Montag, 1. April 2019

April





Guten Morgen, es ist kurz vor sechs und noch stockdunkel. Sommerzeit. Die Amsel draussen singt ihre Hymne, Heino hat ja damit aufgehört. Schade eigentlich, wieder eine Konstante weniger. Ob die EU da ihre Finger drin hat? Ich werde mich noch mehr am Hund orientieren, Cleo ist sich selbst genug, das reicht ihr, von Cleo lernen heißt: Siegen lernen!






Bei richtig schönem Frühlingswetter die Runde nach Höpkens Ruh über den Hodenberger Deich gemacht, zwei Stündchen. Auch Rehe gesehen, und vier Hasen sausten vor uns über´n Weg, Cleo war da anner Leine und das war gut so ...








Ein kerniger Entlebucherrüde in seiner Eigenschaft als Hofhund. 





Der Tod lauert im Komposthaufen!

Nö, nö, kein neuer Film von Edgar Wallace, wenn auch etwas reißerisch formuliert. Es ist eine reale, manchmal tödliche Gefahr für Hunde, gerade für die mit eigenem Garten. Man hat ja immer ein wenig das Klischee im Kopf, daß Hunde einen Magen aus Edelstahl hätten, Aasfresser halt, gegen alles immun. Das stimmt natürlich nicht!

Hier der Beitrag, bitte klicken, kann Leben retten!










Samstag, 6. April - ANGEBADET!






Aus einem lesenswerten Interview mit Dr. Dorit Feddersen-Petersen (das ist diese wunderbar kompetente Frau mit der irren Hochfrisur, und wer will kann´s hier komplett zu sich nehmen, klick).


Wenn Du Dir etwas für die Zukunft des Berufszweigs von Hundetrainern und -trainerinnen wünschen könntest– was wäre das?

Ich finde es ganz wichtig, bereit zu sein, immer dazuzulernen. Es müsste ein System der Aus- und Weiterbildung geben, das Austausch und Kooperation fördert, so dass diese einzelnen Wunderheiler, die immer wieder einmal auftauchen, Probleme bekämen, überhaupt so groß zu werden, weil sie nicht mehr so ohne weiteres unwidersprochen blieben.


(Quelle: www.kynologisch.net)






Sonntag, mit Toni und ihren Menschen langen Gang am Südarm gemacht. Touristenfreie Zone und sommerlich warm war´s!





Am kleinen Wehr waren tausende kleine Wollhandkrabben unterwegs, ein Naturschauspiel der etwas ekligen Art, brrrr ...




Dann Eis im Lindenlaub und auf ein Käffchen in Toni´s Wochenendhaus.



Dort hat Toni dann Cleo bilderbuchhaft gesagt, wer hier der Hausmeister ist. 
Cleo akzeptierte und alles war friedlich und entspannt.








Der alte klapprige Steg am Unisee für Wassersportler aller Art ist durch einen neuen ersetzt worden. Fast eine Woche war´n einige Firmen mit teils schwerem Gerät am Werk, so wurden u.a. Spundwandteile eingerammt. Und das Ergebnis begeistert mich mehr als die Kuppel des Petersdoms - Cleo übrigens auch!




