Sonntag, 13. März 2016

Im Märzen der Bauer ...



An der Hamme Selbstbewußtsein getankt ...

Gestern Abend hatte Cleo einen Anfall, naja, vielleicht das falsche Wort. Sie kam und kam zur Schlafenszeit nicht zur Ruhe, schlimmer noch, sie war in totaler Geberlaune, attackierte uns. Sie war wirklich "ausser Kontrolle". Verschiedenen Möglichkeiten wurden ausprobiert, auch ein fester Griff mit Runterdrücken ließ sie nicht einlenken. Kurzer Käfigaufenthalt auch nicht (falls so eine Situation nochmal vorkommen sollte - und davon gehn wir aus - werden wir den Käfig vom Wohnzimmer ins Schlafzimmer zu uns stellen und den Wüterich darin übernachten lassen). Geholfen hat ein Gassigang gegen Mitternacht. Cleo durfte sich durch Leinenzerren austoben - bei völliger Ignoranz des Besitzers, kein Blick, keine Ansprache, kein Dagegenziehen, nix, totale Ignoranz. Nach zehn Minuten hatte sie sich abgearbeitet, löste sich nochmal und schlief oben im Bett sofort ein. Was das nun genau war (wir kennen diese Anfälle aber von Cleos Vorgängern), also wodurch es ausgelöst wird, ist uns nicht definitiv klar.

 Übrigens haben wir unsere alte Personenwaage gegen eine neue ausgetauscht. Das Vorkriegsmodell von Oma taugte nicht zur halbwegs genauen Anzeige, und wir wollen ja über Cleos Gewicht informiert sein. Nach dem Studium verschiedener Tests im Internet entschieden wir uns für die SOEHNLE 61350. Ein guter Griff, nach unserem Test mit zwei anderthalb Liter-Flaschen Wasser auf dem Arm zeigte das Teil präzise drei Kilo mehr an. Für 25 Steine über den Media Markt Online Shop portofrei zu beziehen.

Vorhin am Unisee-Strand gewesen. Cleo hat mal feinen Sand unter den Pfoten gehabt, und den Wellen gelauscht, kühl war´s. Rückweg am Stadtwald lang, eine Rennstrecke links und rechts durch Gräben "gesichert". Sie ist schnell wie eine Kanonenkugel ...


Aber sie kann auch anders ...

Gang durch den Rhododenron-Park gemacht und ihr bei moderatem Publikumsverkehr versuch zu erklären, daß ein Begrüßen aller acht Milliarden Menschen auf diesem Planeten nicht zu schaffen ist. Liebevolles Weiterziehen an der Leine oder Konzentration aufs Wesentlich (also uns) bringt kleine Erfolge.
Seit zwei Tagen träufeln wir Euphrasia-Tropfen in die leicht geröteten Äuglein (mehr machen wir da nach Absprache mit unserer Tierärztin nicht), das hilft und in ein paar Monaten wird sich das Problem von selbst auflösen, dem Lauf der Zeit folgend.


Eben mit dem Züchter telefoniert. Haben Lob für unseren Umgang mit Cleo bekommen, alles gut! Nur der gestrige Mitternachtsgang zum Zwecke der Beruhigung war und ist kontraproduktiv (einmal ist keinmal). Entlebucher sind schlaue Hunde, und wenn ich in Zukunft meine Nächte nicht draussen verbringen will, darf ich dem Welpen in dieser Weise nicht nachgeben, d.h. beim nächsten "Energieschub" kommt sie in den Käfig, und der bleibt im Wohnzimmer!! Cleo muss lernen mit ihren "Antrieben" selbst fertig zu werden. 

Amsonsten werden wir ab jetzt nur noch dreimal am Tag füttern - morgens, mittags, abends, logo. Und zwar 120 g pro Mahlzeit, also Hill´s bzw. Schredderfleisch, der Löffel Joghurt oder gedünstetes Gemüse zählt nicht mit. Alle zwei Wochen wird die Höhe gemessen, der Welpe sollte nicht zu schnell (in die Höhe) wachsen.

