Donnerstag, 1. Februar 2018

Februar, bald ist wieder März ...




Ohne ihn bin ich ein Mensch unter vielen.
Mit ihm bin ich stark.
Er ist die Treue selbst.
Er lehrt mich die Bedeutung der Hingabe.
Durch ihn erfahre ich seelischen Trost und inneren Frieden.

Er lehrt mich verstehen, wo vorher meine Ignoranz war.
Sein Kopf auf meinem Knie heilt meine menschlichen Schmerzen.
Seine Gegenwart schützt mich
vor Dunkelheit und Unbekanntem.
Er versprach auf mich zu warten, wann und wo auch immer,
denn ich könnte ihn ja brauchen.
Und ich brauche ihn - wie schon immer.

Er ist eben mein Hund.

(Aus dem Englischen /Originaltitel: "He's my dog"; Verfasser: Gene Hill)




Offtopic:

Die voranschreitende Ausbreitung des Wolfs in Deutschland solle "vernünftig gemanagt" werden, heißt es in einem Zwischenstand der Koalitionsverhandlungen.

"Wölfe, die die empfohlenen Schutzmaßnahmen für Weidetiere mehrfach überwinden, sollen entnommen werden", heißt es weiter.

Gefordert wird, dass der Wolf als "jagdbare Tierart" ins Bundesjagdgesetz aufgenommen wird. Niedersachsens Umweltminister Lies äußerte sich dazu ablehnend. Der Wolfsexperte des Umweltverbandes Nabu, Lucas Ende, sagte: "Die Aufnahme des Wolfs in das Jagdgesetz ist vollkommen überflüssig und überhaupt nicht notwendig." Der Wolf könne nur unter ganzjähriger Schonzeit ins Jagdgesetz aufgenommen werden, da eine Bejagung geltendes EU-Recht brechen würde. "Statt Wölfe zu jagen, muss der Schutz der Herden verbessert werden." In den Regionen, in denen das geschehen sei, habe die Zahl der Fälle, in denen Wölfe Nutztiere gerissen hätten, deutlich nachgelassen. "Der Schutz der Weiden mit Elektrozäunen funktioniert am besten."

Quelle:n-tv.de ,vpe/dpa

So, eben aus Neu-Helgoland zurück. Cleo ist nun schon auf der Suche nach einem Kurzzeit-Verlobten. Sie schnüffelt ziemlich in der Gegend rum, klappert auch mal mit den Zähnen, ist eigentlich quirlig wie immer, aber eben erkennbar an am Horizont auftauchenden Rüden interessiert. Sie nähert sich dem oberen Totpunkt der Läufigkeit, den Stehtagen, zumindest nach meiner Einschätzung. Vermutlich ist der hormonelle Spuk inner Woche vorbei, und gut. Auch, oder gerade in der aufregenden Zeit der Läufigkeit halten wir am unumstößlichen Prinzip für einen zufriedenen Hund fest: Auslastung, Disziplin und Zuwendung. Und zwar in dieser Reihenfolge. Um die Zuwendung braucht man sich keinen Kopf zu machen, logo, aber bei der Disziplin muß man hin und wieder schon am Ball bleiben, und die Auslastung erfordert mitunter etwas mehr an Organisation - man kann jetzt ja seine Hündin nicht stundenlang einfach durch die Landschaft sausen lassen. Gerät ein langer freier Gang mal zu kurz, dann machen wir, was man eigentlich besser nicht machen sollte: Cleo wird zur Ballrückholmaschine degradiert, d.h. sie wird in kurzer Zeit auf engem Raum mit dem geworfenen Spielzeug richtig ausgepowert. Vorsicht, Suchtgefahr! Da wir in dieser Spiel-Art bewußt, kontrolliert und nur ausnahmsweise so agieren, erschaffen wir uns keinen Balljunky, haben aber auch während der Läufigkeit einen ausgelasteten, zufriedenen Hund. Klappt wirklich gut.




Sonntag, hat geschneit, am Hexenberg vor Fischerhude gegangen, Hasen aufgetan, hinterhergelaufen, nicht auf den Triller gehört, dann aber doch abgebrochen und zurückgekommen, muß weiter vertieft werden, guter Hund. Nachher gibt´s Broccoliauflauf, mit Kartoffeln, Fleischtomaten, saure Sahne, überbacken. "Zwölf Uhr mittags", Gary Cooper, 3Sat, mal reinkucken.


Wenn ich manchmal so meine Posts des jeweils letzten Monats runterscrolle, dann krieg´ ich immer einen völlig falschen Eindruck von mir. Ich sehe einen Typen, der offensichtlich nichts anderes tut, als mit seinem Hund durch die Gegend zu schlurfen und täglich stundenlang im Internet in irgendwelchen Artikeln irgendwelchem Unfug über Hunde nachzustöbert. Das stimmt natürlich nicht, überhaupt nicht! Ich atme und verdaue auch noch, pumpe mein Blut durch die Adern und tanke alle paar Tage mein Auto voll! Das wollte ich nur kurz angemerkt haben, danke ...



In der letzten Woche ham wir uns "Tiere suchen ein Zuhause" im WDR angekuckt, manchmal tun wir das. Und die hatten da das Thema "Impfen" am Wickel. Das Pro und Contra wurde für eine Öffentlich-rechtliche-Anstalt doch passabel kritisch dagestellt. Hier kann man das nachlesen bzw. nachkucken, (klick).
Durch diese Sendung bin ich angeregt worden, die ewigen Problemthemen des verantwortungsbewußten Hundehalters - nicht zuletzt oder besser gesagt: an erster Stelle für uns, für Frauli, mich und Cleo - in verwertbarer Weise gesammelt aufzugreifen, zu durchdenken und hier im Blog mitverfolgbar zu machen. Denn man muss ja irgendwann so eine Art "Überzeugung" für sich installieren, handlungsunfähig in der Luft zu hängen bringt niemanden weiter. 
Welche Themen sind das? Ernährung, Entwurmung, Impfung, Zecken- bzw. Flohbekämpfung, und natürlich die Abzocke in den tierärztlichen Praxen und Kliniken. Nein, jetzt nicht gähnend den Kopf schütteln ...

Um zu persönlichen Schlüssen kommen zu können, muss man informiert sein, so fachlich und sachlich wie möglich. Und als "Nichtwissenschaftler" kommt man da nicht drumrum, sich an den Ansichten anderer Menschen zu orientieren, denen man vertraut. Hier lauert die Gefahr vom Regen in die Traufe zu rutschen. Also müssen Ideologien, Glaubenssachen und andere geistige Abhängigkeiten draussen bleiben. Nicht immer einfach, besonders wenn Sympathien mitspielen. Gut, ich fang´ mal an, Schritt für Schritt. Als Einstieg greif´ ich auf Dirk Schrader zurück, kritischer Tierarzt, mir persönlich ungeheuer sympathisch, gefährlich sympathisch geradezu ...




Sind zurück, drei Stunden durch´s Hammehinterland gewandert, war wunderbar, Ruhe, keine Rüdenbegegnungen, angenehmes Wetter, Cleo hatte ´ne Menge zu schnüffeln, zu kucken (sie ist neuerdings ganz scharf drauf, uns durch lautes, tiefes Bellen und Grummeln auf beispielsweise einsame Zaunpfähle in hundert Meter Entfernung aufmerksam zu machen) und gesaust isse auch.

Weiter zur Thematik von oben. Noch ein Plusminus-Video der ARD über Abzocke, und nebenbei wird die Fragwürdigkeit von den besonders lukrativen Kombi-Impfungen angesprochen.



Hier klicken.

Soweit zur Abzocke. Man könnte bequem darüber promovieren, Stoff genug für ´ne Menge Doktorarbeiten, bestimmt. Nun kommt zur Abzocke noch einiges hinzu, das geeignet ist, die schwärzesten Phantasien zu entwickeln, z.B. den Hund belastende Untersuchungen bis hin zu Eingriffen, die total unangebracht, überflüssig oder sogar kontraproduktiv sind, also mehr schaden als nützen. Wenn man dann noch die erschreckend hohe Zahl an Fehldiagnosen mit ins gedankliche Boot nimmt, dann hat man ein Feindbild vor Augen: Tierärzte!
Was tun? Irgendwann muss man mit seinem Hund zum Tierarzt, und wenn´s was Ernstes ist, dann fühlt man sich ohnehin angeschlagen, verunsichert, möchte so gerne vertrauen können.
Es bleibt nur der kritische Blick, nicht einlullen lassen, sich selbst informieren, zweite Meinung einholen - und beharrlich suchen. Suchen nach einem der wenigen guten Tierärzte. Was hat man von einem dieser kommunikationsgestörten, inkompetenten, profitorientierten Zynikern? Nix!


