Montag, 1. Oktober 2018

Oktober




"Hunde sind unser soziales Alter Ego. Sie reagieren sehr gut auf unsere Bedürfnisse und haben ihrerseits nahezu identische Bedürfnisse. Das bedeutet: Mit ein wenig Herz und Hirn kann man zu einem Hund eine symmetrische, stabile und überaus bereichernde Partnerschaft aufbauen". 

Prof. Dr. Kurt Kotrschal, Verhaltensbiologe an der Universität Wien




Seit der Mensch existiert, spielen Tiere (und Natur) in seinem Leben eine ziemlich große Rolle. Auf die Idee, sich ein Haustier anzuschaffen kam er allerdings erst während oder nach der letzten Eiszeit. Da begann er wohl, mit Wolfswelpen zu kuscheln. 
5000 Jahre später waren das dann Hunde, und seit über 15 000 Jahren züchtet er Hunde.

Nun ist die Frage, die von vielen Leuten nach wie vor mit einem ratlosen bis hin zu einem gehässigen Kopfschütteln beantwortet wird, doch folgende: Sind Menschen, die mit Hunden zusammenleben, sehr eng, sehr emotional, geradezu beziehungsähnlich zusammenleben, sind die bekloppt, gestört, gar pervers? Oder sind „die ohne Hund“ krank, in einer lächerlichen Weise auf sich bezogen, defizitäre Empathiekrüppel?

In den 80er Jahren prägte der Soziobiologe Edward Wilson den Begriff „Biophilie-Hypothese“ und war der Auffassung, dass der Mensch durch sein stammesgeschichtliches Dasein als Jäger und Sammler „biophil“ sei, also ein geradezu triebhaftes Interesse an der Natur und eine Vorliebe für das Zusammenleben mit Tieren entwickelt hat.

Schon in den 30er Jahren übertrug der Soziologe Theodor Geiger das „Konzept der Du-Evidenz“ des Psychologen Karl Bühler auf die Mensch-Tier-Beziehung. Geiger fand, dass die Beziehung zwischen Menschen und höheren Tieren einer Art Partnerschaft gleicht, der Freundschaft ähnelt, und deutlich gefühlsbegleitet ist.

In der Gegenwart angekommen greife ich mir Prof. Dr. Kurt Kotrschal (Verhaltensbiologe, leitet die Konrad-Lorenz-Forschungsstelle, Mitbegründer des Wolf Sience Centers in Ernstbrunn). Aus dem Interview in GEO WISSEN „Geliebte Gefährten“ entnehme ich mal ein paar seiner Äusserungen in der Hoffnung, hier kein Copyright zu verletzen.

„Den Begriff „Haustier“ mag ich nicht gern – Hunde, Katzen oder Pferde zeichnen sich ja nicht vornehmlich dadurch aus, dass man sie im Haus hat. Sondern dadurch, dass wir zu ihnen eine soziale Beziehung aufbauen. Es sind Gefährten, Kumpane.“

„Wir kommen ja mit bestimmten Bedürfnissen zur Welt, die mit unserem genetischen Erbe zusammenhängen. Eines der Grundbedürfnisse offenbart sich eben darin, dass zu einer guten sozialen, emotionalen, kognitiven und körperlichen Entwicklung auch ein Aufwachsen in Kontakt mit Tieren und Natur gehört. Das zeigen eine Reihe von Studien.“

„Diese Biophilie, die Liebe zum Lebendigen, ist universal: Alle gesunden Kleinkinder dieser Welt sind höchst tierfreundlich – je jünger, desto intensiver, und zwar unabhängig von Kultur und Einstellung der Eltern. Auch die ersten Lautäußerungen sind vielfach tierbezogen, etwa wenn Kinder begeistert auf einen Hund zeigen und dabei „Wauwau“ sagen.“

