Minütchen kommt die nun hartgekühlte Butter-Mehl-Kugel in die Soße, löst sich auf - und man hat die Illusion, keine diese widerwärtigen Mehlschwitzen verwendet zu haben, hahaha.
Das Wetter der letzten Woche ist schon herausfordernd, recht kühl und viel Regen. Wir machen natürlich trotzdem unsere langen Gänge, regenfest verpackt, ist ganz kuschelig ...
Heute im Bremer Impfzentrum gewesen, sind als Doppelpack behandelt worden, alles sehr gut organisiert, überaus freundliches Personal, nettes Arztgespräch, liebevoll gepiekst, hat richtig Spaß gemacht.
Mai 2021 oder wie ich lernte, meine Wachsjacke zu lieben.
Vor paar Tagen mal wieder "Der Gott des Gemetzels" geschaut, ein wirklich bemerkenswerter Film, hier mal klicken.
Liegt der Bauer tot im Zimmer, lebt er nimmer!
Mittagsschläfchen
Am Vormittag seit längerem mal wieder den Gang um die Trupe gemacht, gute zwei Stunden um eine von Baum, Strauch, Hecke und überhaupt bereinigte Landschaft.
Ach, rettet die Welt, ach, rettet die Welt, bevor sie gerettet zusammenfällt.
Sonst alles gut: Werder spielt 0:0, der Inzidenzwert inner Stadt Bremen liegt bei 91,8 und morgen soll´s 26 Grad warm werden. Da könnten wir die Badesaison für Cleo eröffnen, schau´n wir mal.
Sonntag,
blauer Himmel, Muttertag, Spargel gibt´s.
Wie jedes Jahr, seit über 30 Jahren, haben wir Blaumeisen im Kasten. Wäre das nicht so, dann würde uns etwas Wichtiges im Leben fehlen, wie anderen Erfolg, Ruhm und Geld.
Diese nicht mal 15 Gramm Meise ist die Allegorie der Fürsorglichkeit schlechthin. Im Minutentakt fliegen die Eltern den ganzen Tag unermüdlich mit ´ner Raupe im Schnabel zwischen der großen Kastanie und ihrer Brut hin und her. Natürlich issis nicht immer dieselbe Raupe ...
In den nächsten Tagen werden die Jungen ihre Köpfe durch´s Loch stecken, kurz Mut sammeln und dann geht´s ab in die Welt da draussen. Wir werden dann wie jedes Jahr etwas traurig sein und versuchen uns einzureden, dass das Leben nichts anderes ist als eine Kette von Veränderungen.
Cleo´s Blicke bohren sich ins Fleisch: Sie will ihr Frühstück. Ja, ich bin ja schon fertig, geht los, der Tag wird gut!
Lange durch die Fischerhuder Niederungen geschlurft, kaum Menschen getroffen: Der frühe Vogel fängt den Wurm - Frauli sieht den gerade.
Die Warteschlange beim Café Lindenlaub war dann gegen 13 Uhr für´n Eis zu lang, alles hat seine Grenzen. Wenn da demnächst nicht um einen zweiten Tresen erweitert wird, dann sattel ich um auf Austern, die erfrischen auch ...
Open season, die Badesaison ist eröffnet!
Gemeint ist die Jagd nach dem Wasser-Dummy, natürlich.
Vorhin auf n-tv gelesen:
Nicht nur ist das Boris-Johnson-Land mit 50% Komplettgeimpfter den gerade mal 10% in Germany eine triefende Nasenlänge voraus. Nein, nun schreibt der blond verwirrte Premierminister Geschichte:
Erstmalig wird "Tierwohl" in der Regierungspolitik verankert. Wirbeltiere empfinden Freude, Leid und Schmerz, davon ist Johnson überzeugt, und will u.a. spürbar härtere Strafen für Tierquäler und ein Verbot von Pelzimporten gesetzlich festschreiben.
Tja, jeder empfindet eine Situation anders und reagiert auch anders drauf. Der eine macht sich Luft und bellt, der andere sucht nach Orientierung und der dritte versucht den allgemeinen Irrsinn zu verstehen. Sind auch nur Menschen, diese Hunde ...
So, da isse, unsere Venusfliegenfalle(Dionaea muscipula).
Wir wollten auf keinen Fall eine dieser armen, kränkelnden Baumarkt-Dinger für dreiachtundneunzig. Man sucht sich online eine richtige Gärtnerei, wartet zwei Wochen und bekommt dann inklusive Pflegeanleitung ein Prachtexemplar per Post.
Vier verschiedene Fleischfresser ham wir geordert. Zwei für´s Wohnzimmerfenster, zwei für die Küche. Die einen brauchen volle Sonne, die anderen viel Licht, das macht einen Unterschied. Die einen müssen feucht gehalten werden, die anderen im Untersetzerwasser stehn, auch das macht einen Unterschied.