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"Meiner Auffassung nach gehören viele Verantwortliche der Futtermittelindustrie ins Gefängnis. 5 Jahre mindestens und ohne Bewährung."
(Prof. O. Wassermann, Toxikologie Kiel)

"Futter aus dem Supermarkt ist dazu da, um Tiere eine gewisse Zeit am Leben zu erhalten. Mehr nicht."
(Elina Sistonen, Heimtierernährungsberaterin, München)


Dr. Dirk Schrader, wir erinnern uns, hat einen Vortrag gehalten, zu sehen und zu hören auf YouTube. Da das Video über anderthalb Stunden lang ist, schieb´ ich hier Ausschnitte zu den Themen ein, paar Minuten lang aber wichtig. 



Video starten, mit der Maus die Zeitlinie auf 19:00 schieben und bis 25:00 wirken lassen.


Wir sind ja bedauerlicherweise erst vor einem halben Jahr zu Voll-Barfern geworden. Teilgebarft haben wir unsere Hunde schon viele Jahre, d.h. morgens eine Portion Trockenfutter oder auch Dose, und nachmittags frischen Bio-Pansen. Machen wohl viele Halter so. Warum eigentlich? Liegt auf der Hand: Die Verunsicherungs-Propaganda der Futtelmittelindustrie und in ihrem Kielwasser das gros der Tierärzte hatte erreicht, was sie erreichen will. Selbst zusammengestelltes Futter hat zwangsläufig eine Mangel-oder Fehlernährung zur Folge. Und auch wir sind diesem Riesenschwindel zumindest teilweise auf den Leim gegangen. Ich suche ein Wort für Scham ...
Nun denkt man natürlich, dass jedes Stück gutes vitales Fleisch besser ist als nix. Das stimmt auch, bedingt. Denn Industriefutter setzt auf Kohlenhydrate als Energiespender (Getreide, Reis, etc.). Hundegerecht ist aber Fett als Energiespender (durchwachsenes Rindfleisch bspw.) und dieser Unterschied macht sich u.a. in unterschiedlich langen Verdauungszeiten bemerkbar. Verblüffenderweise wird Fleisch viel schneller und besser verdaut. Zusammen gefüttert ist das nicht ideal. Hinzu kommt noch der Umstand, dass eine "Bedarfsermittlung", füttert man beides, recht schwierig wird. Nun gut.
Fängt man mit dem Barfen an, muss man sich intelligenterweise erstmal informieren, schlaumachen, logo. Literatur gibt´s reichlich. Dann stößt man unweigerlich auf den schwierigsten Teil der Aktion: Bangemachende Vorurteile, bewußt in Umlauf gebrachte Mythen der Barfgegner und von der Futtermittelindustrie finanzierte "Studien", sogenannte wissenschaftliche Abhandlungen mit vorgegebenem Ergebnis. Wenn man sich davon nicht ins Bockshorn jagen läßt, dann kann man stolz auf sich sein, denn das ist wirklich nicht einfach.
Hat man sich entschieden zu Barfen, folgt schon die nächste Herausforderung. Es gilt die Einsichten und Erkenntnisse in die Tat umzusetzen. Wo bekomme ich gutes, vertrauenswürdiges Fleisch? Wie kommt das in meinen Gefrierschrank? Wie ermittle ich den Bedarf meines Hundes? Wie portioniere ich die Tagesrationen? Wie halte ich die beim Umgang mit rohem Fleisch unumgänglichen Hygieneregeln ein? Wie gehe ich mit meiner immer noch latent vorhandenen Angst vor Eiweißüberversorgung, Calziumunterversorgung, Wurmbefall oder multiresisten Keimen um? 
Naja, so hat man immer was zum Denken, lernt sich unter allgemeinen Existenzängsten besser kennen oder schmeißt alles hin und füttert Dose.

Da sich bei mir alles so abgespielt hat wie eben beschrieben, hab´ ich eine Menge gelesen, vieles unter Zweifeln gelesen bis die Birne rauchte. Es gibt ein Buch (ich hab´das wohl schon mal erwähnt), das nach meinem momentanen Stand der Einschätzung all das abdeckt, erklärt und richtigstellt, was wissenswert  und vor allem realisierbar ist: 

Das Barf-Buch, von Nadine Wolf, hier klicken.

Es gibt noch eine Alternative für Zweifler, um Längen besser als das übliche Industriefutter.

Hier mal reinkucken, klick.
Hier auch noch mal, klick.
Und hier ein letztes mal, klick.


Einen Gedanken der Ratlosigkeit will ich noch loswerden. Man stelle sich einen großen LKW vor, so eine Art Müllwagen. Der fährt tagelang Schlachthöfe in ganz Europa ab und sammelt Schlachtabfälle ein. Ist der Wagen voll, dann entleert der Fahrer die stinkende wabernde Masse in einen Riesenkochtopf und alles wird bis zur Unkenntlichkeit und absoluten Nährstofflosigkeit zerkocht. Kein Hund würde diesen Mist je fressen wollen. Nun werden unüberschaubar viele Geschmacks-, Farb- und Konservierungsstoffe zugefügt und noch unüberschaubarere Mengen an synthetisch hergestellten Vitaminen, Mineralstoffen usw., Chemie bis zum Abwinken - aber niemand winkt ab. Ein Teil kommt in Dosen, der andere wird trockengelegt und kommt in Tüten. Irgendwann fällt einer Warentestfirma ein, man könnte eigentlich mal wieder Hundefutter testen, und das wird auch gemacht. Getestet wird auf Keimfreiheit und Bedarfsdeckung. Und siehe da: Qualitätsurteile von befriedigend über gut bis hin zu sehr gut. Ratlosigkeit? Oder spinn´ ich mir hier nur was zusammen, ich ketzerischer Endverbraucher ...




Übrigens hat mein Barfshop (für den Tipp werd´ ich Dir ewig dankbar sein, liebste Ulrike!) seine Delikatessen in wiederverschließbaren Gefrierbeuteln und leicht portionierbar (nach dem Frostern in Würfel geschnitten) im Angebot. Das erleichtert Hygiene und Handhabung ungemein!

Da isser, klick.





Zum Thema-Abschluß hier unser Futterplan (zum Vergrößern anklicken). Wird mir Cleo zu mager (kleiner Scherz), dann geh´ ich von 2,5 auf 3% beim Bedarfsberechnen. Ausser dem gewolften Entenrücken (RFK-Rohe Fleischknochen) verwende ich kein Geflügel. Da ist mir die Keimgefährdung nun doch zu hoch. Wir nehmen Rind und Wild. Gemüse meistens gedünstet, Obst im Mixer geschreddert. Und die zwei TL Lachsöl täglich, und immer mal ein Löffelchen Kokusöl. Es ist nicht sehr kompliziert. Man kann das Barfen natürlich auch richtig kompliziert machen. Vorträge von veterinären Selbstdarstellern oder verkopften Pseudofachfrauen sind zu meiden, hahaha. Wenn ich beim Barfen diverse Ergänzungsmittelchen benötigen oder zwanghaft in kürzesten Abständen zur "prophylaktischen" Entwurmung genötigt würde, dann würde ich die Chose känzeln.

(Na, Rita, haste nicht auch Lust auf´s Barfen gekriegt?)




"Liebe wird aus Mut gemacht,
denk nicht lange drüber nach,
komm wir fahrn auf Feuerrädern
Richtung Zukunft durch die Nacht ..."

