Gut anderthalb Stunden durch wirklich zauberhafte Landschaft,
wie auf einer kilometerlangen Ikea-Matratze,
diesen von der EU mitfinanzierten Moorweg abgegangen.
O schaurig ist´s über´s Moor zu gehn,
wenn es wimmelt vom Heiderauche.
Sich wie Phantome die Dünste drehn,
und die Ranke häkelt am Strauche.
Unter jedem Tritte ein Quellchen springt,
wenn aus der Spalte es zischt und singt.
O schaurig ist´s über´s Moor zu gehn,
wenn das Röhricht knistert im Hauche!
(Aus Der Knabe im Moor, Annette von Droste-Hülshoff, 1842)
Was gibt´s Schöneres als einen Hund, der gleichmäßig belastend auf seinen vier Beinen steht. Momentan hat Cleo sich vorne rechts etwas gestaucht oder gezerrt und lahmt mal mehr mal weniger. Sie ist am Maisfeld langgesaust und auf den Absatz zum Weg getreten, im vollen Galopp, das ist nicht gut. Nun kriegt sie Traumeel Tabs, Retterspitzwickel und wird geschont die nächsten Tage. Dann schau´n wir mal, wird schon wieder.
Sonntag, Cleo hat sich gut erholt, noch ein paar Tage im Schongang, dann ist alles wieder gut. Und darüber sind wir sehr froh.
Es gibt ein wirklich aussergewöhnliches Buch von Samantha Weinberg.
Der Quastenflosser: Die abenteuerliche Geschichte der Entdeckung eines seit 70 Millionen Jahren vermeintlich ausgestorbenen Tieres.
Wir jedenfalls waren fasziniert und mussten dem Quastenflosser huldigen, ein Linolschnitt bot sich an.
In Linol schneiden und drucken macht großen Spaß! Erst die Idee, dann der Entwurf, das spiegelverkehrte Übertragen auf die Platte, das herrlich mühsame Ausschneiden (da ist Frauli virtuos drin) und dann der erste Probedruck, das gespannt langsame Abheben des Papiers von der Platte - WOW!
"Hitzewellen, Dürren, Starkregen: Schon in neun Jahren könnte der Anstieg der globalen Mitteltemperatur 1,5 Grad überschreiten, prognostiziert der Weltklimarat - und warnt vor nie erreichten Extremwetterereignissen. Mit den derzeit angestrebten Klimaschutz-Maßnahmen sei die Entwicklung nicht mehr aufzuhalten.
Einige Auswirkungen der Erderwärmung wie der Anstieg der Meeresspiegel und das Schmelzen der Gletscher sind laut Weltklimarat bereits heute "unumkehrbar". Selbst bei einer drastischen Reduzierung der Treibhausgas-Emissionen würden die Meeresspiegel weiter ansteigen und "für Tausende Jahre erhöht bleiben", heißt es im IPCC-Bericht. Die Meeresspiegel könnten demnach bis zum Jahr 2100 um bis zu einen Meter steigen."
(Quelle: ntv.de, hny/AFP/rts)
Tja, so ist die Lage, die Wirklichkeit, die Realität. Wer nicht zu den Spinnerten gehört, dem ist das lange schon klar. Wobei mir jedesmal wieder Schauer des Kopfschüttels den Rücken runterlaufen, wenn ich Sätze wie diesen höre: Wir müssen unsere Erde retten! Wir müssen, wir können und wir brauchen da nix retten. Wir können diesen Planeten nicht zerstören, wir können auch die Natur, die Evolution, diese Kraft, die unaufhaltsam Leben hervorbringt, nicht stoppen. Wir können lediglich unsere eigenen Lebensgrundlagen zerstören (Wald- und Artensterben zähle ich dazu). Das tun wir, das tun wir gründlich, niemand wird uns aufhalten, wir werden aussterben. Und dann wird sich diese Erde einmal schütteln, vielleicht rülpsen, und dann geht´s weiter. Voraussichtlich besser weiter, denn die Evolution macht niemals denselben Fehler zweimal, der Mensch wird nicht wieder auftauchen, genauso wenig wie die Dinosaurier, gut so.
