Montag, 1. Juni 2020

Juni







Die Zeit geht mit der Zeit: Sie fliegt.







Pfingstmontag, sommerlich warm, blauer Himmel, leichte Brise. Wieder drei Stunden durch´s Werderland gewandert. Über´n Lesumdeich zum Weserdeich. dann den Ökopfad genossen, das volle Programm.





Zwischendurch nimmt sich der kleine, dicke, schwarze Hund eine Bauchkühlungsauszeit.








Guten Morgen, keine Sorgen - Blick aus dem Schlafzimmerfenster.



Cleo schwimmt sehr viel, wir trainieren. Macht ihr irren Spaß, vielleicht lebt sie so ihren Jagdtrieb aus. 
Mit der Hantel als Beute, wär´ ja ok.
Auf dem Foto schwimmt sie nicht, klar, da regeneriert sie ...










Offtopic:






Frauli hat wieder gebäckert. Das wundervollste Brot der Welt, dagegen sind alle annern Wellpappeklötze. Aber es ist jedesmal eine logistische Herausforderung, ich erzähl das mal kurz.   


   Der Teig wird angesetzt, Sauerteig und Hefeteig. Der darf nun 18 bis 20 Stunden warm und abgedeckte ruhen und arbeiten. Dann wird er zusammengebracht, geknetet und gefaltetet, mit Pausen, dauert dreieinhalb Stunden. Zwischenzeitlich wird der Stein bei 250 Grad aufgeheizt. Jetzt die Brote rein und mal mit Dampf, mal ohne Dampf und mal bei leicht geöffneter Luke wird insgesamt 50 Minuten gebacken. Fertig, abkühlen lassen und nun kommt Herrli ins Spiel, drei Scheiben mit Butter zum Probieren. Es ist üblicherweise gegen 21 Uhr 30, aber das macht nix ...






Clint wird 90, immerhin.






Heute issis büschen kühl, auch gut. Sind mal wieder die große Weserrunde mit dem Rad gefahren, also Cleo und ich. 

Obwohl wir ja täglich ausgiebig in der Landschaft unterwegs sind, hält sich auch in diesem Jahr (bisher) der Zeckenbefall in akzeptablen Grenzen. Immer mal eine, vielleicht drei, vier inner Woche. Die entdecken wir fast immer im Anfangsansaugstadium, da Cleo abgehaart hat und ausgestriegelt ist, und somit recht kurzfellig. Und wir sowieso ständig an ihr rumfummeln. 

Man könnte meinen, dass durch´s Barfen nicht nur Zahnstein und Verdauungsunregelmäßigkeiten der Vergangenheit angehören, sondern auch Flöhe und Zecken nicht mehr den richtigen Biss haben. Flöhe hatten wir übrigens noch nie, Mäuse schon ... BRÜLL  

Also keine Indikation für Antizeckenmittel. Wobei mir letztens noch ein Post untergekommen ist über die "Systemischen Insektizide". Das sind die Tabletten gegen Flöhe und Zecken. Die schluckt der Hund, das Gift verteilt sich gleichmäßig in jeder Zelle des Körpers, wirkt gut, ist relativ neu auf dem Markt und somit existieren keine Langzeitstudien. Dafür steht der Verdacht steif im Raum, dass diese Präparate richtig schön Epilepsie begünstigend sind und einiges mehr. 



Letzte Woche hatte Cleo ein paar dieser kleinen Pickelchen am Bauch. Die kennen wir, alle unsere Hunde hatten die mal. Wenn die Hunde mit ihren nackigen Bäuchen durch´s hohe Gras, Disteln oder Schilfränder am Ufer sausen, dann pieksen sie sich, haben winzige Verletzungen der Haut und viele Hunde reagieren dann mit diesen Pickelchen. Die jucken eigentlich nicht, trocknen nach paar Tagen ein und verschwinden wieder. Wir benutzen ein Spray, 







Sonntag, neue Wanderung bei Fahrenhorst, Nähe Bassum, ausprobiert. 
Zwei Stunden große Freude, abwechslungsreicher Rundweg!





 Der Weg,




 der Wind,


 das Licht,



die Kunst ...




Und eine Sache will ich noch erwähnen. Als ich mir die Leine mit Cleo dran kurz in die Armbeuge gehängt hatte, um den Wald zu fotografieren, da wurde mir dieser Arm zeitgleich mit dem Ausruf meiner stets aufmerksamen Frau fast ausgerissen: Ein Fuchs!
Und tatsächlich war vielleicht 20 Meter vor uns ein Fuchs von links nach rechts über den Weg geschlurft! Leider hab ich den ja nicht gesehen, aber Cleo! Und ihre Reaktion war eben erheblich drastischer als bei einem Reh beispielsweise. Da setzt sie auch kurz zur Verfolgung an und die Leine strafft sich, klar. Aber heute bei dem Fuchs war sie out of control, und es dauerte etwas, bis sie zum Runterfahren bereit war. 
Sie ist nun nicht für die Baujagd ausgebildet, hahaha, und hatte auch noch keinen Fuchskontakt. Selbst bei Begegnungen mit Nachbars Katze kann ich sie unangeleint bei mir halten. Aber dem Fuchs wollte sie ernsthaft an den Balg. 
Nun wissen wir das auch ...