(Aus einem Lied von NENA)

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Die Sache mit der Wurmkur

„Guten Tag! Ich hätte gern eine Wurmkur für meinen Hund. Und sicherheitshalber für meine Katze auch eine.“
Derartiges hören wir mehrmals täglich am Tresen unserer Praxis und – merkwürdigerweise vermehrt am Samstag, besonders dann, wenn das Wartzezimmer „knallvoll“ ist. Es nervt wirklich. Wir fragen dann: „Was für Würmer haben denn Ihr Hund und ihre Katze?“. Antwort so oder so ähnlich: „Ja, nö, die haben keine – aber meine Frau schickt mich.“. „Ach was!“ hätte Loriot jetzt wohl gesagt. Dann steht man da wie „Ochse“ und fragt sich, was das soll? „Ach so, Sie wollen mal wieder ihr Gewissen reinwaschen. Und Ihre Frau, die hat am Samstag alles im Griff. Sie erinnert sich an die Horrorstories in irgendwelchen bunten Blättchen, in denen regelmäßige Wurmkuren für Hunde und Katzen gefordert werden…“
Wir sind aber Tierärzte und keine Verkaufsschwengel der Pharmaindustrie. Wir haben die Verantwortung bei der Übergabe oder Rezeptur von verschreibungspflichtigen Arzneimitteln. Und die verordnet man wann? Dann, wenn es notwendig ist. Aber – mal für jeden Konsumdussel zum hinter die Löffel kleben: Wurmkuren sind - wie viele andere Arzneimittel in der Regel – verschreibungspflichtig.

Wurmkuren sind Gifte, die nicht nur von Würmern aufgenommen werden, sondern auch vom Wirtstier. In der Mehrzahl sind es neurotoxische Stoffe, die bei Würmern zu Lähmungen führen, damit sie über den Stuhlgang ausgeschieden werden. Die Hersteller solcher Mittel behaupten zwar, „die machen beim Hund oder der Katze nix..“, was zu bezweifeln wäre, denn die meisten dieser Stoffe sind geeignet, Nervenschäden auch beim Wirtstier zu verursachen – besonders bei regelmäßiger Gabe. Zudem machen sie das Immunsystem „platt“. Man frage mal die Pharmafuzzies an den Universitäten, was eine LD50-Dosis ist…

Damit eines klar ist: Parasiten wie Würmer oder sonstige Fieslinge gehören nicht in den Darm eines Hundes oder einer Katze. Wenn ein Befund da ist (Kotuntersuchung im Labor), dann sollte man derartige Mittel gezielt nutzen – aber bitte nicht als „Dauerberieselung“ und schon gar nicht, um auf kurzem Wege sein Gewissen zu beruhigen.
Übrigens: die meisten Wurmkuren sind teurer als die Kotuntersuchung im Labor. Kürzlich brachte es mein Sohn Steven fertig, sich eine geschlagene halbe Stunde mit einer Hundehalterin „ein´ abzusabbeln“, die es sich in den Kopf gesetzt hatte, mal eben eine Wurmkur beim Tierarzt „`rauszuholen.“ Maine Güde, es nervt, wenn Tierhalter ohne nachzudenken an Gifte ranwollen, um sie ihren Haustieren nach ihrem Gusto reinzuballern.
Warum diese Sprache? Die perfiden Strategien in den oberen Etagen der Pharmafirmen führen tatsächlich zu partieller Verblödung vieler Tierhalter: 1000 Lügen machen eine Wahrheit – zum Segen der Pharmaumsätze und der Bonis der Vorstände. Hinterhältig wird den Tierärztinnen uns Tierärzten bei Kongressen mit schönen Schaubildchen und anschliessendem „GetTogether am Buffet“ verklart, wie viel Kohle sie den Tierhaltern aus der Tasche leiern können, wenn sie nur immer auf der Angstkeule herumreiten. Unverschämterweise macht man so Tierärztinnen und Tierärzte zu Zombies, die ohne nachzudenken hinter der Kohle her jachtern. Der so geschaffene Mainstream macht´s möglich.
Erinnern wir uns: Irgendwann kam eine Pharmafirma auf die Idee, den Umsatz ihrer Wurmmittel dadurch anzuheben, indem sie diesen Werbeslogan kreierten: „Die leckere Wurmkur“ – wohl wissend dass die meisten Tierhalter die leckere Wurmkur mit „Leckerlies“ verwechseln…
Es war übrigens dieselbe Firma, die den Tierärztinnen und Tierärzten Aufkleber andrehte, auf denen der schöne Satz zu lesen war: „Haben Sie heute schon ihren Tierarzt gelobt?“
Maine Güde…aua aua.

(Dirk SchraderTierärztliches Institut für angewandte Kleintiermedizin, Tierärztliche Gemeinschaft für ambulante und klinische Therapien. Dirk Schrader - Dr. Steven-F. Schrader - Dr. Ifat Meshulam - Rudolf-Philipp Schrader - www.tieraerzte-hamburg.com)


Zum Weiterlesen:

Wurmbefall durch Barfen, klick.
Infektion mit Giardien (Giardiose), klick.



Und der Herbsturlaub im Bayerischen Wald ist auch gebucht, dieselbe Fewo wie 2010. Die abendlichen Gänge am Regen lang hab´ ich noch gut vor Augen (nein, nicht im Regen - am Regen, Depp).


Sonntag. Zweieinhalb Stunden-Gang um die Lesum, Glück mit dem Wetter gehabt, kaum zurück am Auto brach die Regenhölle los. Dann Mittag gemacht.




Geschmäcker sind eben verschieden ...



Offtopic:

Die SPD muss entwurmt werden. Heute Nacht hab ich von Herbert Wehner geträumt, als Racheengel mit dem Schwert zwischen den dritten Zähnen. Aber die SPD hat ja selbst schulz. Konnte mich damals Rudolf Scharping als frivoler Autist noch erheitern - der kleine Bruder der großen Schwester Schulz ist nicht lustig. Der Mr. Bean der Politik ist nicht komisch, er ist ... ein kolossaler Griff in den Toplader.





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Zeckensaison

Die Leute „rennen uns die Bude ein“… Immer dasselbe: „ Ich möchte was gegen Zecken habe, was man auf die Haut tropft…“
Das ist verständlich, denn die Zeckensaison ist in vollem Gang.
Was tun? Was gibt man den besorgten Tierhaltern?
Wir haben beschlossen, unseren Patienten die „Spot-on´s“ nur noch in therapeutischen Notfällen zu verabreichen. Eines ist nämlich klar: fast alle Pharmaka, als spot-on gegen Zecken wirksam und natürlich auch die neuerdings auf dem Markt befindlichen Tabletten zum Eingeben, beinhalten – Neurotoxine.

Was diese Stoffe im Tierkörper bewirken bzw. anrichten können, ermittelten kürzlich schottische Wissenschaftler: Die Umsatzkurve der „Zecken-Spot-ons“ in den USA und in Europa hat eine auffällig parallele Kurve: die so genannte Altersepilepsie bei Hunden und Katzen nimmt linear zu. Das bedeutet im Klartext: Hunde und Katzen, die über längere Zeiträume mit derartigen Mitteln „versorgt“ worden sind, haben alle Chancen früher oder später Epileptiker zu werden.

Wer weiß, wie die Synapsen im zentralen Nervensystem unserer Vierbeiner funktionieren, und wie störanfällig die Reizübertragung eigentlich ist, wird sich nicht wundern. Die auf dem Markt befindlichen, von Tierärzten verschriebenen Zeckenmittel töten Blutsauger ab, wenn diese das Blut ihres Wirts aufgenommen haben. Sie können aber auch die synaptische Reizübertragung empfindlich stören. Bislang wurden Einwände gegen die Verabreichung dieser Stoffe damit abgetan, dass Hunde und Katzen die entsprechenden Anwendungen „abkönnen“. Aufmerksame Tierärzte haben aber schon lange Feststellungen getroffen, dass das nicht stimmt bzw. nicht stimmen kann. Nebenwirkungen wie Wahrnehmungsstörungen der Tiere bis hin zu verschiedenen epileptiformen Zuständen mehren sich. Herzlichen Glückwunsch! würde der Zyniker sagen.

Logisch wäre, dafür zu sorgen, dass Zecken und Flöhe unsere Hunde und Katzen erst gar nicht erst als Opfer „erkennen“. Derartig wirkende „Repellentien“ gibt es schon lange. Meist handelt es sich um ätherische Öle, aber auch Knoblauchöl, regelmäßig eingenommen hat seine Wirkung, die man aber nicht als sicher bezeichnen kann. Eine Besonderheit ist das Metaflon der Firma Specht Pharma in Reinbek bei Hamburg. Die Anwendung bei unseren Hunden – und auch bei Katzen ist „umwerfend“ gut. Nebenwirkungen? Das Übliche bei besonderer Empfindlichkeit. Man muss abwägen.

(Dirk Schrader, Hamburg)


Metaflon Spray, klick.