Allerdings wird das noch etwas dauern, mit 2030 hat das nix zu tun. Aber es wird so kommen, ganz sicher, ein natürlicher Vorgang. Norman MacLeod hat das in seinem Buch Arten sterben beschrieben. In den letzten 541 Millionen Jahren Erdgeschichte hat es schon fünf große Aussterben gegeben. Und nach jedem dieser fünf "Weltuntergänge" hat sich die globale Diversität des Lebens auf der Erde nicht nur erholt - es wurde immer ein bisschen besser!
Lassen wir uns nicht von den Kindern der jeweils neuen Generation unter Druck setzen, tanzen wir nicht um blödgesichtige Goldene Kälber aus Schweden. Lassen wir erwachsene Realisten unseren Untergang so erträglich wie möglich gestalten.
In einigen Rezepten tauchte als Gewürz "Piment" auf. Konnten wir erstmal wenig mit anfangen, gab´s auch nirgends zu kaufen.
Jetzt hamers bestellt. Sehr gut, eine Messerspitze (oder zwei) in die Gemüsepfanne (mach ich nachher, heute mit Naturreis) und man bekommt eine unterschwellige angenehme Schärfe, lecker!
Mein Hund, mein Auto, mein Glaube an Gerechtigkeit.
Off topic:
Strom ist teuer mit steigender Tendenz. Man kann ´ne Menge Geld sparen, wenn man einmal jährlich sich vorher einen Überblick verschaffend den Anbieter wechselt. Natürlich die Kündigungsfrist (meistens sechs Wochen vor Ablauf) im Auge. Das macht Sinn, denn die Anbieter erhöhen im zweiten Jahr kräftig die Preise, oft unbemerkt. Ausserdem gibt´s den Bonus bzw. die Boni (meistens gibt´s zweimal Zaster, einmal paar Wochen nach Abschluss, dann noch einen nach Ablauf des ersten Jahres) vom neuen Anbieter.
Gut, das praktiziere ich seit Jahren, ist nicht schwierig, man muss nicht mal selbst kündigen. Überwiegend werden dazu die Vergleichsportale wie Verivox, Check24 usw. benutzt. So auch von mir.
Dann stieß ich bei Stiftung Warentest auf Stromwechselservices im Test, hier mal klicken. Eine Offenbarung! Einfacher geht´s nimmer, seriöser auch nicht, schwarze Schafe (die gibt´s natürlich auch unter Stromanbietern) werden aussortiert bzw. benannt. Bei Anmeldung wird man per Mail über den nächsten Wechsel informiert, wird nicht mehr über´n Tisch gezogen und spart Kohle ohne Ende, hahaha.
Ich hab mich für SwitchUp.de entschieden, wunderbare Leute da!
Ich
möchte kurz klugscheißen und werde mit der Verachtung dafür leben,
kein Problem. Es
geht um´s Foto machen, um das fotografieren seines Hundes im
Speziellen.
Wenn
ich mir die liebevoll gestalteten Bilder von Hunden im Internet
anschaue, dann sind viele büschen verzeichnet, Hunde mit grotesken
Gesichtern, dicken Nasen und kleinen Folgekörpern. Das ist natürlich
lustig – wenn´s lustig gemeint sein soll. Wenn´s nicht lustig
sein soll, dann sollte man eine Einstellung ändern. Keine innere,
nix Psychologisches, nein, eine Zoomeinstellung.
Bei
den analogen, wundervollen Spiegelreflexkameras (mit
Wechselobjektiven von Weitwinkel bis Extremtele) aus meiner
Jugendzeit (BRÜLL!) gab´s immer das Standardobjektiv mit 50 mm
Brennweite. Es geht dabei um den Blickwinkel, den Bildausschnitt.
Unter 50mm ist Weitwinkel mit großem Bildausschnitt. Über 50mm ist
Tele mit kleinem Bildausschnitt. Das Standardobjektiv entspricht mit
seinen 50mm dem Blickwinkel des menschlichen Auges – so, wie wir
unseren Hund sehen, wenn er vor uns sitzt.
Dicke
Nasen und verzerrte Proportionen sind auf eine Weitwinkeleinstellung
zurückzuführen, haben also nichts mit der nahen Entfernung zu tun.
Früher war´s analog einfach: Man machte solche Aufnahmen mit dem
Standardobjektiv und gut war´s. Heute wird digital geknipst, mit
Handy oder Kompaktkamera. So, und nun wird’s kompliziert (aber
keine Angst, wird’s dann doch nicht). Die analogen 50mm Standard
auf die Digicam umzurechnen ist nicht jedermanns Sache. Da muss man
den jeweiligen Bildsensor kennen und den Crop-Faktor errechnen und so
weiter. Ich hab da keine Lust zu, ich will einfach nur meinen Hund
mit normaler Standardnase fotografisch abbilden, mehr nicht. Was tun?