„Dass nicht alle Erwachsenen gleichermaßen tierbegeistert sind, hängt – wie bei allen anderen Eigenschaften auch – von den Anlagen und Entwicklungsbedingungen ab. Diese Menschen konnten sich in ihrer Kindheit ziemlich sicher für Tiere erwärmen. Vielleicht aber wurde von den Eltern dieses Interesse nicht sonderlich gefördert. Dennoch spüren ganz viele Erwachsene eines Tages, dass ihnen etwas fehlt, und in ihnen keimt der Wunsch, einen Hund oder eine Katze bei sich aufzunehmen. Oft wird dieses Bedürfnis rationalisiert. Dann heißt es: Ein Hund ist ein guter Freizeitpartner, er ist gut für die Gesundheit, er ist gut für die Entwicklung der Kinder. All das ist richtig. Aber im Kern steht ein Bedürfnis fern der Ratio. Ein tiefer, instinktiver Wunsch.“






Wir müssen/sollten uns etwas schonen, besonders Herrli, denn der hat sich einen eingefangen, Infekt und so. 
Der Verlauf des Blasen-Meridians, dem längsten aller Meridiane mit 67 Meridianpunkten, beginnt am oberen Augenhöhlenrand, geht dann über den kompletten Rücken auf beiden Seiten der Wirbelsäule und endet im kleinen Zeh. Mit der Fülle seiner Funktionen reguliert er eigentlich den ganzen Menschen. Und wenn man im durchgeschwitzten T-Shirt bei kühlem Wind stundenlang durch den Bayerischen Wald wandert, dann ist das ganz schlecht - denn Kälte blockiert! Blockiert den Meridian und das hat Folgen, keine angenehmen. Also schonen wir uns, gut.








... wenn Mini-Röcke Hosen weichen
und Blätter fallen ohnegleichen,
wenn Gartenparty's längst verklungen,
die Vögel haben ausgesungen,
wenn Winzer in den nächsten Tagen
im Weinberg sich mit Lesen plagen,
wenn Spinnen emsig sich beeilen
Altweiberfäden zu verteilen,
wenn alle Früchte schon im Schober,
dann ist es Herbst und fast Oktober!


(Aus "Herbst", von Heiner Hessel)







wie geht´s dir so?




“Hunde kommen in unser Leben, um zu bleiben.
Sie gehen nicht fort, wenn es schwierig wird, und auch,
wenn der erste Rausch verflogen ist, sehen sie uns noch
immer mit genau diesem Ausdruck in den Augen an.
Das tun sie bis zu ihrem letzten Atemzug.
Vielleicht, weil sie uns von Anfang an als das sehen, 

was wir wirklich sind: fehlerhafte, unvollkommene Menschen.
(Picasso)



Meine Nachbarin mit Babsi: Wenn einer ohne den anderen nicht kann ...






Aha, Mail gekriegt, "Heidi" geht´s wunderbar, sie ist voll drauf, macht allen große Freude, ein kerniges Mädchen!!!
Bisher unterhalten wir zwar nur eine Brieffreundschaft, aber das kann sich noch erweitern ...




Gestern Abend war ein irres Licht über der Weser, genau wie auf dem Foto sah´s aus. Halbe Stunde später war´s dunkel. 
Hoffentlich behält wenigstens Cleo ihren Sinn für die Realität ...











Entspannt wie die Olive in einem Martini ...




Samstag, das Hochdruckgebiet "Viktor" beschert uns Sonne bei 24 Grad! Zwei-Stunden-Gang um´s St. Jürgensland gemacht. 
War schön und entspannend. Bis auf den Moment, als ein Rehbock mit lautem Getöse keine fünf Meter vom Weg weg, 
wohl selbst sehr überrascht, durch´s Unterholz brach und über die Wiesen gen Horizont flüchtete. Naja, und Cleo hinterher, mit Glückshormon-Gefiepel, nix mehr zu machen. Sie drehte aber nach zwei Minuten wieder ab und kam zurück. Kein Geschimpfe, passiert dem besten Hund mal (wenn Herrli verträumt durch die Landschaft sclurft ...). 
Danach war´s dann wieder schön und entspannend, ohja.








Auf dem Heimweg kurz am Unisee zwischenstationiert zum Zwecke eines Bades, hahaha!