Nochmal was zum Thema Zahnstein. Meine Nachbarin mit Flexi-Nelly erzählte mir letztens, ihre Tierärztin hätte Nelly eine Zahnsteinbehandlung angeraten, und das würde zwischen 100 und 200 Euro kosten oder mehr. Ich hab Nelly dann kurz ins kleine Mäulchen gekuckt. Ja, die oberen Eckzähne sind ziemlich massiv verzahnsteint, da würd ich zeitnah auch was machen lassen. Der Preis schien mir deftig (wir ham mit Zahnsteinbehandlungen kaum Erfahrungen; zeigen sich Beläge, dann nehmen wir den guten alten Doppelkopf-Scaler und kratzen vorsichtig weg, für den Hund Gewöhnungssache). Hab mich schlau gemacht: Doch, je nach Abrechnungssatz (der sich schon am Aufwand orientieren sollte!) sind zwischen 100 bis 300 Euro fällig (Narkose, anschließend polieren usw.), lohnt sich also zu vermeiden.
Zahnsteinbildung ist an den pH-Wert in der Mundhöhle gekoppelt. Der wiederum ist genetisch bedingt, kleine Hundeköpfe mit engstehenden Zähnen (oder sonstigem Züchterunfug) begünstigen und natürlich geht’s um die Ernährung. Das im Industriefutter üblicherweise vorhandene Getreide, die „Rübenschnitzel“ und anderer versteckter Zucker, überhaupt Kohlenhydrate sind zahnsteinfördernd.
Der von Tierärzten nach wie vor verbreitete Mythos, daß eine Trockenfutter-Fütterung durch den mechanischen Abrieb beim Kauen eine zahnsteinverhindernde Wirkung hätte, macht mich jedesmal wieder sprachlos – wie kann das sein?! Gerade im Trockenfutter sind große Mengen an Kohlenhydraten/Zucker vorhanden, und der mechanische Abrieb durch „sorgfältiges“ Kauen ist doch bei Hunden absolut zu vernachlässigen. Wer würde denn seinen kleinen Kindern zur abendlichen Zahnreinigung Sahnebonbons zum Zerbeißen geben???
Auch durch das Barfen kann Zahnsteinbildung nicht vollkommen vermieden werden, weil´s eben noch paar weitere Faktoren gibt. Aber bei gebarften Hunden tritt das Problem erheblich seltener und dann in abgemilderter Form auf. Wer nicht mit rohem Fleisch hantieren will, der sollte zu hochwertigem und klar deklariertem Naßfutter greifen (z.B. zu unserem Urlaubsfutter: BRIMO).

Der Speichelfluß ist wichtig (Hunde, die viel hecheln können da Defizite haben). Allerdings sind die im Handel erhältlichen „speziellen“ Zahnpflege-Kauartikel ähnlich unbrauchbar (und teuer) wie Zahnputzbürsten und Zahnpasta mit Fleischgeschmack. Rohe Kalbsknochen mit viel Fleisch dran sind gut, wenn der Hund sie verträgt, d.h. wenn die Dinger sorgsam abgenagt werden. Bei Cleo ist das schwierig, die schluckt oft größere Knochenstücke und die fliegen dann meistens nachts gegen halb drei wieder raus, und das Geräusch eines kotzenden Hundes bereitet mir Unbehagen …

Cleo kriegt nach jeder Mahlzeit eine kleinfingerdicke Rinderhautstange und zwischendurch ein luftgetrocknetes Rinderohr mit Muschel oder ´ne richtig harte Kopfhautplatte.






Und den beiden ist Zahnstein wurscht, die ham keinen. Die liegen da irgendwo inner Eifel rum.
Seid gegrüßt, Rita und Bonnie, hier schneit´s gerade und Stau ist ...





Aber wir könn´ auch Wald, so issis mal nich, nä!





Hi Fans, hey Leute, guten Morgen verehrte Damen und Herren. Der Tag wird sonnig werden, sitze am Frühstückstischchen (das neu gestrichen werden muss, der Tee hat kreative Spuren im Lack der Platte hinterlassen. Wie mir ein versierter Kollege gesteckt hat, ist der verpönte Lack auf Lösungsmittelbasis spürbar härter und unempfindlicher als der beliebte Acryllack auf Wasserbasis, ich probier das mal aus). Gut. Meine eigentlichen Gedanken kreisen allerdings, wie sollte es anners sein, um Hunde. Genauer, um die immer wieder mal bei uns auftauchende Frage: Warum ist Cleo nun so, wie sie ist? Mit anderen Worten: Warum kann sie auch "anstrengend" sein?
Naja, ist schon klar - weil sie ein komplexer, intelligenter, lebender Organismus ist. Aber wie ist sie eben so geworden, wie sie ist? 
Ist beim Züchter nicht alles optimal verlaufen? Ham wir was versäumt, verbockt oder falsch eingeschätzt? Die Prägungsphasen sind nicht lang, da kann schon mal etwas "unbeantwortet" bleiben ...