Bei meiner Kompaktdigitalen hab ich einen Balken im Display, der sich
beim Zoomen zwischen links W (Weitwinkel) und rechts T (Teleobjektiv)
bewegt. Meist liegt der von uns gesuchte Standardblickwinkel inner
Mitte, oder leicht davor. Man probiert das mal aus, merkt sich die
Einstellung und macht nur lustige Fotos, wenn man es will, sonst eben
nicht.
Bei
Handykameras bleibt mir als berechnungsträgem, milieugeschädigtem
Einzelgänger nur das kurze Ausprobieren, mit welcher Zoomeinstellung
ich ein „normales“ Hundefoto machen kann.
So,
vielleicht gibt’s bei dem einen oder anderen jetzt den Aha-Effekt,
wär ja schön. Ach so, fast vergessen zu erwähnen. Bei
Portaitaufnahmen mit Standardbrennweite muss ich büschen weiter weg
vom Hundi, aber ich seh ja den Bildausschnitt.
Heute Vormittag bei frühherbstlichem Normalwetter mal wieder durch Bürgerpark und Stadtwald geschlendert. Anner langen Leine, wegen der Rehe. Auf ein Dutzend wird die Population hier wohl gehalten (hab ich mal gehört), man sieht öfter ein Rehlein, auch am Tag, sind ja an Spaziergänger gewöhnt. Aber das Abschnüffeln der romantischen kleinen Wege findet Cleo ganz nett. Anderthalb bis zwei Stunden ist man unterwegs. Es ist der "Wald" meiner Kindheit. Sonntagsvormittag mit Pa bei gutem Wetter durch´n Park, bei schlechtem ins Überseemuseum. Keine aufregende Kindheit, war aber ganz okay so.
Das Gelassenheitsgebet:
„Gib mir die Gelassenheit, Dinge zu akzeptieren, die ich nicht ändern kann.
Den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann.
Und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.“
Wochenendeinkauf
gemacht. Auch an den Kassen hat der allgemeine Irrsinn längst um
sich gegriffen. Seit die hauchdünnen Obst- und Gemüseeinpacktüten
nun auch zum Symbol unserer Wegwerfgesellschaft
gemacht wurden, quälen sich die Leute mit diesen bräunlich
sperrigen Papiertüten rum, obwohl die gesamtökologisch
nicht besser als normale Kunststofftüten sind,
so der NABU.
Egal,
es geht um´s Gutmenschenprinzip, nicht um Sinn und Verstand. Immer
öfter kommt nun die Hardcore-Variante zum Einsatz, ganz auf´s
Verpacken zu verzichten. Die Weltretter
legen ihr Obst und Gemüse direkt auf´s Band. Dass so ein
Warentransportband im Supermarkt keimbelasteter als jedes
Bahnhofpissoir sein kann, wird wie
vieles andere heutzutage weggeleugnet.
Selbst
vage Erinnerungen an den EHEC-Ausbruch vor zehn Jahren kommen nicht
auf. Ursächlich waren wohl mit Gülle in Kontakt gekommene Gurken,
Sprossen usw., und um
sich mit EHEC durch
verunreinigtes Wasser anzustecken
ist nur eine sehr geringe Anzahl (etwa 100) an Bakterien nötig. Aktuell
sind die Hygienemaßnahmen gegen Corona trendführend.
Es gibt also
einige gute Gründe dafür, seine Tomaten oder Äpfel oder den guten
alten Kopfsalat nicht einfach auf´s Band zu legen. Geht den
Ökopanikern alles am Arsch vorbei. Den Leergutbon zwischen
den Lippen zur Freude der Kassiererin, nochmal kurz auf die EC-Card
geniest und ab nach Hause, mit dem Lastenrad, aggressiv den Paragraph
1 der Straßenverkehrsordnung missachtend. Luschtig sind sie schon.
Und eilig hamsis, jeder Tag zählt!