Nachdem wir gestern Abend das Zu-Bett-Geh-Ritual noch geregelter, noch ruhiger durchgeführt haben, hatten wir eine störungsfreie Nacht und einen "anfallsfreien" Hund - sehr gut !!!

Zum Vergrößern anklicken


Auszug aus:


Heute (16.03.16) zum Impfen gewesen. Allerdings ohne die Tollwutimpfung. Gegen Tollwut lassen wir Cleo (in Übereinstimmung mit unserer Tierärztin) mit fünf Monaten impfen. Warum? Weil Impfungen keine Leckerlies sind, weil der Begriff: Impfschaden keine esoterische Erfindung ist, weil jede Impfung für den Organismus eine Belastung darstellt. Nun darf oder sollte man die Relation von Nebenwirkung und Wirkung schon realistisch betrachten. Die üblichen Impfungen gegen Staupe, Parvovirose, Leptospirose machen uns kein Kopfzerbrechen. Bei der Tollwut sieht´s etwas anders aus. Die Tollwutimpfung ist die belastendste für den Organismus, insbesondere für den eines Welpen. Andererseits gilt Deutschland seit langem als tollwutfrei und da wir mit Cleo weder auf die Fuchsjagd geh´n noch die Gefahr einer Konfrontation mit einer Meute rumänischer Straßenhunde für wahrscheinlich halten, können wir guten Gewissens bis zum fünften Monat warten, dann ist der Organismus schon "stabiler". Es gibt Untersuchungen die ergaben, daß die Titer-Bestimmung (gibt Auskunft über die vorhandenen Antikörper) bei früh gegen Tollwut geimpften Welpen negativ ausfiel, also kein wirksamer Schutz bestand - trotz Impfung. Lange Rede, kurzer Sinn (Du mußt jetzt stark sein, lieber Rolf): 
Wir impfen später. Ach so, Cleo wiegt auf der Tierarztwaage genau 10 kg.


Netter Gang durch Fischerhude

Unser Teufelchen hat eine kleine Rüpelphase, sie knabbert und zerrt des öfteren mal kräftig an der Leine, und was es sonst noch Freches gibt. Leinezerren ignorieren wir strikt, stehenbleiben und in den Himmel kucken oder langsam weitergehn und den Krakeler kommentarlos aber liebevoll hinterherziehen - das hilft sehr gut, irgendwann wird das Zerren zu langweilig und sie lästis.

Die Futterration schrauben wir jetzt mal von 130 auf 110 g Hill´s zurück, bevor sie tatsächlich zur Kanonenkugel wird, hahaha.

Übrigens ist sie vor paar Tagen beim Toben mit ihrem Weimaranerfreund in den Graben geplumst, zack. Für ne Sekunde war sie ganz untergetaucht, dann isse ans Ufer gepaddelt (Herrli war natürlich sofort zur Stelle!), hat sich einmal kurz das Wasser aus dem Pelz geschüttelt und weitergetobt - das war also die unprätentiöse Taufe eines norddeutschen Entlebuchers.


Der Welpe, also Cleo, ist ja (noch) in der Folgephase, d.h. es werden keine größeren Gebietserkundungen oder Alleingänge gemacht. Sie bleibt in unserem Einflussbereich und will den Anschluß ans "Rudel" nicht verlieren. In dieser Phase lassen sich die Grundlagen für den späteren Zusammenhalt "ohne Leine" legen, also für das, was der gute Konrad Lorenz als "Gefolgschaftstreue" bezeichnet hat. Da wir uns diese Chance nicht entgehen lassen möchten, bekommt Cleo täglich in gesicherten Gebieten unter großer Achtsamkeit ihren Freilauf. Sie gewinnt dadurch nicht nur an Selbstsicherheit, sondern bildet ihre motorischen Fähigkeit erkennbar gut aus, wie man im Video schön sehen kann.