Morning, mal kurz was Privates. Der abendliche Ablauf bei uns sieht wie folgt aus: Der Tag ist vollbracht, Zähne geputzt, wir betten uns. Cleo liegt meistens noch im Wohnzimmer auf´m Sofa. Wir lesen noch, einer vor, der andere hört zu. Das bietet sich an und spart die Kosten für zwei gleiche Bücher, denn unsere literarischen Vorlieben sind fast immer kompatibel. Irgendwann ist ein kleiner Sprung, dann ein Tapsen zu hören. Dann steht sie da: Cleo, unser kleiner dicker schwarzer Hund steht auf der Schlafzimmertürschwelle, die nicht mehr vorhanden ist, keine Schwellen für niemand. "Hi, Cleo", sagt einer von uns, "komm rauf". Sie springt ins Bett, dreht sich, nistet sich zwischen uns ein, gut, alles in Ordnung. Wir lesen weiter. Irgendwann steht unser Hund auf, kuckt uns abwechselnd an, springt runter und hüpft in die Schlafkiste neben dem blau lasierten Bett der Firma König, wühlt sich in die Kissen, und Ruhe. Dann geht das Licht aus, wir versuchen zu schlafen.
Mit ziemlicher Sicherheit werden wir gegen 5 Uhr morgens geweckt, und zwar durch das Geräusch eines auf dem Boden aufkommenden Hundes, der gerade aus unserem Bett gesprungen ist, nun davor steht und auf Blickkontakt wartet. Das bedeutet nicht nur, dass es sich um einen unerzogenen, dreisten, geradezu selbstsüchtigen Hund handelt, der penetrant die von ihm festgelegten Zeit für´s Frühstück anmahnt. Nein, das bedeutet, dass eben dieser Hund irgendwann in der Nacht zu uns ins Bett gesprungen sein muss, sich unbemerkt längs in die Besucherritze gelegt hat, um so den Rest seiner Nacht gemütlich zu verbringen.
 Unbemerkt, wohlgemerkt! Immerhin, nun gut. Einer von uns sagt dann etwas dösig: "Nun nerv nicht, Cleo, komm wieder rauf und Schluß". Sie macht das auch, legt sich nochmal hin, für´n halbes Stündchen, denn richtig weiterschlafen können wir eh nicht mehr, so ist das Ritual. Dann gibt´s Frühstück. Für uns! Allerdings ist das Hundefrühstück nun auch schon im Napf zum Zwecke der Erwärmung auf Genusstemperatur. Wenn wir alleine sind, weil Frauli dieser seltsamen Sache der Arbeit für den Lebensunterhalt, in Frühschicht sozusagen, nachkommt, dann liegt Cleo nach dem Frühstück noch auf dem Sofa und schläft, ich sitze kurz am PC oder mache ein Filmchen, wie das oben. Und wer genau hinkuckt, der sieht sie atmen. In diesen Momenten ist meine Welt vollkommen im Gleichgewicht, und das ist schön ...



Übrigens gibt es diesen Satz von Max Frisch:
Man kann alles erzählen, nur nicht sein wirkliches Leben.

Gut zu wissen ...







Dreieinhalb Stunden durch die Hamme-Niederungen gewackelt, bei Dauerregen, mit kurzen Pausen. 
War wunderbar, besondere Stimmung, mit der Vorfreude auf die Sitzheizung ...




Kein Bett im Kornfeld, aber Kornblumen auf unserem Wildblumen-Balkon.


                                                           



Letztens mal wieder inner Stadtbibliothek gewesen. Hatte ja lange geschlossen, und auch jetzt macht´s keinen Spaß mit den Coronaregeln, Maske, Abstand, Markierungen, kein Personal. Aber was soll´s, wat mutt, dat mutt! Gesucht hab ich nach einem Bildband über die Gemälde von Canaletto (italienischer Landschaftsmaler, 18. Jahrhundert). Auch gefunden, mit beschlagener Brille. Zufällig auf ein Hundebüchlein am Wegesrand gestoßen: Entspannungstraining für Hunde, Tellington TTouch, Karin Petra Freiling. Mal mitgenommen. Obwohl meine Skepsis gegenüber Ratgeberbüchern aus dem Bereich Frauenliteratur für Hunde, Zauberformeln, Esoterik, Supi-Methode (ich darf das so sagen, ohne Rassist zu sein, find ich) eigentlich die Grenze zur Ablehnung längst erreicht hat. Aber gut, geschmeidig bleiben, logo.

Es geht im Büchlein um die Tellington TTouch-Philosophie (ja, mit zwei großen Ts, und Calmingsignals und eben den Berührungen wie dem Ohren-Touch, dem Maul-Touch, dem Waschbär-Touch, dem Leoparden-Touch und so weiter. Auch um klassische Musik geht’s, um Farben, Bachblüten und Rescue Tropfen. Ich will das jetzt nicht alles ins Lächerliche ziehen, aber es ist nicht meins (wie man wohl heute so sagt, Modern Times, gell).