Obwohl der Kohleausstieg für
Deutschland bis 2038 geplant ist. Laut europäischem Klimagesetz will
die EU bis 2050 klimaneutral sein. Für Frankreich ist dieses
Vorhaben ohne Kernkraftwerke nicht zu erreichen. Frankreich
deckt weiter mehr als 70 Prozent seines Energiebedarfs durch
Atomkraft, der höchste Anteil weltweit, noch vor den USA. Durch
das Wirtschaftswachstum in Asien steigt der Kohlekonsum weiter
kräftig an. Allen
voran in China werden gerade neue Kohlekraftwerke mit einer Leistung
von 200 Gigawatt gebaut.
Also,
Leute, keine Eile, ganz ruhig im Hier und Jetzt. Positiv denken. Und
immer schön die Händchen waschen, nech!
Haben Sie jemals einen Abend mit einem Versicherungsvertreter verbracht?“
(Woody Allen)
La donna è mobile (Giuseppe Verdi, Rigoletto):
Die Frau ist launisch, wie Federn im Wind ...
Cleo, ein Hund zwar, ist das auch, durchaus. Cleo ist die Königin der Stimmungsschwankungen. Immer und überall, rund um die Uhr, jahreszeitenunabhängig. Dabei sind ihr Kausalitäten völlig wurscht, es scheint für sie keinen Zusammenhang zwischen Ursache und Wirkung zu geben. Kreativ bis zum Wahnsinn, wahnsinnig kreativ.
Obwohl wir natürlich mit ihren Affekten und Unberechenbarkeiten vertraut sind, wird sie dadurch nicht berechenbarer. Die Palette ihrer Nervensägereien ist einfach zu verschmiert. Da müsste ein Profi ran, ein Studierter, ein Neurologe, ein Allgemeinarzt für Gemütserkrankungen, jemand mit Kenntnissen im Umgang mit depressiven Hooligans oder paranoiden Kleptomanen. Ein Schamane wäre gut, ein Hellseher oder Wahrsager, nein, kein Wahrsager, die sind zu unzuverlässig, verspäten sich ständig, Unpünktlichkeit ist Mist. Jemand Zuverlässiges mit viel Empathie, so eine Mischung aus Jan Hofer und Witta Pohl vielleicht. Oder Martin Rütter? Ach was, der macht doch nix mehr mit Hunden, der will nach New York, Broadway, immer den roten Teppichen nach, also der ist auch raus. So eine Führungspersönlich, ein Macher aus der Politik, ja, das könnte klappen. Laschet, genau, Laschet ist der Richtige für Cleo´s Launen. Der hat Humor, ein stattlicher Mann, sieht gut aus, trittsicher auf allen Untergründen, legt sich in jede Kurve, erntet viel Beifall selbst wenn´s regnet. Doch, doch, ich bin überzeugt, den nehmen wir. Oder was meinst du, Cleo? Nö? Machen wir´s doch lieber selbst? Gut, machen wir. Gestern war die Welt noch eckig, heute ist sie kugelrund, läuft!
Ach ja. Durch den Blödsinnsspruch oben, sind mir unsere Urlaube auf Rügen mal wieder etwas sentimental durch den Stirnlappen gezogen. In der Fewo bei den Zicker Bergen (Geheimtipp, bloß nicht rumerzählen) ham wir mit unseren jeweiligen Hunden (Emmi und Gurke, Merle und 2017 mit Cleo) schon viele unvergessliche Wochen verbracht, und die kann uns keiner mehr nehmen, nä!
Diesen Herbst ist ja die Eifel gebucht, große Vorfreude! Aber im nächsten Frühjahr fahr´n wir nach Rügen, endlich wieder salzige Luft durch die Nüstern ziehen!
Auf dem Foto hält Cleo ihr Schwänzle doch wie E.T. seinen Zeigefinger: Nach Hause, telefonier´n ...
Nein, nein, wir waren nicht im Rotlichtmilieu, das ist die Ausfahrt meiner Waschstraße! Nachdem unser neuer Untersatz ja Niederquerschnittsreifen auf den Alufelgen hat, die Reifen also dünner sind und somit der Felgenrand ziemlich niedrig ist, stellen Bordsteinkanten und die Transportbänder in Waschstraßen ein nicht zu unterschätzendes Risiko dar. Die üblichen Schleppketten sind ganz schlecht, besser sind Förderbänder ohne seitliche Begrenzung.
Hab ich büschen gekuckt und gesucht und natürlich eine wunderbare Waschstraße in der Nähe gefunden und nun sind wir auf der sicheren Seite, denn eine kleinere Felgenreparatur kostet immer einen Hunni, bei größeren Schäden muss ´ne neue Felge her. Hier mal kurz klicken, wer mag.