Sehr zart und filigran sehn sie schon aus. Mit kleinen Klebetröpfen oder kleinen Kannen. Und wieder andere beißen feste zu ...
Unser Himmelfahrt-Kommando erfolgreich und mit Spaß bei gutem Wetter absolviert. Dreieinhalb Stunden am Wümme-Südarm lang. Viele Rinder, Schwäne, einen Kiebitz begrüßt, Brachvogel gehört und das Wichtigste: Kaum Menschen, weniger Zivilisationlärm als befürchtet. Cleo hat die heute starke Strömung im Südarm bezwungen, Freistil, natürlich, Rücken kann sie nicht.
Sonntag, der Tag vor Montag.
Im Wildpferd-Projekt Werderland gibt´s Nachwuchs.
Und der Papa passt auf. Dieser Hengst ist ein wirklich beeindruckendes Tier.
Vor Kraft strotzend, in majestätischer Ruhe, gehört ihm das Werderland.
An der B 51, wie von Nolde gemalt, oder nicht, Rita ...
Der zweitgrößte Vorteil einer Regenhose: Man kann sich einfach überall hinsetzen.
Off topic:
Vor
ein paar Wochen haben wir eine sehr gut verfasste Biografie über
Winston Churchill gelesen. Ein interessanter Mann, ein irres Leben.
Natürlich war Churchill ein Egomane mit Schattenseiten, klar, aber
seine unbeugsame Entschlossenheit im Jahr 1940, sich Deutschland
niemals zu ergeben, zu kämpfen bis zum letzten Atemzug, hat Europa
und die Welt damals wohl gerettet. Er war auch Maler und Schriftsteller und
einiges mehr. Unterm Strich sicherlich ein bedeutender Mensch.
Dann
fiel uns das Buch von Donald ´s Nichte Mary L. Trump: „Zu viel und
nie genug. Wie meine Familie den gefährlichsten Mann der Welt
erschuf“ in die Hände. Die promovierte Psychologin schreibt gut
lesbar, fachlich fundiert, fast amüsant. Wäre das, worüber sie
schreibt, nicht so unfassbar grauslich. Man kann dem Teil Amerikas,
der eine zweite Amtszeit verhindert hat, nur auf Knien danken. Da hat
die Welt nochmal Schwein gehabt, denn ohne einen Churchill hätte
der Abgrund gegähnt …
Die Zeit war rum (ich glaub´ halbes Jahr, wir sind da keine Kirschkernschnitzer), eine Kotuntersuchung meine ich natürlich, was sonst. Bei ParaDocs lassen wir das machen, ca. 24 Euro. Drei Tage im Röhrchen sammeln, eintüten und weg. Nach wenigen Tagen ist der Befund gemailt, so einfach.
Und Cleo ist nachwievor und immer noch wurmfrei. Das freut uns, Jippi! Wenn ich daran denke, was in den letzten vier Jahren an überflüssigem und schädlichem "Wurmgift" in unseren Hund gepumpt werden sollte ... Nicht wenige Tierärzte empfehlen ja den drei-Monats-Rhythmus, ein Irrsinn.
Themawechsel!
Keine Ahnung warum, aber wenn ich Riesenchampignons sehe, dann muss ich paar kaufen und mir Gefüllte backen, zeitnah!
Stiele raus, Feta mit Knobi, büschen frischer Chilli, Parmesan und reichlich Olivenöl mit dem Pürierstab bearbeiten, dann rein damit inne Pilze und ab in den Ofen bei 180 Grad. Bin ich richtig süchtig nach, am liebsten würd´ ich sie rauchen, BRÜLL !
Wir sind keine Freunde von Nahrungsergänzungsmitteln, gar nicht.
Bis auf zwei Ausnahmen.
Letzte Nacht um viertel vor vier,
da hatte ich eine Erscheinung.
Plötzlich stand ein Engel in der Tür
und er fragte mich nach meiner Meinung.
Er war kreidebleich mit´m weißen Gewand
und er hob seine silbrig schimmernde Hand,
und er sacht: Guten Tach, Du bist auserkor´n,
die Welt braucht einen neuen Messias.
Und dann hadder mir noch den Kopf geschor´n
und gesacht: Du heißt jetzt nicht mehr Ralfi,
Du heißt jetzt Jeremias.
Der Held meiner Jugend wird 75. Hau rein, Udo!
Pfingstsonntag.
An Pfingsten soll der Heilige Geist auf die Apostel herabgekommen sein.
Und so ein Gefühl hatte ich vorhin am Weserdeich auch ein bisschen ...
