Freitag, 1. November 2019

November





Herbsttag

Herr: es ist Zeit. Der Sommer war sehr groß.
Leg deinen Schatten auf die Sonnenuhren,
und auf den Fluren laß die Winde los.

Befiehl den letzten Früchten voll zu sein;
gieb ihnen noch zwei südlichere Tage,
dränge sie zur Vollendung hin und jage
die letzte Süße in den schweren Wein.

Wer jetzt kein Haus hat, baut sich keines mehr.
Wer jetzt allein ist, wird es lange bleiben,
wird wachen, lesen, lange Briefe schreiben
und wird in den Alleen hin und her
unruhig wandern, wenn die Blätter treiben.















Sonntag, vormittags mit Toni und ihren Menschen kurz nach Fehmarn gejettet um mal wieder eine Strandrunde zu drehen.
 Hahaha, reingefallen! Wir war´n auf dem Elsflether Sand, der Halbinsel zwischen Hunte und Weser. Im Volksmund heißt sie die "Käse-Insel", weil früher ein landwirtschaftlicher Betrieb, also ein Hof samt Bauer, Käse herstellte, den sich die Festländer gern kauften.

Gute drei Stunden sind wir gewandert, Toni wie immer gemächlich im Autistentrab, Cleo ist die ganze Zeit rumgesaust, hin und her und her und hin. Das Wetter spielte mit, schön war´s, echtes Inselfeeling kam auf.












Auch aus den Steinen, die einem in den Weg gelegt werden, 
kann man ein Haus bauen.








    Es gibt die Ratesendung „Kaum zu glauben“, moderiert von Kai Pflaume. Die kucken wir hin und wieder, ist witzig und unterhaltsam. Für die Grottenolme unter uns, die nicht wissen, worum´s geht: Ein Mensch hat irgendwas Ungewöhnliches gemacht, erlebt. Das muss vom ahnungslosen Rateteam erraten werden. Zu Beginn wird das ungewöhnliche Geschehen für Publikum und Zuschauer eingeblendet. Dazu pustet Herr Pflaume in eine kleine Tröte, am Anfang und am Ende der Einblendung, für alle, die selbst mitraten wollen. Gut, man kennt das im Prinzip.
    Das Geräusch der Tröte irritiert Cleo stark. Offensichtlich kann sie das Getröte überhaupt nicht einordnen. Sie wird unruhig, springt vom Sofa oder auf´s Sofa, schleicht kurz durch´s Zimmer – ist wie gesagt irritiert. Naja, nix Schlimmes, wir leben ja nicht mit Kai Pflaume zusammen, wir kennen den nicht mal persönlich, eigentlich isser uns vollkommen wurscht.
    Gestern ham wir wieder gekuckt, Cleo auch, the same procedure that every time. Aber diesmal hat Cleo uns überrascht, wieder mal überrascht mit der Wahrnehmung und Intelligenz von Hunden.
    Nachdem Pflaume das erste Mal getrötet und unseren Hund genervt hat, hat Frauli während des weiteren Trötens stumm geschaltet. Gut, das wird helfen, dachten wir. Denkste. Der Ablauf ist folgender: Das Rateteam hat das zu Erratende erraten oder auch nicht. Applaus. Kurze Musikeinlage. Der Gast wird verabschiedet, ein neuer nimmt Platz. Jetzt kommt die Vorstellung. Cleo wird unruhig, spitzt die Ohren. Denn jetzt käme die Tröte. Aber diesmal kommt sie nicht, Frauli hat ja stumm geschaltet. Trotzdem zeigt Cleo ihre Irritation. Beim nächsten neuen Gast schaltet Frauli sehr früh stumm, lange vor der drohenden Tröte. Und nun das wirklich Verblüffende: Cleo schaut intensiv in den Bildschirm, hört nichts, sieht aber den Moderator die Tröte an den Mund setzen – und zeigt ihr irritiertes Verhalten.
    Unser kleiner dicker schwarzer Hund hat sich den Sendungsablauf auf den Punkt genau eingeprägt, weiß genau, wann die Tröte kommt. Und wenn der Ton weg ist, dann wird bewußt der Moderator beobachtet. Das ist doch eine Leistung. Ich bin mir nicht sicher, ob ich das allen meiner Arbeitskollegen zutraue ...






So. Der alte Micra ist verschrottet. Der Neue ist da - wir nennen ihn Fabia!