Ist da nicht noch was? Oh ja, bei aller selbstkritischer Betrachtung, da ist noch was! So ein Wurf Welpen kommt nicht gleichmäßig als leeres Blatt Papier auf die Welt, das darauf wartet vom Menschen beschrieben zu werden. Da sind Unterschiede a priori, also vom ersten Atemszug an, vorhanden: Persönlichkeitsstrukturen, Talente, Schwächen und Stärken. Und da kommt dann die Auswahl des zu einem passenden Welpen ins Spiel. Der kompetente, verantwortungsbegabte Züchter wird in den ersten Wochen einen Eindruck bekommen und bemüht sein, den jeweiligen Interessenten auch den passenden Hund auf´s Auge zu drücken. Ob der jeweilige Interessent damit immer einverstanden ist oder doch den kleinen Revoluzzer mit der weißen Schwanzspitze möchte, ist eine andere Frage.
Ich hab wohl einen unbewußten Hang (nein, nicht unbewußt, ich weiß es schon) zum kleinen Revoluzzer, und das hat weniger mit Männlichkeitsgehabe zu tun (denn auch ich bin im Grunde eine Frau), sondern mehr mit meiner Selbsteinschätzung, nicht unbedingt der Geduldigste, Einfühlsamste und Leiseste zu sein. Ein zurückhaltender, schüchterner Welpe hätte mit mir vermutlich mittlere Schwierigkeiten, könnte sein (ich hatte noch nie einen). Leidtragende ist dann meine Frau, denn die hätte lieber eine verschmuste, folgsame "kleine Schwester" - aber sie hat eben viel Verständnis für mich ...

Also gut. Ich hab von Martin Rütter eine kurze Abhandlung gelesen, die ich für richtig, wichtig und lesenswert halte. 
Wer fünf Minuten Zeit hat - hier isse, klick!







Natürlich ist das mit den ewigen Selfies ein moderner Blödsinn, ja ja. Aber Spaß macht´s trotzdem, 
und man wird auch büschen selfiesüchtig. Na und, besser als Saufen, find ich ...








Das Narrenschiff





Feiertage sind ja für Hundeleute die Hölle, überall Regionaltouristen mit Kind und Kegel, furchtbar!
Also sind wir heute morgen wieder mal über´n Campus geschlendert. Auf dem Unigelände issis ruhig, friedlich und interessant. Jedesmal finden wir neue Gänge, Räume und Originelles. Die anderthalb Stunden waren entspannend wie ein kleiner Gottesdienst, und das meine ich nicht lästerlich.



Die Wilden von heute sind die Langweiler von morgen 




Kleine Zweigstelle der Sparkasse




 



Hoch KATHARINA, das sich mit seinem Schwerpunkt mittlerweile von den Azoren über die Britischen Inseln bis zur Ostsee erstreckt, erweist sich auch am Osterwochenende als treuer Begleiter. Heute stellt sich erneut sonniges und trockenes Wetter ein, allenfalls ziehen mal einzelne flache Schönwetterwolken vorüber. Die Temperaturen erreichen 20 Grad in Jever bis 23 Grad in Cloppenburg, an der Küste und auf den Inseln gibt es bei Seewind 16 bis 19 Grad. 

(Quelle: Buten un binnen)






So, Ostersamstag, der Tag der Wahrheit: Einkaufen, von A bis Z, von Aubergine bis Ziegenkäse! Sonntag gibt´s den ersten Spargel, aus der Region, nicht vom Discounter, logo, mit neuen Kartoffeln (die kommen allerdings noch nicht aus der Region, einen Rosenkranz beten wird da reichen ...)

Und dann mit Cleo an den See, zumindest ans Wasser, es darf geschwommen werden, es muss geschwommen werden, sie will das!!! 