Vorhin hat Cleo 100 Gramm vorzügliches Tatar verspeist, war lecker ...


Naja, die Grundlage zum Rückruf ist gelegt.
Das "Arbeiten" auf Zuverlässigkeit hin beginnt dann (wie bei der korrekten Leinenführigkeit usw.) mit dem sechsten Lebensmonat, dann ist das Hundehirn bereit dazu.


Und in drei Monaten wird sie die 50 m unter 27 sec schwimmen ...


Wir bauen in unsere Gänge jetzt (ist ja nicht mehr so kalt) Übungen der "Impulskontrolle" ein, z.B. das zur Ruhe kommen unter Alltagsablenkungen wie Radfahrer, Spaziergänger und so. Fuß auf die Leine und für ein paar Minuten keine Beachtung. Wird in kleinen Zeitschritten ausgebaut.


"Impulskontrolle ist das Zurückhalten (Hemmen), die abgeschwächte Reaktion eines Verhaltens auf einen plötzlich auftretenden Reiz in Verbindung mit der Fähigkeit, Frust auszuhalten.", Zitat aus dem Buch: 

Impulskontrolle: Wie Hunde sich beherrschen lernen

(von Ariane Ullrich)


Cleo, drei Monate alt, sie ist 35-36 cm hoch und wiegt 10,8 kg.



Heute das Mitfahren im Beifahrerfußraum probiert - Null Problemo.


Zwei die sich mögen ...


Der Vorspeisenteller, Püree, Seelachs mit Möhren-Kohlrabi-Gemüse (wir sind wieder auf 120 g Hill´s hochgegangen plus Gemüse, Quark etc., manchmal gibt´s ne kleine Dose Rinti sensitiv).


Nobelknast ...

So, den Karfreitag überstanden. Wir war´n viel an der frischen Luft. Cleo mag Landschaft!
Sie ist begeistert von ihren Fähigkeiten (hat man den Eindruck), sie erkundet, sie saust, sie spielt mit Hunden und Menschen (der meistgehörte Satz: Oh, was ist das für ein hübscher Hund ...).
Allerdings hat Cleos "Selbstverliebtheit" auch eine kleine Schattenseite. Sie ist seit paar Tagen dem Größenwahn geneigt, sie fordert - und zwar uns heraus! Aber mittlerweile ham wir gute Nerven und Notfallpläne im Kopf. Nicht immer ganz leicht, aber es läuft !!!

Vorhin die erste Begegnung mit hufeisenklappernden Großsäugern gehabt - und Cleo hat sich tapfer geschlagen, ein stabiler B-Typ ...





Am Ostersonntag, morgens bei Regen, durch den Hasbrucher Urwald gepirscht.


Steller Heide-Schrat,
sie wiegt jetzt 11,6 kg


Wir haben (bisher) die Erfahrung gemacht, daß besonders die größeren Rüden sehr welpenfreundlich sind. Sie lassen sich viel gefallen, fordern oft den Welpen zum Rennspiel auf. Bei Hündinnen kucken wir vorher immer etwas genauer hin ...


Ich glotz TV - alles so schön bunt hier ...


An der Lesum, Knoops Park






Mittwoch, 24. Februar 2016

Cleo ist da !