Cleo bestand auf 17 Zoll Alufelgen und 215er Niederquerschnittsreifen. 
Uns war´n die Sitzheizung und der automatisch abblendende Innenspiegel wichtig ... BRÜLL !








In einer der letzten Sendungen mit Martin Rütter sagte er zu einer Frau im Rollstuhl, die einen wirklich guten Hund hatte, bedauernswerterweise für ihre Lebenssituation nicht den passenden:
"Sie brauchen einen Hund, der draussen alles egal findet, der ein Erdbeben erst dann bemerkt, wenn der Sack Futter in die Spalte rutscht."

Witzig formuliert, aber sehr wahr. Es gibt die verschiedenen Persönlichkeiten, da muss gar nicht irgendwas schief gelaufen sein,

 nö, die sind eben so. Und die Grundstruktur ist auch nicht veränderbar.
Cleo ist draussen nichts egal, gar nichts! Sie bemerkt alles, sie bewertet alles, sie reagiert auf alles. Nicht immer ganz unanstrengend für uns, mal neutral beschrieben ...
Auf dem Foto oben tauchten in weiter Ferne zwei Spaziergänger auf, friedliche Waldliebhaber. Die hab ich erst zur Kenntnis genommen, als mein Hund die Muskeln anspannte. Es passiert dann nix, wir gehn weiter, die Leute auch, man geht aneinander vorbei und gut. Nur für Cleo ist das ein Grund erhöhter Aufmerksamkeit. Cleo würde ein Erdbeben schon ahnen, wenn noch kein Seismograph auch nur die Absicht hätte, auszuschlagen ... 


Die wunderbare Sophie Strodtbeck hat das so erklärt:


"In der sozialen Verhaltensforschung bezeichnet man die A-Typen auch als subdominant, da sie sich auch in rangtiefen Positionen kaum einschränken lassen und versuchen, ihre Freiräume durch ständiges Aktiv-sein zu sichern."


(Das ist Cleo, ohja, das ist sie! Wobei die rangtiefe Position differenziert betrachtet werden sollte, hahaha))


"Grundsätzlich lässt sich eine Grundpersönlichkeit typologisch zweifach beschreiben– den A- und den B-Typ. Kommt es bei einem Tier überwiegend zu einer Reaktion des Herz-Kreislaufsystems, mit weiterhin erhöhtem Blutdruck, beschleunigter Herztätigkeit, beschleunigter Atmung, erhöhtem Zellstoffwechsel und einer bevorzugten Durchblutung von Gehirn, Sinnes­organen und Muskulatur, so haben wir mit höchster Wahrscheinlichkeit den sog. A-Typ vor uns. Hunde des A-Typs neigen dazu, neue und unbekannte Situationen zunächst selbst zu erkunden und auftretende Probleme durch aktives Handeln lösen zu wollen. 


Hunde hingegen, die neuartigen Situationen abwartend, skeptisch und beobachtend, also eher passiv gegenüberstehen, gehören dem sog. B-Typ an. Bei länger andauerndem Stress reagieren sie mit noch stärkerer Zurückge­zogenheit, mit teilweise depressiven Verstimmungen."










Samstag, Seelachs und Goldbarsch bei Bodes gekauft. Ich muss immer die Auslagen fotografieren, aus ästhetischen Gründen, Kunst im Schaufenster sozusagen (wobei mir bewußt ist, dassis sich um grauslich aus dem Leben gerissene Tiere handelt). 
Als ich den Laden verließ stand da dieser Mann mit seinem Hund, die beiden musste ich auch ablichten.
Nach den Einkäufen lange Radtour durch den Blocklander Herbst gemacht, war schön. Natürlich ist ohne Cleo alles Seife, aber 25 km am Rad machen wir nicht, da hat sie´s die zwei Stündchen auf´m Sofa gemütlicher.