Meine Abwehr gegen die ungezählten neuen Methoden im Umgang mit Hunden speist sich aus der Einschätzung, dass hier durch die Bank um das Kernproblem rumgeeiert wird, es wird vermieden, es wird um- und abgelenkt, es werden die hirnrissigsten Spinnereien zur Methode erklärt und es ist kontraproduktiv, und wie! Ich hab Statistiken und Doktorarbeiten gelesen, die das belegen. Über 40 Prozent der auffällig gewordenen Hunde kommen aus Hundeschulen. Aber gut, darum geht’s mir heute nicht. Es geht um das Büchlein von Frau Freiling. Ich hab´s nicht vollständig durchgelesen, nö, diagonal gescannt sozusagen. Und jetzt wird sich manch einer wundern, hab mich selbst auch büschen gewundert, aber ich bin auf ein paar mir sinnvoll erscheinende Passagen gekommen. Hoffentlich werden die von der Freiling-Leserschaft nicht übergangen. Ich zitiere mal aus der Hüfte, das wird erlaubt sein.

 „… es wichtig ist, als Hundebesitzer die Erfahrung und Souveränität auszustrahlen und auch wirklich im Inneren zu fühlen, die ein solches Familienoberhaupt und Vorbild ausmachen. Für uns Menschen ist das nicht immer einfach. Wenn Sie wissen, dass ihr Hund in bestimmten Situationen ängstlich oder aggressiv reagiert (Hundebegegnungen, Tierarzt, Sylvester), dann sind sie in diesen Situationen ebenfalls beunruhigt … Damit beeinflussen sie ihren Hund jedoch dahingehend, ganz genauso zu reagieren, wie sie es von ihm erwarten."

"Es empfiehlt sich deshalb zu trainieren, auch in solchen Situationen Ruhe zu bewahren, um die eigene Gelassenheit auf den Hund übertragen zu können."
"Es entspricht nicht meiner Erfahrung, dass sich ein Verhalten verstärkt, wenn man sich um einen ängstlichen oder aggressiven Hund kümmert, statt ihn zu ignorieren. Es kommt darauf an, in solchen Situationen das Richtige zu tun."

"Folgen sie bitte nicht blind den Anweisungen anderer, sondern fragen sie sich immer, ob das, was ihnen geraten wird, für sie nachvollziehbar und sinnvoll ist und ob es sich für sie und ihren Hund gut anfühlt … hören sie also auch auf ihr Bauchgefühl.“



Olle Kamellen, weiß man doch. Und doch halte ich diese Kamellen für Teil der Kernproblematik. Wer meint, er könnte eine tragfähige, beide Seiten beglückende Beziehung über Nettigkeiten im Lavendelduft installieren, der irrt sich wohl. Allerdings halte ich einen engen körperlichen Kontakt bis hin zum sentimentalen Blödsinn mit seinem Hund für wünschenswert, aus Sicht des Hundes bestimmt, und ich persönlich krieg das auch gar nicht anders gebacken. Natürlich kann das ein paar unerwünschte Nebenwirkungen haben. Und unsere versuchte Gradwanderung zu einer gehorsamen Prinzessin wird vielen Hundetrainern die Haare ausfallen lassen. Nur zu, vielen steht ´ne Glatze ganz gut ...

Es ist nach meinen Informationen erwiesen, dass hartnäckige Stresshormone (Noradrenalin und Cortisol) viel effektiver mit Streicheleinheiten positiv zu beeinflussen sind, als durch Leckerlies oder Anbrüllen (mal recht einfach formuliert). Es macht andererseits wenig Sinn, seinen Hund, der gerade das Handgelenk des Briefträgers durchbeißen möchte, liebevoll über den Kopf zu streicheln - kleiner Scherz, muss auch mal sein.

Was will ich sagen? Ich will sagen, dass man aus Frau Freilings Lektüre bei unvernebelter, weltanschauungsfreier Herangehensweise durchaus etwas Praktikables für sich und seinen Hund ziehen kann. Und besonders wertvoll finde ich den Ansatz, wenn mal wieder was aus dem Ruder läuft, bei sich selbst anzufangen, nicht beim Hund. Sie schreibt:

„Nehmen Sie ihr Ohr zwischen Daumen und Zeigefinger und beginnen sie am Ohrläppchen, das Ohr in vier Linien von unten nach oben auszustreichen. Sie kommen in eine ausgeglichene Stimmung.“

Wenn einer von euch demnächst irgendwo einen seltsamen Mann mit explosiver Zornesröte im Gesicht stehen sieht, vor sich seinen just einen Igel durchkauenden Hund, und dieser Mann an seinen Ohren rubbelt wie besessen, dann bin ich das, so what ….







Die Matjes-Saison 2020 ist eröffnet, toll. 
Wer Matjes nur vom Brötchen nach Zuckerwatte und Achterbahn auf´m Rummel kennt, der kennt ihn nicht wirklich. 
Nein, mir geht´s um Gourmet-Matjes von Bodeshier mal klicken.