Heute Mittag ham wir unsere Cleo mit nach Hause genommen, endlich! Alle Formalitäten erledigt, und natürlich noch viele Tipps von den Züchtern gekriegt. Auch den weiteren "Ablauf" besprochen, wie nächstes Impfen, nächste Entwurmung, das Welpentreffen in vier Monaten mit integrierter EU-Ultraschalluntersuchung, das HD-Röntgen in einem Jahr, die "vertraglich vereinbahrten" Ausstellungsteilnahmen (weil Cleo doch die Schönste ist) und noch einiges mehr.
Hatte ich die Zuchtstätte eigentlich schon erwähnt? Nein? Dann tut ich´s jetzt:

Cleo ut de Entlebucher Kinnerstuuv
www.entlebucher-neumuenster.com

Dann endlich Abfahrt mit Entlebucher! Die Hälfte der Strecke (60 min.) verdöste Cleo neben Frauchen in der Box, auf der Rückbank. Dann Pinkelpause. Den Rest der Fahrt verdöste sie halb in der Box, halb auf Frauchens Schoß.
Das neue Zuhause wurde aufmerksam und furchtlos inspiziert. Dann gab´s die erste Mahlzeit bei uns, noch ein büschen Gerenne, dann ruhen und Schläfchen. Alle waren etwas müde ...



So, die erste gemeinsame Nacht ist gelaufen. Cleo hat zwischen unseren Kopfkissen geschlafen. Mal mit der Nase in Frauchens Gesicht, mal in Herrchens. Das wird die nächsten Tage auch weiter so sein. Wenn wir das Gefühl haben, sie ist soweit eingewöhnt, dass sie allein in der Schlafkiste nächtigen kann, dann wird sie da auch schlafen. Die in vielen Hundebüchern geschürte Angst, man würde den Hund "niemals mehr" aus dem Bett kriegen, haben wir nicht. 
Cleo hat einen gesegneten Appetit, in der Tat! Und Humor hatse, einen Wahnsinnshumor ...


Sie wiegt heute Morgen 7,5 kg (Personenwaage), sie bekommt vier Mahlzeiten, die letzte gegen 18.30 Uhr, die besteht aus ca. 60 g Rindfleisch - Rindergulasch portionsweise eingefroren, dann kurz gekocht und geschreddert (mit dem Kennwood Zerkleinerer CH 580, der kostet nicht die Welt und ist universell einsetzbar). Ansonsten kriegt sie Trockenfutter Hill´s  Canine Puppy mit Huhn, diverses gedünstetes Gemüse, Bananen, mal ein Stück Apfel und so, dazu zwei Löffel Joghurt oder Quark in der Magerstufe. Die Steigerung der Portionsmenge sprechen wir mit den Züchtern ab, denn die haben Erfahrung mit der Aufzucht junger Hunde (sie bekommen alle zwei Wochen Gewicht und Höhe gemailt).
Hartes Knabberzeug wie Kaustangen, Ziemer oder Schuhe aus Rinderhaut gibt´s erst nach dem Zahnwechsel. Jetzt gibt´s Kälbersticks und alles, was nicht so hart ist.


Achtung, jetzt kommt ein Karton ...


In der Ruhe liegt? Genau: die Kraft!


Seit ihrer Ankunft beschränken sich die Gassigänge auf den "Garten" hinterm Haus. Das ist auch gut so, denn so setzt sie sich mit der neuen Umwelt in kleinen Schritten auseinander. Zu viel und zu schnell überfordert und macht nervös. 
Cleo beim "Verarbeiten", Frauli macht Kreuzworträtsel.


Heute zum ersten Mal zur Welpenstunde. War gut, auch die 20minütige Autofahrt bis auf anfängliches leichtes Fiepen anstandslos absolviert. Zu Beginn war Cleo zurückhaltend, sie sah sich die ganze Chose erstmal in Ruhe an. 
Dann wurden nacheinander andere Welpen (der Mini-Mops zuerst) losgemacht zum Zwecke der Kontaktaufnahme. Nach zehn Minuten war Cleo Vereinsmitglied.
Allerdings machte sie nicht wie viele andere Kampf- und Kraftübungen, sondern nahm freundlich Kontakt auf, machte Spielaufforderungen. Das freut uns, denn prügeln ist schlechtes Sozialverhalten  - aber vielleicht kommt das noch ...