Bin neulich auf einem Blog über die Fütterung von Hunden gelandet, zufällig, wieder mal. Unter anderem ging´s um den Wasserbedarf bei einer Fütterung mit Trockenfutter. Daß diese Futtervariante sehr wenig Feuchtigkeit enthält ist bekannt. Aber mit wieviel Wasser muss der Hund das ausgleichen? Die Bloggerin (vom Fach, durchaus) kommt auf eine überraschend große Menge an Wasser, wenn der Hund nicht durchgehend ausgetrocknet sein soll und die Nieren das auf Dauer mitmachen. Für einen trockengefütterten Entlebucher mit 25 kg Gewicht läge der Wasserbedarf bei vier bis fünf Litern täglich. Oha, dachte ich, das ist viel. Um dieser Hypothese eine Antithese zuzuführen, um dann in der (realistischen) Synthese zu landen, suchte ich nach der schulveterinären Ansicht und fand auch eine. Tierärztin Dr. Maria Hänse schreibt:

"Bei einer Fütterung mit Trockenfutter und einer normalen Raum- oder Umgebungstemperatur von rund 20 Grad, benötigt ein Hund rund 40 bis 100 ml Wasser pro Kilogramm Körpergewicht. Zum Beispiel hat ein Beagle mit einem Körpergewicht von 10 kg einen Wasserbedarf von maximal einem Liter pro Tag. Ein Siberian Husky mit 20 kg kann bis zu 2 Liter am Tag trinken."

Da natürlich Umfang der Aktivitäten und die herrschenden Temperaturen eine gewisse Rolle spielen, käme Cleo bei Trockenfütterung gemäß Frau Dr. Hänse auf durchschnittlich zweieinhalb Liter Wasser am Tag. Die Bloggerin geht von (begründeten) vier bis fünf Litern aus. Treffen wir uns also in der Mitte: Cleo müsste um die dreieinhalb Liter trinken. Welcher Entlebucher trinkt sieben Halbe am Tag? 
Beim Naßfutter sieht´s schon anders aus. Und beim Barfen sowieso, da ist der Flüssigkeitsbedarf schon über´s Futter weitestgehend gedeckt.


Jaja, ich weiß, ein ewiges Thema. Und dann kommt gleich einer und verzählt uns, daß sein Hund über 15 Jahre alt geworden wäre und hätte immer nur Trockenfutter gekriegt. Und? Helmut Schmidt war seit frühster Jugend an Kettenraucher und ist 97 Jahre alt geworden. Ist Tabakqualm vielleicht doch gesund? Ich kann´s nicht sagen ... BRÜLL !





Wo warst Du wieder?!






Cleo und ich sind vorhin noch eine abendliche Weserrunde gegangen, die Schlachte lang bis zum Martinianleger und oben durch die City zurück. Die Schlachte war voller Menschen, die Fußgängerbrücke randvoll mit Zuschauern und Cleo und ich mittendrin. Gute Übung für den dicken schwarzen Hund an kurzer Leine, dachte ich mir, und dann standen wir im Getümmel und Cleo wurde gestreichelt und ich hatte keine Ahnung, was da abging, weil ich nicht so der Brauchtumsfuzzi bin. Dann sagte eine Frau freundlich erstaunt: "Und der Hund hält das gleich aus?". "Ja schon", konterte ich, um mir die Blöße meiner Ahnungslosigkeit nicht zu geben, ging dann aber mit Cleo doch zügig weiter durch die Massen, erreichte die letzte Treppe zur Martinistraße und als wir gerade oben waren, da brach die Hölle los! Ein Feuerwerk von einer nie gehörten Lautstärke, klassische Musik mit Bombeneinschlägen, Pfeifer, Heuler - ein Wahnsinn. Natürlich war Cleo stark irritiert, ich ja auch, damit hatten wir nicht gerechnet. Glücklicherweise waren wir schon etwas raus aus dem Hexenkessel, allerdings reflektierten die Gebäude oben in der Martinistraße den Lärm noch recht kräftig.
Wie auch immer: Wir behielten Nerven und Fassung und ich bin stolz auf Cleo, sie hat die Grenze zur Panik deutlich nicht erreicht, ein Klassehund!




Blick zurück von der Stephanibrücke: Die bunte Banalität des Brauchtumsirrsinns ...


Mo., 25.11.19 // Eröffnungsspektakel mit musikalischem Feuerwerk auf der Weser, Eröffnung des Schlachte-Zauber mit anschließendem Höhenfeuerwerk. Weserpromenade in Höhe Teerhofbrücke, 18 Uhr






Von den weiten Himmelssteppen
träumt mein kleiner Sehnsuchtsgarten.
Und auf Gottes Schritte warten
der Gebete leise Treppen.