Heute issis wieder recht warm, büschen schwül auch, naja, nie ist man mit dem Wetter wirklich im Reinen. Eben dann noch das Walnussbrot aus dem Ofen gehoben, jetzt sind wir schlapp, der Blutdruck hoch, geh´n Sie doch angeln, meint meine Hausärztin.
Das Wetter der letzten Tage präsentiert sich variabel im unfreundlichen Bereich. Regenschauer, Wind, auch mal büschen blauer Himmel, dann wieder etwas schwülwarm, naja, wir sind wetterfest und immer draussen, die Klamotten müssen stimmen.
Heute Vormittag wieder anner Hamme bei Worpswede gewesen, einsam und schauerlich war´s, Regenjacke war angesagt, leicht unwirkliche Stimmung, Balladen-Feeling.
Die beiden Filmchen unbedingt mit Ton kucken,
der Meister reztiert ...
Offtopic:
Gestern unsere zweiten Impftermine auf die Kreuzimpfung mit einem mRNA Impfstoff umregistriert, online, macht Spaß ...
Unsere Küche im Weitwinkelmodus. Da wird die schäbigste Kombüse zum Prestigeobjekt, BRÜLL !
Neues Mobile gebastelt. Frauli macht sowas gern und gut. Kleine Beutelnetze gestrickt, mit Luftballons in Form gebracht und in Tapetenkleister getaucht. Zwei Tage trocknen lassen, Ballons wieder raus und das Mobile entworfen, gebaut und aufgehängt. Gut für meine Nerven ...
Das Wetter macht etwas schlapp.
Samstag. WE-Einkauf. Gleich früh zu Bodes (Delikatessen der Meere), die Matjes-Saison ist im vollen Gange. Bei Bodes gibt´s die Gourmet-Matjes. Der Unterschied zumStandard-Matjes ist wie der Unterschied zwischen Dacia und Mercedes Benz. Also hole ich mir meine Doppelfilets für´s Mittagessen, auf selbstgebackenem Krustenbrot mit guter Deutscher Butter. Und dann liegt das Päckchen neben mir im Auto und beunruhigt mich stark. Der geneigte Leser (ich kann die Genderei leider nicht mitmachen, sorry) muss wissen, daß ich allem, wirklich allem widerstehen kann - nur nicht der Versuchung.
Ich disponiere um, man ist ja flexibel, die Matjes gibt´s zum Frühstück! Weit entfernt von jeglicher Esskultur lasse ich mir auf dem Fahrersitz die vier Doppelfilets, diese von Hand filetierten ungeheuer zarten, von geradezu sahniger Konsistenz beseelten Ex-Heringe, fast andächtig durch den Schlund gleiten. Das Leben kann so schön sein ...
Anschließend den Resteinkauf gemeistert (Aprikosen und Pfirsiche sind schon gut drauf), kurzer Abstecher beim Recycling-Hof und weiter an die Hamme. Cleo´s Freude am Schwimmen ist ansteckend, fast würde ich mit reingehen, wäre da nicht diese unterschwellige Furcht vor ausgesetzten Schnappschildkröten. Hat was Paranoides, klar, therapiebedürftig, klar, was soll´s, klar!
Sonntag, schon früh recht warm, also Gang in Gewässernähe, Hamme.
Dort wird´s uns nie langweilig, ganz besondere Landschaft, oft fühlt man sich hundert Jahre zurückversetzt und wartet auf eine Begegnung mit Paula Becker oder Heinrich Vogeler.
Vorn bei Neuhelgoland war fröhlich was los, da wird geplanscht, geschwommen und Kanu gefahren. Weiter hinten issis viel ruhiger, verträumter. Cleo hat ihr Fitnessprogramm absolviert: Schwimmen, sausen, gassigehen.
Gleich kommt der Kartoffel-Rote Beete-Auflauf auf den Tisch, überbacken mit reichlich Gouda, da wird jefressen bis der Arzt kömmt ...
Es gibt Situationen, da macht eine Schleppleine Sinn. Als verbreitete Ersatzdauerlösung für fehlenden "Gehorsam" eher abzulehnen. Gut, Ansichtssache? Vielleicht auch nicht. Auf alle Fälle haben wir eine, sogar zwei. Eine flache aus Kunststoff mit scharfen Kanten (die hatte ich mal gekauft, leider). Und eine aus Fettleder, Handschmeichler, ein Genuß für die Finger (die hat Frauli sich mal bestellt).