 


Übrigens kam unsere Filzmatte wieder voll zur Geltung und wurde auch von der Trainerin positiv zur Kenntnis genommen. Das Teil ist über sieben Jahre alt, warm, schmutz-, nässe- und geruchsabweisend. Dient uns überwiegend als Unterlage in der Box (im Auto). Bei Interesse unter  Fichtlmeier Hundelager googeln.


In kleinen Schritten erkunden wir die Welt. So ein büschen Aufregung ist ok., Konfliktzeichen sollten beachtet werden, sonst droht eine Zerrung der Großhirnrinde ... kleiner Scherz.
Vorhin den ersten Erkundungsgang etwas weiter draussen gemacht, über Gras, Stock und Stein, über groben Kies und faustgroße Steine (runde) gewackelt, spielerisch das Heranrufen einfließen lassen.
Zwanzig Minuten in fremder Umgebung verkraftet Cleo gut, mehr machen wir noch nicht.
Im Haus hat sie ihre wilden Halbestunden, dann ist sie ausser Rand und Band. Das wollen wir etwas kontrollierter ablaufen lassen, sie muss lernen runterzufahren und Einschränkungen zu akzeptieren. Einsperren im Käfig hilft wenig, da dreht sie mächtig auf (Flucht von Alcatraz), und endlose "Kraftproben" bei denen beide Seiten an den Rand des Wahnsinn kommen, machen wir nicht. Das versuchen wir anders, mal schau´n.


Selfi mit vollgefressenem Entlebucher

Heute Morgen erneuten "Käfigversuch" gestartet. Für die fünf Minuten der Kälberstick-Knabberei bleibt Cleo im Käfig und alles ist gut. Dann will sie raus, fängt sie an zu randalieren, zu piepen und zu jaulen. Das geht einem natürlich ans Herz und nach spätestens zehn Minuten entwickelt der liebevolle Halter den unstillbaren Drang, die Käfigtür zu öffnen. Und genau das haben wir bis heute Morgen auch immer gemacht (wissend, dass es so nicht optimal läuft, aber man ist ja auch nur Mensch).
Da Cleo heute allerdings übermäßig ruppig drauf war, hielten wir länger als die üblichen zehn Minuten durch (es war nicht schön ...), und nach gut zwanzig Minuten trat eine Beruhigung im Käfig ein. Keine Stille, eine Beruhigung, immerhin. Nach einer halben Stunde schlief sie kurz ein - wir waren sehr erleichtert und froh! Dann wurde sie wieder wach und machte ihrem Unmut erneut in leicht abgeschwächter Form Luft. Nach einer stillen halben Minuten ließen wir sie aus dem Käfig. Brave! Vielleicht ist der Anfang gemacht, wir bleiben am Ball.

Vorhin dem Tierarzt vorgestellt, alles ok, bis auf  eine welpentypische Bindehautreizung (Follikulose). Auf ein Antibiotikum wollten wir uns noch nicht einlassen, erstmal mit Euphrasia-Augentropfen versuchen. 
Eine Entwurmungstablette (cestem) mitgenommen.

So ein Entlebucherwelpe löst nicht nur übermäßiges, allgemeines Entzücken aus. Die Rasse an sich ist zumindest im Norden nahezu unbekannt. "Was für einer ist das, ein Entelbucher?" "Nein, ein Entlebucher, aus dem Entlebuch ..."


Jetzt mal abschalten, chillen bis der Arzt kommt!


Nach den aufmunternden Durchhalteparolen des Züchters gibt´s Fortschritte in der Käfigakzeptanz.
Vorhin wieder einen schönen Freigang gemacht. Cleo musste unbedingt auf eine gefrorene Pfütze, brach ein paar Zentimeter ein, bekam nasse Füße und ... das Leben ging weiter, gut.

1. März - Entwurmt.


Es entwickelt sich, Genossen!