(Tetjus Tügel)







Es geht nochmal um Ernährung, genauer: Um Kohlenhydrate in der Hundeernährung, also Getreide, Mais, Kartoffeln etc., denn hier scheiden sich die Geister. Die einen plädieren für wenig Kohlenhydrate, weil Fett der bessere Energielieferant ist. Die anderen wollen mindestens 50% Kohlenhydrate im Hundefutter haben. Die anderen, das ist überwiegend die Futtermittelindustrie (und in deren Gefolge die schon im Studium indoktrinierten Tierärzte, wenn ich meine persönliche Vermutung mal in Klammern setzen darf). 
Das Totschlagargument Pro Kohlenhydrate ist eine Studie unter der Leitung des schwedischen Forschers Erik Axelsson aus dem Jahre 2013. Mit eigenen Worten zusammengefasst läuft die Beweisführung so ab: 

Der Hund hat im Zusammenleben mit Menschen seine Ernährung (Abfälle, Getreide, Mais bspw.) umgestellt und damit im Laufe der Zeit auch sein Verdauuungssystem. Im Gegensatz zum wilden Wolf kann er jetzt alle Arten von Kohlenhydraten wunderbar aufspalten und verwerten. Also müssen Kohlenhydrate ins Futter, so einfach. Dieses Ergebnis der Studie kam der Futtermittelindustrie natürlich sehr entgegen, besteht doch Industriefutter (und hier das Trockenfutter ganz besonders) zum größten Teil aus billigen Füllstoffen, Getreide, Mais usw.

Die kritischeren Fachleute hatten von Anfang an mit Axelssons Studie bzw. den daraus gezogenen Erkenntnissen ihre Schwierigkeiten. So kommt man schnell auf den Gedankengang, wie lange der Hund sich dem Menschen angeschlossen hat (nämlich zwischen 20 und 100 Tausend Jahren, je nach Wissenschaftler) und ab wann der Mensch seine eigene Ernährung umstellte auf überwiegend pflanzlich. Das geschah im Zuge der neolithischen Revolution, dem Wandel vom Jäger und Sammler zum sesshaften Ackerbauern vor rund 7000 Jahren. Ein recht kurzer Zeitraum zur genetischen Anpassung eines Verdauungssytems, verglichen mit den vielen Zigtausend Jahren vorher, wo´s noch keine Pizza für Hunde gab.
Es kamen noch Ungereimtheiten der fachlichen Art, wie die Kopieranzahl von Genen (was ich natürlich nicht weiter erklären kann und möchte) hinzu, sowie Fehler in der Konzeption der Studie. Im Jahre 2014 wurde dann eine zweite Studie unter der Leitung von Maja Arendt (auch Erik Axelsson war wieder mit im Forscherteam) gemacht und veröffentlicht. Mit einem die erste Studie kräftig revidierenden Ergebnis. Die hündische Kohlenhydrateverdauung ist bei weitem nicht so ideal wie freudig gefeiert, und eine Notwendigkeit seinen Hund mit abstrusen Mengen an Kohlenhydraten zu füttern besteht überhaupt nicht (und das ist auch gut so, denn die gesundheitlichen Nebenwirkungen sind erheblich).

Dass um die erste Studie richtig Wind gemacht wurde, die zweite dagegen kaum Beachtung fand, wundert einen nicht, oder? 
Wer da wohl seine Finger im Spiel hatte …

(Wer´s genauer wissen will, hier, klick)








Samstag, Kürbissuppe gegessen, vorher mit Cleo zwei Stunden durch die Steller Heide und um den Hasportsee gewackelt, war nett. Dassis im See auch Krokodile gibt, wußte ich nicht - Cleo schon ...







Mittwoch, 2. Oktober 2019

Oktober





In die Röhre gekuckt ...




Neulich lief im WDR wieder Tiere suchen ein Zuhause, und da kam das Thema auf (es war nicht anders zu erwarten, Greta sei Dank), Hunde überwiegend oder zur Gänze vegetarisch zu ernähren.
"Eine der Hauptursachen für die Erderwärmung ist die Massentierhaltung zur Fleischproduktion", 
heißt es (daran ist auch nicht zu zweifeln), und weiter:
"In der Regel verzehrt ein Hund mindestens doppelt so viel Fleisch wie ein Mensch. Ein erster Ansatz in Sachen Klimaschutz wäre es also, den Fleischkonsum der Tiere nachhaltiger zu gestalten."