Ostersonntag




Der Tag, an dem Jesus Christus zum Tode verurteilt, gekreuzigt wurde und starb, ist der Karfreitag. Ostern beginnt mit der Auferstehung Jesu: dem Ostersonntag. Die vier Evangelien des neuen Testaments berichten, dass das Grab Jesu am dritten Tage nach seiner Kreuzigung leer war und Jesus seinen  Jüngern erschien.


Nur mal so zur Info.






Am Wümme-Südarm, drei Stunden in zivilisatorischer Einsamkeit. 





Cleo entspannt, aber wachsam.




Acht Kugeln - jeder Tag kann der letzte sein ...




Ostermontag in Aligse verbracht, Spargel-Quiche gegessen, sehr lecker, und mit den Hunden gegangen. Cleo ist bei Gemeinschaftsgängen noch immer etwas aufgeregt, rennt viel um alle rum, wohl eher Stressabbau als Hütetrieb, vermute ich, 
aber wir arbeiten dran und haben Erfolge: Sie kann auch runterfahren. Im Haus ist dann alles normal - brave Hunde!






Noch ein Gänseei "akademisch" bemalt, für Ramona. Die freut sich einen Ast, und den wird "Rüpel" auch gleich zerlegen, 
der kleine kernige Bursche!





Nun ist auch Schluß mit dem Eiermalen, jetzt kommen die Dinger wieder in die Pfanne.
Oder wir machen mal wieder sau´re Eier mit neuen Kartoffeln in Senfsoße, au ja!





Am morgen im Stadtwald mit Cleo entspannt, war nötig, war gut.
Und die erste alleinerziehende Entenmutter des Jahres gesehen, niedlich war´s.







Nachmittags zum Kuhgraben, da ist die Wasserqualität noch lange ok., und Cleo muss wie in jedem Frühjahr auftrainiert werden. Nein, ehrlich, die Muskulatur für´s Schwimmen ist ja im letzten halben Jahr nicht benutzt worden. Wenn sie jetzt Knall auf Fall zwanzig Mal die Runde macht, dann kommtse erstmal nicht mehr auf´s Sofa hoch - und das möchte ich mir nicht antun. Ohne Cleo auf´m Bauch macht mir Sofa nur halb soviel Freude ...

Also steigern wir paar Tage die Schwimmdauer angemessen, und dann isse wieder voll drin, geht schnell, ist ja ein sportlicher Hund, unser Entlebucher mit Idealgewicht (jetzt wieder 25 kg, ein Kilo Winterspeck ist runter).








 

Was die Narrenschelle meint - nur der wirklich Heitere weint ...




Freitag, 1. März 2019

März, die Tage werden länger, endlich!




Na na na, nicht mal dran denken - das ist vielleicht der Osterhase !


Wir arbeiten mometan ja wieder büschen am Gehorsam, wir nacharbeiten, frischen auf. Und zwar geht´s um das, was oben zu sehen ist: Interesse am Wild, Vögel, Hasen, Rehe. Dieses Interesse hat natürlich bei Hunden eine fließende Grenze zum Hinterherrasen (um das böse Wort Hetzen nicht auszusprechen). 

Nun ist Cleo kein Jagdhund, nö, und sie tut´s auch nicht aus Hunger. Aber aus Freude, aus Spaß, aus Gründen, die von der Evolution über viele tausend Jahre (wenn nicht noch viel länger) in Caniden eingepflanzt wurden. Dopamin, das schönste aller Suchthormone. Da ist nix abzuerziehen, diesen Antrieb kriegste nicht raus. Aber an der Kontrollierbarkeit läßt sich arbeiten, ganz sicher, und das machen wir jetzt. Trillerpfiff, Abruf und Stoppkommando. Und in bestimmten Situation kommt die Schleppleine zum Einsatz. Wobei meine Abneigung gegen Hilfsmittel jeglicher Art und das moderne Methodengesülze mir schon leichte Bauchschmerzen machen. Trotzdem macht die Schleppleine, wenn sie als Trainingsleine genutzt wird, schon Sinn.