Frauli war heute Nachmittag zum zweiten Mal in der Welpenstunde. Cleo ist sicherer geworden. Ihre abwartende Haltung (erst mal kucken und sondieren) behält sie bei. Sie ist weder ängstlich noch hektisch, sie ist an den anderen auf freundliche Art interessiert. Auffallend verhielt sich ein kleiner Jack Russel. Der hat eine terrier-ruppige Art des Umgangs - nur mit Cleo ist er zurückhaltend, fast höflich.


Heute verblüfft uns Cleo! Schon nach dem Frühstück legte sie sich fast ohne zu protestieren in den Käfig, kam zur Ruhe und döste ein. Dann ging´s nach Bremerhaven (gute halbe Stunde pro Weg). Dort gibt´s den frischesten Seelachs überhaupt (wird heute Abend zubereitet, Cleo kriegt natürlich was ab, logo)! Geradezu begeistert haute sie sich in der Auto-Box auf die Filzmatte und entpuppte sich als autofest - das freut uns sehr, denn wir fahr´n viel der Landschaft hinterher, sozusagen. Da sie die Filzmatte sehr mag, ein Stück Heimat wohl, ham wir eine zweite bestellt (die neue für den Käfig in der Wohnung, die alte als mobile Unterlage in der Autobox, auf dem Hundeplatz und wo sonst noch was zum Abliegen gebraucht wird). Wieder in Bremen machten wir noch einen Gang durch "wildes" Gebiet. Zwanzig Minuten schnüffeln, rennen ohne Leine und ... Hasenködel suchen!


So, vorhin Termin bei unserer Stamm-Tierärztin gehabt. Frau Dr. Baar hat die letzten unserer drei Hunde betreut, und das sehr gut. Der erste Tierarztbesuch galt eigentlich der Suche nach einem Aushilfsdoc, falls Frau Baar mal kränkelt oder Urlaub macht. Dieser durchaus sympathische Mann hatte Cleo im Liegen versucht abzuhören und verordnete eine Cortison-Antibiotika-Augensalbe gegen die Reizung. Damit war er aus dem Rennen. Wir wünschen ihm alles Gute, auch beruflich.
Also unsere Stamm-TA war von Cleo angetan, alles in bester Ordnung, nächste Impfung in vierzehn Tagen.

 Cleo wiegt heute, 2. März 2016, auf der Präzisionswaage 7,8 kg.


Cleo hat eine ausgeprägte Neigung, um Beute (also Spielzeug) zu kämpfen. Was sie hat, hält sie offensiv fest. Da Zerren für das kleine Gebiß nicht gut ist, und späteres Zerren mit einem 29-Kilo-Hund anstrengend (für den Menschen mehr als für den Hund) sein wird, lassen wir uns darauf erst gar nicht ein. Wir tauschen: Beute gegen Leckerli, funktioniert gut. 

Gestern den Müllwagen beim Entmüllen aus nächster Nähe inspiziert, vorhin eine Kindergartengruppe aufgemischt (mit Erlaubnis der Betreuerinnen, natürlich). 
Cleo bekommt einmal täglich ihren Rennanfall. Dann saust sie wie angestochen durch die Wohnung, ist kaum einzufangen, beißt wieder etwas zu kräftig in Hände und Hosenbeine. Wir versuchen sie nach der ersten Explosion mit einem Knabberkeks im Käfig runterzufahren. Dauert ´ne Zeit, klappt aber ganz gut. Heute Vormittag einen von drei schönen Gängen durch den Bürgerpark gemacht, auch mal querfeldein (der Förster hätte Verständnis gehabt).


So, da Cleo nun viel an der frischen Luft ist (dreimal um die zwanzig Minuten, maximal) ist ihr Appetit gewachsen. Seit einigen Tagen ist Hill´s auf 75-80 g erhöht worden, mit gedünstetem Gemüse und etwas Joghurt oder Magerquark, drei Portionen pro Tag. Abends bekommt sie ca. 100 g geschreddertes, zehn Minuten gekochtes Rindergulasch mit einer Kinderhand Fussili-Nudeln. Sie putzt das alles genußvoll weg. Demnächst ist wiegen und Höhe messen angesagt - Mail an die Züchter.