(Quelle: www1.wdr.de/fernsehen/tiere-suchen-ein-zuhause/nachhaltige-haustierhaltung-100.html)

Ich will jetzt das Faß über die Möglichkeiten einer sinnvollen Ernährung seines Hundes nicht wieder aufmachen, aber dieser neumodische Blödsinn inklusive seiner Beweisführungen, Fleischfresser (auch die mit einer Tendenz zum Allesfresser) vegetarisch zu ernähren, ist tierschutzrelevant. Der Zeitgeist treibt leider stets die schwachsinnigsten Blüten. Erzürnt hat mich der oben schon erwähnte Satz:
Ein erster Ansatz in Sachen Klimaschutz wäre es also, den Fleischkonsum der Tiere nachhaltiger zu gestalten.

Bei der kompletten sogenannten Energiewende (die zwar notwendig ist, aber zu spät kommt, bereiten wir uns besser auf einen würdevollen Abgang vor) werden und wurden von Beginn an die Prioritäten geschändet. Man stürzt sich scheinbar begeistert auf das leicht zu verschmerzende Unwesentliche. Aktuell machen ja Kinder die Arbeit für´s Grobe, luschtig is scho. Nun soll also der erste Ansatz zur Rettung des Planeten im Hundefutter gefunden werden, aha. Kann das sein?

"In Anbetracht der Zeitreihe sinkt der Fleischkonsum in Deutschland tendenziell ab. Im Jahr 2018 summierte sich der menschliche Verzehr von Fleisch auf rund 60,2 Kilogramm pro Kopf. Der Gesamtverbrauch, in dem der Verbrauch von Tierfutter, die industrielle Verwertung sowie die Produktverluste berücksichtigt sind, summierte sich auf etwa 88,6 Kilogramm."

(Quelle: https://de.statista.com/statistik/daten/studie/36573/umfrage/pro-kopf-verbrauch-von-fleisch-in-deutschland-seit-2000/)


Na, also, dort stehtis zu lesen. Verglichen mit dem menschlichen Pro-Kopf-Verzehr lassen die paar Kilo für´s Hundefutter 
als ersten Ansatz leicht spinnert anmuten, find´ ich.






Heute war die Botanika angesagt. Und wir sind entspannt und gut gelaunt wieder raus, schön!




In Stein geschrieben,


Buddhas unter sich,


der Traum vom Eigenheim,


Kois sind wie Hundewelpen, unglaublich!





Kino-Time, holt euch ne Cola ...









Nachschub aus´m Barfshop geholt, alle drei Wochen, mehr passt ins Gefrierschränklein nicht rein, ca. 10 kg, ist aber ok so. 
Hab´ dann noch drei neu eingetroffene Ochsenziemer mit "Kopf" erstanden, saulecker. Den ersten kaut sie gerade, bei offener Balkontür. Trotzdem sind die ersten Fliegen schon tot von der Decke gefallen ...








Wir kucken gern fern, Glotze ist ok. Natürlich nicht jeden Mist, klar. Es können auch Sendungen dabei sein, 
die irgendwas mit Hunden zu tun haben, hahaha.
Seit einiger Zeit ist unser Favorit Noel Fitzpatrick. Ein unglaublicher Mann, Tierarzt, Chirurg, England, ein Genie.





Und Professor Noel ist ein Superstar, auf allen Ebenen. Normalerweise schreckt uns das ab, es gibt zu viele Superstars heutzutage, aufgeblasene Albermänner, Windbeutel, gelackte Affen zumeist. Bei Noel machen wir eine Ausnahme!

Nun ist mein Bild des deutschen Tierarztes nach fast 40 Jahren Erfahrung mit ihnen nicht sonderlich gut, eher beängstigend schlecht, und das mit Grund, ohja. Nachdem wir Noel über die Schulter gekuckt haben und weiter kucken werden, frage ich mich, ob hier bei uns Tierarzt überhaupt ein geschützter Beruf ist - oder kann das jeder machen? Cleo ist gesund und wird das auch bleiben. Wenn´s sich irgendwie vermeiden läßt, setzen wir unsere Pfoten über keine Tierarztpraxisschwelle. Aber das ist Wunschdenken, nicht ganz realistisch, leider. Falls Cleo mal was Ernstes hätte, wären wir bei Noel, falls es England dann noch gibt ...

Hier mal die Links:

www.sixx.de/tv/der-super-doc-einsatz-fuer-4-pfoten
www.fitzpatrickreferrals.co.uk/
www.noelfitzpatrick.vet/
http://noelfitzpatricklive.com/

(Die englischen Seiten lassen sich gut übersetzen. In Chrome,
 mit rechter Maustaste in die Seite klicken, Fenster geht auf. Übersetzen in Deutsch, zack)







Leben Hundehalter länger?