So, war mit Cleo den Wümme-Südarm lange lang, jetzt ruhen wir uns kurz aus, dann den Rest einkaufen und nochmal büschen laufen, weil´s Spaß macht. Bis dahin will ich das Geschriebsel von gestern noch etwas vertiefen, also:

Es gibt die Jagdsequenzen, sieben sind´s wohl. Orientieren, fixieren, anpirschen, hetzen, packen, töten und fressen. Diese Sequenzen sind durch Zucht verändert worden. So hören zum Beispiel Hütehunde nach dem Anpirschen auf (sonst wär´s auch schlecht für die Schafe, klar). Andere Rassen stehen vor, oder hetzen gleich los, oder packen ansatzlos zu.

Was für uns normale Hundebesitzer (also mich) wichtig zu wissen ist, ist die Gegebenheit, dass Cleo im Kopf schon jagt, wenn sie den Horizont mit den Augen absucht. Wenn sie dann wie auf dem Foto oben ein vorderes Bein hebt und fixiert, dann hab ich noch drei Sekunden für den Abbruch (wenn ich konzentriert bin klappt das auch). Dieses Abbruch-Kommando muss natürlich laut, deutlich und apodiktisch, also keinen Widerspruch duldend, rüberkommen, und wenn mein Hund mich ohnehin nicht ernst nimmt, dann gute Reise. Ist die Sequenz hetzen eingeläutet, dann stehen die Chance schlecht, sie zu stoppen (aber auch das klappt manchmal mit Hilfe eines markerschütternden Trillerpfiffs und daran arbeiten wir jetzt ja intensiv). Man muss sich vor Augen halten, dass einen hetzenden Hund stoppen zu wollen, wie der gut gemeinte Versuch ist, einem angetrunkenen Alkoholiker zu sagen:
 "Junge, hör doch auf zu saufen!" ...








Sonntag, mit Esi und den Aligsern mal wieder in Neu-Helgoland anner Hamme gegangen. Hat die ganze Zeit über geregnet, trotz angemessener Kleidung nicht wirklich trocken geblieben. Herrli hatte es ziemlich erwischt, also zurück nach Bremen und Klamotten gewechselt. Die annern sind schon in den Worpsweder Bahnhof, da hatten wir eh einen Tisch bestellt. Wieder wunderbar gespeist, ich hatte den Kutterteller mit Zander und Wolfsbarsch, Krabbenrührei und Bratkartoffeln ...





Heute morgen Cleo nach längerer Zeit mal wieder gewogen. Sie wiegt 25,9 kg. Das ist ihr bisheriger Rekord, 
und es ist auch ein Kilo zuviel. Die Portionen werden also etwas verkleinert ...






Heute war´n wir kurz in Hamburg, Hagenbeck, Tropenaquarium. Ulrike und Esi natürlich dabei, die ham ein weites Interessenspektrum ...











Dann noch einen längeren Gang am Elbestrand in Blankenese gemacht, standesgemäß, versteht sich!






Off topic:

Am Donnerstag stand Bremen still, das bemerkenswerteste Verkehrs-Chaos aller Zeiten, 40 Staus im Stadtgebiet. Warum? Die Polizei hatte die Schnapsidee geboren, an einigen neuralgischen Punkten Kontrollen durchzuführen. Gesucht wurden Einbrecherbanden. Gefunden wurde nix, ein bekiffter Fahrer, einer ohne Führerschein, ein gigantischer wie unverantwortlicher Schuß ins Knie - meint selbst der ADAC.
Erst am späten Abend löste sich das Chaos auf. Am Tag darauf stellten die Verantwortlichen sich dumm: Man hätte mit derartigen Staus nicht rechnen können. Meine Zahnbürste hätte allerdings damit gerechnet, gestaltet sich doch schon der verkehrsmäßige Normalzustand in Bremen katastrophal.