Ach so, noch was. Unser Wildblumenbalkon hat seine vorläufige Üppigkeit erreicht. Und eine kleine Sensation gibt´s außerdem:
 Der Nistkasten ist ein zweites Mal belegt worden. Wenige Tage nachdem die erste Brut in die Welt gestartet ist, haben sich zwei neue Mieter interessiert gezeigt und sind auch gleich eingezogen. Die kleinen Blaumeisen sind nun bald auch schon wieder flügge, dem Geschrei nach steht der Ausflug kurz bevor. Zwei Bruten hintereinander, wunderbare Sache, Blaumeisen kann´s nicht genug geben ...










Sonntag, 21. Juni, gestern war die Sommersonnenwende, die Tage werden wieder kürzer, bald ist Weihnachten.

Heute morgen gegen 7 Uhr sind unsere Meisen der zweiten Brut ausgeflogen! Da machen die Eltern immer ziemlich Lärm und sind sehr aufgeregt, locken die Kleinen heraus, zeigen ihnen den Weg ins Leben da draussen. Oft verirrt sich ein Meislein auf den Boden des Balkons. Dann müssen wir den Eltern hilfreich zur Meisenseite stehen. Auch der Winzling heute brauchte etwas länger, aber dann ging´s ab, alles Gute!



                                      



Ich weiß nicht warum, aber manchmal werde ich durch Cleo an diese berühmte Szene aus dem Film "2001: Odyssee im Weltraum" von Stainley Kubrick erinnert. Der Bordcomputer HAL 9000 macht sein eigenes Ding. Als er nach dem Raumausflug eines Astronauten den Befehl bekommt: "Öffne das Schleusentor", antwortet er: "Es tut mir leid, aber das kann ich nicht tun ..."






Das Hoch "Utz" wird Bremen heute den ganzen Tag Sonne mit 28 Grad im Schatten bringen. Danke vielmals, Utz.
Da müssen wir kucken, was läuft. Schwimmen und Schatten, gleich geht´s raus!





Wird heute noch wärmer als gestern. Da lassen wir wohl die Kühlschranktür auf ...




Sie hört alles. Und den Rest liest sie von den Lippen ab!



Eine Studie der Colorado State University hat gezeigt, dass Männer, die Katzen mögen, bei Frauen nicht so gut ankommen. 
Männer mit Katzen werden als weniger maskulinneurotisch und weniger offen eingestuft, so die Zusammenfassung der Wissenschaftler. 
Männer mit Hunden haben dagegen deutlich höhere Chancen auf ein Date (klick).

Naja, gut. Und ich dachte, es läge an meiner unermesslichen Einfühlsamkeit ...




                             

So, Cleo ist läufig, definitiv. Seit ´ner Woche konnte man merken, dass sie was ausarbeitet. Wenn sie wie eine angekokste Rockerbraut laut, tief und grundlos bellend um die Häuser geht und man sich wie ihr Bewährungshelfer fühlt, dann wird sie läufig. Cleo´s Läufigkeiten verlaufen vergleichsweise moderat, alles gut händelbar für uns.




Übrigens beult die neue Regenjacke noch etwas, da ist kein Bauch dahinter, nech!






Heute auf der Suche nach einem rüdenfreien Gebiet im Hollerland gewesen. Und da war hasenmäßig was los. Wir ham uns dann am Wiesenrand in den Schatten gesetzt und auf Naturfilmer gemacht. Cleo hat sich mental gut gehalten. Allerdings hatte ich die kurze Leine um mich gehängt und das war ihr auch bewußt. Unangeleint hätte ich nicht auf sie gewettet ...














Freitag, 1. Mai 2020

Der Mai ist da





Im Mai blüht sogar der Wind,
gelb ist alles von den Pollen.
Es pfeifft und summt und singt,
die Natur tanzt aus dem Vollen.








Heute einen drei-Stunden-Gang um´s Werderland gemacht. Vergleichsweise wenig Ausflügleraufkommen. 
Am Weserdeich das neue Fernglas "eingekuckt", sehr zufrieden damit.





Nicht nur Urologen mögen Steine ...






Johann, fahren Sie langsam, ich habe es eilig ...




Ich glaube, ich hab´s hier schon mal geschrieben, trotzdem. Jeder Hund ist anders. Die wenigsten stimmen mit der Wunschvorstellung ihrer Leute überein. Hunde sind ziemlich komplexe Wesen, die Formel 1 unter den Haustieren, da funktioniert auch mal was nicht. Die Persönlichkeit eines Hundes formt sich aus drei Bereichen, denk ich: Genetik, Sozialisation und Umwelt, und aus dem, was man selbst verbockt. Da ja nun die Psychoanalyse Freuds (Siggi, hättest du nur weiter nach den Aalen geforscht), wohl für´s Dogma, aber kaum für´s Leben taugt, sollte man als Hundebesitzer die Ursachenforschung getrost auf ein Minimum reduzieren. Bringt eh nix, kostet Zeit und schießt meistens an der Sache vorbei. Man bekommt (oder hat) also einen Hund, findet den vor wie er ist, akzeptiert das so, und dann überlegt man sich: Wie kann ich das Leben bzw. das Zusammenleben verbessern, erleichtern, angenehmer machen. Natürlich für beide Seiten, wobei die Seite Hund leichte Priorität haben sollte, denn der ist auf seine Menschen angewiesen. Womit? Mit Recht!