Wer einen Hund hat, lebt gesünder - und länger. Zu diesem Schluss kommen jetzt gleich zwei Studien. Demnach ist das Sterberisiko bei Hundebesitzern deutlich geringer. Warum das der Fall ist und welche Ursachen dahinter stecken, ist allerdings noch unklar.


Hunde sind nicht nur treue Weggefährten in allen Lebenslagen, sie haben offenbar auch positive Auswirkungen auf die Gesundheit ihrer Herrchen. Eine systematischen Überprüfung von mehr als 70 Jahren Forschungsarbeit, die in der kardiologischen Fachzeitschrift "Circulation" veröffentlicht wurde, kommt zu dem Schluss, dass Hunde ihre Besitzer davor schützen, frühzeitig zu sterben - ganz gleich aufgrund welcher natürlichen Todesursache. "Bei Hundebesitzer reduziert sich das allgemeine Sterberisiko um 24 Prozent", sagte Endokrinologin Caroline Kramer von der Universität Toronto zu CNN. Bei Menschen, die bereits einen Schlaganfall oder einen Herzinfarkt hatten, ist der Effekt sogar noch größer.
Eine ebenfalls in "Circulation" veröffentlichte Studie aus Schweden zeigt in die gleiche Richtung: Sie fand heraus, dass sich Hundebesitzer nach einer schweren Herz-Kreislauf-Erkrankung gesundheitlich schneller erholen. Besonders alleinlebende Hundebesitzer profitieren demnach von ihrem vierbeinigen Freund. "Wir wissen, dass Einsamkeit und soziale Isolation große Risikofaktoren für einen frühzeitigen Tod sind", sagte Studienautor Tove Fall von der Universität Uppsala.
Weil es sich bei beiden Studien um Beobachtungsstudien handelt, kann allerdings nicht nachgewiesen werden, dass die Hunde tatsächlich der kausale Grund für das längere Leben ihrer Besitzer sind. So wäre es auch denkbar, dass Hundehalter länger leben, weil sie sich mehr bewegen - oder dass es generell eher fittere und aktivere Menschen sind, die sich einen Vierbeiner zulegen. Andere Studien zeigen jedoch, dass die körperliche Aktivität allein nicht ausschlaggebend ist.
Viele Kardiologen glauben deshalb dennoch an die therapeutische Wirkung von Hunden - und "verschreiben" ihren Patienten teils sogar einen Hund, wenn diese fähig sind, sich um ihn zu kümmern. "Eine Studie hat etwa herausgefunden, dass allein das Streicheln eines Hundes den Blutdruck so stark senken kann wie ein Medikament", sagte Kramer CNN. "Je früher wir uns eine gesunde Lebensweisen angewöhnen, desto besser. Laufen, nicht rauchen - und sich vielleicht einen Hund anschaffen."

(Quelle: n-tv.de, ftü)







Am 31.10. hab´ ich einen bezahlten Feiertag, das ist very fine. Apropos: Was wird denn nun mit Brexit-England? 
Hat da schon einer ´ne Vermutung? Blondie Johnson allein auf dem Flur, selbst die nächsten Verwandten mögen ihn nicht mehr. 
In früheren Zeiten haben sich derart entehrte Versager freiwillig an die Front gemeldet und sind dann anständig vor Verdun gefallen.
 Aber dieser Depp tanzt immer noch auf Spitze durch´s Unterhaus, verkehrte Welt.

Jedenfalls war ich vorhin im Baumarkt, hab´ den Sturmhaken für die Kellertür gekauft. Und da stand ein Fahrrad, ein besonderes.







So ein Dog-Bike ist doch toll, mussis vielleicht zu kaufen geben, sah nicht laienmäßig zusammengeschraubt aus. Falls Frauli Ernst macht und nach Renteneintritt den Jakobsweg  geht, dann radel ich mit Cleo etappenweise vorweg und mach schon mal Nudeln ...