Ohnehin könnte man dem Empfinden erliegen, daß eine Menge bremischer Verantwortungsträger im Senat und umzu rein zufällig aus einer Transportmaschine der Bundeswehr am Fallschirm hängend in die Sessel ihrer Macht geplumpst sind. Aber das kann ja nicht sein, weil kaum noch einer der Ursula-von-der-Leyen-Flieger startklar ist ...

Mein neurologischer Freund aus Aligse erwähnte letztens, daß die Berufswahl oft etwas von einem Selbstheilungsversuch in sich trägt, und daran muss ich beim Anblick des aktuellen Bürgermeisters immer denken. Wie auch immer - das Chaos ist tot, es lebe das Chaos!





Beim Stöbern hinter der Kommode im Schlafzimmer wieder fündig geworden. Diesmal den längst in Vergessenheit geratenen Entwurf zum Bildgeschenk an unsere Haustierärztin anläßlich des zehnjährigen Bestehens der Praxis. Auch schon wieder ewig her. Es ist beim Entwurf geblieben, weiß nicht, warum. Vielleicht weil auch die Beziehung zu einer guten, sympathischen Tierärztin letztlich eine Geschäftsbeziehung ist.






Das Tief EBERHARD erfreut uns mit nasskalter Polarluft, also Regen, Graupel, Schnee, Wind und Kälte. Gestern lange in Neuhelgoland gewesen, heute Vormittag Unisee, Wildnis, Kuhgraben und am Stadtwald zurück. Ein Gutes hat das Mistwetter: 
Bei Überleben wird das Immunsystem wunderbar angeregt und gestärkt !





Sauerteigbrot, selbstgebacken, wie sonst ...



Inner Bude issis windstill, das ist wichtig!







So, es ist wieder mal soweit: Ich werde meine Leser belästigen. Nicht alle, aber einige doch. Trotzdem, ich tu´s ...

Hunde und Katzen vegan ernähren: vom Dilemma eines Trends

Hundefutter im Test – kann denn siegen Sünde sein?
(Und nochmal klicken, lohnt sich wirklich)





Gesehen auf dem Weg nach Hoya






Sonntag, Wetter durchwachsen wie Cleo´s Rindfleisch. Längeren Gang im Uni-Gelände gemacht, auch durch die Gebäude geschlurft, weil´s uns Spaß macht, nicht nass geworden, war gut. Auf der großen Uni-Wiese ist Cleo gesaust wie ein Derwisch, war kaum zu bremsen (guter Kalorienverbrauch!).

Ich mach doch gern mal Fotos von Scheiben, wenn sie spiegeln, hat was Surreales, find ich, heute auch wieder. Und da fragt man sich doch: Was sieht Cleo? Und was denkt sie? Erkennt sie sich oder mich?

Also vorhin gegoogelt, nach dem Ich-Bewußtsein von Hunden. Schimpansen, Elefanten und Elstern ham ja den Spiegeltest bestanden, erkennen sich selbst im Spiegel. Hunde sind allerdings immer durchgefallen, die sehen da einen anderen Hund und bellen ihn an. Naja, Wissenschaftler und ihre Tests, da ist im Laufe der Zeit schon ne Menge Blödsinn bei rausgekommen ...

Aber, welch Wunder, es gibt Neuigkeiten. Da Hunde sich auch im richtigen Leben weniger auf ihre Augen, dafür mehr auf ihre Nasen verlassen, kam man auf die Idee, das Ich-Bewußtsein über den Geruchssinn zu testen. Es wurden Urinproben für den Testaufbau benutzt, einmal die eigene und die anderer Hunde. Nun zeigte sich klar und deutlich das Hunde-Ego! Der eigenen Probe wurde kaum Bedeutung gegeben, denn der Absender war einem ja bewußt. Die anderen Proben weckten natürlich das uns bekannte große Interesse. Hier nachzulesen, klick.

Schön, nun wissen die Forschungskoryphäen endlich auch, was für uns Hundeleute nie eine Frage war.




Sie schläft noch. Aber der Lack ist schon trocken!