Vor paar Tagen im TV eine Dokumentation über den ersten Auftritt der "Drei Tenöre" 1990 in Rom gesehen.
Eine epochale Sache, da kommt Roland Kaiser nicht mit ...
Verschwinde, oh Nacht! Geht unter, Sterne! Geht unter, Sterne! Zum Sonnenaufgang werde ich siegen! Werde ich siegen! Werde ich siegen!
Das Tief BERND bringt uns Luftmassen aus subtropischen Gefilden mit hoher Luftfeuchtigkeit und 27 Graden. Da fühlt sich ein Schweizer Entlebucher Sennenhund nur im Wasser wohl. Ich trage sie dann ans Ufer, lasse sie ordentlich schwimmen, und trage sie abschließend zum Auto zurück. Dann kriegtse ein kühles Helles, natürlich alkoholfrei ...
Die Sache mit dem Jod.
Mir ist diese Thematik noch mal in den Sinn gekommen. Das eine oder andere immer mal zu überdenken kann nicht schaden.
Nur Idioten ändern ihre Meinung nie.
Im Gegensatz zum Menschen können Hunde Jod nicht sonderlich gut im Körper speichern, brauchen aber die tägliche Dosis. Obwohl nur in winziger Menge (bei der 24,5 kg schweren Cleo sind das 0,8 g pro Tag). Einen Mangel dauerhaft auszuschließen ist weder durch Fleisch, noch durch Gemüse oder das gelegentlich Ei sicherzustellen. Selbst Seefisch müßte in großer Menge verfüttert werden. Da wildlebende Caniden ja ganze Beutetiere verputzen, mit allem Drum und Dran, auch Schilddrüsengewebe, brauchen die sich keinen Kopp zu machen wegen Jod. Auch gebarfte Hunde bekommen nur die prinzipielle Nachbildung eines Beutetieres, und da sollte jodmäßig etwas ausgeglichen werden.
Womit? Mit Seealgenpulver. Und weil Naturprodukte inhaltlich schwanken, d.h. der Anteil an Jod pro 1000 Gramm Pulver kann etwas variieren, bietet sich ein Bio-Seealgenmehl an, das kontrolliert wird und der tatsächliche Jodgehalt auf der Dose angegeben wird. Dann bemüht man kurz den Seealgenrechner (tja, gibt´s alles, moderne Welt) und ich weiß genau, ob Cleo 0,6 oder 0,9 g über´s Frühstück gestreut kriegt. Das ist natürlich Kirschkernschnitzerei und angesichts der irrwitzig überhöhten Jodmengen im Industriefutter fast zum Schmunzeln, aber nur fast. Liegt der Jodbedarf eines 30 kg schweren Hundes laut NRC (Nationaler Forschungsrat) bei 380 Mikrogramm täglich, dann finden sich beispielsweise in Royal Canin Maxi Aduld satte 1.960 Mikrogramm.Das ist jetzt der reine Jodgehalt, nicht die Tagesration an Seealgenpulver, versteht sich.
Auch aus dieser eventuellen Werbung ziehe ich keinen Vorteil
Nachtrag:
Falls ich jemanden inspiriert haben sollte, sich die Feinwaage zum Abwiegen der Seealgendosis zu bestellen, dann sollte man sich ein 200g-Eichgewicht (klicken)mitbestellen. Das braucht man nämlich anfangs und immer mal wieder, um eine präzise Angabe von Gramm und darunter zu gewährleisten. Hab ich auch erst aus der Bedienungsanleitung erfahren.
Die Heidelbeeren-Saison ist eröffnet. Fünfeinhalb Kilo gepflückt, das reicht für ´ne Woche, dann gehn wir wieder hin.
Im Joghurt, im Quark, im Vanillepudding, Cleo kriegt auch immer paar Beeren zerdrückt.
Mit der Handykamera büschen gespielt: Cleo schwebt über den Dingen ...
Gestern lange durch den Wald gepirscht, Fahrenholz, ein wundervoller Wald, ein Ausnahmewald in heutiger Zeit. Da kommt man irgendwie an im Leben, kann sich erden. Das Land ist momentan ziemlich aus den Fugen. Dann noch diegrüne Hochstaplerin und der schwarze Karnevalist ... Naja, wir schaffen das, klar.