Dritte Welpenstunde. Von Cleos anfänglicher Zurückhaltung ist nicht viel übrig ...


Heute Nachmittag laufen keine größeren Aktivitäten mehr, fressen, verdauen und regenerieren, d.h. Cleo schläft mit dickem Bäuchlein im Käfig, Brave!


An der Hamme langgeschlendert. Einige Hunde getroffen, begrüßt und bespielt. In ein paar Monaten werden wir hier schwimmen lernen. Und dann auch mal im Kanu das Teufelsmoor auf Augenhöhe erkunden. Dafür trainiert Cleo täglich auf dem Wackelbrett ...


Sonntag Nachmittag über den Campus (Bremer Uni) flaniert, muss man auch mal gemacht haben, als Hund. 
Trostlose Gegend - da hab ich nix verpasst ...

Und hier Cleos zweitliebster Ort, ihr Käfig!


Was ist ihr liebster? Na, abends zwischen unseren Kopfkissen im Bett. Frauli liest aus "Krieg und Frieden" vor (kleiner Scherz), Herr und Hund lauschen sich langsam weg.


Seit zwei, drei Tagen (besser Abenden, beim letzten Gassigang um die Häuser) zeigt Cleo leichte Symptome der ersten Angstphase. Sie ist von "Dingen" stärker irritiert, z.B. ferne Lkw-Geräusche oder auch den Schatten der Besitzer, nämlich unsere. Da diese Phase normal ist, machen wir keinen Aufriss, wir versuchen kommentarlos Sicherheit zu vermitteln und sie nicht überzustrapazieren. 
Die Stubenreinheit macht gute Fortschritte. Große Sachen sind nur in den ersten Tagen zweimal passiert, kleine Pieselausrutscher kommen noch vor, allerdings geh´n die meistens aufs ausgelegte Handtuch. Wir sind in dieser Sache aber auch aktiv: Nach jedem Schlafen (ob tagsüber im Käfig oder gleich morgens) geht´s raus auf den Rasen. Nach jeder Mahlzeit auch und natürlich bei jedem Anzeichen (und die gibt´s ja).

Heute Nachmittag war wieder Welpenstunde. Cleo war ... naja, sie war ziemlich ruppig, ein Übermaß an Selbstbewußtsein hat sich in ihr ausgebreitet. Es mußte oft eingegriffen werden, d.h. sie wurde durch Hochnehmen aus dem Kampf genommen, Disqualifikation nennt man das wohl. Nach einer Weile auf dem Arm wurde sie nach angemessener Beruhigung wieder runtergesetzt. Bis zur nächsten "unfairen" Attacke. Und das war heute wie gesagt recht häufig der Fall. Sie genoß sich selbst in ihrer neuen Kraft und Schnelligkeit, hatte man den Eindruck. Da schau´n wir mal, was am kommenden Samstag so abläuft - die Regeln müssen eingehalten werden! Am Besten kommt sie mit Gleichgroßen oder Größeren klar, dem Berner Welpen zum Beispiel, da hat sie einen echten "Gegner" ...

Es werden jetzt Übungen zur Impulskontrolle eingestreut.
www.benz-hundetraining.de/silke_benz_hundeschule_wissenswertes_16.asp


Sind im Syker Wald gewesen, immer wieder sehr schön!
Die (zukünftige) Königin des Waldes hat schon mal ihren Thron bestiegen. Danach noch durch Fressnapf geschlendert, sie hat sich im Schlaraffenland gut gehalten ...

Cleo wiegt heute, 9. März 2016, auf der "Tierarztwaage"
 9 kg bei einer Widerristhöhe von 33 cm.


Herrlis Lieblingsübung: Den Hund an Cafe-Besuche gewöhnen ...