Am Kreuzdeich gegangen, bei Bodes die Nudelfischpfanne Provincial gegessen und bei Karstadt nach Auftauschälchen aus Glas gekuckt. Diese verschiedenen Welten müssen erstmal verkraftet werden ... Nachher noch zum Barf-Laden, werde Hirschfleisch, Lammpansen und den leichtverdaulichen Blättermagen vom Rind kaufen, büschen Abwechslung sollte schon sein.




Nächstes Thema, nochmal Impfen


Auf der Suche nach Wahrheit hatte ich plötzlich das Buch der österreichischen Tierärztin Dr. Jutta Ziegler in der Hand. Sein Titel: Schwarzbuch Tierarzt , erschienen im mvgVerlag.
Was wir schon lange ahnten, aber nur sehr schwer beweisen konnten, wird hier deutlich ausgesprochen: Der veterinärmedizinisch-industrielle Komplex (VIK), der Gleichtritt von praktischer Tiermedizin und Industrie, betrügt die Tierhalter seit Jahrzehnten. Die geforderten jährlichen Wiederholungsimpfungen bei Hunden und Katzen sind unnötig und gefährlich. Sie dienen ausschließlich dem Berufstand, um „Kohle“ zu machen.

„…können wir festhalten, dass der Impfschutz für virale Erkrankungen wie Parvovirose, Staupe oder Hepatitis sehr viel länger als ein Jahr vorhält. Prof. Marian C. Horzinek von der Universität Utrecht, ein renommierter Kleintiervirologe, weist auf eine lebenslange Immunität vor allem bei Staupe hin, wenn Tiere im Welpenalter geimpft wurden. Andererseits liegt sie Schutzdauer bei bakteriell bedingten Krankheiten wie Leptospirose und Zwingerhusten anscheinend unter einem Jahr. Diese Krankheiten sind gut therapierbar, die Impfungen dagegen aber ob ihrer Wirksamkeit völlig umstritten. Hier ist das Risiko, das Immunsystem auf Dauer zu schädigen jedenfalls größer als eine fragwürdige Schutzimpfung. Prof. Ronald Schultz empfiehlt Hunde im Welpenalter ein- bis zweimal zu impfen, und dann nicht mehr. Tollwutimpfungen sollten alle drei Jahre erfolgen, aber nur, wenn Auslandsaufenthalte mit dem Tier geplant sind.

Prof. Alive Wolf (Texas A & M University, Austin, Veterinary Proceedings, 1998):
Kinder oder Erwachsene werden nicht jährlich neu geimpft, und es werden auch keine Titer gemessen, ob sie noch einen angemessenen Schutz haben. Die Erfahrung hat gezeigt, dass das der Fall ist. Humanimpfstoffe sind nicht anders als Tierimpfstoffe und das Immunsystem von Hund und Katze ist auch nicht anders als das Immunsystem des Menschen.

T.R. Phillipps/R.D. Schultz (Kirk´s Current Veterinary Therapy, 1992):
Eine Praxis, die vor vielen Jahren einsetzte und der es an wissenschaftlicher Gültigkeit oder Rechtfertigung mangelt, sind die jährlichen Wiederholungsimpfungen. Für jährliche Revakzinierungen besteht fast ohne Ausnahme keine immunologische Notwendigkeit. Die Immunität gegen Viren hält über Jahre oder das ganze Tierleben an. Eine wirksame Impfung gegen die meisten bakteriellen Krankheitserreger ruft ein immunologisches Gedächtnis hervor, das über Jahre anhält und es dem Tier ermöglicht, eine protektive anamnestische Antwort zu entwickeln, wenn es virulenten Erregern ausgesetzt ist…

Prof. Roland Friedrich, Virologe an der Universität Gießen:
Jährliche Imfungen sind überflüssig.

Prof. Uwe Truyen:
Die Impfung gegen Leptospirose sollte vermieden werden. Zwingerhustenimpfung halte ich ebenfalls für unnötig. Entscheidend für den Schutz vor Zwingerhusten ist nicht die Impfung, sondern die Art der Haltung.

Auweia.

(Dr. Dirk Schrader)


Und wer richtig in die Tiefe der Thematik will, der sollte das "Schwarzbuch" von Frau Dr. Ziegler oder das von Monika Peichl "Hunde impfen, der kritische Ratgeber" lesen, ein vergriffenes Standardwerk, nur noch für viel Geld zu haben oder inner Bücherei vielleicht. Um nicht in der falschen Schublade abgelegt zu werden noch Folgendes: Ich kann nicht tanzen, schon gar nicht um goldene Kälber. Ich bin führerresistent (hoffe ich doch sehr), und ich übernehme auch keine fremden Weltbilder, nö. Aber es gibt Menschen, die kommen mir mit ihrer Denke sehr entgegen, da geh ich gern mal temporär in die Lehre. Dirk Schrader ist so einer - nicht mehr, aber auch nicht weniger. Ach so, bei uns hat es sich nun erstmal ausgeimpft. Cleo ist ja sowas von immun, also sowas von ...




Nur mal so.


Unsere alte Hundedecke hat nach vielen Jahren (da ham die annern Hunde schon drauf geschlafen) den Geist aufgegeben, besser gesagt wurde der Geweberücken immer brüchiger (zweimal waschen pro Jahr läßt sich nicht vermeiden). 

Nach einer neuen Decke gesucht, und gesucht, und gefunden, tärää: Hier isse, klick.
Wunderbar, in 100 mal 75 cm.





Ich krieg´ von dir niemals genug,
du bist in jedem Atemzug,
alles dreht sich nur um dich, warum ausgerechnet ich,
zähl´ die Stunden, die Sekunden,
doch die Zeit scheint stillzusteh´n ...

 (Out of the dark, Falco)


Ham das Buch von Martina Meister, Filou, gelesen.
Ein niedliches und wahres Buch über einen Hund. Aber auch über die Desillusionierung. Über die Abstriche vom Ideal im Umgang mit Hunden. Einem Ideal vom Zeitgeist geboren - über 2000 Einträge bei Amazon unter Bücher: Hundeerziehung. Was für ein Schwachsinn! Auch den Irrweg über sogenannte Hundetrainerinnen, Flüsterer und andere geschäftstüchtige Dumpfbacken beschreibt Frau Meister. Und und und. Man muss das Büchlein nicht lesen, aber man kann es lesen. 
Was bleibt? Die Wirklichkeit zwischen mir und meinem Hund. Und was ist nun mit dem Vermenschlichen? Was soll das sein? 
Ich weiß nicht. Wie man einen Hund entwürdigt, auf dem Arm mit Schleife im Haar oder auf Ausstellungen mit Drei-Wetter-Taft im Fell, das weiß ich. 
Aber ist die Sache, die Tatsache, daß mir mein Hund näher steht als meine Arbeitskollegen beispielsweise, schon bedenklich? Ich würde, wenn es die Situation erforderlich machen sollte, meine Arbeitskollegen emotionslos an meinen Hund verfüttern. Na und? Prioriäten müssen gesetzt werden, basta. Nein, vermenschlichen könnte man das nicht nennen. Es ist diese artübergreifende Wichtigkeit, die man seinem Hund geben kann. Die meisten aus meinem Leben wie auch immer verschwundenen Menschen wurden durch die von ihnen hinterlassene Lücke vollständig ersetzt, is mal so. Bei meinen Hunden ist das anders, ihre Lücken bleiben offen. Auch der neue Hund ersetzt den alten niemals. Was sollte daran als Vermenschlichung gelten? Vielleicht issis eher das Gegenteil. 
Der hatse doch nicht alle, werden jetzt einige sagen, der ist doch plemmplemm. Das meint der doch nicht ernst, das kann der doch nicht ernst meinen! Tja, gute Frage, ich werd´ drüber nachdenken ...


Ach so, ganz vergessen zu sagen: Cleo ist mit ihrer Läufigkeit längst durch. Läuft wirklich erstaunlich unangestrengt ab, paar Tage büschen tröpfeln, paar Tage büschen unkonzentriert und gut is. Mal seh´n, was sich reifungsmäßig getan hat. Erwachsen isse ja jetzt, aber auch noch verspielt, das hatse von mir. Seit einiger Zeit ist eine Art Schutztrieb zu bemerken. Aber Schutztrieb ist das völlig falsche Wort. Sie reagiert halt (überwiegend wenn´s dunkel ist) auf unübliche Gestalten. Sie bellt tief, gestraffter Körper, sie geht nach vorn, macht sich ihr Bild von den unsicheren Zeiten sozusagen. Wir unterbinden das rasch ohne sie zu maßregeln, rufen sie zurück. Gegen einen kleinen "Schutztrieb" ist ja nix zu sagen, aber mit funktionierendem Ausschalter, bittesehr. 
Morgen treffen wir uns wieder mit Eske & Co., dann nimmt der Irrsinn seinen Lauf ...