Heute zeigt der Herbst sein zweites Gesicht: Grau, Regen, Wind. Aber was soll´s, der Hund will raus und eine gewisse Selbstüberwindung fördert den Respekt vor sich selbst, hahaha.
Vorhin beim Warten auf eine Regenpause mit dem Apfelphon gespielt. Auf einmal war Voice over aktiviert und eine Frauenstimme fing an alles vorzulesen, was gerade auf dem Display sichtbar war. Ja, gut, witzig. Nur konnte ich ihr den Mund nicht wieder verbieten, sie redete ununterbrochen, fast wir im richtigen Leben (BRÜLL). Hilflos mal ganz ausschalten, einschalten - oh Gott, da war sie immer noch! Panisch am PC im Handbuch gestöbert, nix gefunden, die setzen ein Elementarwissen über das Bedienen von Handys offensichtlich voraus. Naja, irgendwann war Ruhe, endlich! Was ich genau gemacht hab´, keine Ahnung. Zufall und Notwendigkeit, das Prinzip der Evolution. Nur nie wieder Voice over, niemals wieder, eine fürchterliche Erfahrung ...


Off topic:

Die Hoffnung stirbt zuletzt. Ewig leben die Plattitüden, aber meine Hoffnung hat tatsächlich überlebt: Abiy Ahmed, der äthiopische Ministerpräsident bekommt den Friedensnobelpreis für seinen Einsatz für die Aussöhnung mit dem Nachbarland Eritrea. Bravo! 
Ich weiß nicht, was mit mir passiert wäre, wenn die rundgesichtige Schulschwänzerin (mittlerweile peinigt mich das bloße Aussprechen ihres Namens, ist leider so) den Preis der Preise bekommen hätte. Meine Erleichterung ist riesengroß, die Welt ist zumindest nicht zur Gänze des Wahnsinns kesse Beute.



Jetzt noch kurz zum Wesentlichen. Cleo hat seit drei Tagen auffallend Freude am Spiel mit annern Hunden. Das ist mit fast vier Jahren nicht durchgängig so, verständlich, man wird ja erwachsen. Und es muss auch passen, nicht jeder Artgenosse eignet sich zum Spiel, denn Spiel ist laut Definition eine zweckfreie Sache, die allen Beteiligten gleichermaßen Freude macht.

Ansonsten sind wir heute gut durch die Regenlücken geschlendert, jetzt Sofa, dann Goldbarschfilets mit Buttermöhren, Petersil und Kapü. Der Nachmittag ist ungewiß, alles ist möglich ...






Guten Morgen liebste Rita. Lange hab ich dich nicht offiziell begrüßt, das mach ich jetzt aber: Guten Morgen liebste Rita ... 
Und ich schicke dir ein frisch aus dem Ofen gerissenes Kürbisbrot. Natürlich sind die ersten Scheiben schon organisch verwertet, 
denn Selbstdisziplin fällt nicht unter die Fülle meiner Stärken, nö. 
Es handelt sich allerdings nur um das Abbild des königlichen Laibes, ein digitalisiertes Foto sozusagen, also keine Butter auf´s Display schmieren, sonst wird HF böse, und das ist kein schöner Anblick. Meine Erinnerung ans letzte Mal ist noch präsent: 
Die Nasenflügel weiten sich, anfangs unmerklich. Die sonst fleischigen Ohren verändern Farbe und Konsistenz, werden scharfkantig violett, neigen sich leicht nach vorn, die Halsschlagader tritt pochend ans Rednerpult ... 

Also, ihr eifeler Freunde, machen wir uns einen schönen Samstag!





So, gut, zurück, dreieinhalb Stunden Blocklandrunde, Regen gab´s auch, neu gewachste Wachsjacke hält dicht, 
Rehe zur Kenntnis genommen, paar Hunde getroffen, Cleo zivilisiert drauf, Herrli entspannt, alles gut.










Gestern mal wieder Heide N. getroffen. Wir kennen uns seit über 30 Jahren durch unsere jeweiligen Hunde. Heide ist im Tierschutz beheimatet, hat immer Hunde mit Problemen, meist gesundheitlichen Problemen, oft Hunde auf der Zielgeraden ihres Lebens, sie macht das auf bewundernswerte Weise, Heide for ever! Wir sind ein Stündchen gemeinsam mit unseren drei Hunden durch die Uniwildnis gewackelt, geredet, auch über Tierärzte und dassis unter denen so viele "Flaschen" gibt. Und da hat Heide mir von der Tierklinik in Posthausen erzählt, halbe Stunde Fahrt von hier, also in der Nähe. Nachdem ich mir die Website angekuckt hab, insbesondere das Filmchen vom NDR, hab ich ein gutes Gefühl, und das hab ich bei Tierärzten selten. Viele Spezialisten auf dem neusten Stand. Zum Impfen geht man da eher nicht hin, klar, aber falls mal was Ernsteres sein sollte schon.