Ansonsten ist Werder Bremen gestern verdient und von langer Hand seit Jahren vorbereitet in die 2. Liga abgestiegen. Alle Verantwortlichen versichern sich gegenseitig einen guten Job gemacht zu haben, ein "Weiter so" ist die Losung bzw. soll die Lösung sein. Das ist lustig! Ein Gurkenclub wie er grüner nicht sein könnte, hahaha.
Die gute Nachricht zuerst: Die Inzidenz inner Stadt Bremen liegt bei 46,5 👍
Wobei uns das Saufen im Innenbereich nicht wichtig ist, aber mal wieder einfach so nach Laune inne Kunsthalle tapsen wär schon schön! Expressionistische Aquarelle von Schmidt-Rottluff oder so, Hauptsache Farben!!! Denn das Maiwetter ist eher monochrom ...
Wir sind ja mit unserem Barffleisch-Produzenten sehr zufrieden. Qualität und Herkunft, und die Darreichungsform in Portionsstücken kommt uns entgegen, keine undefinierbare Schreddersuppe.
Nun ist für Hunde ja bevorzugterweise Fett der Energiespender, keine Kohlenhydrate. Rindfleisch durchwachsen ist die Grundlage, um die 20% Fett sind ok. Wer nur mager füttert tut seinem Hund nichts Gutes. In letzter Zeit hatte ich allerdings den Eindruck, dass der Fettanteil in Cleo´s Rindfleisch höher liegt. Das erschüttert mein Vertrauen in "Barf Gold" keinesfalls, Fleisch ist halt ein Naturprodukt. Ich mische nun etwas. Zwei Drittel durchwachsen und ein Drittel mager, z.B. Rindfleisch mager (die etwas teuerere Variante) oder Rinderzunge.
Das ist überhaupt nicht kompliziert, da greif´ ich abends vorm Gefrierschränkchen im Keller für die 200 g Muskelfleischtagesration kurz in zwei Tüten und gut. Bin kein Gramm- oder Prozentfetischist, nö, das Fütterungsprinzip sollte unterm Strich stimmen, that´s all. Beim Innereienmix, Pansen und Entenrücken gewolft bleibt alles wie gehabt.
Summer in the city? Aber nein, Waldohreulen in der Stadt!
(Auf ´s Geratewohl ins Dunkle geblitzt und Glück gehabt)
Wir schreiben den 29sten Mai 2021. Der Inzidenzwert der Stadt Bremen liegt bei 29,8! Ab Montag gibt´s weitere Lockerungen in Richtung "Normales Leben". Das ist gut, sehr gut, es freut mich ganz ungemein. Und ich liebe meinen Bürgermeister: BOVI for ever!
Und was meint Jochen Grabler, Kolumnist bei Radio Bremen, dazu? Hab noch nix von ihm gehört, wo hadder sich versteckt?
Noch mal zur Erinnerung Grabler´s Kolumnentitel der letzten Monate:
Was ist seit der Notbremse passiert? Ein Land versinkt in Selbstmitleid. Ich finde die Beschlüsse unfassbar. Nichts gelernt aus Corona. Wir haben keine Zeit. Innehalten, nachdenken.
Tja, Herr Grabler, nachdenken ist eine excelente Idee - am besten vor dem Verfassen einer Kolumne. Zugegeben, ich bin unsachlich. Dieser bissige kleine König der Kabale, selbstgekrönt natürlich, nervt mich ziemlich, ziemlich sehr, macht auch Spaß. Er selbst wird sich als einen investigativen Journalisten reinster Güte empfinden, klar. Ich sehe da eher einen Gernegroß, der seinen Rudi-Dutschke-Komplex nicht austherapiert hat. Wie auch immer. Die momentanen Inzidenzen, das Ausbleiben katastrophaler Rückschläge wie andernorts in Europa und der Welt, das letztlich wohl doch erfolgreiche Vortasten auf unbekanntem Gebiet - also, ein paar Sachen in der Krisenbewältigung sind in diesem Land vielleicht doch nicht so ganz falsch gelaufen, Herr Grabler, oder?
Und noch was will ich in die Welt posaunen: Vorgestern hat mein iPhone 5s seinen Geist aufgegeben. Alles was entsteht, ist wert, daß es zugrunde geht, Goethe´s Binsenweisheit, logo. Ein neues Gerät musste her, schnellstens, denn ein Leben ohne Smartphone ist nicht mal denkbar, die Frage nach der Sinnhaftigkeit stellt sich da gar nicht erst. Kurz den neuesten Test gegoogelt, noch kürzer überlegt, entschieden und bestellt, heute liegt´s inner Packstation und gleich hol ich´s da raus! Bis Montag hab ich Zeit auf Android umzudenken, bin zuversichtlich ...