Sonntag. Zweieinhalb Stunden mit Eske durch die Hammeniederung gelaufen. Dann im Bahnhof Worpswede diniert. Anschließend nochmal um die anderthalb Stunden das Gebiet hinter der Wümme-Nordseite umwandert. Alles in allem rund 20 km gemäß Heiners Schrittzähler bewältigt. War wieder ein wunderbarer Tag mit den Aligsern, ohja!









Noch ein Wort zu Esi. Esi heisst ja offiziell Eske. Eske ist ein besonderer Name, und Esi ist ein besonderer Hund. Ich weiß nicht, ob Esis Wesen etwas mit dem Umstand zu tun hat, dass ihr Herrli gefühlsmäßig im Paris der 68er Jahre verwurzelt ist, aber Esi trägt einen Hauch von Uschi Obermaier in sich. Nein, nein, ich halte sie nicht für ein Opfer der antiautoritären Erziehung, das nicht, aber manchmal kommt mir der Gedanke, sie könnte eine Reinkarnation von Fritz Teufel sein, und der einzige Grund, warum sie noch keinen Bundesminister mit der Wasserpistole beschossen hat ist in dem Umstand zu suchen, dass sie keinen Daumen hat. 
Ich mag sie sehr!



Esi in voller Pracht


Heute Vormittag statteten wir der Bildhauerwerkstatt von Christoph Fischer in Worpswede einen Besuch ab. 
Große Begeisterung, in heutiger Zeit fast ausgestorben, Kunst kommt tatsächlich von Können ...







Und mittags gab´s Tortellini. Gemüsepfanne mit Zuckerschoten, Sahnesoße und obendrauf Reibekäse, ziemlich lecker.





Jetzt werden wir früh morgens vom "Brunftgebrüll" der Amseln geweckt. Unsere Blaumeisen fliegen emsig und bauen sich ein Nest. Und die Kinder malen mit dicker Kreide ´ne Burg auf´s Pflaster, mit einem flüchtenden Burgfräulein im hellblauen Seidenkleid. 
Es wird Frühling, Leute, und keiner kann was dagegen machen!!!






Bei uns hängen Besen und Wischmop immer griffbereit an der Badtür. Die bisherige Baumarkthalterung sah wenig elegant aus
 und ließ die Stiele an bewegter Tür klappern und schaukeln. Jetzt die ultimativen Halter entdeckt, gekauft und angebaut.



Wunderbar, kein Klappern mehr (allerdings sind anner Tür zwei Halter pro Stiel vorteilhaft, einer oben, einer unten) und sieht doch "sauber" aus, oder? Wo gibt´s die? Hier, klick. Für den Durchschnittsstiel in Größe 20-30 mm.





Heute ist Cleo mit Frauli durchs NSG Werderland Richtung Moorlosenkirche gewackelt, dann am Weserdeich lang, 
Große Brake rechts liegen gelassen (die ist bei einem Deichbruch im Jahre 1570 entstanden) und zurück am Lesumdeich, 
dreieinhalb Stunden bei schönem Wetter.




Gestern Abend (21.2/SWR/20.15) Sendung "Das geheime Leben der Hunde" gekuckt. Es ging um Hunde mit Verlassenheitsängsten, um Hunde, die nicht allein bleiben können, bellen, jaulen, die Wohnung zerstören. Ein paar Fälle mit den dazugehörenden Hundetrainerinnen wurden gezeigt, auch eine männliche Expertengruppe durfte sich zu Wort melden. Es wurde viel geschwafelt, methodisch rumgestümpert, sentimentales Verständnis für alle und jeden gab´s auch - Supi ...
Man muss ja kein Huhn sein, um den Geschmack von Eiern beurteilen zu können. Ich bin kein begnadeter Flüsterer, kein studierter Tierpsychologe, kein zertifizierter Trainer, aber ich maße mir mittlerweile an, Sinn von Unsinn unterscheiden zu können, ja, das tu ich. Und was da gestern ablief war Unsinn. Da sollte der Hund Geborgenheit auf einem Handtuch finden, Yogamusik lief, Lavendelkissen wurden ausgelegt, Massagen gab´s reichlich, sogar elektronische Spiele und Futterautomaten sollten dem leidenen Hund das Warten verschönern usw., das volle Blödsinnsprogramm halt.
Die Grundanalyse, ob es sich um echte Verlustängste oder um den Kontrollverlust des Hundes über den Menschen handelt, wurde nicht gemacht. Auch die "Tatsache", dass Schwierigkeiten, die der Hund mit seinem Leben bei uns so hat, immer im Kontext, im allgemeinen Zusammenhang zu sehen sind, wurde ignoriert. Es bringt nix, einem unausgelasteten, sozial verwahrlosten, durch die Labilität des Halters verunsicherten Hund symptombekämpfend mal einen Lavendelbeutel unters Kissen zu legen. Gut, gut, ich reg´ mich schon wieder auf und das mag meine Frau nicht ...

Hab´ auf die Schnelle was kurzes Wahres vom lustigen Millionär Martin Rütter gefunden (der ist ja nicht nur lustig, der weiß auch viel). Hier mal klicken, bitte, danke.




Ja, was ist das denn da hinten?


WOW, Gänse, wilde, auf der Durchreise, Grau-, Saat-, Zwerg- und Blessgänse,



ein gigantisches Geschnatter durchzieht die Hammeniederung.


Da haste was verpasst, mein Heiner, da wär´n deinem Fernglass die Augen über gegangen!





So, Samstag, es gab das obligatorische Mittagessen: Seelachs, KaPü, diesmal mit Chicorée. Jaja, Ulrike, wir schaufeln uns das Püree tatsächlich mit den Blättern rein, macht Spaß!



Die kleinen Portionen sind für Cleo. Das sieht dann so aus, Chicorée natürlich geschreddert.



Statt Blumen mal wieder ein Kritzelbrief für Frauli ...




Offtopic:

Dax zwischen Euphorie und Zinsangst.
Schauspieler Ulrich Pleitgen ist tot.
Tote Maus in Ikea-Marshmallows.
Volkswagen verdoppelt den Gewinn.
US-Firmen distanzieren sich von Waffenlobby.
Conchita Wurst erwägt Karriere als Mann.
VW entgeht dem Affen-Prozess.
Im Bett mit Borowski.
Egon Krenz erklärt die Welt.
AfD verklagt Frauke Petry.

(Quelle: Überschriften ntv)


"And I think to myself, what a wonderful world, oh yeah!"
Recht hadder, der alte Louis Armstrong, und jetzt gehn wir ´naus, die Sonne scheint, der Himmel grinst und Cleo will was erleben!




Man hört ja des Öfteren, und das nicht nur von spinnerten Foren-Tanten, dass die Mehrhundehaltung das einzig Wahre wäre. Und dann wird noch eins draufgesetzt und mit dem Brustton der vermeintlichen Überzeugung berichtet, wie der alte Hund den neuen erzieht, alles wunderbar artgerecht, man bräuchte sich selbst kaum noch um die Erziehung Gedanken zu machen. Ja,ja ...

Die Wirklichkeit, bei Licht betrachtet, sieht meistens anders aus, ganz anders. Der Erst- und der Zweithund stürzen wie blöde, bellend und knurrend auf jeden anderen Hund zu. Das Frauchen sagt dann stereotyp und unglaublich hilflos den saudümmsten aller Sätze: 
Die tun nix! Oder der Ersthund ist ohnehin auf den gemeinsamen Gängen an der Leine und stimmt zerrend in den Irrsinn des Zweithundes ein. Oder Erst- und Zweithund kommen angerast und kein Frauchen ist in Sicht. Aus weiter Ferne hört man dann ein flehendliches Rufen. Eine weitere Variante der Mehrhundehaltung ist die: Zwei Hunde stapfen mit hängenden Köpfen wie innerlich ausgehöhlte Autisten hinter dem stolzen Frauchen her. Oder zwei Hunde, einer links einer rechts, trippeln psychotisch auf den Leckerlibeutel fixiert neben Frauchen durch ihre bedauernswerte kleine Welt. Mannomann, denken jetzt einige Leser, der ist ja total frauenfeindlich, so ein Arsch.
Tja, die Gedanken sind frei - meine allerdings auch, BRÜLL !