Hier mal klicken, wer will, sonst nicht.




Sonntag, herbstlich schön, mit Toni und Leuten neue Runde im Teufelsmoor gegangen, gleich Lasagne, huiii.





Cleo wird gestriegelt ...









Gestern im Findorffer Buchladen eine witzige Postkarte gefunden.








Ein Arbeitskollege hat sich (bzw. die Familie) nun einen Hund zugelegt, einen Mischlingswelpen vom Bauernhof. Natürlich reden wir drüber, es gibt kein besseres Thema für die menschliche Kommunikation, alles andere ist eh Geschwafel.
Sie waren bei der Tierärztin. Die wollte wohl nicht chippen, weil das Hündchen nach ihr geschnappt hat. Aha. Dann soll sie noch gesagt haben, daß man nun bald von Nass- auf Trockenfutter umstellen sollte. Da könnte ich sofort wieder zum HB-Männchen werden und in die Luft gehn ... Stattdessen dem Kollegen einen Link geschickt, vielleicht liest er ihn, vielleicht hilft´s.

Hier isser, KLICK.







Verblüht sind Dahlien und Ginster,
die Rechnung steigt für Öl und Licht,
die Nächte werden wieder finster,
der Tag nimmt ab, die Oma nicht.











Samstag, lange hinterm Hexenberg die Fischerhuder Niederung erschlossen. Cleo schlägt ja seit ein paar Tagen hormonelle Kapriolen. Einiges deutet auf Läufigkeit hin, interessierte Rüden, viel Kontrollschnüffeln, büschen anners drauf. Kann eigentlich aber nicht sein, wäre erheblich zu früh. Eine Zwischen-Läufigkeit als Freimarktszugabe? 
Heute Vormittag gab´s allerdings keine Auffälligkeiten. Wir hatten viel meditative Freude an Landschaft und Himmel. Die blöde Zivilisation war ausgeblendet, von A bis Z, von Arbeitsgenerve bis Zahlungsaufforderung.





Wenn Frank Sinatra "The Voice" war, dann ist Cleo "The Nose"





Die neue kleine Brücke über den Mittelarm, toll gemacht





Ton in Ton





Doppeltgemoppelt




Nun wird bald wieder geheizt, voraussichtlich schon. Das Schreckgespenst der ausgetrockneten Nebenhöhlen und Schlimmeres geistert durch die Gedankenwelt. Ich hab mal nach diesen tönernen Befeuchtungsdingern zum Anhängen gekuckt. Gibt´s natürlich. Helfen allerdings, wenn überhaupt, nur in recht kleinen Räumen. Dafür sind´s Keimschleudern. Die Großgeräte für´s Raumklima sind teuer und wohl übertrieben. Also mal gegoogelt, ab wann´s eigentlich zu trocken ist. Aha. Zwischen 40 und 70 Prozent Luftfeuchte sind wunderbar. Unter 40 beklagen sich die Schleimhäute, über 70 freut sich der Schimmel in den Ecken.

Ein Hygrometer musste her, logo, ein digitales zum feinen Preis. Die alten mit Pferdehaar sind zu ungenau, die durchschnittliche Ungenauigkeit um die 3% bei den Digitalen ist doch o.k.



Täräää, hier issis, zack.




Bei Amazon für´n Zehner zu haben. Gehört jetzt zur Familie, ist erbberechtigt. Wenn mal der Ständer mit frisch geschleuderter 
60 Grad-Wäsche die Nacht im Wohnzimmer verbringt, dann geht´s schon auf die 74% zu. Morgens kräftig stoßgelüftet und alles ist wieder im grünen Bereich. Die 21 Grad bei 54% Feuchte sind momentan das Normale. Schau´n wir mal, wie´s Heiligabend aussieht ...





Im 17ten Jahr ist der Micra in den ewigen Schrottplatz eingegangen. Ein Linksabbieger hatte kein Erbarmen.
Ein treuer Freund wird durch einen neuen ersetzt werden. Denn alles was entsteht, ist wert, daß es zugrunde geht ...







Heute lange unterwegs gewesen. Angemessen angezogen (die nächst dickere Jacke ist in Gebrauch) macht so ein Herbstgang 
bis zum Horizont, und ganz kurz davor wieder zurück, wirklich Spaß, es ist schon eine existenzielle Freude, zumindest für uns.