Der Nissan ist mit neuen Bremsen (hinten) durch´n TÜV gekommen, das ist ok., wir bleiben also vorerst noch zusammen. 
Dafür musste ich heute ohne ein Automobil irgendwie mit dem Leben fertig werden. Und es ging! Mittags mit Cleo losgewackelt: 
Wallanlagen hoch, durch die Sögestraße (die Shoppingmeile), Matjesbrötchen geholt und unter´m Rathaus auf einer der Pennerbänke (wenn ich das mal so flapsig ausdrücken darf) genußvoll verzehrt. Cleo verschmähte allerdings ein Stückchen Brötchen, war ihr wohl zu gummihaft. Weiter über´n Domshof, den Bischofsnadeltunnel passiert, auf der annern Seite der Wallanlagen zurück Richtung Bahnhof. Dann durch das Bahnhofsinnenleben gedrängelt (Cleo hat sich sehr wacker gehalten), rüber auf die Bürgerweide und dem Freimarktsaufbau ein Auge geschenkt, weiter zum Hollersee, pausiert und sich Gedanken über die Preise im Parkhotel gemacht. Unangeleint über die große Wiese im Bürgerpark flaniert, am Emmasee erneut pausiert. Den Park in Richtung Findorff durcheilt und an der Hemmstraße zurück nach Hause. Ein guter Gang, ein warmer Gang, ein langer Gang, büschen aufregend war´s für Cleo auch.
Morgen bin ich wieder ein richtiger Kraftfahrzeughalter, gut so!




“Ich habe große Achtung vor der Menschenkenntnis meines Hundes. Er ist schneller und gründlicher als ich.”

(Otto von Bismark)




Cleo in Herbstlaune !



Komm, laß uns Träume spinnen aus grenzenloser Heiterkeit ...





Sonntag, den Hunte-Urwald-Weg bei Oldenburg gegangen. Naja, wir haben versucht ihn zu gehen, und ham uns wie üblich etwas verirrt. War´n gut drei Stunden unterwegs, war schön, aber es war nicht der "Originalweg". Auf Dauer werden wir um ein GPS-Gerät nicht herumkommen ...



Ein neuer Wald, Cleo erstmal reizüberflutet, da bleibt das Gehen an lockerer Leine in der Theorie stecken ...


Wird dann besser, immerhin.


Und richtig idyllische Momente gab´s natürlich auch!


Offtopic:
Die CDU Baden-Württemberg hat auf ihrem Landesparteitag im September beschlossen, den Wolf ins Jagdrecht aufzunehmen und Gebiete auszuweisen, in denen der Wolf unproblematisch und rechtssicher „entnommen“ werden kann. 
Im Radio durfte man wieder irgendeinen „Bürgermeister“ hören, der sich aufplusterte und von der Angst vieler Eltern faselte, Wölfe könnten ihnen die Kinder quasi aus der Sandkiste wegfressen. Dann kamen noch paar Schäfer zu Wort mit ihrem obligatorischen Jammern und Fordern. 
Vor wenigen Wochen ging eine Meldung um: Des Nachts wurden von einer Weide in Meckpomm 150 Schafe gestohlen, die Polizei hat Reifenspuren gesichert. Können Wölfe jetzt schon Autofahren? Sollten Viehdiebe ins Jagdrecht aufgenommen werden? Fragen über Fragen. Wenn´s um meine Schafe ginge, da würde ich wohl büschen besser drauf aufpassen, oder mich über Herdenschutzhunde informieren. Gut, gut, ich hab keine Schafe, ich hab ja nicht mal ´ne Sandkiste. Ich bin auch kein Bürgermeister und ausrottungsaffin bin ich auch nicht. Aber ich erkenne hirnloses Geschwätz, wenn ich welches höre, und ich hab ein Gespür für getarnte Absichten. Schaun mer mal, dann sehn mer scho.



HEY!!! Raus aus´m Bett, das ist ja wohl das Größte! Ja, spinn´ ich denn?