Wir hatten auch mal zwei Hunde zur gleichen Zeit, sogar zweimal. Emmi und Gurke kamen mit fünf Jahren zusammen. Hatte sich so ergeben. Die Sache mit den beiden klappte gut. Im Freilauf durch die Landschaft, frei laufend am Rad, im Urlaub, im Auto, in der gemeinsamen Schlafkiste - viel Freude, keine Probleme. Allerdings empfand ich mich nicht als Mehrhundehalter (das Wort hatte ich damals überhaupt nicht in Gebrauch), wir hatten zwei Hunde und gut. Die Beiden verstanden sich, kamen miteinander aus, mochten sich wahrscheinlich ganz gern. Aber sie brauchten sich nicht. Emmi brauchte Frauli, Gurke brauchte mich. Um so erstaunter waren wir zu erleben, dass Gurke nach Emmis plötzlichem Tod und nun wieder Einzelhund, für einige Zeit (zwei, drei Wochen vielleicht) irgendwie durch den Wind war, man könnte das als depressive Verstimmung benennen.
Nach vielleicht einem Dreivierteljahr (ich müsste nachschau´n) kam dann Merle mit neun Wochen zu uns, und Gurke hatte wieder Gesellschaft (auf die sie ehrlicherweise wohl gern verzichtet hätte).
Da Merle schon als Welpe stark wie Fisherman´s Friend war, fiel Gurke als Erziehungshilfe aus (wir hatten diesen blödsinnigen Mythos auch nie im Kopf gehabt. Unsere Hunde werden von uns ins Leben eingeführt und nicht von einem anderen Hund erzogen, ist doch klar). Und diese Konstellation war auch nicht mehr "problemlos", wir hatten da ´ne Menge zu regeln, um der nun betagten Gurke ihren Lebensabend nicht versauen zu lassen. Und wir ham das auch geregelt. 

Gut. Gut, dass wir darüber auch mal gesprochen haben, hahaha.

Jetzt noch, natürlich noch, will mir doch nicht untreu werden, ein paar Sätze zum Thema Mehrhundehaltung. Von Fachfrauen, denn die gibt´s ohne Zweifel auch, logisch!


Die meisten Hundebesitzer gehen davon aus, dass Hunde nur glücklich sind, wenn sie regelmäßige und intensive Sozialkontakte zu Artgenossen pflegen dürfen. Demnach müssten mehrere Hunde in einer Familie eigentlich besser dran sein als Einzelkinder.
Unserer Erfahrung nach haben viele Hunde tatsächlich gar kein großes Interesse an einem ständigen Kontakt mit anderen Hunden. Sie finden es vielleicht noch okay, mit anderen gemeinsam spazieren zu gehen, möchten aber zu Hause doch lieber ihre Ruhe haben.

Das Zusammenleben mit mehreren Hunden stellt den Menschen vor ungeahnte Herausforderungen, was Erziehungsgeschick und Hundeverstand betrifft. Wer dachte, seinen Hund wirklich gut zu kennen und gut im Griff zu haben, muss manchmal neu denken. Hunde bringen miteinander nicht nur das Beste, sondern auch das Schlimmste hervor.

Ein klassisches Beispiel dafür, wie der Familienfrieden in Gefahr gerät, ist der Einzug eines neuen Welpen. Viel zu oft erwartet dann der Besitzer, dass sein Ersthund sich an der Erziehung des kleinen Kerls beteiligt, eine Aufgabe, mit der die meisten erwachsenen Hunde überfordert sind.

Sinnvollerweise sollten die Hunde zunächst einzeln trainiert werden, damit das Bravsein in der Gruppe überhaupt funktionieren kann. Alle Grundübungen wie Bleiben, Leinegehen, Abrufen und das Unterlassungswort sollten einzeln klappen und dann möglichst in der Gruppe abgesichert werden.

Spiel und Spaß sollte der junge (genau wie jeder erwachsene neu dazugekommene) Hund vorwiegend mit seinem Menschen erfahren. Viele getrennte Spaziergänge und Aktivitäten allein festigen zum einen die Beziehung und verhindern zum anderen, dass unbemerkt Probleme entstehen. Vor allem Erfahrungen zur Sozialisation und Umweltgewöhnung sollte unbedingt jeder Hund für sich allein machen.

Dass die Beziehung und vor allem die Bindung zwischen Mensch und Hunden wichtiger wird als die Bindungen, welche die Vierbeiner untereinander eingehen, ist nicht selbstverständlich. Ob sich ein Neuzugang von sich aus eher am Menschen oder am anderen Vierbeiner orientiert, hängt vom Hundetyp und seinen Vorerfahrungen ab. Wie gut wurde er mit Menschen sozialisiert, wie stark seine Aufmerksamkeit auf Hunde geprägt, wer war bisher wichtig für ihn und mit wem hat er positive Erfahrungen gesammelt? Die Reaktionen des oder der anderen Hunde im Haushalt und die Anstrengungen des Hundebesitzers beeinflussen, was letztendlich daraus wird. Für einen möglichst unkomplizierten Alltag ist es aus unserer Sicht unerlässlich, dass der Mensch immer die wichtigste Rolle für jeden einzelnen der Hunde spielt und nicht ein anderer Hund  

Quelle: Madeleine Franck, klick, 
und Katharina von der Leyen, klick




 Sonntag, Truperdeich


Wümme - Gaststätte: "Zur Schleuse"
(schon mal vormerken, Heiner)




Und gleich sind wir rum, gute zwei Stunden.








Montag, 1. Januar 2018

Januar. Neues Jahr - altes Glück, genau ...




Frohes Neues, keine Vorsätze, weitermachen!

Die Knallerei hat Cleo nicht sonderlich aus der Ruhe gebracht, weder draussen noch drinnen, keine Stressanzeichen, um Mitternacht schon mal um sich gehört, ungläubig den menschlichen Unfug verfolgt. Aber da lagen wir eh schon ´ne Stunde im Bett, alle drei, wir lassen uns doch vom gregorianischen Kalender nicht vorschreiben, wann wir ins Bett zu gehen haben, hahaha!





Guten Neujahrsgang gemacht, bei knackigem Wetter, allerdings "land unter" dort, ist normal um diese Zeit.


Offtopic:
In Bremen gibt es die wenigsten Straftaten gegen Flüchtlinge. 
Die Amadeu-Antonio-Stiftung und Pro Asyl haben für 2017 zwei Fälle mit einer Körperverletzung dokumentiert. So wenig wie in keinem anderen Bundesland. Die meisten Fälle – gemessen an der Einwohnerzahl – gab es in Brandenburg. Dort kam es zu 85 Übergriffen je Million Einwohner. (Quelle: Buten un binnen.de)

Büschen Lokalpatriotismus darf schon mal sein, und in Bremen klappt ja sonst ´ne Menge nicht -  ausser den Türen im Rathaus ...


Orkantief "Burglind" hat den ganzen Tag Regen und Sturm gebracht. Das hat uns aber nicht davon abgehalten nach einem Abstecher nach Oldenburg am Vormittag einen längeren Gang an der Ochtum zu machen. War immunsystemförderlich für alle und dann gab´s Griesbrei mit viel zerlassener Butter und Zucker mit Zimt, Erinnerungen an die Kindheit, schmeckt immer noch!

Am Nachmittag Nachschub aus´m Barfladen geholt: Drei kg Rindfleisch durchwachsen, zwei kg Pansen, ein Kilo Innereienmix und zweimal 500 g gewolfter Entenrücken. Diese Nachbildung eines Beutetiers reicht für anderthalb Wochen bei einer täglichen Zusammensetzung von 300 g Rindfleisch, 120 g Pansen, 90 g Innereien und 90 g Entenrücken (RFK = Rohe Fleischknochen), dazu 140 g Gemüse/Obst und zwei TL Lachsöl.



Heute ist die "gute alte Zeit" von morgen.