Leptospirose
ist eine bakterielle Infektion, die sich durch Fressunlust,
Erbrechen, Fieber bemerkbar macht. Die Leptospirose ist bei einer
frühen Diagnose, also dem Tierarztbesuch, mit Antibiotika gut und
erfolgreich behandelbar. Unbehandelt kann sie dem betroffenen Hund
sehr schaden.
Übertragen
wird die Leptospirose durch den Harn von Mäusen und Ratten. Ein
besonders hohes Risiko stellen Pfützen, Gräben, erwärmte Wasserflächen
und stehende kleine Gewässer dar.
Die
Ansichten über die Impfung gegen Leptospirose gehen auseinander. Sie
hat die stärksten Nebenwirkungen von allen gängigen Impfungen, muss
jährlich wiederholt werden und schützt lediglich gegen vier (!)
von über 200 (!) der Leptospirenuntertypen.
Wer
also (wie wir beispielsweise) ernsthaft darauf achtet, seinen Hund
nicht aus Pfützen und Gräben trinken zu lassen, und die
Badeaktivitäten nur in größeren oder zumindest fließenden
Gewässern zuläßt, und zudem die Befindlichkeit seines Hundes klar
im Auge hat, der kann sicher auf eine Impfung verzichten, (so wie wir
beispielsweise).
Wer mir nicht glaubt, die wenigsten tun das, kann und sollte sich hier kurz und kompetent selbst informieren, auf geht´s:
Find´ ich äußerst witzig, mal auf´s Foto klicken, dann ist man schlauer ...
Mal wieder auf der Osterinsel gewesen, bei unserer Osteopathin und Heilkünstlerin (wer will, mal klicken)
Frau Dr. Baar war über 15 Jahre unsere Haus-Tierärztin, schon immer mit viel alternativmedizinischer Kompetenz. Seit paar Jahren hat sie sich ausschließlich der Heilkunst verschrieben. Nach vier Monaten war Cleo wieder dran. Bis auf eine kleine Verspannung im Beckenbereich, die natürlich schnell gelöst war, alles wunderbar, gute Muckies durch´s Schwimmtraining.
Hochschulring-Botanik.
So können banale Seitenstreifen aussehen, wenn man sie sich selbst überläßt. Ob nun hier nicht mehr ohne Sinn und Verstand abgemäht wird, weil das arme Bremen kein Geld übrig hat, oder einer der Verantwortlichen mit den stets sauberen Fingernägeln hinter seinem Schreibtisch einer gewissen Einsicht erlegen ist, weiß ich nicht. Hauptsache man läßt wachsen!
"Das Impftempo in Deutschland stockt. Das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) hat herausgefunden, dass schon mit 100 Euro (Impfprämie) die Impfbereitschaft deutlich gesteigert wird."
(Quelle: ntv.de)
Mal abgesehen davon, daß im Falle einer Pandemie der Zweck sicherlich die Mittel heiligt, issis doch eine widerwärtige Sache. Die eigene Gesundheit, die der anderen, der gesellschaftliche Zusammenhalt, die Auswirkungen auf die Wirtschaft (also der Grundlage des Wohlstandes, auch für Nichtmillionäre) - alles scheißegal. Aber für´n Hunni ist man dabei. Ihr ödet mich an.
So, gestern beide kreuzgeimpft mit Moderna, wunderbar, eine dermaßen entspannte und freundliche Stimmung wie im Bremer Impfzentrum ist selten, hahaha!
Anschließend nochmal in die Heidelbeeren, diesmal knappe fünf Kilo gepflückt (damit man nicht unter Vertilgungsdruck kommt).
Es saugt und bläst der Heinzelmann, wo Mutti nur noch staunen kann ...
(In Anlehung an Loriot)
Kurzen Moment musste vorm Laden schon mal warten, dürfen nur drei Kunden rein, is ok.
Und so vertreibt man sich die paar Minuten mit Blödsinn.
Der ehemalige Bundestrainer würde jetzt popeln oder sich am Hintern kratzen ... Bin ich froh, daß dieser Löw weg ist.
Wenn nun noch Laschet vom Grönlandwal verschluckt wird und in magensaurer Finsternis weiter spaßig drauf ist,
dann geb´ ich einen aus! Saufen, saufen, Strom verbrauchen.