Warum erzähl ich das jetzt? Moment noch, komm gleich drauf. Da, wie erwähnt, jeder Hund anders ist, Typ A oder Typ B, von Haus aus folgsam oder freiheitsliebend, ruhig und stoisch oder aufgedreht wie Rudi Dutschke in seiner Frühphase, christlich freundlich zu jedermann oder eher auf Distanz bedacht, leicht zu beeindrucken oder erziehungsresistent und so weiter. Da das so ist, stellt jeder Hund eben seine speziellen Anforderungen an den Besitzer. Übrigens ist auch jeder Besitzer anders, is klar. Mit einfachen Worten gesagt: Es gibt Hunde, mit denen hat man´s leicht. Und solche, die einen ziemlich fordern, geradezu herausfordern. Und die Zone zwischen diesen beiden Möglichkeiten. Gut, jetzt komm ich drauf, auf´n Punkt.

Seit langer Zeit begegnet uns in der Gegend Unisee, Stadtwald (also Tierheimnähe) ein großer, kräftiger Mann mit Hund, mit verschiedenen Hunden, aber auch lange Zeit, täglich, mit demselben. Was diese Hunde verbindet ist das Tierheim und ihre Problematik, viele sind nicht mehr vermittelbar. Zum Beispiel ein riesiger brauner Dobermann. Beim Anblick von Artgenossen zum Bersten aggressiv, tobt, explodiert geradezu. Angemessen leinengesichert, mit Beißkorb, geht der Mann mit ihm, sucht diese Situationen, bleibt ganz ruhig, stabil. Im Laufe von vielen Wochen, wenn nicht Monaten, wächst das Vertrauen des Hundes, er wird gefasster. Dieser Hund wird sicherlich nie frei laufen dürfen, nie spielen oder näheren Kontakt zu Artgenossen haben können (vermutet ich stark). Aber dieser Mann verhilft ihm zu einer besseren Lebensqualität. Mehr ist mit diesem Hund wohl nicht möglich. Ich mag den Mann sehr.

Und dann flanieren da zwei Frauen lang, ins Gespräch vertieft, ihre Hunde schlurfen hinterher, schnüffel mal hier, mal da, ruhige Vertreter, mit Unmengen Leckerlie affektbereinigt (der Ketzer in mir kann´s nicht lassen). Beim Gewahrwerden des tobenden Dobermanns halten sie kurz inne, tuscheln, schütteln den Kopf, jede ihren eigenen. Hab ich einige Male mitgekriegt so eine Situation. Warum schütteln die Leute den Kopf? Aus Arroganz vielleicht? Halten sie den Mann für unerfahren? Hat der seinen Hund nicht im Griff? Die falsche Methode gewählt, an einer Trainerin gespart? Tja, sie kommen mit ihren Hunde klar, die folgen, machen keinen Terz, sind friedlich. Sie haben eben ein Händchen für Hunde. Was gibt’s bei euch heute zu Mittag, ist Erika schon wieder aus dem Urlaub zurück?

Wir haben auch manchmal Begegnungen der lustigen Art, aber zum Lachen issis weniger. Cleo ist kein ruhiger Hund. Kein leichtführiges Huschel, kein Selbstläufer. Cleo fordert. Würde sie sich für Musik interessieren, dann wäre sie ganz sicher ein Fan von Udo Lindenberg: Und ich mach mein Ding, egal was die annern sagen, was die Schwachmaten einem so raten, ist doch egaaal!

Und wenn sie mal gerade in Geberlaune ist und ich nicht möchte, dass der Flat Coated Retriever (mit starrem Blick nach rechts oben zum Leckerliebeutel) von Cleo zur Begrüßung spielerisch untergepflügt wird, dann muss ich das rechtzeitig regeln. Natürlich geht von Cleo nicht der Hauch einer Aggression aus, sie ist halt emotional, affektgeladen manchmal, büschen Rudi Dutschke. 
Das wird jetzt zu lang hier, wir haben noch einen Gang vor uns, schönes Wetter. Was ich sagen wollte: Dann bleibt beispielsweise die Frau mit dem Flat-Coater kurz stehen, begutachtet unsere Aktion zur Schonung ihres wohlerzogenen Zärtlings, und dann platztis erleichtert und etwas überheblich aus ihr heraus: Ja, supiii, das klappt ja schon ganz toll …







Samstag, der wärmste Tag des Jahres, gefühlte 30 Grade, und Menschen unterwegs, überall, inner Luft, auf´m Wasser, mit Rad, zu Fuß, joggend, es war entsetzlich! Wir sind am frühen Nachmittag kurz durch die schattigen Schluchten der Uni geschlurft, dann Abbruch. Aber am Abend nochmal an den Unisee, da war´s annehmbar bzgl. der Bevölkerungsdichte. Cleo absolvierte ihre Schwimmeinheiten, macht ihr Riesenspaß. Am Parkplatz pellte sich eine junge Frau gerade aus dem Neoprenanzug, hatte Stand up gepaddelt, das Board lag auf dem Boden und paar Meter daneben wurde Cleo abgetrocknet, von mir natürlich. Das Abtrocknen ist meditatives Ritual bei uns, kein hektisches Rubbeln, ganz ruhig und gründlich, dauert seine Zeit. 
Dann fragt mich die Paddlerin, ob mein Hund sehr schreckhaft wäre. , sach ich, eigentlich nicht, kommt drauf an. Sie wollte die Luft aus dem Board lassen und das macht ein fieses, sehr lautes Geräusch bei dem hohen Druck, wie ein explodierender Blauwal. Machen se ruhig, gute Übung. Und dann? Cleo war die Sache lediglich ein kurzes Ohrenspitzen wert, so what. Lob von der Paddlerin, und ich fühlte sowas wie Stolz. Als hätte meine Frau die Rolle der Pamina in der Zauberflöte gekriegt, und wer wäre nicht gern mit der Tochter der Königin der Nacht verheiratet ...