(Karl Valentin)




Cleo und Eske sausen durch die Südheide! Mit unseren Aligser Freunden zweieinhalb Stunden-Gang gemacht. Teilweise über recht feuchte, matschige Wege, aber auch durch Nadelwald und klassisch schöne Heidelandschaft gewackelt. Während der ersten Stunde waren die Hunde ziemlich von der Rolle, sie rasen rum, Seite an Seite, animieren sich gegenseitig zu Blitzausflügen durch´s Unterholz und so weiter. Was nun genau zwischen den beiden Entlebuchern abläuft bleibt uns rätselhaft. Sie mögen sich, keine Frage, sie spielen allerdings nicht im eigentlichen Sinn miteinander, sie agieren aber auch nicht gegeneinander. Es hat etwas von einem Kräftemessen ohne ins Kämpferische zu kippen. Manchmal zusammen, manchmal jeder für sich - nur längere Phasen einer "relativen Ruhe" gibt´s nicht, noch nicht. Auf alle Fälle powern sie sich ordentlich aus ...


Dann in "Ole Müller Schüns Bauerncafé" eingekehrt. Milchkaffee und meisterhafte Torten einverleibt. 
Gemütliches Interieur, macht Spaß dort zu sitzen!


Übrigens hatten wir in den letzten Tagen 200 Seitenaufrufe aus Deutschland und 130 aus Russland.
Auch einen aus Indien und einen aus Thailand, rätselhaftes Internet ...






Wir haben mal wieder ein Buch gelesen. 
Arthur: Der Hund, der den Dschungel durchquerte, um ein Zuhause zu finden.
Man muss es lesen ...




Heute Vormittag in Neuhelgoland gewesen. Die Hamme bzw. die Beek müssen in den letzten Tag weit über ihre Ufer getreten sein, denn das gesamte Umland ist überschwemmt und nun natürlich gefroren. Ein selbst für uns seltener Anblick, beeindruckend schön, besser hätte Modersohn das nicht malen können ...






Gestern Nacht war Wetterleuchten
und wir saßen an dem Strand,
und die Wellen rauschten leise
und ich drückte ihr die Hand.
Und dann wollt´ ich etwas sagen
und ich sah in ihr Gesicht,
und dann konnt´ ich es nicht sagen,
nein, ich konnt´ es nicht.

Bin ich verliebt? Vielleicht auch nicht,

vielleicht auch doch, kann sein vielleicht.
Wieso vielleicht? Vielleicht bestimmt,
vielleicht auch nicht, vielleicht ...

(Hab vergessen von wem es ist)







Heute gab´s wieder Fisch. Hab´ über Niveau eingekauft: Makrelenfilets frisch (nicht geräuchert) und Thunfisch. 
Naja, die Makrele war uns zu fischig, der Thun zu wenig fischig. Nächstmal kommt wieder der zertifizierte Seelachs auf´n Teller.
 Dieser Neurologen-Food is nix für uns, hahaha!


Sonntag. Fraulis Auto mit gerissenem Kupplungsseil zur Werkstatt geschleppt, 20 km mit 40 km/h über´s schöne Ritterhuder Land geruckelt, war witzig, gezwungenermaßen total entschleunigt ... Dann ab an die Hamme (zwei Autos inner Familie ham doch ihre Vorteile) und ausgiebig Action gemacht. Neuhelgoland ist wieder "trocken" und Cleo hat uns richtig aufgemischt. Sollen sich die Schwachmatiker doch entschleunigen, is ja auch modern, wir brauchen das nicht!


Bonnie und Bram zusammen auf´m Sofa, und das hat nix mit Platzmangel zu tun, das ist so auf Rita´s Arche! 
Seid gegrüßt, ihr Immendorfer Freunde, wir müssen unbedingt mal wieder gemeinsam durch die Eifel wandern, na schau´n wir mal.




Es ist so lustig, so durchschaubar, so albern aber auch so mies. Die Futtermittelindustrie schlägt zurück:

Gefährliche KeimeRohfleisch für Haustiere steckt voller Erreger

Hunde und Katzen mit Rohfleisch zu füttern, ist weltweit ein Trend. Es gilt als artgerechte Nahrung. Doch Forscher zeigen: Viele der Produkte enthalten Keime, die auch Menschen gefährlich werden können.


Natürlich unterstelle ich niemandem fragwürdige Motive oder gar eine gewisse Korrumpierbarkeit, nein, das würde ich niemals tun. Und wenn ich diesen Satz aus dem Artikel lese, dann lächle ich in mich hinein (denn das ist juristisch einwandfrei) und denke mir meinen Rohfleischteil:

"Josef Kamphues, Direktor des Instituts für Tierernährung an der Tierärztlichen Hochschule Hannover empfiehlt einen vorsichtigen Umgang beim "Barfen": "Wenn Tiere zum Beispiel an Haut oder Darm überempfindlich auf Industrienahrung reagieren, ist das Barfen vielleicht eine Alternative."

Da stopfen täglich in den Kantinen und Kneipen hunderttausende ahnungslose Endverbraucher Hackepeter- oder Mettbrötchen bedenkenlos in sich hinein. Da hantieren ungezählte Fleischereiverkäuferinnen acht Stunden täglich mit zig Kilogramm Fleisch aller Tiere in seiner rohesten Form. Jäger wühlen mit aufgekrempelten Manschetten beim Aufbrechen geradezu begeistert in den Eingeweiden ihrer "Trophäen". Und auf den meisten Märkten dieser Welt nimmt niemand Anstoß an den vielen Fliegen auf seinem schon länger in der Sonne liegenden Sonntagsbraten. Aber die verantwortungs- und liebevoll auf  eine artgerechte Fütterung ihrer Hunde achtenden Besitzer und Freunde dieser ungeheuerlichsten Tierart steh´n allesamt schon mit mindestens einem Bein im Grab oder liegen mit durchgelegenem Rücken auf der Intensivstation!

Da empfehlen (fast alle) Tierärzte ernsthaft und gewinnbringend das am besten im drei-Monats-Rhythmus pestizidäre Vergiften ohne sinnlichen Nährwert, genannt Entwurmung. Über das regelrechte Zerimpfen von Hunden gegen jede Vernunft wird in Tierarztkreisen ungern geredet, aber wenn man einmal da ist, dann könnten wir auch gleich den Kastrationstermin festlegen ...

Und dann kommt da ein Direktor der Tierärztlichen Hochschule Hannover und läutet die Alarmglocken: Vorsicht beim Barfen!

Na dann - Mahlzeit!




Mit Merle, Südtirol: Dem Himmel so nah ...



Der Orkan "Friederike" hat sich ausgetobt, die SPD verabschiedet sich aus der Politik, ich hab´ endlich Wochenende (Arbeit kann durchaus schänden, hahaha), Frauli war zum Frisör und Cleo hat sich schon mal hingelegt. Es ist also alles ganz normal.





Ach so, wieder ein Buch gelesen - nun muss aber bald Schluß sein damit ...

Jacobs Weg. Von Südindien an den Elbestrand
(klick)

Das Leben schreibt die besten Geschichten eben doch selbst!



Da sind sie wieder! Die Notdurfter, die Verschmutzer, die Peinlichen, die Kulturschänder, die Unvermeidlichen - die Kohlfahrer! 
Mit Bollerwagen und Getränken, mit aufgesetzter Ausgelassenheit und betriebsverordneter Völlerei, mit Saufen bis manchmal tatsächlich der Arzt kommt und oft hart an der Grenze zur eigenen Würdelosigkeit. Ich weiß: Auch Kohlfahrer sind Geschöpfe Gottes, menschlichen Ursprungs und irgendwie ... nein, ich bin keiner von ihnen, war auch nie einer, werd´ auch nie einer sein. Aber auch hier heilt die Zeit, im März ist alles vorbei, AMEN.

Bis dahin muss man kucken, zumindest an Wochenenden, wo dem Hund diese Allegorie menschlicher Unzulänglichkeiten erspart werden kann. Vorhin beispielsweise entschied ich mich für einen Gang über´s Unigelände, mein Ausweichgebiet für alle Fälle.

Und weil´s Spaß macht hab ich gefilmt, 24 Minuten am Stück. Wer also nicht gerade kohlfährt, die Jungs vom Sondereinsatzkommando erfolgreich abgeschüttelt hat, fröhlich und aufnahmebereit ist - ja, der ist herzlich eingeladen uns zu begleiten.




Sonntag. Der Eske-Clan war wieder hier! 
Wir war´n wie üblich in Neuhelgoland spazieren, bei schönem, etwas nebligen Winterwetter.



Dann ging´s zum "Worpsweder Bahnhof" (klick), zum Dinieren ...