Wir waren ja bisher viermal in der Welpenstunde. Die ersten beiden Male war Cleo zurückhaltend, beim dritten Mal war sie ganz wunderbar (siehe Video) und beim letzten Mal war sie überaus ruppig, so daß die Trainerin den Gedanken hatte, sie beim nächsten Mal an die Schleppleine zu nehmen, um der Ruppigkeit präziser "Herr zu werden". Eigentlich ist es eine ganz gute Hundeschule, zertifizierte Trainerinnen, eine ist Tierärztin. Aber es ist auch nicht jeder, der einen Führerschein gemacht hat ein wirklich begnadeter Autofahrer ... 
Wir sind den 25 Tausend Hundeschulen in Deutschland aus eigener Erfahrung und aus verbreiteten seriösen Informationen (es gibt Doktorarbeiten über das Thema) recht kritisch eingestellt. 
Ich denke, daß man Dreiviertel der "Hundeinstitutionellen" (sogenannte Trainer, auch Tierärzte) in die Kategorie mittelmäßig bis ziemlich übel einreihen kann. Man muss schon genau hinschaun und seinem Bauchgefühl vertrauen, denn das ist mindestens so wichtig wie angelesenes "Wissen". Auf jeden Fall halten wir Cleos letzten ungünstigen Auftritt in der Welpenstunde nicht für einen "Charakterfehler", sondern für das Resultat ungünstiger äusserer Umstände, d.h. die Anzahl der Welpen in der Gruppe war (und ist) zu groß. Zwar wird die Gruppe wenn´s zu viele Hunde sind aufgeteilt, aber dann sind´s immer noch leicht mal zehn Welpen auf einem Haufen. Das sind zu viele, um dem einzelnen Welpen Zeit und Möglichkeit zur sozialen Kontaktaufnahme zu geben. Und das wird Cleo "genervt" haben, vermuten wir stark. Denn im richtigen Leben nimmt sie bei Begegnungen mit anderen Hund stets freundlich Kontakt auf. Heute hat sie viele Hunde getroffen, vom Yorki über einen Vizslarüden bis zur Retrieverhündin - und mit allen ist sie auf verschiedene Weise sehr gut klargekommen, hat gespielt und auch auf das Knurren eines "Belästigten" angemessen reagiert. Wir werden uns also eine andere Welpenstunde suchen, mit maximal fünf Welpen in einer Gruppe. Und falls wir keine finden sollten, dann wird "das Leben da draussen" die Schule sein, logo!


Als einstige Käfiggegner (Unseren Hund in den Käfig sperren? Niemals!) sind wir über den energischen Tipp unserer Züchter, dem Hund im Käfig einen Entspannungsraum zu bieten, heute überaus dankbar. Der Käfig ist in gewisse Rituale und Tagesablaufsangelegenheiten wunderbar einbezogen, z.B. wid vor dem Füttern kurz gespielt (es sei denn, man kommt gerade vom Spaziergang), dann gefüttert und danach geht´s zu einem Knabberstick ab in den Käfig, Klappe zu. Nach der Knabberei kommt Cleo zur Ruhe, legt sich gemütlich hin, schläft ein und verdaut. Wird sie nach einer Stunde, manchmal issis auch länger, wieder wach gehts sofort raus zum Lösen. Klappt überwiegend wunderbar! Käfig bedeutet nicht Wegsperren, Käfig bedeutet Entspannung, so soll es sein. Bisher kam sie zweimal nicht richtig zur Ruhe: Das eine Mal musste sie nötig pinkeln, das andere hatte sie noch großen Durst (da waren wir nicht aufmerksam genug).

Cleo hat mir in die Nase gebissen. Ich werde sie verklagen ...


Den Vormittagsgang am Kuhgraben gemacht und einen Freund getroffen!


Auf dem Loriot-Sofa oder:
Die zentimeterweise Entdeckung eines Bronze-Mopses