Sonntag, Werderland-Gang, viel zu warm, gleich gibt´s Spargel ...




Margeritenblüte soweit das Auge reicht.





Kein Entlebucher-Wetter. Cleo träumt von der Schweiz, Schnee im Entlebuch ...




Offtopic:

Heute Vormittag im Deutschlandfunk mit halben Ohr kurze Gesprächszeit gehört, Thema: Coronaverschwörungstheorien.
Ein Psychologe und ein Psychiater (doch, doch, da gibt´s einen Unterschied, zumindest für die Krankenkasse) tauschten sich um die Wette aus. Paar Hörer kamen auch zu Wort, telefonisch, man kennt das ja. Fazit: Leute, die durch die Coronazeit existenziell betroffen oder Pleite sind, haben Stress, richtigen Psychostress. Wer den hat, ist von der Rolle, tickt nicht mehr wirklichkeitsnah, sucht nach Schuldigen, flüchtet sich in Verschwörungstheorien, ist allgemein anfällig für Unsinn. Wer coronamäßig nicht viel abbekommt, sich eher über weniger Trubel freut, der hält den ganzen Aufwand für abstrus überzogen, ist ohne Empathie geradezu wahrnehmungsbehindert. Diese Kategorie entwickelt Verschwörungstheorien, weil sie sich verscheißert fühlt. Über eine dritte Kategorie wurde nicht gesprochen.
Na immerhin sieht mein Lieblingsvirologe Christian Drosten einiges kritisch, und Bill Gates macht sich Vorwürfe.



Keine Verschwörungstheorie ist allerdings, dass es ab Donnerstag bei Netto Barillanudeln im Angebot gibt. Und Cleo hatte die erste Zecke 2020, noch winzig, schnell enttarnt und gezogen. Die Anwendung irgendwelcher Mittelchen steht überhaupt nicht auf dem Plan, die chemischen Keulen sowieso nicht. Ausserdem hat Cleo mit dem Frühlings-Haaren begonnen. Teppich und Bettzeug haben einen zarten dunklen Schleier, Frauli striegelt emsig.







Kein Mord mit Aussicht, nein, ein Blick in den Napf.

Ich weiß, nicht jedermanns Freude, Vegetarier (oder Steuerberater) begeistern sich für Cleo´s Lieblingsessen och nich so, rein ästhetisch natürlich. Für selbst in der Wolfshöhle sozialisierte Menschen wie mich ist Cleo´s Ernährung immer wieder eine beglückende Sache. Hat ja seine Zeit gebraucht, bis uns der Gedanke an einen industriell versorgten Hund unerträglich wurde. Dann noch die Verschwörungstheorien der Barfgegner und indoktrinierten Veterinäre entlarven, den passenden Lieferanten finden, seinem Hund beim Fressen zukucken, vom Fellglanz blenden lassen und man weiß: Alles richtig gemacht.

Das heutige Frühstück besteht aus Rindfleisch durchwachsen, Pansen, Innereienmix, Entenrücken geschreddert, dem täglichen Esslöffel Lachsöl und einer halben zerdrückten Banane. Die Gemüse- bzw. Obstbeilage variiert, die Anteile des Fleischlichen variieren nicht. Sehr dankbar bin ich dem Umstand (und Ulrike), nach kurzen Umwegen auf den wunderbarsten Lieferanten gekommen zu sein. Fleisch aus seriöser Herkunft, in Stücken eingefroren (saubere Sache für Mensch und Hund, unproblematisch portionierbar, kein durchgesupptes Geschredder, man erkennt deutlich, was es ist). 

Falls ich jetzt den einen oder anderen Leser doch noch angefixt haben sollte - hier die Seite vom Shop mit ausführlichen Informationen, die sich kompakt mit dem decken, was ich mir aus Fachliteratur und einem erstellten Ernährungsplan rausgezogen hab. Es ist einfacher und aufwandsärmer als man denkt. Einen Nachmittag sollte man sich allerdings schon mit der Materie befassen, die grundlegenden Zusammenhänge sind wichtig. Gut gemeintes Amokbarfen, also einfach mal ein Steak zum Trockenfutter, ist nicht im Sinne des Erfinders.


Achtung, Werbung!