War wunderbar, sehr empfehlenswert!



Anschließend Abstecher zur "Käseglocke", klick.




Danach noch mit den Hunden über´n  Weyerberg, den Niedersachsenstein kritisch betrachtet, hahaha. 



So, Cleo ist wieder künstlerisch tätig, Tröpfchen hier, Tröpfchen da: Sie ist läufig.

Gestern war sie wildbiologisch tätig. Wir gingen den Truper Deich, links die Wümme, recht der Fahrweg, dann die weite Landschaft mit ihren Rehen, Fasanen und so. Als ein Grüppchen Rehe in vielleicht 40 m Entfernung parallel zum Deich langlief, da lief auch Cleo den Deich runter und setzte auf dem Sträßchen zur Verfolgung an. Nicht von Sinnen, nicht im Blutrausch, aber doch stark interessiert. Leider hatte ich die Trillerpfeife nicht um den Hals, musste also brüllen: STOPP!!, dann nochmal: PLATZ!! Unser kleiner schwarzer Hund nahm den Gang raus und legte sich hin. Brav. Da könnte allerdings eine Auffrischung nicht schaden, hier hört der Spaß ja auf.
Auf dem Gang am Sonntag über´n Weyerberg waren wir auf eine Ridgebackhündin getroffen, von der Cleo bedrängt wurde, kurz vor einer Aggression. Cleo bleibt in solchen Situation recht unbeteiligt, die Hündin schickten wir weg und gut war´s. Könnte mit der Läufigkeit zu tun gehabt haben, da reagieren ja andere Hündinnen manchmal zickig.




Wir sind in der letzten Zeit immer mal wieder auf Geschichten gestoßen von Menschen, hier mal Männer, die nie was mit Hunden am Hut hatten, auch eher auf sich selbst konzentriert waren, und dann treffen sie einen Hund und plötzlich ist alles ganz anders. 
Der Schwede vom Aventure Racing Team trifft im Dschungel Ecuadors auf „Arthur“, der Indien-Urlauber findet am Strand „Jacob“ oder der Soldat im Afghanistaneinsatz rettet einen Straßenhund und nimmt ihn mit nach Hause. Gegen jede Vernunft werden alle Widerstände überwunden, quälende Formalitäten, monatelange Quarantänen und hohe Kosten.
Die Männer machen neue Erfahrungen von Sentimentalität und Selbstlosigkeit – sie haben sich in einen Hund verliebt. Und wenn sie von den schwierigen, manchmal hoffnungslosen Phasen erzählen, dann kämpfen sie mit den Tränen, mit echten Tränen. Sie sind von ihren Gefühlen für den Hund überwältigt.
Natürlich kann ich das absolut nachempfinden und diese Geschichten rühren mich an, ziemlich.
Dabei sind mir weinende Männer so wichtig oder unwichtig wie weinende Frauen – es geht mir um das, was Hunde in Menschen auslösen können, wie eng die Beziehung wird, wenn einem die Gnade gegeben ist, sich darauf einlassen zu können. 
Und ich bin uneingeschränkt der Ansicht von Günter Bloch, daß der Hund kein Haustier im eigentlichen Sinn ist, kein domestiziertes Wildtier. Mensch und Hund leben seit 20 Tausend Jahren in einer Ko-Evolution, d.h. sie haben eine gemeinsame Entwicklung durchlaufen, jeder hat vom anderen gelernt. Ohne Wach-, Jagd-, Schlitten- und Hütehunde wäre die menschliche Entwicklung sicherlich anders verlaufen. Vermutlich säßen wir noch auf Bäumen und würden mit Kokosnüssen nach der Schwiegermutter werfen. Aber das steht nicht in Blochs Buch: „Affe trifft Wolf“ (klick hier).




Der Maurer war da. Die Rohre im Versorgungsschacht mussten neu mit Bauschaum gegen fremdartige Gerüche abgedichtet werden. Im Augenblick des Fotos kreischte die Flex, zwei Badfliesen waren im Weg. So aufgerissen sind Cleos Augen selten ...


Gestern Abend war Bombenentschärfung. Nein, nein, nix mit Cleo. Die ham in 400 Metern Entfernung beim Buddeln so einen "fünf Zentner-Gruß aus England" gefunden und der musste unbedingt um 20 Uhr entschärft werden. Vorher penetrante Lautsprecherdurchsagen der Polizei: Verlassen Sie unverzüglich ihre Wohungen usw., dann stromerten die Beamten noch durch die Gegend und klingelten die Leute raus zum Zwecke der Feierabendevakuierung. Da viele der Aufforderung nur unwillig nachgaben, verzögerte sich die Sache der Entschärfung um ´ne Stunde. Wir machten uns klein, Licht aus, auf kein Klingeln reagieren, Orangen essen im Dunkeln, und blieben natürlich auf dem Sofa. Wir schlagen abends um neun inklusive Hund in irgendeiner Berufsschule unser Nachtlager auf, wa, soweit kommt´s noch. Ausserdem sind die Schulgebäude in Bremen überwiegend derart marode - die stürzten sowieso in sich zusammen, wenn´s mal etwas lauter knallen würde. Also harrten wir gemütlich mit leichtem Gruseleffekt aus, und gegen 22 Uhr kam der Entwarnungsschuß: die grüne Leuchtrakete, endlich. 
Diese blöden Entschärfungen häufen sich in letzter Zeit, seit in der Überseestadt (der neue Stadtteil) gebaut wird als wäre Bremen das reichste Bundesland nach Bayern. Was soll´s, Hauptsache Cleo geht´s gut, hahaha, und der geht´s momentan läufigkeitsangemessen, d.h. sie ist schon anders drauf, nicht bedenklich oder kastrationsrechtfertigend (das auf gar keinen Fall!), nö, nur etwas sensibler, etwas ruhebedürftiger, etwas irritiert über die Vorgänge im eigenen Körper. Wäre ich Thomas Mann, dann würd´ ich ihre vermutliche Befindlichkeit jetzt treffender beschreiben können. Bin ich aber nicht (bin auch so ganz konform mit mir), und so muss sich der interessierte Blogleser seine eigenen Gedanken dazu machen, wenn´s passt ...



Und jetzt mal wieder was "Pädagogisches" (hab´ mich doch lange zurückgehalten, oder nich ...).

Aus diesem Artikel über´s Aufreiten von Hunden (hier klicken) spricht mir das Fazit des Autors aus der Seele:

"Nur weil etwas ein natürliches Verhalten ist, muss es noch nicht akzeptiert werden. Ich bin ein Verfechter des Unterbindens – ich will nicht, dass mein Rüde einem Weibchen wie bekloppt hinterherläuft und sie ständig besteigen will und ich will nicht, dass er jeden gefühlten Rivalen herausfordert um zu beweisen, wer der coolere Typ ist. Ich unterbinde dieses natürliche Verhalten so konsequent wie möglich und ich unterbinde es auch in den meisten Fällen, wenn mein Hund bestiegen wird. Wenn ich sehe, dass er sich adäquat wehren kann und wenn ich vermute, dass der andere Hund vernünftig auf die Drohungen reagiert, dann lasse ich dem „Spiel“ seinen Lauf. Wenn ich aber auch nur schon den Verdacht habe, dass entweder mein Hund überreagiert, oder der andere sich auf ein klares defensives Drohverhalten nicht einlässt – dann unterbinde ich es." 

Der komplette Artikel ist lesenswert!



Sonntag. Wieder ausgiebig anner Hamme langgewackelt. Man kriegt von der Gegend nie genug. In Läufigkeitszeiten bietet sich der Gang dort an. Man kann weit vorauskucken und Rüden sind anzahlmäßig überschaubar. Die drei weißen Punkte im Foto sind übrigens Silberreiher.

Neuhelgoland wird korrekterweise Neu-Helgoland geschrieben.
"Der Name Neu-Helgoland entspringt vermutlich dem Zeitgeist der Kolonialzeit, 1890 wurde die Hochseeinsel Helgoland im Tausch gegen Sansibar aus dem englischen in das deutsche Hoheitsgebiet überführt. Manche behaupten auch, dass die Hütte im Winter vom Weyerberg betrachtet wie der Helgoländer Felsen aus der überschwemmten Hammeniederung ragte und ihr dies den Namen einbrachte" . (Quelle: www.teufelsmoor.eu/ausfluge/neu-helgoland)




Cleo formatsprengend.