Einer unserer Standardwege verläuft am Tierheim vorbei, weiter den langen Weg zwischen Autobahn und Blocklandwiesen, auf dem Kuhgrabenweg über die Autobahnbrücke, rüber zur "Renn- und Spielstrecke" am Kuhgraben, dann am Stadtwaldrand lang, Abstecher zum Unisee und zurück zum Parkplatz. Anderthalb Stunden vielseitiger Auslauf, gut. Am langen Weg stehen Windkraftanlagen, drei an der Zahl. Und da hat Cleo hin und wieder ein recht ungutes Gefühl: Schon das Geräusch der Rotoren macht sie nervös. Manchmal will sie den Bereich schnellst möglich hinter sich lassen, ein Entlebucher auf der Flucht vor der Energiewende! Aber wir arbeiten dran, denn Freiheit heisst keine Angst haben vor nix und niemand! Da ich mich vor den Vogelschredderdingern nicht fürchte, geh ich mit Cleo da einfach lang und hoffe, dass sich mein Desinteresse büschen auf sie überträgt. Und das klappt auch ganz gut.

Im kleinen Filmchen sieht man, wie Cleo dem Windding gefasst den Rücken zudreht, und ruhig stehnbleibt - ohne ein Kommando natürlich, sie muss das aus freien Stücken bringen. Und heute hat sie sich sogar auf eigenen Wunsch hingelegt und auf mich gewartet. Ich find´s so süß, wie sie ganz kurz und verschämt immer mal hochkuckt zum Propeller - braver Hund, kannst stolz auf dich sein ...



„Insgesamt muss man das bittere Fazit ziehen, dass Auswirkungen des Klimawandels selbst auf die biologische Vielfalt bisher wenig nachweisbar, die Auswirkungen der Klima-und Energiepolitik dagegen dramatisch sind“, sagt Martin Flade.






Heute Morgen haben wir am Unisee eine Gruppe getroffen, Hunde natürlich. Die Gruppe kennt sich, Cleo waren alle fremd. Der eine Rüde wurde nach und nach zu Cleo´s Schatten, was eine kleine griechische Hündin etwas eifersüchtig machte. War alles sehr unterhaltsam und interessant. Cleo hat sich, wie ich finde, wunderbar in die Gruppe eingefügt und auch behauptet. Und bei all dem Gewusel blieben alle entspannt. Die Menschen waren auch nett, hat Spaß gemacht!








Letztens im "Schnuckenprojekt" gewesen, eine Ausstellung im Museumshof Winsen/Aller.




Mittwoch, Halloween, aber nicht für uns! Kürbis: Yes, Brauchtumsübernahme: No.










Sonntag, 2. September 2018

September



Cleo auf der "Bremen bellt 2018", zusammen mit Freundin "Eske" (im Hintergrund zu sehen). 
Beide haben sich ihr "Vorzüglich" abgeholt, Eske V1, Cleo V2. Alles wunderbar, und gut ...




Wir waren mit Cleo auf der vierten Ausstellung. Damit sind wir der vertraglichen Verpflichtung nachgekommen, wir haben das auch gern getan. Um damals unsere Cleo zu kriegen, hätten wir auch den Mond vom Himmel geschossen …

Wie versprochen (Sonja und Heidi warten schon drauf) will ich kurz resümieren. Es ist nicht leicht kritisch über Hundeausstellungen zu schreiben ohne eine Schmähschrift zu verfassen. Vielleicht gelingt´s mir einigermaßen.

Ich bin kein Freund von Rassehundeausstellungen, auch die Hundeschulen-Euphorie inklusive Leckerlibeutel findet meine Begeisterung nicht. Überhaupt kommt mir dieser ganze Hype über Hundehaltung in heutiger Zeit ziemlich seltsam vor. Und ich brauch auch keinen „Richter“, der mir bescheinigt einen guten Hund zu haben, denn das weiß ich selbst. Na gut, nun zur Sache, Klappe – Action!

Ich denke, daß jeder der sich einen Hund zulegt ein egoistisches Interesse hat. Der eine will einen Kumpel, der andere viel an die frische Luft, oder mit anderen zusammen „was machen“, oder will jagen oder auf Ausstellungen geh´n. Der Möglichkeiten sein Leben von einem Hund bereichern zu lassen sind viele. Es gibt Menschen, die möchten einen bestimmten Hund haben, also einen Rassehund. Vielen ist das wurscht, die wollen einfach nur einen Hund, am besten einen aus dem Tierheim. Über das ethische Selbstverständnis kann man reden, muss man aber nicht. Ich bleib jetzt mal bei den Ausstellungen.