Cleo´s Futterplan




Letzte Woche hatte Cleo ihre dritte Osteopathiestunde. Die zweite war drei Monate her. Wir werden das jetzt regelmäßig machen, vielleicht verlängern sich die Abstände. Es ist einfach gut. Viele werden uns für spinnert halten, das ist in Ordnung. Und es wird sicherlich Hunde geben, die das nicht brauchen. Aber die meisten könnten es durchaus brauchen, das denke ich. Die meisten Menschen übrigens auch, und da sprechen wir aus eigener Erfahrung. Sich hin und wieder vom Chiropraktor neu aus- und einrichten zu lassen, tut gut. Nein, nein, nicht vom Chiropraktiker, das sind die mit zwei Wochen Crashkurs und wildem Rumgeknacke bist die Halsschlagader reißt. Chiropraktoren haben ein vieljähriges Studium absolviert, meistens in USA, und knacken in einer ganz anderen Liga. Hier ist unser, klick. 

Aber zurück zum Hund. Viele ham doch mal den ostfriesischen Knochenbrecher Tamme Hanken im TV gekuckt, der ischa nu hinüber, zum Leidwesen unzähliger Pferde. In den Reportagen konnte man gut sehen und erkennen, wie aus Pferden körperliche Wracks werden, weil sie sich einmal ungünstig auf der Weide gewälzt oder vertreten haben oder den falschen Sattel tragen mussten. Ein anfangs nur leicht verschobener Wirbel bringt in relativ kurzer Zeit den kompletten Bewegungsapparat des Tieres aus dem Gleichgewicht, mit schlimmsten Folgen. Wie schnell und weit verbreitet Tierärzte gerade in diesem Bereich an ihre Grenzen kommen, ahnungslos rumdoktern bis nur noch das Einschläfern bleibt, ist erschreckend. Und welcher halbwegs kritische Hundebesitzer hat solche Zweifel bei seinem Tierarzt noch nicht gehabt. Aber gut, ein weites Feld der Inkompetenz sollte endlich umgepflügt werden. Was für Pferde und Menschen gut ist, wird Hunden nicht schaden. Darum gönnen wir Cleo diesen kleinen Luxus (der keiner ist). Selbstverständlich bringen die Anwendungen was, klar! Da verbessert sich vorne was, da muss weiter hinten nochmal nachkorrigiert werden und so weiter. Man sieht es selbst, man fühlt es in der Muskulatur. Es tut dem Hund gut, rechtzeitig erkannte Fehlbelastungen verhindern schlimme Verläufe. Und man muss sich weniger über versagende Tierärzte ärgern.

Ja, vielleicht sind wir büschen spinnert. Und ich vermute dreist, das sind 98% meiner Leser auch, seid gegrüßt, Bussi ...









Sonntagmorgen, 8 Uhr, unsere Meisen fliegen aus!
Die aufgeregten Eltern versuchen zu ermuntern, kostet schon Überwindung und Mut, aus dem gemütlichen Nistkasten von einer Minute auf die andere in die Welt da draussen zu fliegen.
Jetzt sind alle raus, die Katze der Nachbarn ist noch nicht auf Freigang. Macht´s gut, viel Glück!!!










Warum die Corona-Lockerungen bei einigen Spezialdemokraten vorrangig die Schrauben betreffen, weiß ich auch nicht ...
Unsere aktuell dramatischten Einschränkungen sind gehackte Mandeln (für´s Müsli), die sind ausverkauft, und unser Lieblings-Darjeeling-Tee wird demnächst knapp und teuer. Der kommt aus Indien und da verhindert Corona gute Ernten. Kein Grund, Polizisten anzuspucken, oder?




Hannemann, geh du voran! 








So, endlich mal wieder Kunst! Wenn auch maskiert. Franz Radziwill in Oldenburg, war gut.






 Sonntag, Wetter durchwachsen, dafür wenig touristische Störfaktoren, 
Werder hat gestern tatsächlich nochmal 1:0 gewonnen, Trainer Kohfeldt zornig euphorisiert. 
Gegen Kohfeldt war Jesus Christus ein Pessimist vor dem Herrn. 
Am Vormittag wieder langen Gang zum Ozean der Margeriten gemacht, weil´s so wunderschön ist dort.





Hat sich bald ausgestriegelt, viel Fell is nich mehr drauf ...







Ich hab ja kein Weltbild, bin weitestgehend undogmatisch und für Ideologisches nicht zu begeistern.
Aber keine Angst, ich bin nicht meinungsfrei oder ansichtslos. Allerdings ohne Fernweh, also Realitätsnähe ist mir schon wichtig. Was will er uns sagen? fragt sich der Leser gelangweilt. Momenten Sie mal, geht los, ich musste kurz Anlauf nehmen.


Barfen, rohes Fleisch, Keime, Gefahr für die Gesundheit.

Ein Lieblingsthema vieler Menschen. Selbst die Wissenschaft kann nicht davon lassen. Das ist auch gut so. Und weil ich nicht borniert sein will, googel ich in unregelmäßigen Abständen nach neuen Erkenntnissen bzw. Studien zum Thema Barfen. Hab ich letztens wieder gemacht und bin diesmal recht erfrischend fündig geworden.