Heute auch wieder Mistwetter wie seit Tagen, kalt, regnerisch, windig. Naja, Sturm ist erst, wenn die Schafe keine Locken mehr haben ... Ab morgen soll´s dann langsam büschen netter werden, wär´ nicht übel!





Good morning, ladies and gentlemen!

Auch wenn der Job würdelos langweilt, auch wenn der Nissan neue Bremsen braucht und die Nachbarin die Türen knallt.

Das alles ist marginal, Randerscheinungen des Lebens, der Rede nicht wert. 
Was wirklich zählt: Den Anbruch eines neuen Tages zu erleben, der die Welt mit Licht erfüllt.




Off topic:



Jeder Tropfen zählt, wie heiß der Stein auch schon ist ...

(Vielleicht mal kurz klicken)





Wir denken selten an das, was wir haben, aber immer an das, was uns fehlt.

Hier liegen Bonnie und Kater Bram auf dem Sofa, auf Rita´s Sofa. Natürlich sind die beiden "beste Freunde", keine Frage. 

Aber wenn meine Frau mich so ankucken würde, dann bestände Diskussionsbedarf ...

(Hahaha, ich darf das sagen, Rita, nech?)




Und wer liegt da auf der Erbse? Genau, Bassetti-Esi.






    Mir ist ein Interview mit Günther Bloch wieder in die Hände gefallen, das zu lesen lohnt! Da begreift dann manch einer in zehn Minuten (die braucht man zum Lesen) mehr, als viele in zehn Jahren Hundeschule nicht. Es geht beispielsweise um die Idee vom Alphatier und von Dominanz. Oder was wir Menschen von den Wölfen für´s Zusammenleben mit Hunden lernen können, und wie sinnvoll es ist, unerwünschtes Verhalten zu ignorieren, anstatt regelnd einzugreifen, und was von den modernen Methoden zu halten ist und einiges Interessante mehr. Ich kann alles von Bloch im Interview Gesagte uneingeschränkt abnicken (und das passiert mir selten).

    Wir haben Bloch mal auf einem Abend mit Udo Gansloßer erlebt und die beiden sind schon witzige Typen der kompetenten Art, war recht erhellend und erheiternd der Abend!


Hier das Interview, bitte klicken, zack!




Vorhin die Lieblingstour anner Hamme in Neu-Helgoland gegangen, knapp zwei Stündchen gegen den Wind, irgendwie kam er immer von vorne, seltsam ... Zu Hause gab´s für Cleo ein wunderschönes, europäisches Rinderohr mit Muschel ohne Fell, getrocknet natürlich. Sehr lecker und gut für Zähne und Geist, hahaha!

Ach so, fast vergessen: Sie wiegt jetzt 25,2 kg - hatte ja vor kurzem heimlich und unbemerkt auf 25,9 kg hochgefahren. Nun nähern wir uns dem Idealgewicht von 25 kg. Die Tagesration ist um ein Drittel reduziert worden, zum Zwecke des moderaten Abnehmens. Wenn bald wieder viel geschwommen wird und bei Blauer-Himmel-Wetter ist man eh noch ausgiebiger drauusen als sowieso schon, dann werden wir die optimale Dosierung finden. Und wenn nicht? Auch wurscht, Hauptsache gesund und fröhlich!




Sonntag, mit den Aligsern und Eske gute zwei Stunden am Wümme-Südarm langgewandert, eine hin, über die Brücke und eine zurück. Die Hunde liefen überwiegend frei und ließen brav die Rehe in Ruhe (natürlich hätten wir anderes gar nicht zugelassen, klar).

Anschließend im Café Lindenlaub eingefallen, alle sechs. Kaffee, Torte, Eis, das volle Programm. Gemütlich war´s.
Dann noch einen Gang über die sieben kleinen Brücken in Fischerhude gemacht, für die Romantik ...





Zum Abschluß zurück nach Bremen, in die Kunsthalle, aktuelle Ausstellung über die Stadtmusikanten, in den regionalen Medien hochgelobt. Und es war so was von enttäuschend, aber so was von!