Erste Ausstellung, der junge Hund bekommt ein „Vielversprechend“, man freut sich. Zweite Ausstellung, der Heranwachsende bekommt ein „Sehr gut“, Klasse, nun ist man stolz, und man hat Blut geleckt, Ausstellungsblut. Dritte Ausstellung, der knapp Zweijährige bekommt ein „Vorzüglich“, WOW! Unbemerkt ist aus dem gesunden Stolz etwas Ungesundes geworden: Eitelkeit. Nun sitzt man auf dem Zug durch´s Fegefeuer der Eitelkeiten, das Abspringen wird immer schwieriger, der Hund muss mit – ob er will oder nicht.

Bevor ich zu lyrisch werde zurück zu den Fakten. Was bringen Rassehundeausstellungen der Zucht, der Gesundheit der jeweiligen Rasse? Was sagt eine vorzügliche Bewertung aus? Ist ein Champion tatsächlich überdurchschnittlich gesund? 
Wenn Cleo nicht HD frei wäre, klinische Symptome beim Ureter und einen angeborenen Herzfehler hätte, in unregelmäßigen Abständen epileptische Anfälle bekäme, nicht umweltsicher, sozial nur bedingt verträglich wäre und eine Neigung zu Darminfektionen hätte (Cleo betreffen all diese Dinge nicht, Gott sei Dank), aber wenn – würde sie dann trotzdem ihr „Vorzüglich“ bekommen? Ja, selbstverständlich. Den Ringrichter interessiert das äussere Erscheinungsbild und solange der Hund ihm bei der Gebisskontrolle nicht in die Hand beißt ist alles ok.

Natürlich sind die Zuchttauglichkeitskriterien umfangreicher gestaltet, bei der Körung wird schon genauer hingeschaut, klar, aber auch das hat die unsäglichen Qualzuchten nicht verhindert.

Ausstellungen finden überwiegend in Hallen statt. Da ist es laut, schlecht belüftet, enge Gänge, angespannte, negative Energie überall, nervöse Hunde, apathische Hunde in Käfigen, Haarspray, Menschen am Rande ihrer Belastbarkeit. Tragödien finden hier statt, wenn Bello die wenigen Minuten zum Polieren des Egos seines Besitzers durch Bellen und Anspringen ungenutzt ließ …

Naja, ich hab die denkbar mieseste Variante einer Ausstellung erzählt. So übel ist es nicht, nicht immer, es kann auch ganz nett auf einer gut organisierten Ausstellung sein, natürlich. Aber stressig bleibt es schon, gerade für die Hunde, viel gebellt wird, Leinenaggressionen sind nicht selten.

Ich muss aufpassen: Es soll keine Schmähschrift werden! Aussteller sind kein Feindbild. Jeder Besuch bei Werder gegen HSV, wenn das Stadion ausser Kontrolle gerät, ist ein um Längen schrecklicherer Ort als die Halle 7, Ring 5, Entlebucher Sennenhunde. Bleiben wir auf dem Teppich. Vielen Hundebesitzern machen Ausstellungen Spaß, Hunde sind recht anpassungsfähig, was will man dagegen sagen. Naja, es gibt auch Leute, die finden Rassehundeausstellungen zum Kotzen, und die werden auch ihre Gründe haben. 
„Es recht zu machen jedermann ist eine Kunst, die niemand kann“.

Fazit: Wir sind um eine Erfahrung reicher. Meine allgemeinen Bedenken im Umgang mit Hunden sind bestätigt worden. Man sollte und darf Hunde nicht instrumentalisieren, nein, nein, nein! Wenn ich meine eigenen Bedürfnisse, Eitelkeiten und Geltungssüchte über das Wohl meines Hundes stelle, dann instrumentalisiere ich ihn. 
Wir waren zu keinem Zeitpunkt gefährdet, auf den Zug durch´s Fegefeuer der Eitelkeiten aufzuspringen. Und man wird Cleo von nun an in keinem Ring dieser Welt mehr im Kreis laufen seh´n, nö! Vielleicht schlendern wir nochmal durch eine Ausstellung, besuchen Rolf und Ursula oder kucken nach ´ner neuen Fleecedecke für die Schlafbox. Man sieht sich.





