Nun gut. Wir ham die Petition gegen Feuerwerk unterschrieben. Ihr auch? Falls noch nicht, dann man los, hier isse, klick.
Gestern gab´s den obligatorischen Wildlachs, drei mildgeräucherte Scheiben für jeden, ein Stück geräuchter Heilbutt, getoastetes Baguette und Feldsalat mit Orangen und einer wunderbaren Vinaigrette mit Senf und Akazienhonig.
Gläschen Sekt? Ah geh, wir saufen doch nicht, Alkohol nein danke.
Gegen neun nochmal mit Cleo raus. Ihr macht das Geböller nicht viel aus, das erleichtert die Sache. Ham uns früh ins Schlafgemach verzogen, büschen gelesen. Vom Höhepunkt des Irrsinns nix mitgekriegt, da räkelten wir drei uns schon in Morpheus´Armen, bei geschlossenem Fenster, einmal im Jahr bleibt´s zu.
Jetzt also 2026. Is´ ja och nur ´ne Zahl. Wir machen weiter wie bisher: Einatmen, ausatmen, einatmen, ausatmen ...
Genossen, es entwickelt sich 😂
Die Haupttugend des Aquarianers sollte die Geduld sein. Nicht meine persönliche Stärke, aber ich werde besser.
Einige Pflanzen müssen rückgeschnitten werden, damit sie buschiger, voller nachwachsen. Andere lassen wir erstmal in Ruhe, z.B. die grasartige Hygrophila costata längs der Rückwand. Die braucht noch Zeit um in den sichtbaren Bereich zu kommen. Das Kleine Fettblatt rechts seitlich vor dem Filter muss auch noch wachsen, wird bis 30 cm hoch. Wie gesagt: Geduld.
Es hat geschneit. Das Weiße ist Schnee, das Schwarze ist Cleo.
Wie nicht anders zu erwarten war, krochen die Räumfahrzeuge erst gegen Mittag aus den Schuppen. Da hattis schon `ne Menge Unfälle gegeben. Mit welcher Herausforderung ist die Bremer Verwaltung eigentlich nicht überfordert? Meine Frau sagt, das wäre doch in allen Städten so. Wirklich in allen?
Aber ich will positiv denken. Am Besten gar nicht mehr.
Wir haben für Cleo mal in der Krauterie (Achtung Werbung, aber ich hab nix davon) bestellt: die Kräutermischung für eine gesunde Darmflora. Zum Frühstück zwei Esslöffel, nachmittags nochmal einen Löffel in den Napf. Dosierung langsam steigern, eine Kur maximal vier Wochen, dann acht Wochen Pause, damit der Organismus nicht faul wird (hab da mal per Mail nachgefragt und sofort eine Antwort gekriegt, guter Laden!). Riecht toll, Cleo schmeckt´s und es tut ihr gut, die Häufchen sind malerisch.
Sanna, Sanna, meiner Puppe trock'nes Inn'res hingestreut, weil draußen Glatteis ...
(Günter Grass)
Und doch gibt es nur eins, was wichtig ist: Den Anbruch eines neuen Tages zu erleben, der die Welt mit Licht erfüllt.
Das von den Medien seit Tagen spektakulär angekündigte Sturmtief ELLI konnte leider,
zumindest in Bremen, die "gewünschte" Katastrophe nicht bieten.
Nachtrag:
Kucke gerade "Buten un Binnen". Na gut, büschen Ärgerliches wegen Schnee gab's schon ...
Die Straßen sind erstaunlich befahrbar, das Stapfen über Gehwege und draußen mit Cleo ist anstrengend, erfordert Konzentration und eine gesunde Akzeptanz: Ist halt Winter.
Eine seltsame Stimmung herrscht vor, irgendwie hängt etwas in der Schwebe. Eben Meisenknödel im Hof an den
unteren Zweigen der Bäumchen aufgehängt. Nein, keine ranzigen Knödel vom Discounter, schon "richtige" für ne Mark mehr. Die 12 Gramm Meise sind schnell verhungert oder erfroren. Wenn wir die Erde schon im Großen ruiniert haben, dann wenigstens im Kleinen die Schuld etwas tilgen. Nachher wackeln Cleo und ich mal durch den Bürgerpark, da sind die Weg passabel zu laufen und bei überwiegend Laubbäumen (die haben jetzt ja keine Blätter, also auch keine Schneeauflagen) sinkt die Wahrscheinlichkeit, von abbrechenden Ästen erschlagen zu werden.
Eben zufällig bei unseren Google Fotos gefunden:
Wir ham immer mal wieder Phasen, kannste nicht planen oder forcieren, in denen uns ein Thema ganz einnimmt. Kann drei Tage, drei Wochen oder drei Monate anhalten. Hier war die Phase Quastenflosser (klick) dran. Der als ausgestorben geltende Urzeitfisch, der im Jahr 1938 einem Fischer am Hintern der Welt an den Haken ging, die Wissenschaft aufschreckte und siehe da - es gibt ihn noch, in geringer Anzahl irgendwo in den Tiefen eines Meeres.
Weil wir davon so angetan waren, über ihn recherchierten, Dokumentationen anschauten, kam der Gedanke und dann der Wunsch auf, einen Linolschnitt zu machen. Das Entwerfen im Geiste, die Skizzen, die finale Zeichnung, das Schneiden und letztendlich das Drucken, das alles macht viel Freude. Und das Resultat kann sich doch sehen lassen!





