Wenn auf rohem Fleisch unausweichlich eine Menge Keime zu finden sind, wenn auch Gemüse alles andere als steril in den Regalen liegt (wir erinnern uns an die EHEC-Krise, Sprossen, Gurken, Paprika), wenn die allgemeine Küchenhygiene höchste Anforderungen stellt (die vermutlich überwiegend unterlaufen werden), wenn sich fast 98 % der multiresistenten Keime in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen tummeln und daran in der EU jährlich über 33000 Menschen sterben, wenn also immer und überall Keime sind, die es auf uns abgesehen haben, wie gefährdet sind dann speziell Tierhalter, noch spezieller Hundehalter und ganz speziell Barfer?

Und was ist mit der Illusion, dass Industriefutter (in Dosen oder trocken) die unproblematische, sichere Alternative in der Ernährung von Hunden und Katzen sein soll, obwohl sogar bei den Tests der Stiftung Warentest immer wieder regelmäßig ernstzunehmende Keime in den Proben gefunden werden? 
2015 lief ein Projekt mit Namen “The Pet Food Test“ in USA. Die in Naß- und Trockenfutter für Hunde und Katzen (Canin, Hills, Cesar usw.) festgestellten bakteriellen Belastungen waren erschreckend.

Der Tierarzt und Blogger Dr. Ralph Rückert postete bezugnehmend auf die Züricher Studie (Ergebnis der Studie war die Erkenntnis, dass Rohfleisch keimbelastet ist), man würde im Rahmen der Barf-Ernährung den eigenen Hund mit hoher Wahrscheinlichkeit zum Mutterschiff multiresistenter Keime machen und der Barfer selbst würde sich massenhaft solche Keime in den Haushalt holen.


Wieviele der 33 Tausend jährlichen EU-Toten nun Barfer waren oder wie hoch die Zahl keimbedingt schwer Erkrankter oder vorzeitig Verstorbener unter den Barfern ist, weiß ich nicht, es gibt offensichtlich keine Statistiken darüber.


Es gibt aber im aerzteblatt.de einen Artikel vom 21.April 2020,
Infektions­krankheiten: Hundefutter kann multiresistente Bakterien enthalten

Ich zitiere aus dem Text:

 Ob sich die Halter tatsächlich infizieren, wird derzeit von einem Team um Carolin Hackmann vom Institut für Hygiene und Umweltmedizin an der Berliner Charité untersucht.
Bisher wurden 1.500 Teilnehmer untersucht, von denen 296 1 bis 5 Haustiere besaßen, die anderen hatten keine Haustiere. Von den Haltern waren 38 % mit einem multiresistenten Bakterium besiedelt. Der Anteil war damit etwas höher als in der Gesamtgruppe, von denen 33 % mit einem multiresistenten Bakterium besiedelt waren.
Die Übertragungsrate betrug damit 1,8 %. Hackmann geht aufgrund der bisherigen Ergebnisse nicht von einem signifikanten Übertragungsrisiko von den Haustieren auf die Halter aus, ausschließen lässt sich das im Einzelfall aber wohl nicht.

(Zitatende)


Das ist interessant, das hat für mich Gewicht. Die Berliner Charité kommt zu dem Schluß, dass eine Übertragung böser Keime vom Hund auf den Menschen eher unwahrscheinlich ist. Und dass der Anteil mit bösen Keimen besiedelter Hundehalter mal gerade ein paar Prozent höher liegt als der Anteil der bedauernswerten Menschen, die sich ohne Haustiere zu leben entschieden haben.









 Am Nachmittag im Rhododendron-Park den alten Hippie-Zeiten nachgeschnüffelt:
With a little help from my friends ...










Verzicht ist Befreiung.

(Tenzin Gyatso, Dalai Lama) 








Zweites Fernglas gekauft, für jeden eins ist besser für´s gemeinsame Erleben.
Heute dreistündigen Ornithologie-Gang in der Hammeniederung gemacht und viel gesehen: Schwarzkehlchen, diverse Laubsänger, Grasmücken, Schwirrle und Lerchen, einen Rotmilan, den obligatorischen Bussard. Macht Spaß und entschleunigt, Cleo kuckt auch.

Am Ende dann noch Hantel-Schwimmen inner Hamme. Vor jedem neuen Wurf muss erstmal das Wasser rausgedrückt werden. Da wir den Quietscher reindrücken, ist das Teil nicht mehr ganz dicht (aber wer ist das schon). Cleo wartet die Prozedur gleich im Wasser ab, Energie sparen.





Ist das nicht Sissi, die junge Kaiserin?
Nein, natürlich nicht. Es ist Cleo, der Systemsprenger ...




Seit dem 11. Mai steigt die Corona-Ansteckungsrate in Deutschland wieder über den kritischen Wert. Es wird sich in den Abgrund gelockert. Eben im Regional-TV paar Pro-Lockerungs-Demonstranten gehört, die sich durch´s Maskentragen in ihrem Mensch-Sein bedroht fühlen. Luschtig. Nirgends ist die Anzahl von Vollidioten pro Quadratmeter so hoch wie auf der Erde. Nun ist erstmal Pfingsten, ein Fest für Viren ...








Sonntag, gleich früh los, um den Ausflüglern nicht zu begegnen, hat geklappt.
Streckenweise auf schmalen, feuchten Pfaden viele Mücken unterwegs. Cleo piesacken die fast mehr als uns. 
Jetzt kommen Anti-Brumm und Metaflon ins Handschuhfach, für alle Fälle.