Wer sich für die Details interessiert, hier sindse:

Typ: derb/kräftig
Knochenstärke: kräftig
Schulter: korrekt
OA/ Ellenbogen: korrekt
Rutenhaltung: normal
Gangwerk: frei und ausgreifend
Verhalten: freundlich und sicher





Heute Morgen nach dem Frühstück wurde Cleo plötzlich sehr konzentriert. 
Aber warum nur?



Des Rätsels Lösung: 
Ein Kran war am Himmel aufgetaucht, aha!






Vorhin im Lieblingsfischladen den Seelachs für´s Dinner gekauft. Diesmal lag ein Schwertfisch in der Auslage.
"Werdet ihr den tatsächlich los?", frag ich, "wer kauft denn Schwertfisch?"
"Ohja, den kaufen Leute, die keinen Fischgeschmack mögen, die mögen mehr Hühnchengeschmack", steckt mir die Verkäuferin.
"Dann sollten die besser Putenschnitzel vom Discounter kaufen", frotzel ich, "die schmecken nach Fisch und kosten keine 30 Eisen das Kilo!"





Offtopic:

Zehn Jahre nachdem Manfred Krug mit seiner Werbung für die Telekom-Aktie viele brave Sparer um Geld und Verstand gebracht hatte, flimmerte eine neue Telekom-Werbung über die Displays der Nation und rührte zu Tränen - mich auch ...





(Wenn man ein iPhone hat und auf Einstellungen geht, dann auf Musik, unter Wiedergabe auf EQ und sein Häkchen bei Loudness macht, 
dann hat man meistens einen viel besseren Klang)







Endlich herbstliches Wetter, endlich Wochenende, endlich!!!

Vorhin gute zwei Stunden um´s Hollerland gewackelt, vertraute Gegend seit ewigen Zeiten. 
Ohne das Engagement von Gerold Janssen (hier mal kurz klicken, zack) wär´n wir heute um verspießte Einfamilienhäuser gegangen, mit Carports, Kindergebrüll und Wäschespinnen - Danke, Gerold!!!









Sonntag, früh morgens Cleo anner Ochtum ausgepowert.




Dann Radtour gemacht, ohne Cleo, 29 km nach Fahrradtacho, Wümmedeich, Niederblockland.





An "van Gogh" gedacht ...



Vielleicht das letzte Eis des Jahres bei Kaemena ...



Ein Hofhund mit Charakter, freundlich und unabhängig.



    




Cleo und ich träumen von unserer Jugendzeit:
Flokati, Wasserpfeife, "Nights in white satin, never reaching the end" in den Ohren ...


Cleo ist ja Mitte Juli auf eine unscheinbare Weise läufig geworden, eigentlich paar Monate zu früh. Seit letzter Woche ist ihr Gesäuge büschen dicker als üblich. Sonst keine Auffälligkeiten, für irgendwelches Scheinträchtigkeitsgetüddel ham wir eh keine Zeit.

Weil ich ziemlich vergesslich bin (und auch bleiben möchte), hab ich nochmal was über die Läufigkeitsphasen nachgeschaut, um einschätzen zu können, wo wir uns hormonell gerad´ befinden.

Hier mal was für den vergesslichen interessierten Leser:

Phase 1, Vorbrunst:
Erste Blutung, Rüden sind interessiert, Hündin nicht deckbereit, Rüden „Nein Danke“.
Dauer 3-17 Tage.

Phase 2, die Brunst:
Hündin deckbereit, Standhitze, Rüden werden eingeladen.
Dauer bis zu 21 Tagen. Die Duldungsphase (deck- und aufnahmebereit) dauert meist nur 5 Tage. Der Beginn dieser kurzen Phase ist von Hündin zu Hündin verschieden.

Phase 3, Nachbrunst:
Läufigkeitssymptome klingen komplett ab, hormonelle Veränderungen bilden sich aber nur langsam zurück, Prolaktin wird ausgeschüttet und kurbelt Milchproduktion an, Scheinträchtigkeit kann auftreten.
Dauer 9-12 Wochen.

Symptome der Scheinträchtigkeit:
Hündin wirkt lustlos, zickig, frißt weniger, baut Nest. Andere werden anhänglicher, winseln, suchen sich „Ersatzwelpen“ (Kuscheltiere).

Hilfe für die Hündin in dieser stressigen Zeit:
„Ersatzwelpen“ wegnehmen, viel Ablenkung, lange Spaziergänge, nicht bemitleiden, Fürsorge nicht übertreiben, Hündin nicht am Gesäuge lecken lassen, abschätzen ob und wann ein Gang zum Tierarzt erforderlich sein könnte (wundgeleckte Zitzen, Entzündungen, übermäßiger psychischer Stress).




Der bunte September 



"Fliege, Fliege, fliege nur
ruhig weiter durch den Flur.
Doch die Ecken musst du meiden,
willst du nicht entsetzlich leiden.
Denn dort hängt ein Spinnennetz.
Böse Spinne, dass ich petz´".

(Heinz Erhardt)





Das Urlaubs-Fresschen: BRIMO. Wir ham ja ein richtig gutes, ein sehr gutes Feuchtfutter für den Urlaub gesucht und gefunden. Macht wenig Sinn, sich 48 Wochen im Jahr um die artgerechte Ernährung seines Hundes zu bemühen, um ihn dann in den Urlaubswochen mit Industrienahrung zu vergiften. 


Achtung, Werbung.
BRIMO ist das Zauberwort!

Cleo ist immer sehr erfreut! Wie sich ein Restaurantkritiker, der Tag ein Tag aus Kaviar und Hummer serviert kriegt, auf ´ne Scheibe Schwarzbrot unterm Matjesfilet tierisch freut ...







Sind zurück, Wanderurlaub im Bayerischen Wald gemacht.












 Cleo hat viele Qualitäten. Eine davon ist ihre Ruhe und Gelassenheit wenn´s in den Urlaub geht. Sie weiß sicherlich schon Tage vorher, was jetzt kommt, Hunde wissen ja immer alles! Aber sie bleibt ruhig. Auch wenn die Taschen gepackt werden, wenn das Auto beladen wird, wenn´s los geht, wenn die Fahrt über sieben Stunden dauert, wenn die unbekannte Fewo begutachtet wird - Cleo bleibt gelassen (unter Berücksichtigung ihres vorhandenen Temperaments bewertet, könnte man meinen, sie hätte was geraucht). 
Sie aklimatisiert sich sehr schnell, fühlt sich wohl, fummelt sich in Vier-Stunden-Touren, steil und geröllig, gut rein, verbessert ihre Trittsicherheit. Wer auf den 1400 m hohen Arber will, der kratzt am "Alpinen", das sind keine Spaziergänge wie über´n Wümmedeich. ...

Auf dem Heimweg Rast bei den Aligser Freunden gemacht, Esi hatte schon auf Cleo gewartet! Die beiden Hunde freuen sich sehr, wann immer sie sich treffen. Diesmal war´n sie besonders drauf, nicht so wild wie sonst, fast ein wenig zärtlich. Wir  haben erzählt und geredet und Zwiebelkuchen und dann noch Apfelkuchen gegessen, alles selbstgemacht natürlich, denn Ulrike ist eine große Nummer in Sachen Nahrungszubereitung!







"Großer Raisuli, wir haben alles verloren. Alles treibt dahin mit dem Wind, wie ihr gesagt habt. Wir haben alles verloren." 
"Sherif von Wazan, gibt es nichts in deinem Leben, wofür es sich lohnt alles zu verlieren?"

(Der Wind und der Löwe, Sean Connery als Raisuli, Film von 1975)





Sonntag, Wanderung durch die Südheide bei Bargfeld mit anschließendem Picknick und einem Kurzbesuch bei Arno Schmidt (das Museum natürlich, leider nur von aussen, war geschlossen). Schönstes Wetter, selbstverständlich verwandert, die Zeit der Irrungen und Wirrungen will nicht enden. Die Hunde waren streckenweise etwas bellerich drauf, Cleo wieder mit unbändigem Vorwärtsdrang, Anstrengungen auf der menschlichen Seite hielt sich noch im Rahmen ...